Brasilien

Länderinfos

Einreise und Fakten

Einreise für Deutsche

Visumfrei als Touristen, Besucher und Geschäftsreisende (gilt nicht für Monteure und Techniker, nur für Besprechungen; die Tätigkeit darf nicht aus brasilianischen Quellen bezahlt werden) für einen Aufenthalt bis zu 90 Tage. Notwendig sind: 6 Monate gültiger Reisepass, Rückreiseticket und ausreichende Geldmittel.

Landesdaten

Lage

Brasilien grenzt im Norden an Venezuela, Guyana, Suriname, Französisch Guayana und den Atlantischen Ozean, der es auch im Osten begrenzt; im Süden an Uruguay und im Westen an Argentinien, Paraguay, Bolivien, Peru und Kolumbien.

Brasilien ist das fünft größte Land der Erde und bedeckt fast die Hälfte Südamerikas.

Fläche: 8,5 Mio km².

Verwaltungsstruktur: 26 Bundesstaaten und der Hauptstadtdistrikt Brasília.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 186,4 Millionen.

Städte: Brasília (Hauptstadt) ca. 2,4 Millionen, São Paulo ca. 11 Millionen, Rio de Janeiro ca. 6,1 Millionen, Salvador ca. 2,7 Millionen, Belo Horizonte ca. 2,4 Millionen, Fortaleza ca. 2,4 Millionen, Curitiba ca. 1,7 Millionen, Manaus ca. 1,7 Millionen, Recife ca. 1,5 Millionen, Porto Alegre ca. 1,4 Millionen, Belém ca. 1,4 Millionen.

Sprache

Die Landessprache Brasiliens ist Portugiesisch.

Zeitverschiebung

Brasilien hat 4 Zeitzonen. Im Größtteil Brasiliens (darunter auch die großen Städte Brasília, Belo Horizonte, Curitiba, Fortaleza, Recife, Rio de Janeiro, Salvador, São Paulo) beträgt der Zeitunterschied zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) -4 Stunden. Während der europäischen Sommerzeit wird der Zeitabstand um eine Stunde größer.

Außerdem muss noch berücksichtigt werden, dass es auch in Brasilien eine Sommerzeit gibt, jedoch nicht in allen Bundesstaaten (sie werden jedes Jahr neu festgelegt); sie dauert etwa von Mitte Oktober bis Mitte Februar. In Rio de Janeiro und São Paulo beispielsweise beträgt der Zeitunterschied zur MEZ dann -3 Stunden.

Stromspannung

Die Stromspannung ist in Brasilien nicht einheitlich. Sie beträgt je nach Region 110, 127, 220 oder 240 Volt mit 60 Hertz Wechselspannung.

In Brasília liegt die Stromspannung bei 220 Volt, in Rio de Janeiro und São Paulo bei 110 Volt, in Salvador bei 127 Volt. In den Orten, wo 110-127 Volt üblich sind, gibt es in neueren Häusern und Hotels meistens auch Anschlüsse mit 220-240 Volt.

Die Steckdosen sind oft für mehrere Steckertypen gleichzeitig geeignet. Dennoch ist die Mitnahme eines Adapters sinnvoll.

Telefon/Post

Post

Luftpost nach Europa ist etwa vier bis sechs Tage unterwegs.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz für Ferngespräche nach Brasilien ist 0055, von Brasilien nach Deutschland wählt man 00xx49, nach Österreich 00xx43 und in die Schweiz 00xx41.

xx steht für die Nummer der Telefongesellschaft, die bei allen Gesprächen innerhalb Brasiliens und ins Ausland vor der Vorwahl gewählt werden muss. Auslandstelefonate sind mit Embratel (Nummer 21), Telemar (Nummer 31) und mit Intelig (Nummer 23) möglich. Für innerbrasilianische Gespräche stehen weitere Telefongesellschaften zur Verfügung.

Öffentliche Telefone (orelhões) funktionieren mit Telefonkarten. Möchte man ins Ausland telefonieren, so geht man am besten in Telefonämter oder Internet-Cafés, die diesen Service anbieten. Denn von nur wenigen öffentlichen Telefonen aus sind Auslandsgespräche möglich, zudem werden Telefonkarten mit entsprechend vielen Einheiten benötigt.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 190, Unfallrettung 192, Feuerwehr 193.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800 und iDEN.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Brasilien von E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone.

