TravelWorks » Freiwilligenarbeit » Lateinamerika » Argentinien » Länderinfo
Infos über Argentinien
Don’t cry for me Argentina – wer denkt bei diesem südamerikanischen Land nicht sofort an Tango, Gauchos, den Fußballgott Diego Maradona und natürlich an Evita? Trotz schwerer Wirtschaftskrisen in jüngeren Jahren ist und bleibt Argentinien mehr als eine Reise wert.
- Hauptstadt: Buenos Aires
- Währung: Argentinischer Peso (ca. 0,19 €)
- Klima: Januar 25 °C, Juli 11 °C (Durchschnittstemp. Buenos Aires)
- Visum: kostenloses Touristenvisum bei Ankunft (gültig für 90 Tage), Reisepass notwendig
- Essen: Carbonada (Eintopf aus Kürbis, jungen Maiskolben, Fleisch und Pfirsichen), Mazamorra (mit Zitronensaft angemachter Maisbrei), Arroz con Leche (Milchreis)
- Sightseeing: La Boca (Hafenviertel in Buenos Aires), San Telmo (historisches Viertel in Buenos Aires), Iguazú Wasserfälle, Gletscher Perito Moreno
- Bevölkerung: 38,4 Mio.
- Fläche: 2.791.810 km²
- Sprache: Spanisch
- Staatsform: Präsidiale Bundesrepublik
Einreise und Fakten
Einreise für Deutsche
Visumfrei als Touristen für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen. Notwendig sind der mindestens noch 3 Monate gültige Reisepass, Rück- oder Weiterreiseticket und ausreichende Geldmittel.
Landesdaten
Lage
Die Republik Argentinien ist das zweitgrößte Land Südamerikas. Es grenzt im Norden an Bolivien und Paraguay, im Osten an Brasilien, Uruguay und den Atlantik, im Westen an Chile und im Süden an das Südpolarmeer. Argentinien liegt zwischen dem 21. und 55. südlichen Breitengrad und dem 73. und 53. östlichen Längengrad.
Fläche: 2.791.810 km²; mit Antarktisanteil und atlantischen Inseln 3.761.274 km².
Verwaltungsstruktur: 23 Provinzen, Bundeshauptstadt Buenos Aires (Capital Federal).
Einwohner
Bevölkerung: ca. 38,7 Millionen.
Städte: Buenos Aires (Hauptstadt) 2,78 Millionen, Córdoba ca. 1,27 Millionen, San Justo ca. 1,25, Rosario ca. 906.000, Lomas de Zamora ca. 591.000, La Plata ca. 553.000, Mar del Plata ca. 542.000, San Miguel de Tucumán ca. 526.000, Quilmes ca. 519.000, Almirante Brown ca. 514.000; Merlo ca. 469.000, Salta ca. 463.000, Lanús ca. 453.000, General San Martín ca. 405.000, Moreno ca. 380.000, Santa Fe ca. 368.000.
Sprache
Die Amtssprache Argentiniens ist Spanisch (Castellano genannt).
Zeitverschiebung
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -4 Stunden.
Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied -5 Stunden.
Stromspannung
220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz. Es wird empfohlen, einen Adapter mitzunehmen.
Telefon/Post
Post
Luftpostsendungen nach Europa sind etwa eine Woche unterwegs.
Telefon
Die Telefon-Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Argentinien ist 0054, von Argentinien nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.
Die öffentlichen Telefone funktionieren mit Telefonkarten (tarjetas telefónicas) oder Fernsprechmünzen (cospeles), die an Kiosken oder bei den Telefongesellschaften erhältlich sind. An einigen Telefonzellen kann auch mit Münzgeld bezahlt werden. Telefonate können außerdem von den Telefonzentralen aus geführt werden.
NOTRUFNUMMERN in der Stadt und Provinz Buenos Aires: Polizei 101 oder 911, Bundespolizei 43 70 58 00, Touristenpolizei 800 999 50 00, Unfallrettung 104 / 107, Feuerwehr 100.
Mobilfunk
Netztechnik: GSM 850/1900 und iDEN.
Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Argentinien von T-Mobile, E-Plus, O2 und Vodafone.
Für die Netztechnik GSM 1900 wird ein Triband- oder Quadband-Handy benötigt.
GSM 850-fähig sind nur Quadband-Handys.
