Auf einen Blick

Alter: 18 - 99 Jahre
Sprache: Gute Englischkenntnisse
Aufenthaltsdauer: 2 Wochen
Programmstart: Zweimal im Monat
Visum: Kostenlose touristische Aufenthaltsgenehmigung

Unterkunft: MBZ im Volontärshaus

Deine Ansprechpartnerin:
02506-8303-290
Mo.-Fr.: 9-19 Uhr
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Großraum Krüger Nationalpark: Reisbericht

Bei afrikanischen Temperaturen ist das Saubermachen des hauseigenen Wasserlochs zwar anstrengend, macht Dir aber auch gerade mit den anderen Teilnehmern sehr viel Spaß. Am meisten beeindrucken Dich besonders die Tiere, die sich auch dort befinden. Du musst lachen, weil zwei kleine Elefanten immer wieder in das kühle Nass planschen, obwohl ihre Herde eigentlich schon weiterziehen möchte.

Johanna Grabow

  • Alter: 21
  • Reiseziel: Großraum Krüger Nationalpark (Südafrika)
  • Heimatort: Ilmenau
Dein schönstes Erlebnis?

Wunderschöne Sonnenuntergänge im Busch, Löwengebrüll nachts um 3.00Uhr und endlose Weiten am Kap der Guten Hoffnung. Das ist Südafrika!

Mein Reisebericht:

Hallo ihr lieben Reisefreudigen,

sechs unvergessliche Wochen im fernen „Land der Sonne“ liegen hinter mir! Diese Wochen zählen definitiv zu den Abenteuerlichsten, Eindrucksvollsten und Schönsten überhaupt.

Nach 14 langen Stunden im Flugzeug durften mein Freund und ich Mitte August erstmals südafrikanischen Boden betreten. Und urplötzlich fanden wir uns inmitten des Busches, umgeben von wilden Tieren aller Art und in der Obhut unserer beiden Ranger Jacques und Cobus wieder. Denn die nächsten drei Wochen sollten wir in einem privaten Game Reserve im Greater Kruger Park verbringen.

Dieses Gebiet im Nordosten von Südafrika gehört zur sogenannten „BIG 5“-Area, was soviel heißt, dass mit etwas Glück Leopard, Löwe, Nashorn, Elefant und Büffel aus nächster Nähe gesichtet werden können. Es heißt aber auch, dass man keinen Zoo oder Streichelpark besucht und Hautkontakt mit diesen Tieren somit strengstens verboten ist.

Zusammen mit anderen Freiwilligen haben wir inmitten der Wildnis, ca. eine Autostunde von der nächsten Stadt entfernt, in einem Camp gelebt und gearbeitet. Der normale Arbeitstag begann hierbei um 7.00Uhr, von 12.00-14.00Uhr gab es eine Mittagspause und 17.00Uhr starteten wir in den Feierabend. Allerdings mussten wir uns als „gestresste Europäer“ zuerst einmal an die hiesige ‚african time’ gewöhnen. Was soviel hieß wie: 7.00Uhr kann auch 8.00Uhr oder 10.00Uhr heißen und warum sollte man seinen Tag strengstens durchplanen? Durch diese hilfreiche Einstellung (in Deutschland finde ich jetzt alles zu stressig) durften wir einige unvergessliche und abenteuerliche Tage erleben.

Unser Aufgabenbereich umfasste unter anderem: Holz und Steine aus dem Busch holen (Vorsicht vor Skorpionen!), kleinere Bauaufgaben wie Parkplätze oder Schilder im Camp, das Wasserloch für die Tiere säubern (Wasserschlachtgefahr ;)!) und die Straßen im Busch freihalten. Doch auch Aktionen wie Game Drives und Bush Walks, Hügelbesteigungen inklusive grandioser Aussicht, Zielschießen mit Gewehren oder Sunset Drives standen auf unserem Plan.

Ein Besuch in der nahegelegten Geparden-Aufzuchtsstation durfte auch nicht fehlen, allerdings markierte dies klar den Kontrast zwischen zahmen, eingesperrten und wilden, freien Tieren!

Durch die günstige Lage unseres Camps nahe des Olifant Rivers und dem Besitz eines hauseigenen Wasserloches durften wir tagtäglich in den Genuss (nicht zu wortwörtlich bitte, obwohl Kudu-Wurst auch einmal auf dem Speiseplan stand) zahlreicher Tiere kommen. So tümmelten sich u.a. Giraffen, Elefanten, Impalas, Nilpferde, Warzenschweine neben Affenmakis („Bushbabys“), „Zazu-Vögeln“ oder Büffeln.

Unvergesslich blieb auch der Löwenbesuch genau vor unserem Camp, in dem es sich ein Rudel Löwen in den Kopf setzte, genau vor unseren Augen einen „bushbuck“ und wenig später ein Hippo zu jagen. Zwar blieb beides ohne Erfolg, aber ein Erlebnis war es allemal!

Auch eine Hyäne durften wir live bei ihrem nächtlichen Abendbrot beobachten und ich habe seitdem gehörigen Respekt vor diesen eigentlich so ungelenkig anmutenden Tieren ;)!

Leider verflogen die Tage im Camp wie im Fluge und so mussten wir Anfang September schon wieder unsere Rucksäcke packen. Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle noch einmal an Jacques, Cobus und Charles für ihre tolle Betreuung, den Spaß den wir miteinander haben durften und die lehrreichen Ausflüge! Natürlich auch an die anderen Freiwilligen und Arbeiter, ganz besonders Simon und Matthias, unseren Mit-Aussie, ein großes Danke – wat ham wir für nen Spaß jehabt :D! Ich bin gespannt ob die kommenden Freiwilligen ein ebenso tolles Hearts-Spielteam aufstellen können (und schlagt mal Jacques bei „Who wants to be a millionaire?“)...

Nach drei Wochen inmitten des Busches, stürzten wir uns wieder in menschliches Getümmel und machten zuerst Kapstadt unsicher. Hier durften natürlich der Tafelberg und das Kap der Guten Hoffnung (wunderschön!) nicht fehlen! Danach ging es entlang der Garden Route und Wild Coast, über Durban und die Drakensberge per Bazbus zurück nach Johannesburg.

Überall waren wir begeistert von der atemberaubenden und vielfältigen Landschaft und den freundlichen und interessanten Menschen.

Besonders Wilderness und der Tzitzikamma Nationalpark hatten es uns landschaftlich angetan, für Adrenalin sorgten der Bloukrans-Bungee-Sprung (mit 216m der höchste seiner Art, was für ein Erlebnis!) und Sandboarden in Jeffrey’s Bay und kulturelle Eindrücke sammelten wir in Lesotho. Ein absolutes Highlight stellte auch eine Wandertour durch die Drakensberge dar, bei der man allerdings absolut schwindelfrei sein musste.

Es gibt also eine Menge zu tun und zu sehen in Südafrika. Wenn ihr euch überlegt, als Freiwillige dorthin zu gehen, plant euren Besuch dort unten nicht zu kurz, ihr werdet es sonst sicherlich bereuen! Nehmt euch also genug Zeit, nach oder vor eurem Projekt noch etwas rumzureisen und so auch den Rest des Landes kennen zulernen.

Falls ihr weitere Fragen zum Projekt oder zum Land habt, stehe ich natürlich gerne zur Verfügung ;)!

Ieeeeeramapanga und liebe Grüße,

Jo

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