Für die Netztechnik iDEN wird ein spezielles iDEN-Mobiltelefon benötigt.

HINWEIS: Im Umkreis von 3 km von Flughäfen, insbesondere in Rio de Janeiro, Foz de Iguazu und Sao Paulo (hier auch teilweise übriges Stadtgebiet), sollten Handys, insbesondere des Systems TDMA, nicht eingeschaltet werden, um eine Klonung und unberechtigte Nutzung des Telefonanschlusses durch Dritte zu vermeiden. Die Systeme GSM und CDMA scheinen derzeit noch nicht betroffen zu sein.

Internet

Länderkürzel: .br

Internet-Cafés sind in Brasilien weit verbreitet.

Feiertage

1. Januar (Neujahr), Karneval (hauptsächlich in Rio und São Paulo, beginnt am Freitag vor Faschingsdienstag und geht bis Aschermittwoch 12 Uhr), Karfreitag, 21. April (Nationalfeiertag), 1. Mai (Tag der Arbeit), Fronleichnam, 7. September (Tag der Unabhängigkeit), 12. Oktober (Nossa Senhora-Aparecida/Schutzpatronin Brasiliens), 2. November (Allerseelen), 15. November (Ausrufung der Republik), 25. Dezember (Weihnachten).

Darüber hinaus gibt es in den einzelnen Bundesstaaten und Städten weitere Feiertage, darunter der Tag der Stadt Rio de Janeiro am 20. Januar und der von São Paulo am 25. Januar.

Fällt ein Feiertag auf einen Dienstag oder Donnerstag haben einige Firmen und Geschäfte am vorherigen Montag bzw. am nachfolgenden Freitag geschlossen.

Die Hauptferienzeit beginnt Mitte Dezember und endet Ende Februar. Für Geschäftsreisen ist diese Zeit, sowie während der Karnevals- und Osterwoche, wenig geeignet. Ein traditioneller Ferienmonat ist der Juli.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 10-16 Uhr;

Geschäfte: in der Regel Mo bis Fr 9-18 Uhr, Sa 9-13 Uhr, zahlreiche Geschäfte schließen erst in den Abendstunden;

Shopping-Center: Mo bis Sa 8-22 Uhr, So 13-18 Uhr;

Post: Mo bis Fr 8-17 Uhr, Sa 8-12 Uhr.

Kleidung

Im Allgemeinen kommt man während des ganzen Jahres mit leichter Sommerkleidung aus.

Brasilianer kleiden sich gerne modisch und farbenfroh, vor allem an der Küste.

Für Reisen in die Amazonasregion oder den Pantanal sollten feste Schuhe und robuste Kleidung mitgenommen werden.

Land und Leute

Geschichte/Politik

Bis ca. 8.000 v. Chr. lassen sich menschliche Spuren in Brasilien zurückverfolgen.

Der erste Europäer, der seinen Fuß auf brasilianischen Boden setzte, war der Portugiese Pedro Alvares Cabral. Im Jahre 1500 hisste er bei Porto Seguro die Flagge seines Heimatlandes, seither ist Portugiesisch Landessprache in Brasilien.

Mehrere Versuche anderer europäischer Staaten, sich in Brasilien festzusetzen, schlugen fehl. 1763 wurde Bahia, das seit 1541 Hauptstadt Brasiliens war, von Rio de Janeiro abgelöst, das seit 1808 (bis 1820) auch Regierungssitz des von Napoleon vertriebenen portugiesischen Königs Johannes VI war. 1821 überließ der König seinem Sohn, Pedro I, die Macht in Brasilien und kehrte in die Heimat zurück. Als Pedro sich weigerte, seinem Vater zu folgen, war damit praktisch die Unabhängigkeit Brasiliens erklärt. Es folgten 67 Jahre einer sehr beständigen Monarchie, deren Niedergang erst mit der Abschaffung der Sklaverei 1888 begann. 1889 stürzte das Militär Pedro II.

Marschall de Fonseca wurde der erste Staatspräsident. Nach dem Ersten Weltkrieg, an dem sich Brasilien seit 1917 gegen Deutschland beteiligte, kam es wegen schlechter wirtschaftlicher Verhältnisse zu Unruhen. Als 1930 die Preise für Kaffee, Brasiliens Hauptexportgut, stark fielen, wurde die Regierung durch einen Militärputsch gestürzt. Nach der Alleinherrschaft von G. Vargas folgten 18 Jahre beständigen wirtschaftlichen Wachstums. Ende der 50er Jahre wurde die neue Hauptstadt Brasilia gebaut. Anfang der 60er Jahre geriet die Regierung angesichts massiver Forderungen nach sozialem Wandel in Bedrängnis. Die Antwort war 1964 ein Militärputsch der Offiziere.