Für die Netztechnik iDEN wird ein spezielles iDEN-Mobiltelefon benötigt.
Internet
Länderkürzel: .ar
Internetcafés findet man in allen Städten.
Feiertage
1. Januar (Neujahr), 24. März (Tag des Gedenkens an die Wahrheit und die Gerechtigkeit), 2. April (Tag der Malwinen), Karfreitag und Ostern, 1. Mai (Tag der Arbeit), 25. Mai (Tag der Mai-Revolution), 21. Juni (Tag der Flagge, dritter Montag im Juni), 9. Juli (Unabhängigkeitstag), 16. August (Todestag von General San Martin, dritter Montag im August), 11. Oktober (Dia de la Raza), 27 Oktober (Volkszählungstag), 8. Dezember (Mariä Empfängnis), 25. Dezember (Weihnachten).
Die Hauptferienzeiten gehen von Mitte Dezember bis Anfang März und Mitte Juli bis Anfang August. Der am stärksten frequentierte Ferienmonat ist der Januar. Dies ist vor allem bei Geschäftsreisen zu beachten.
Öffnungszeiten
Banken: Mo bis Fr 10-15 Uhr;
Büros: Mo bis Fr 9-12 Uhr, 13-17 Uhr;
Geschäfte: Mo bis Fr 9/10-20 Uhr, Sa 9-13 Uhr. Große Supermärkte und Shopping-Zentren haben in der Regel auch samstags und sonntags geöffnet.
Kleidung
Reisende aus Europa können weitestgehend ihre gewohnte Kleidung mitnehmen. Nur für die heißen Monate von Dezember bis März sollte man leichtere Kleidung einpacken. Ferner darf man nicht vergessen, dass auch in Argentinien die Winter kalt sein können.
Argentinier selbst sind sehr modebewusst und legen Wert auf eine gepflegte Erscheinung.
Land und Leute
Geschichte/Politik
Drei Länder in Südamerika hatten einen gemeinsamen Namen und lange Zeit hindurch eine gemeinsame Geschichte: die "La-Plata-Länder" Argentinien, Paraguay und Uruguay. 1492 entdeckte Kolumbus Amerika. Die Spanier drangen 1536 ins heutige Argentinien ein und bauten als erstes ein Fort, das sie "Puerto de Nuestra Señora de Santa Maria del Buen Aire" nannten. Daraus wurde Argentiniens heutige Hauptstadt Buenos Aires. 1776 wurde das spanische "Vizekönigreich Rio de la Plata" gegründet. Es umfasste die drei genannten Staaten. Als Anfang des 19. Jahrhunderts Spanien im Kampf gegen England seine Flotte verloren hatte, besetzten die Engländer Buenos Aires. Von da an wurde die innenpolitische Situation der La-Plata-Staaten unübersichtlich. Paraguay spaltete sich zuerst ab, später dann auch Uruguay. 1853 entstand aus der Föderation "Provincias Unidas del Rio de la Plata" die "Republik Argentinien". 1890 war Buenos Aires die größte und wichtigste Stadt in Lateinamerika.
Erst 1916 fanden in Argentinien die ersten Wahlen statt. 1944 führte Juan Domingo Perón, argentinischer Sozial- und Arbeitsminister, eine für Südamerika beispiellose Sozialpolitik ein - mit höheren Löhnen und fester Arbeitszeit. Die Armen des Landes sahen in ihm ihren Retter und wählten ihn 1946 zum Präsidenten. Er regierte weitgehend undemokratisch und starb 1974. Heute ist Argentinien eine demokratische Bundesrepublik.
Wirtschaft
In Argentinien sind rund 30 Prozent der Erwerbstätigen in der verarbeitenden Wirtschaft beschäftigt. In der Land- und Waldwirtschaft sowie in der Fischerei sind es 17 Prozent. Acht Zehntel Weideland machen die überragende Bedeutung der Viehwirtschaft klar. Den größten Anteil daran haben aber nicht Rinder, sondern Schafe. Auch die Schweinezucht spielt in einigen argentinischen Provinzen eine Rolle.
