Freiwilligenarbeit Brasilien: Arbeiten in Brasilien
Ein etwa 10-jähriges Mädchen rennt und erwischt in letzter Sekunde noch den Fußball, bevor ihn die gegnerische Mannschaft erreicht. Sie passt ihn einem Teamkameraden zu, der den Ball mit voller Wucht im Tor versenkt. Die beiden grinsen Dich stolz an. Du merkst, dass gerade das die Momente im Gemeindezentrum sind, die den Kindern den meisten Spaß bringen, sie von ihrem sonst oft schweren Alltag ablenken und Deinen Aufenthalt bereichern.
Warum Freiwilligenarbeit in Brasilien?
Brasilien ist nach wie vor ein Land der sozialen Extreme. Während es sehr reiche Menschen gibt, gibt es auch viele, die in sehr armen Verhältnissen leben und vom Staat kaum bzw. keine Unterstützung erhalten. Hier kannst Du Dich engagieren, den Menschen den Alltag erleichtern, Kindern relevantes Wissen beibringen oder auch durch Tanz-, Musik- und Sporterlebnisse das Selbstbewusstsein stärken.
Und auch im Naturschutz hat Brasilien Nachholbedarf. Nicht zuletzt durch Rodung der Regenwälder sind viele Tier- und Pflanzenarten bedroht. Hier kommt Deine Hilfe sowohl Brasiliens Natur aber auch der restlichen Welt zu Gute.
Deine Reise im Überblick
| Programmbestandteile |
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| Projektmöglichkeiten |
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Projekt 1:
Tierschutz- und Naturprojekt, Curitiba


30 km vom Stadtzentrum Curitibas entfernt, kannst Du Dich auf einer Auffang- und Zuchtstation für bedrohte Tiere engagieren. Über 1.000 Tierarten – darunter z.B. Jaguare, Affen, Tukane und Waldhunde – sind hier permanent unter Behandlung und Pflege, so dass das Projekt vielfältige Einsatzmöglichkeiten bietet:
Hilf bei der Fütterung, assistiere dem Tierarzt bei der Behandlung der Tiere oder säubere die Gehege. Es kann auch zu Deinen Aufgaben gehören, Wege zu reinigen, bedrohte Pflanzen zu kontrollieren oder Bäume anzupflanzen. Die Tätigkeiten variieren je nach Wetterlage.

Projekt 2:
Kinderheim, Curitiba

Das Kinderheim wurde 1996 gegründet und ist nun Zufluchtsort für Kinder, die zuhause Gewalt und Missbrauch erfahren haben. Während die größeren Kinder in der Schule sind, hilfst Du den Mitarbeitern vor Ort bei der Pflege und Versorgung der Kleinsten. Nach der Schule organisierst Du Freizeitaktivitäten für die Kinder – ob malen, Theater oder Tanz – Deine Kreativität ist hierbei besonders gefragt. Auch hilfst Du bei den Hausaufgaben oder bringst den Kindern erste Worte Englisch bei.

Projekt 3:
Gemeindezentrum, Rio de Janeiro

Seit 1984 nimmt sich das Gemeindezentrum primär Kindern bzw. Jugendlichen von 6-18 Jahren an. Die Kinder stammen aus sozial schwachen Familien und werden hier halbtags nach der Schule betreut. Als Volontär hast Du ein breit gefächertes Aufgabengebiet: Du gibst z.B. Sportunterricht, organisierst Freizeitaktivitäten, bastelst mit den jüngeren Kindern, unterrichtest Englisch bzw. PC-Fertigkeiten, überwachst Hausaufgaben, hilfst bei Tanz- oder Musik-Workshops oder kümmerst Dich um den Garten. So gibt es immer etwas zu tun!