1985 fanden nach 21-jähriger diktatorischer Herrschaft erstmals wieder freie Präsidentschaftswahlen statt.

Die enormen natürlichen Ressourcen, über die Brasilien verfügt, sichern einerseits die Zukunft des Landes, stellen aber auch eine große Verantwortung gegenüber der Umwelt dar. Besonders bedroht ist der Regenwald im Amazonasgebiet, wo Bergwerksgesellschaften, Goldsucher, Rancher, Zellstofffabriken und Roheisenwerke die Natur bereits massiv zerstört haben.

Wirtschaft

Wirtschaftlich hat das moderne Brasilien Schwierigkeiten. Zwar besitzt es reiche Bodenschätze - von Eisenerz bis Gold - , aber sie werden nicht planmäßig abgebaut. Im Maschinenbau wird brasilianische Qualitätsarbeit geschätzt. Inzwischen gehört das Land zu den führenden Wirtschaftsnationen der Welt. Dennoch fehlt es ständig an Geld, die Löhne sind gering und die Inflationsraten hoch.

Brasilien ist nach wie vor ein riesiges landwirtschaftlich genutztes Gebiet. In der Produktion von Kaffee liegt es weit vorn, auch Kakao und Zuckerrohr bringen Geld ins Land, wobei aus dem Zuckerrohr neuerdings sogar alkoholreicher Treibstoff gewonnen wird. Auch die Rinderzucht spielt eine große Rolle.

Die Attraktivität der Landschaft kommt dem Tourismus zu Gute, der heute der zweitwichtigste Wirtschaftsfaktor ist. Die meisten Gäste kommen aus Argentinien, aus Deutschland immerhin rund sechs Prozent.

Religion

Etwa 75 Prozent der Bevölkerung sind Katholiken, von denen nicht wenige zugleich auch Anhänger afro-brasilianischer Kulte sind.

Ca. 15 Prozent der Brasilianer gehören der protestantischen Kirche an. Minderheiten bilden Buddhisten, Muslime und Juden.

Vegetation

Besondere Artenvielfalt zeigt der tropische Regenwald, der fast die Hälfte Brasiliens bedeckt. Im Amazonas-Regenwald wachsen dicht an dicht über 50 Meter hohe Bäume, unter denen viele kleinere Arten Schutz finden - ein tropisches Paradies, von dem leider schon große Teile abgeholzt wurden. Die brasilianische Regierung wollte das so gewonnene Land für den Ackerbau nutzen, doch der Regenwaldboden ist zu nährstoffarm, sodass der Plan nicht funktionierte. Ein großer Teil Brasiliens wird von ausgedehnten Steppen und Savannen eingenommen, die mit Sumpfgebieten abwechseln - prächtige Ausflugsgebiete. Und gleich bei Rio de Janeiro liegt der Nationalpark Floresta da Tijuca mit märchenhaften tropischen Bezirken, zu denen Wanderwege führen.

Tierwelt

In Brasilien leben viele Tiere: Pumas und Jaguare, Brüllaffen und Nachtäffchen, Kaimane und Anakondas. Der Pantanal, ein Nationalpark im Westen, gilt als Brasiliens Tierparadies. Er ist - ganz nach Jahreszeit - ein Trocken- oder ein Seengebiet mit vielen bewaldeten Inselchen, auf denen Zuchtrinder, aber auch wilde Tiere leben, darunter Wild- und Wasserschweine, Tapire und auch der Jaguar. Wenn nach der Regenzeit die Trockenperiode einsetzt, bleiben dennoch viele kleine Wasserläufe zurück, in denen es von Alligatoren und Piranhas wimmelt. Auch viele Wasservögel leben an diesen Gewässern.