In den letzten Jahrzehnten ging es Argentinien hauptsächlich darum, eine eigene Industrie aufzubauen, um die Abhängigkeit vom Agrar-Weltmarkt zu verkleinern. Man begann mit der Einfuhr von Halbfabrikaten und deren Verarbeitung oder Montage. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich der Fahrzeug- und Karosseriebau. Führend wurde die Textil- und Bekleidungsindustrie, die auf eigene Rohstoffe zurückgreifen kann. Neben Buenos Aires wurde Rosario zur wichtigsten Industriestadt; dort liegt heute das Zentrum der chemischen Industrie. Auch der Bergbau - Erdöl, Erdgas, Eisen, Blei, Zink, Zinnerz, Schwefel und Kalk - ist viel wichtiger geworden.
Der Tourismus nimmt zu, spielt aber für die Wirtschaft des Landes noch keine große Rolle.
Religion
Die offizielle Religion ist römisch-katholisch. Daneben gibt es protestantische und russisch-orthodoxe Christen. Juden und Moslems sind in der Minderheit.
Vegetation
Ein großes Land wie Argentinien zeigt natürlich viele Vegetationsbilder. Allein im Iguazú-Nationalpark gibt es 2.000 Pflanzenarten - Riesenbäume, Farne, Lianen, Orchideen. Im Nordosten des Landes steht der subtropische immergrüne Regenwald. Die Zeder trifft man hier an, mehrere Arten von Bambus, Palmen sowie Lapacho-Bäume. An den Regenwald grenzen die Pampa und der Chaco. In die einstigen Naturlandschaften hat der Mensch allerdings stark eingegriffen. Die Pampa hat viele neu angesiedelte Gräser, aber auch angepflanzte Bäume, damit das weidende Vieh Schutz findet. Im Chaco sieht man dagegen mehr Pflanzenarten, auch immergrüne Trockenwälder und dorniges Buschwerk. In den höheren Regionen - in der Puna und den Kordilleren - ist die Vegetation in über 3.000 m Höhe dürftig; hier hat die Landschaft einen Wüstencharakter. Etwas tiefer sieht man dann schon wieder Buschwald, aber auch Büschelgräser und große Kakteen.
Südlich vom Rio Colorado, in Patagonien, erstreckt sich weithin eine Strauch- und Wüstensteppe. Und kommt man ganz nach Süden, nach Feuerland, so findet man eine Mischung aus ausgedehnten Laubwäldern, Steppen und Moorgebieten.
Tierwelt
Im Iguazú-Nationalpark kann man bis zu 400 verschiedene Vogelarten beobachten. Papageien, Kolibris, Tukane leben hier neben großen Tieren, wie Jaguare und Kaimane. Der Tierbestand in Argentinien wechselt natürlich von einem Naturraum zum anderen. Im Nordosten, im Gebiet des subtropischen Regenwalds, ist die Tierwelt sehr artenreich. Man kann Affen sehen, Gürteltiere und Wildkatzen, auch Papageien und Tukane, winzige Kolibris und viele Schmetterlinge. Doch einen Tapir oder Jaguar, die dort noch vorkommen, bekommt man kaum zu Gesicht. In der Pampa und im Chaco war die Tierwelt einst viel reicher. Auch der Nandu, ein Straußenvogel, und der Pampahirsch sind selten geworden. An der Grenze zu Paraguay leben noch Tapire und Affen. In den hochgelegenen Gegenden der Kordilleren leben Lamas, Alpakas, auch Vicuñas und Pumas. Kleinere Raubvögel sind nicht selten. Kondore, die dort leben, lassen sich kaum blicken, aber man wird den einen oder anderen Adler sehen.
Auf der Halbinsel Valdés an der Ostküste sieht man Seehunde, See-Elefanten und Wale.
Gebräuche, Kulinarisches
Kulinarische
Kulinarisches
Im Norden des Landes ist die Küche zwar etwas pikant aber sehr gut. Als Zutaten werden frische Maiskolben, kleine Paprika und Dörrfleisch verwendet. Eine Spezialität kommt aus Paraguay: "Locro norteno". Sie wird aus Fleisch, Mais, Kürbis und Mehl gekocht. Die "sopa paraquaya" ist keine Suppe, sondern ein Brot aus weißem Maismehl mit Käse, Zwiebel und Gewürzen. Ein typisches Getränk ist "Chicha" aus Maismehl und Wasser. Man lässt es in Tongefäßen gären und kocht es dann. Außerdem gibt es hier im Norden ausgezeichnete Weine. Doch ganz typisch ist der Mate - ein Getränke aus den Blättern eines Strauchs. Der Name bedeutet eigentlich die Kürbisschale, in die man die getrockneten Blätter wirft, um sie mit heißem Wasser aufzugießen. Man trinkt den Mate-Tee mit einem Röhrchen, das - wenn es fein sein soll - ein silbernes Mundstück hat.