Projekt 4:
Familienhilfe, Rio de Janeiro

Die Familienhilfe richtet sich an Familien mit Kindern und kümmert sich insbesondere um die gesundheitliche Aufklärung und Vorsorge. Kinder und Eltern bekommen hier wertvolle Tipps und Hilfe – so verbessert sich langfristig ihr Lebensstil! Als Volontär arbeitest Du halbtags (entweder morgens oder nachmittags) und hilfst bei verschiedenen Gesundheitsworkshops, z.B. zu Hygiene, Ernährung oder sexueller Aufklärung und Übertragung von Geschlechtskrankheiten. Neben der Gesundheit steht aber auch noch der soziale Aspekt im Vordergrund, da viele Kinder aus armen Verhältnissen stammen und ihr Selbstbewusstsein noch gefördert werden soll. Spielen, basteln, malen, PC- und Englischunterricht sowie Tanz und Theater gehören dann ebenfalls zu Deinem Aufgabengebiet.

Projekt 5:
Natur- und Umweltschutz, Rio de Janeiro

Auch mitten in Rio kann man sich für den Naturschutz engagieren, denn der Tijuca Nationalpark ist der größte in einer Stadt liegende Nationalpark der Welt und liegt am Rande der pulsierenden Metropole. Von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt, fungiert er als „Klimaanlage“ der Stadt und senkt hier die Temperaturen um bis zu 9°C. Neben über 30 tosenden Wasserfällen, Schluchten und verschlungenen Höhlen findet man hier eine vielfältige Flora und Fauna, außerdem steht hier – auf dem Berg Corcovado – die bekannte Christusstatue Cristo Redentor.
Fast wurde der Nationalpark durch Kaffee- und Zuckerrohrplantagen ganz zerstört, aber durch ein intensives Wiederaufbauprogramm konnte ein Teil des Parks erhalten werden.
Als Volontär arbeitest Du in einem Team und unterstützt die Mitarbeiter des Parks bei vielen Aufgaben: Du pflanzt Bäume an, führst Tier- und Pflanzenstudien durch, errichtest Zäune, forstest die Wälder auf, schaffst neuen Lebensraum für Tiere, hältst Wege instand, führst Besucher durch den Park und gibst den Parkmitarbeitern Englischunterricht. Du arbeitest dienstags, donnerstags sowie am Wochenende, ca. 5 Stunden pro Tag. Im Park selbst kann es kühler als in der Stadt sein – bring also wärmere Kleidung und feste Schuhe mit.

Projekt 6:
Bildungs- und Freizeitzentrum für Mädchen, Rio de Janeiro

Diese wohltätige Institution kümmert sich derzeit um über 120 Mädchen im Alter zwischen 5 und 14 Jahren, die teilweise auch hier leben. Als Internat bzw. Halb-Internat erhalten die Kinder hier eine Schulbildung, die ihnen eine bessere Zukunft ermöglicht. Außerdem bekommen sie hier eine große Auswahl an Freizeitmöglichkeiten geboten.
Du kümmerst Dich als Volontär um das Freizeitangebot, indem Du z.B. mit den Mädchen bastelst oder tanzt, mit ihnen singst oder ihnen ein Buch vorliest. Den Tag über kümmerst Du Dich außerdem um die generelle Versorgung der Mädchen, indem Du sie z.B. anziehst, sie beim Baden beaufsichtigst oder das Mittagessen für sie zubereitest. Außerdem unterrichtest Du sie im Rahmen Deiner Freiwilligenarbeit in Englisch. Du arbeitest halbtags, meist von 8 bis 13 Uhr.

Projekt 7:
Gemeindezentrum, Duque de Caxias

Caxias, wie die Einwohner ihre Stadt gerne nennen, liegt etwa 20 km vor Rio de Janeiro. In einem afrikanischbrasilianischen Gemeindezentrum kannst Du Dich gegen Rassismus einsetzen. Kulturelle Workshops wie Capoeira, Trommeln und afrikanischer Tanz lassen beide Kulturen verschmelzen und zeigen den ca. 800 Kindern und jungen Erwachsenen, dass man ohne Gewalt auskommen kann und die Menschenrechte wahren muss.
Zusammen mit den Mitarbeitern vor Ort gibst Du den Kindern Englisch- oder PC-Unterricht, Ihr macht gemeinsam Sport und erarbeitet Hip Hop-Tänze. Die Jugendlichen freuen sich auf praktischen Unterricht wie z.B. Kochen oder Stricken, dazu kannst Du sie für den Berufsalltag fit machen und sie z.B. im Bereich Gastronomie ausbilden.