Gebräuche, Kulinarisches

Kulinarische

Kulinarisches

Die Vielzahl von Einwanderern aus aller Welt fand auch gastronomischen Niederschlag: In jeder größeren Stadt findet man die für jene Fremden typischen Restaurants. Die Vielfalt gilt auch sonst: Ein solch großes Land wie Brasilien kennt Hunderte von lokalen Küchen. Meist sind die Gerichte leicht (weshalb man viel davon isst). Man hält sich an Gemüse, auch an Obst und Salat. Einige typisch brasilianische Gerichte sind überall bekannt - so das schlichte Prato Feito aus Rindfleisch, schwarzen Bohnen, Reis und Salat. Oder der Churrasco, Rindfleisch am Spieß. Baarado ist stundenlang in einem streng verschlossenen Topf geschmortes Ochsenfleisch. Und an der Küste wird viel Fisch gegessen.

Was trinkt man? Kaffee, das Nationalgetränk, Bier und viele Fruchtsäfte - sogar Wein aus Süd-Brasilien. Und Zuckerrohr-Schnaps, oft mit Fruchtsaft verdünnt, oder mit zerstoßenen Limonen und zerstoßenem Eis zur Caipirinha verfeinert.

Sitten und Gebräuche

Ein Land mit einer solchen Vielfalt von Menschen verschiedenartiger Nationen hatte nur wenig Gelegenheit, nationale Gebräuche zu entwickeln. Aber die Schwarzen mit ihrer Leidenschaft für das Feiern und die Feste haben Stimmung ins Land gebracht. Ohne sie wären weder der Samba noch der brasilianische Karneval weltweit so berühmt geworden. Der bunte, temperamentvolle Karneval in Rio ist wohlbekannt. Kenner schätzen den Karneval in Salvador de Bahia noch mehr (zumal da - ohne Eintrittsgeld - die ganze Stadt feiert, drei Tage und drei Nächte). Ein weiteres großes Fest: Silvester am kilometerlangen Strand der Copacabana von Rio.

Souvenirs

Sehr preiswert kauft man in Brasilien Textilien und Lederwaren, aber auch hübsche Schnitzereien aus Seifen- oder Speckstein. Ferner wird viel geschmackvolle Keramik angeboten, zum Teil mit uralten Mustern. In allen Städten gibt es Boutiquen und andere kleine Läden oder auch Märkte. CDs - vor allem mit brasilianischer Musik - sind unglaublich billig und eignen sich als Geschenke für die ganze Bekanntschaft.

Duty Free

Reisegut

Jeder Reisende, der aus dem Ausland kommt, muss für die Einfuhr nachstehender Gegenstände keinen Zoll/keine Steuern bezahlen:

- Kleidung, Schuhe, Hygiene- und Kosmetikartikel, die zum persönlichen Gebrauch des Reisenden bestimmt sind;

- Bücher und Zeitschriften;

- andere Gegenstände bis zu einem Gesamtwert von 500 US-$ bei Einreise auf dem Luft- oder Seeweg bzw. im Gesamtwert von 300 US-$ bei Einreise auf dem Land- oder Flussweg;

- andere Gegenstände bis zu einem Gesamtwert von 500 US-$, die in einem "Duty Free Shop" im Flughafen bei Ankunft in Brasilien erworben wurden, jedoch nicht mehr als 24 Einheiten alkoholischer Getränke (von einer Sorte höchstens 12 Einheiten), 20 Päckchen ausländischer Zigaretten, 25 Zigarren, 250g Pfeifentabak, 10 Einheiten Kosmetikartikel sowie höchstens 3 Uhren, Spielzeuge oder elektronische Geräte;

- andere gebrauchte Gegenstände, wenn sie offensichtlich länger als ein Jahr im Besitz des Reisenden waren.

Verboten ist die Mitnahme von Drogen aller Art (selbst der Besitz weniger Gramm kann zu hohen Haftstrafen führen). Die Einfuhr von Alkohol und Tabakwaren ist für Jugendliche unter 18 Jahren verboten.

Mobiltelefone (Handys), die außerhalb Brasiliens gekauft wurden, müssen dem Zoll bei Einreise zur Untersuchung und Registrierung vorgelegt werden.

AUSFUHRVERBOT: Viele einheimische Tiere, Pflanzen und Samen stehen unter strengem gesetzlichen Schutz, Exportversuche werden mit hohen Strafen geahndet.

Klima und Wetter

Klimainformationen

In Brasilien sind die klimatischen Verhältnisse sehr unterschiedlich. Während sich der Norden in der Äquatorzone befindet, sind die Temperaturen im Süden niedriger; die Hochebenen haben ein milderes Klima als die Ebenen längs des Ozeans.