Im Osten liebt man Lamm, vor allem die gefüllte Lammschulter. Beim "asado con cuero" wird das geschlachtete Kalb in Teile geschnitten und in eine Grube gelegt, in der vorher mehrere Stunden lang Feuer brannte. Obendrauf kommt Zinkblech, auf das man glühende Holzkohle legt. Es dauert Stunden, bis das Fleisch fertig ist. Das Geheimnis liegt in der Beherrschung des Feuers.
Aus dem Süden des Landes kommen viele Marmeladen und andere Süßigkeiten. Viele Früchte werden hier verarbeitet, auch Schokolade.
An der Küste bringt man außer den Fischen auch sehr viele Krebse auf den Tisch.
Sitten und Gebräuche
Im Nordosten des Landes werden prächtige Karnevalsfeste gefeiert. Ebenso interessant sind die Missionsfeste der Immigranten in Oberá und die Orchideenfeste in Montecarlo.
Man sieht viele Tänze und hört viel Volksmusik.
Souvenirs
Im Nordosten des Landes findet man gute Arbeiten indianischer Kunsthandwerker: Keramik, Masken und Stoffe aus Naturfasern. Auch Ledersachen werden angeboten sowie Halbedelsteine: Achate, Quarze, Amethyste. Im Norden gibt es Wandteppiche, aber auch Goldschmiedearbeiten sowie Skulpturen aus Palisanderholz. Bekannt ist die schwarze Keramik aus Cafayate und die rote Keramik aus San Lorenzo.
Im Osten kann man sehr gut Leder- und Sattlerarbeiten einkaufen, auch Schmuck für Pferde aus geflochtenem Leder. Im Süden gibt es Goldschmiedearbeiten, aber auch Stoffe aus Schafwolle. Originell sind kunsthandwerkliche Bilder, die aus echten Blumen und Blättern zusammengesetzt werden.
Duty Free
Reisegut
Jeder Reisende, der aus dem Ausland kommt, muss für die Einfuhr nachstehender Gegenstände im begleitenden Gepäck keinen Zoll/keine Steuern bezahlen:
- Gegenstände des persönlichen Gebrauchs wie Kleidung, Bücher und Zeitschriften, sofern sie wieder ausgeführt werden;
- andere Gegenstände, sofern sie in Argentinien nicht veräußert werden und zwar bis zu einem Gesamtwert von
* 150 US-$ bei Einreise auf dem Landweg (einschließlich der Einreise über Brücken oder Flüsse) (für Reisende unter 16 Jahren gilt als Höchstwert 75 US-$) und zusätzlich in Duty-free-Shops gekaufte Waren im Wert von höchstens 150 US-$, jedoch höchstens
- 1 Liter alkoholische Getränke
- 200 Zigaretten
- 25 Zigarren
- 2 kg Lebensmittel (nicht frisch!).
* 300 US-$ bei Einreise über Flug- oder Seehäfen (für Reisende unter 16 Jahren maximal 150 US-$) und zusätzlich in Duty-free-Shops gekaufte Waren im Wert von höchstens 300 US-$, jedoch höchstens
- 2 Liter alkoholische Getränke
- 400 Zigaretten
- 50 Zigarren
- 5 kg Lebensmittel (nicht frisch!).
AUSREISE:
Ausländische Reisende können sich bei der Ausreise u.a. über die Flughäfen von Buenos Aires die in Argentinien gezahlte Mehrwertsteuer von 21 Prozent abzüglich einer Gebühr zurückerstatten lassen.
Dies ist nur bei Geschäften mit dem "Tax free"-Logo möglich und nur bei Einkäufen von in Argentinien hergestellten Waren im Wert von über 70 arg$, für die die Geschäfte einen "Global-Refund"-Scheck ausstellen.
Klima und Wetter
Klimainformationen
Argentinien erstreckt sich vom südlichen Wendekreis des Krebses bis zum antarktischen Meer und weist vom Westen zum Osten beträchtliche Höhenunterschiede auf, die von den 7.000 m hohen Anden bis zur Meereshöhe am Atlantischen Ozean reichen. Aus dieser geografischen Lage erklärt sich die klimatische Vielfalt Argentiniens. Im Norden ist es subtropisch, in der Pampa gemäßigt und in Patagonien kalt. In einigen Teilen des Landes gibt es häufige und sehr ergiebige Niederschläge, in anderen Teilen herrscht Trockenheit.
Die Jahreszeiten Argentiniens sind den europäischen entgegengesetzt. Die Monate Januar und Februar sind die heißesten Monate, in denen in Buenos Aires Temperaturen bis zu 38°C gemessen werden. Juli und August sind die kältesten Monate mit Temperaturen, die zwischen 1 und 15°C schwanken. Die durchschnittlichen Temperaturen in Buenos Aires sind: Sommer 23°C (hohe Luftfeuchtigkeit), Winter 12°C, Frühling und Herbst 17°C.
Beste Reisezeit
Den subtropischen Norden sollte man in dem Zeitraum von Mai bis September bereisen, während man für einen Besuch Südargentiniens (Patagonien und Feuerland) die Sommermonate von Dezember bis Februar/März wählen sollte.
Ansonsten gelten das Frühjahr (Oktober/November) und der Herbst (März/April) als die beste Reisezeit.
Gesundheit
Vorgeschriebene Impfungen
Keine.
Empfohlene Impfungen
Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.
Für Reisen nach Iguassu sowie in alle nördlichen Landesteile, Gelbfieber.
Informationen zur Malaria
Malaria
Risiko nur regional, dort allgemeine ausreichend.
Verbreitung
Ein Malariarisiko besteht von Oktober bis Mai unterhalb 1.200 m in ländlichen Teilen des Grenzgebietes zu Bolivien (Provinz Salta, Provinz Jujuy) sowie in einzelnen Grenzgebieten zu Paraguay (Tiefebenen der Provinzen Misiones und Corrientes). Alle übrigen Landesteile Argentiniens sind malaria-frei.
Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.
Ärztliche Hilfe
BUENOS AIRES: Deutsches Hospital, Dr. Alfredo H. May (spricht Deutsch), Avda. MAIPU 1179,, Buenos Aires, Tel. (11) 48 21 17 00.
Geld und Umtausch
Währung
Währungseinheit
Währungseinheit: Argentinischer Peso (arg$)
1 Argentinischer Peso = 100 Centavos.
Derzeitiger Kurs:
1 Euro = ca. 2,97 arg$
1 US-$ = ca. 2,20 arg$
Hinweise
Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um reine "Geldkurse" für den Bargeldtausch am Bankschalter, d.h. sie nennen den aktuellen Wert, den der Reisende beim Umtausch am Bankschalter (Schalterkurse in Deutschland) erhält. Hinzu kommen dann noch die von der jeweiligen Bank abhängigen Umtauschgebühren. Die Kurse sind nicht geeignet zur Umrechnung von Rechnungen etc., da hierfür meist "Devisenkurse" zugrunde gelegt werden.
Devisenbestimmungen/Umtausch
Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt. US-$ empfohlen.
Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Deklaration: Ja - bei der Einfuhr von Fremd- oder Landeswährung (auch Reiseschecks) im Gegenwert von über 10.000 US-$
Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt
Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Umtausch: US-$ werden in Banken und Wechselstuben in Pesos problemlos getauscht, der Umtausch von Euro hingegen ist nicht überall möglich.
Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels und Geschäften und von den überregionalen Autovermietern meistens akzeptiert.
Geldautomat: Ja - Bargeldabhebung ist mit Kreditkarten und an Geldautomaten des Maestro-Systems auch mit der EC-Karte möglich, jedoch meistens nur bis zu einem Maximalbetrag von 300 arg$ pro Abhebung bei höchstens 10 Einzeltransaktionen pro Tag.
Reiseschecks: Ja - in Euro und US-$ werden von Banken und Wechselstuben eingelöst.
Wichtige Adressen
Auskunftstellen
In Deutschland
Touristische Auskünfte über die Botschaft von Argentinien in Berlin:
Botschaften und Konsulate
Ärztliche Hilfe
BUENOS AIRES: Deutsches Hospital, Dr. Alfredo H. May (spricht Deutsch), Avda. MAIPU 1179,, Buenos Aires, Tel. (11) 47 95 91 32.