Man kann das Land in fünf klimatische Zonen einteilen (alle Zonen, ausgenommen die Äquatorzone, haben zwei Hauptjahreszeiten, eine trockene und eine Regenperiode):

Im Norden sind die Temperaturen während des ganzen Jahres hoch und es kommt häufig zu ergiebigen Regenfällen. Das Klima in dieser tropischen Zone Brasiliens ist für Europäer nur schwer erträglich.

Im Nordosten ist das Klima an der Küste noch tropisch feucht, während es im Inneren des Landes heiß und trocken ist.

Das Klima im Südosten (einschließlich der Staaten Minas Gerais, Espírito Santo, São Paulo und Rio de Janeiro) ist heiß und tropisch. Gemäßigter ist es im gebirgigen Innern des Landes.

Der Süden (einschließlich der Staaten Paraná und Rio Grande do Sul) hat, bedingt durch seine Lage - der Großteil des Gebiets ist Hochebene - im Allgemeinen ein mildes Klima. Im Winter kann es sogar zeitweise sehr kühl werden.

Im Westen (Mato Grosso-Plateau und die Becken der Flüsse Paraguay und Paraná) ist das Klima im Winter warm und trocken sowie feuchtheiß im Sommer. Zu dieser Zeit regnet es in dieser Gegend sehr häufig.

Beste Reisezeit

Die angenehmste Zeit sind die brasilianischen Frühlings- und Wintermonate April bis Oktober, in denen jedoch auch mit heftigen Regenfällen gerechnet werden muss.

Während des Sommers von Dezember bis Februar sind viele Brasilianer in den Ferien und das Reisen im Land ist dann schwierig und teuer.

Gesundheit

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, Gelbfieber, zusätzlich für Individualreisende Typhus. Bei Reisen nach Pará und Maranhao evtl. Tollwut.

Informationen zur Malaria

Malaria

Risiko nur regional, dort allgemeine sowie bei Aufenthalten in Amapá, Rondônia und Roraima medikamentöse Prophylaxe .

In anderen Gebieten Medikament (Stand-by-Therapie) zur Behandlung von Malaria mitführen.

Verbreitung

Kein Übertragungsrisiko an der Ostküste Brasiliens, d. h. kein Risiko in Porto Alegre, São Paulo, Rio de Janeiro, Salvador, Recife. Ebenfalls kein Risiko in der Hauptstadt Brasília, im Gebiet der Iguassu-Wasserfälle.

Ein ganzjähriges Malariarisiko besteht in ländlichen Regionen unterhalb 1.000 m im gesamten Amazonasgebiet (Bundesstaaten Acre, Amazonas, Maranhao, Mato Grosso, Pará, Rondônia und Tocantin sowie in den Territorien von Amapá und Roraima). Risiko mittlerweile auch in Manaus. Geringes Risiko in Porto Velho.

Medikamentöse Prophylaxe erforderlich bei Reisen in die Bundesstaaten Amapá, Rondônia und Roraima, insbesondere bei Aufenthalten in deren Minen- und Siedlungsgebieten.

Mitnahme eines Notfallmedikaments (Stand-by-Therapie) bei Reisen in Gebiete geringeren Risikos.

Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

Ärztliche Hilfe

RIO: Dr. Ralph Strattner (spricht Deutsch), Av. Copacabana 1018, Sala 602,, Rio de Janeiro, Tel. (021) 521 37 23 (mobil: 99 89 39 54).

SAO PAULO:Clinica Müller-Carioba, Dr. Luiz Pedro Meireles (spricht Englisch), Rua Antonio de Macedo Soares 1205,, São Paulo, Tel. (011) 542 65 77 od. 55 61 34 10

SALVADOR:Centro Medicodo Hospital de Bahia, Dr. Luis F. Oliveira, Salvador, Tel. (071) 21 09 25 22.

Geld und Umtausch

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Real (R$)

1 Real = 100 Centavos.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 2,04 R$

1 US-$ = ca. 1,60 R$

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um reine Sortenkurse für den Bargeldtausch am Bankschalter, d.h. sie nennen den aktuellen Wert, den der Reisende beim Umtausch am Bankschalter (Schalterkurse in Deutschland) erhält. Hinzu kommen dann noch die von der jeweiligen Bank abhängigen Umtauschgebühren. Die Kurse sind nicht geeignet zur Umrechnung von Rechnungen etc., da hierfür meist "Devisenkurse" zugrunde gelegt werden.