Reisetipps
Sehenswertes
Buenos Aires
Buenos Aires ist eine der größten Städte der Welt. Bei aller moderner Struktur und dynamischer Aktivität gelang es dennoch, alte Traditionen und typische Winkel zu erhalten. Ganz besonders faszinierend ist die Verschiedenheit der einzelnen Stadtviertel.
Das Zentrum der riesigen Stadt ist die Plaza del Congreso. Von hier aus lohnt es sich, die Avenida de Mayo mit ihren prächtigen Gebäuden der verschiedensten Baustile entlang zu spazieren. Ganz in der Nähe liegt die Plaza de Mayo, die von symbolträchtigen Gebäuden gerahmt wird, beispielsweise von der Kathedrale und der Casa Rosada, dem Sitz des Präsidenten. Wenige Häuserblocks weiter liegen andere historische Bauten wie die Kirche San Ignacio, die älteste der Stadt.
Die Fußgängerstraße Florida ist ein wichtiges Einkaufszentrum, das mit der "City", dem Finanzzentrum des Landes, verbunden ist.
Eines der ältesten Stadtviertel ist San Telmo, in dessen restaurierten Kolonialhäusern Künstler und Kunsthandwerker leben. Dort gibt es auch zahlreiche Tango-Lokale und auf der Plaza Dorrego an jedem Sonntag den pittoresken Antiquitätenmarkt von San Pedro Telmo. Pittoresk ist auch das Viertel La Boca - die Gegend, in der die aus Genua eingewanderten Italiener lebten.
Feuerland
Ganz im Süden Argentiniens, abgeschnitten vom Festland durch die Magellan-Straße, befindet sich das Archipel Feuerland (Tierra del Fuego). Feuerland ist zweigeteilt, ein Teil gehört zu Argentinien, der andere zu Chile.
Auf argentinischer Seite liegt Ushuaia, die südlichste Stadt der Welt. Einen Besuch des "Museo del Fin del Mundo", einem Museum, das über die Geschichte, Völkerkunde und die Natur Feuerlands informiert, sollte man sich nicht entgehen lassen.
Sehenswert ist auch der Nationalpark Tierra del Fuego, der ganz in der Nähe von Ushuaia liegt. Seine abwechslungsreiche Landschaft, bestehend aus Gletschern, Seen, Moorgebieten und Wäldern, lädt zum Wandern ein. Wer möchte, kann auch ein paar Kilometer mit einer kleinen Eisenbahn, "Tren del Fin del Mundo" genannt, zurücklegen.
Salta
Von dieser Stadt mit ihren zahlreichen Spuren des Kolonialismus fährt von April bis November der "Zug in die Wolken" (Tren a las Nubes). Das ist eine abenteuerliche, 217 km lange Bahnfahrt, die kurz nach San Antonio des los Cobres am Viadukt La Polvorilla endet. Diese spektakuläre Stahlbrücke ist 224 m lang und liegt 63 m über den Talgrund. Hier, am Endpunkt der Fahrt, wird zudem mit 4.220 m die größte Höhe erreicht.
Iguazú-Wasserfälle
Hier stürzen sich auf 2,7 km Breite und aus 70 m Höhe die Wassermassen über 275 Kaskaden in die Tiefe. Im Iguazú-Nationalpark wurden viele Wege und Stege angelegt, die eine gute Aussicht auf die Fälle gewähren. Aber auch die üppige subtropische Vegetation und die Tierwelt sind beeindruckend.
Valdés
Dies ist eine Halbinsel an der Ostküste, zwischen dem Golf San José und dem Golfo Nuevo. Hier trifft man zwischen Mai und Dezember viele Meeres-Säugetiere. Kolonien von Seehunden spielen zwischen kleinen Inseln und Riffen, See-Elefanten haben auf der Halbinsel eine auf der Welt einzigartige Enklave. Dort finden sich auch pünktlich zur Paarung die Wale des Südens ein. Zum Paarungsritual der Glattwale gehört, dass sie ganz aus dem Wasser auftauchen und tonnenweise Schaum versprühen, um sich dann wieder ins Meer zurückfallen zu lassen.
Von Puerto Pirámide am Fuß der Halbinsel Valdés werden Exkursionen organisiert, um die Welt der Meerestiere zu besuchen. Aber auch bei Punta Pirámide selbst lagern und paaren sich Seelöwen. Und Punta Delgada, an der Südostecke der Halbinsel, ist ein Zufluchtsort für Seelöwen und See-Elefanten.