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt. Empfohlen werden Reiseschecks in US-$ oder Euro.

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - bei der Ein- und Ausfuhr von Fremd- oder Landeswährung im Wert von über 10.000 R$

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels und Geschäften angenommen, jedoch werden nicht alle internationalen Kreditkarten überall akzeptiert. Im Landesinneren ist Barzahlung die Regel.

Geldautomat: Ja - Bargeldabhebung ist mit internationalen Kreditkarten in vielen Städten, allerdings nicht an allen Geldautomaten, möglich. An einigen Geldautomaten mit Cirrus/Maestro-Symbol kann auch mit der EC-Karte (und PIN) Geld abgehoben werden. In der Regel sind innerhalb von 24 Stunden Abhebungen im Gegenwert von höchstens 1.000 US-$ möglich.

Bei Barabhebungen wird jedoch wegen Betrügereien zur besonderen Vorsicht geraten. Auch bei fehlgeschlagenen Barabhebungen ist der Bankbeleg aufzubewahren, da manchmal trotzdem eine Belastung des deutschen Kontos erfolgt.

Reiseschecks: Ja - in US-$ oder Euro

Wichtige Adressen

Auskunftstellen

Im Reiseland

Außerdem gibt es noch Nebenstellen der Deutsch-Brasilianischen Industrie- und Handelskammer in Brasília, Blumenau, Goiânia und in Natal.

Botschaften und Konsulate

Ärztliche Hilfe

RIO: Dr. Ralph Strattner (spricht Deutsch), Av. Copacabana 1018, Sala 602,, Rio de Janeiro, Tel. (021) 521 37 23 (mobil: 99 89 39 54).

SAO PAULO:Clinica Müller-Carioba, Dr. Luiz Pedro Meireles (spricht Englisch), Rua Antonio de Macedo Soares 1205,, São Paulo, Tel. (011) 542 65 77 od. 55 61 34 10

SALVADOR:Centro Medicodo Hospital de Bahia, Dr. Luis F. Oliveira, Salvador, Tel. (071) 21 09 25 22.

Reisetipps

Sehenswertes

Brasília

Seit 1960 ist Brasília die Hauptstadt Brasiliens. Weitab von anderen bewohnten Gegenden wurde die Stadt auf einer riesigen Urwaldrodung von den Architekten Lúcio Costa und Oscar Niemeyer gebaut. Brasiliens Hauptstadt ist sehr modern und avantgardistisch und deswegen auch sehr interessant für alle Besucher, die sich für futuristische Stadtplanung und Architektur interessieren. Der Grundriss von Brasilia hat die Form eines Flugzeugs. Brasília entstand ganz bewusst unter Verzicht auf alles Traditionelle und Volkstümliche, ohne eine Spur von urbanem Ambiente - die Stadt sollte als Symbol für den Aufbruch Brasiliens ins dritte Jahrtausend gelten. Besonders sehenswert: der Palacio dos Arcos (Außenministerium), die hochmoderne Kathedrale und der Praca dos Trés Poderes (Platz der drei Gewalten). Empfehlenswert: Brasília von oben, vom Funkturm aus betrachtet.

Rio de Janeiro

Die Millionenmetropole Rio de Janeiro ist eine der schönsten Städte der Welt und der Besucher braucht nicht lange um dieses festzustellen. Hier treffen Berge, Wälder, Strände, Lagunen und der Südatlantik zusammen und bilden ein einzigartiges Panorama und Schauspiel. Nicht umsonst wurde Rio der Beiname "cicade maravilhosa" - "wunderbare Stadt", verliehen. Und auch der Exilant Stefan Zweig schwärmte: "Es gibt keine schönere Stadt auf Erden." Am besten lässt sich dieses Szenario auf dem Wahrzeichen der Stadt, dem Zuckerhut ("Pão de Açúcar"), erleben.

Tamoio-Indianer waren die ersten Einwohner der riesigen Guanabara-Bucht, als dort im 16. Jahrhundert eine portugiesische Expedition unter Caspar de Lemos landete. Da man die Bucht für einen Fluss hielt und den Monat Januar schrieb, taufte man sie Rio de Janeiro, den Januar-Fluss. Am Westufer der Bucht entstand die Stadt Rio. Zunächst wurde sie im 18. Jahrhundert als Export- und Fischereisiedlung durch Goldfunde und im 19. Jahrhundert durch den Kaffeeboom wohlhabend. 1763 wurde Rio anstelle von Salvador die Hauptstadt Brasiliens, ein Status, den sie 1960 wieder verlor. Heute lebt die Stadt von einem riesigen Industriegebiet, in dem mehr als sechs Millionen Menschen arbeiten.