An der ganzen Halbinsel sieht man auch Pinguine und Guanakos, Maras und Nandus, die bei Ebbe von ihren Inseln in der Nachbarschaft herüberkommen. Bei Punta Norte, im Norden der Halbinsel, kann man die weithin größte Seelöwen-Kolonie besuchen.
Nationalpark Nahuel Huapi
Der See Nahuel Huapi, dessen Ausläufer in die Wälder des Nationalparks eindringen, entstand aus einem Gletscher. Am Ufer des Sees, in San Carlos de Bariloche, wurde ein erstklassiges Fremdenverkehrszentrum mit einem breiten kulturellen Angebot aufgebaut. Bariloche ist auch für seine Gastronomie berühmt. Es gibt dort Hirsch- und Wildschweinbraten, Zuchtforellen und -lachse - besonders aber Süßigkeiten: über 130 verschiedene Schokoladenarten locken den Feinschmecker.
Von Bariloche führen Rundfahrten zu den Anden-Bergen López, Otto und Tronador mit ihren berühmten Gletschern. Ferner werden Ausflüge zur Halbinsel Llao Llao angeboten. Von dort geht es über den See Nahuel Huapi bis nach Puerto Blest, zur Insel Victoria und zum nächsten Nationalpark am Lago Puelo.
Nationalpark Laguna Blanca
Westlich von Neuquén am Rio Negro liegt der Nationalpark Laguna Blanca. Hier kann man moderne Motorboote und Katamarane mieten, um über die zahlreichen Seen zu fahren. Man trifft im Naturpark auch auf Gruppen der Mapuche-Indianer. Die meisten wohnen an den Ufern des Rucharoi-Sees.
Reisehinweise
Zurzeit liegt kein Reisehinweis vor.
Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen
Es wird eine erhöhte KRIMINALITÄT beobachtet. Daher wird zu Vorsicht und Wachsamkeit geraten. Wertgegenstände sollten nicht offen getragen werden, Bargeld sollte nur in geringen Mengen mitgeführt werden. Bei Überfallen sollte kein Widerstand geleistet werden, da die Täter in der Regel bewaffnet sind und vor Gewaltanwendung nicht zurückschrecken.
An belebten Orten und in öffentlichen Verkehrsmitteln ist mit Trickdiebstählen zu rechnen. Beliebt ist die Methode, jemanden mit Senf o.ä. zu beschmutzen, hilfsbereit und schuldbewusst mit der Reinigung zu beginnen und dabei alle greifbaren Gegenstände zu entwenden oder zu entreißen. Es wird daher geraten, Wertgegenstände nicht in Handtaschen oder Rucksäcken zu transportieren, sondern z.B. in Brustbeuteln eng am Körper mitzunehmen.
In Hotels der niedrigeren Preisklasse kommen häufig Diebstähle vor. Ausweisdokumente, etc. sollten von Bargeld getrennt und sicher (Hotelsafe) verwahrt werden. Auch in besseren Hotels sollten Handtaschen und Gepäck in öffentlich zugänglichen Räumen (Lobby etc.) niemals unbeaufsichtigt gelassen werden.
Aufmerksamkeit ist bei Bargeldabhebungen oder -tausch sowie an den touristischen Anziehungspunkten von Buenos Aires wie La Boca, in San Telmo, der Bahnstation Retiro und im Stadtzentrum (Plaza de Mayo, Calle Florida, Recoleta) geboten.
Nach Einbruch der Dunkelheit sollten Taxis nicht auf der Straße angehalten, sondern nach Möglichkeit telefonisch (sog. Radio-Taxis oder Remise), bestellt werden, da in diesem Fall die Fahrt registriert wird. Diebstähle und auch sexuelle Übergriffe durch Taxifahrer kommen häufiger vor; insbesondere am Flughafen Ezeiza ist Vorsicht geboten.
In Argentinien ist eine größere Menge gefälschter Banknoten, insbesondere 100-Peso-Noten, im Umlauf. Sie sind zwar zu erkennen, wenn die üblichen Sicherheitsmerkmale geprüft werden (Wasserzeichen, Sicherheitsfaden, Stichtiefdruck, Durchsichtsregister), beim Geldumtausch auf offener Straße oder durch Trickbetrug (Tausch gegen Falschgeld unter dem Vorwand, nicht wechseln zu können) ist die Gefahr jedoch groß, falsche Scheine zu erhalten.