Dem Besucher offenbart sich Rio aber auch als eine Stadt mit viel Geschichte, Kunst, Kultur und Lebensfreude. Die Cariocas, die gastfreundlichen Einwohner, sind Menschen unterschiedlichster Herkunft, Sprache und Religion. An den Stränden, von denen Copacabana und Leme die bekanntesten sind, wird ein Körperkult betrieben, an den sich die "kühlen" Europäer erst gewöhnen müssen. Die Lebensfreude der Einwohner kommt am besten in den beiden großen Festen der Stadt, dem Karneval und dem Silvester-/Neujahrsfest "Réveillon", zum Ausdruck.

Alle Schönheit und Ausgelassenheit lassen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass in Rio Elend und Armut an der Tagesordnung sind. Auch auf schlafende Straßenkinder auf den Bürgersteigen, bettelnde Obdachlose vor Hotels, historischen Gebäuden und Banken sowie den Anblick der Elendsviertel Favelas sollten sich die Besucher Rios einstellen. Für den Tourismus in Rio de Janeiro wurde in den letzten Jahren viel getan. Die Strände sind sauberer geworden, und viele historische Gebäude und Sehenswürdigkeiten wurden restauriert. Bei einer Bootsfahrt auf dem ruhigen Wasser der Bucht können Inseln, historische Stätten und Sehenswürdigkeiten besichtigt werden.

Amazonas

Nordbrasilien heißt "Amazonien" - nach dem riesigen Amazonas mit seinen zahllosen Nebengewässern. Es ist ein äußerst dünn besiedeltes Gebiet von der Größe Europas mit dem größten Flusssystem und dem größten Tropenwald der Erde. Die beste Möglichkeit, Amazonien kennen zu lernen hat man auf einem der Flussdampfer, die in Belém - an der Amazonas-Mündung nahe der Ostküste - starten. Es gibt Schiffe, die über 300 Passagiere fassen, sowie viele kleinere Boote. Die Wasser-Routen gehen westwärts nach Santarem (etwa drei Tage) oder Manaus (fünf bis sechs Tage). Auch kürzere Strecken sind möglich. Einige Schiffe starten auch in Manaus und fahren dann ein Stück den Rio Negro hinauf. Empfehlenswert in Belém sind die Amazonas-Sammlungen sowie der Urwald-Park, beides im Museu Emilio Goeldi. In Manaus befindet sich Sehenswertes im Amazonas-Forschungsinstitut.

Bahia

Dieser Bundesstaat gilt als der exotischste Brasiliens, Salvador (die Hauptstadt) als die faszinierendste Metropole des ganzen Landes. Hier sind sehr viele Einwohner Nachfahren schwarzer Sklaven und hängen an ihren alten Überlieferungen und Riten. Auch die Musik, die hier entsteht (beispielsweise der Samba), ist schwarz: Alles zusammen ein Stück brasilianisch gefärbtes Afrika. Salvador (bis 1763 Brasiliens Hauptstadt) ist sehr sehenswert. Dort gibt es prächtige Bauten aus portugiesischer Zeit, viele alte und temperamentvoll belebte Viertel und Plätze, zahllose große und kleine Kirchen (es sollen 365 sein) sowie Straßenküchen mit Bahia-Spezialitäten. Die Oberstadt ist ein großer, geschlossenen ausgebauter barocker Bezirk, der leider zum Teil schon etwas verfallen ist. Musterhaft ist Praia do Forte, ein Naturschutzgebiet mit wunderschönen Stränden, von denen einige allerdings Rückzugsgebiete der brütenden Meeres-Schildkröten sind.

Iguacu

In der Ecke, an der Brasilien, Argentinien und Paraguay aneinandergrenzen, liegt die Stadt Foz do Iguacu. Von hier aus kann man, wenn man sich nach Osten wendet, zum Iguacu-Nationalpark gelangen, dessen sich die UNESCO angenommen hat. Es ist das größte Schutzgebiet im Süden von Brasilien. In diesem tropischen Regenwaldgebiet leben viele Tiere, darunter über tausend Arten von Vögeln. Zum Park gehören die Wasserfälle des Iguacu. Der Fluss strömt einen Kilometer breit durchs Land, verengt sich dann und stürzt mit brüllendem Getöse über einen riesigen felsigen Halbkreis in die Tiefe: rund 250 Kaskaden, von denen einige über hundert Meter tief herabstürzen. Per Hubschrauber kann dieses Schauspiel aus der Luft beobachtet werden. Es gibt aber auch Wanderpfade zu Aussichtspunkten. Der Iguacu speist das Wasserkraftwerk Itaipu. Ein Besuch dieser Anlage lohnt sich selbst für technisch weniger Interessierte, denn sie ist imponierend.

Pernambuco

Nördlich von Bahia liegt der Bundesstaat Pernambuco - ein Gebiet mit vielen schönen Stränden. Man spricht optimistisch von einer "Brasilianischen Riviera". Recife, die Hauptstadt, zeigt allerdings vor allem volksnahes Treiben, Rummel und Basar-Atmosphäre. Sieben Kilometer nördlich liegt das kleinere Olinda, eine der schönsten Städte Brasiliens, komplett unter Denkmalschutz und ein UNESCO-"Kulturdenkmal der Menschheit" - tropisch grün und mit hübschen alten Häusern. In der Oberstadt, am Platz Sao Francisco, steht die älteste Gruppe franziskanischer Bauwerke aus dem 16. Jahrhundert, die Brasilien zu bieten hat. In Olinda fühlen sich viele Künstler wohl.

Natal

Der Norden Brasiliens spricht vor allem die Besucher an, dieneben Besichtigungen auch Erholung im Sinn haben. Die Stadt Natal, in der nordöstlichen Ecke des Landes gelegen, bietet wenig Sehenswertes, aber nahebei mehr als ein Dutzend hervorragender Strände (die schönsten Brasiliens liegen hier, südlich von Natal). Nördlich von Natal sind Fahrten mit dem Strandbuggy über die weitgeschwungenen Dünen ein beliebter Spaß für Abenteuerlustige.

Raddampfer

Der Rio Sao Francisco im Osten des Landes galt einst als Frachtstraße. Raddampfer brachten die Waren aus der Gegend von Rio de Janeiro und Sao Paulo nordwärts in den Bundesstaat Bahia und zu dessen Häfen. Einen solchen Dampfer gibt es noch heute: die "Benjamin Guimaraes", die - 45 Meter lang, acht Meter breit - jetzt als Ausflugsschiff dient. Sie befährt allerdings, gemessen an früheren Frachtreisen, nur ein winziges Stück des Flusses: 250 Kilometer von Sao Francisco nach Pirapora. Die Reise durch eine oft einsame, aber sehr schöne Gegend mit kleinen alten Dörfern dauert drei Tage und vier Nächte. An Bord stehen rund ein Dutzend Kabinen mit Doppelbetten zur Verfügung.

Reisehinweise

Überfälle und Gewalttätigkeiten können in Brasilien nicht ausgeschlossen werden. Besonders in den Großstädten ist die Kriminalitätsrate hoch. Vom Besuch der Favela genannten Elendsviertel wird dringend abgeraten.

Bei Überfällen sollte keine Gegenwehr geleistet werden.

Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Beim Bargeldabheben an Geldautomaten wird zu besonderer Vorsicht geraten, auch auf dem Hin- und Rückweg.

Mobiltelefon-Besitzer mit TDMA-System sollten ihr Handy im Umkreis von 3 Kilometern von Flughäfen, insbesondere in Rio, Foz de Iguazu und São Paulo, nicht einschalten, um eine Nutzung durch Dritte zu vermeiden.

Von Drogenkonsum und Drogenhandel wird nachdrücklich abgeraten. Schon der Besitz relativ geringer Drogenmengen führt zu hohen Strafen.

Der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen wird mit hohen Strafen geahndet. Nach brasilianischen Recht sind auch einvernehmliche sexuelle Handlungen mit unter 18-Jährigen strafbar.

Baden "oben ohne" und das Wechseln der Kleidung in der Öffentlichkeit gilt in Brasilien als Erregung öffentlichen Ärgernisses und kann zur Festnahme bzw. zu einem Gerichtsverfahren führen.

Für Reisen in Indianerschutzgebiete werden Genehmigungen benötigt, die bei der FUNAI (Nationale Indianerstiftung) beantragt werden müssen..

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre EC-Karten, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-ev.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

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