Bei der Geldabhebung an Geldautomaten oder beim Tausch in einer Bank kann diese Gefahr jedoch ausgeschlossen werden.
Bei Diebstahl verlangen deutsche Versicherungen für die Erstattung den Nachweis einer Anzeige ("Denuncia"). Bei der Botschaft gibt es schriftliche Übersetzungshilfen.
Die Stadt Buenos Aires hat ein Kommissariat für Touristen eingerichtet, in dem auch in diversen Fremdsprachen Hilfestellung geleistet werden kann. Es befindet sich in der Avenida Corrientes Nr. 436 (Plaza San Nicolás) in Buenos Aires und ist auch mit der gebührenfreien Telefonnummer 0800-9995000 erreichbar.
Im Falle des Verlusts des Reisepasses ist die polizeiliche Verlustanzeige für die Wiederausreise unerlässlich. Der Verlust sollte unverzüglich der Botschaft oder dem nächstgelegenen Honorarkonsul angezeigt und die Ausstellung eines Ersatzdokumentes beantragt werden.
Bei einer Festnahme oder Inhaftierung ist unverzüglich auf ein Telefonat mit der Botschaft oder dem zuständigen Honorarkonsul zu bestehen.
Drogenbesitz und -handel werden strafrechtlich verfolgt, der Besitz selbst kleiner Mengen kann zu hohen Gefängnisstrafen führen. Die Haftbedingungen in Argentinien sind nicht mit denen deutscher Gefängnisse vergleichbar.
SPRACHE: Ohne Spanischkenntnisse ist die Bewegungsfreiheit in Argentinien eingeschränkt. In Buenos Aires wird teilweise (Hotels, größere Banken, etc.) Englisch gesprochen.
STRASSENVERKEHR: Besondere Vorsicht ist im Straßenverkehr geboten, das gilt vor allem auch für Fußgänger! Die Unfallzahlen sind in Argentinien deutlich höher als in Mitteleuropa.
FLUGVERKEHR: Flugverspätungen sind an der Tagesordnung, was insbesondere in Bezug auf (transkontinentale) Anschlussflüge bei der Reiseplanung berücksichtigt werden sollte.
BESUCH VON FUSSBALLSPIELEN: In argentinischen Stadien kommt es leider regelmäßig zu schweren Ausschreitungen. Gegnerische Fans aber auch rivalisierende Gruppen der selben Mannschaft bekämpfen sich unter Anwendung brutaler Gewalt und schrecken auch vor Waffeneinsatz nicht zurück. Beim Besuch von Fußballspielen sollten in jedem Fall die (meist preiswerten) Fanblocks und Stehplätze gemieden werden. Am sichersten ist es, in Begleitung ortskundiger einheimischer Fußballfreunde dorthin zu gehen oder sich im Hotel nach Organisationen zu erkundigen, die den Eintritt, die An- und die Abfahrt organisieren. Es wird empfohlen, sich vorher kundig zu machen, wie man sicher zum Spiel kommt und wie man nach Spielende das Stadionumfeld schnell und sicher verlassen kann.
ARTENSCHUTZ: Es ist verboten, ohne Genehmigung gewisse freilebende Tiere einzufangen, zu halten, zu kaufen oder zu transportieren. Die Verbote richten sich auch gegen die Veräußerung von Produkten oder Souvenirs, zu deren Herstellung freilebende Tiere verwendet wurden. Die Listen der betroffenen Arten sind von Provinz zu Provinz unterschiedlich. Informationen über die betroffenen Arten und die Ein- und Ausfuhr erhalten Sie beim argentinischen Staatssekretariat für Umwelt und nachhaltige Entwicklung unter www.ambiente.gov.ar .
Unabhängig von den argentinischen Regelungen bestehen auch in Deutschland Einfuhrverbote oder Genehmigungsvorbehalte für Tiere, die unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fallen. Nähere Informationen zur Einfuhr finden sich auf der Webseite www.bfn.de oder direkt beim Bundesamt für Naturschutz/ Abt. Z 3, Konstantinstr. 110, 53179 Bonn, Tel. (0228) 84 91 44 44, Fax (0228) 84 91 10 39.
SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre EC-Karten, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-ev.de zu finden.




