Burkina Faso
Länderinfos
Einreise und Fakten
Einreise für Deutsche
Visum erforderlich, notwendig ist dazu u.a. der bei Ankunft mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass. Die Visumbeantragung sollte mindestens einen Monat vor Abreise erfolgen.
Landesdaten
Lage
Die Republik Burkina Faso liegt in Westafrika. Sie grenzt im Westen und Norden an Mali, im Osten an Niger, im Süden an Benin, Togo, Ghana und die Republik Côte d'Ivoire.
Fläche: 274.200 km².
Verwaltungsstruktur: 45 Provinzen.
Einwohner
Bevölkerung: ca. 13,2 Millionen.
Städte: Ouagadougou (Hauptstadt) ca. 1 Million, Bobo Dioulasso ca. 400.000, Koudougou ca. 81.500, Ouhingouya ca. 63.000.
Sprache
Amtssprache ist Französisch; Umgangssprachen sind Moré, westsudanesische Dialekte und Ful. 80 Prozent der Bevölkerung sind Analphabeten.
Zeitverschiebung
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -1 Stunde (während der europäischen Sommerzeit -2 Stunden).
Stromspannung
220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz, häufige Stromschwankungen; die Mitnahme von Spannungskonstanthaltern und evtl. auch USV-Anlagen zum Schutz elektrischer Geräte wird empfohlen. Außerhalb der größeren Städte ist selten Strom vorhanden.
Telefon/Post
Post
Es gibt keine Postzustellung, nur Postfächer. Briefe nach Europa benötigen ca. 1 Woche.
Telefon
Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Burkina Faso ist 00226, die Rufnummer ist unmittelbar danach zu wählen. Von Burkina Faso nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Telefonboutiquen gibt es auch in kleinen Dörfern, Kartentelefone sind weit verbreitet.
NOTRUFNUMMERN: Polizei 17, Unfallrettung und Feuerwehr 18 oder 306 643.
Mobilfunk
Netztechnik: GSM 900.
Burkina Faso hat ein gut funktionierendes Mobilfunknetz. Derzeit gibt es Roamingverträge mit den Anbietern von E-Plus, O2 und T-Mobile in Burkina Faso.
Internet
Länderkürzel: .bf
Feiertage
1. Januar (Neujahr), 3. Januar (Volkserhebung), 8. März (Tag der Frauen), 25. April (Ostermontag), 1. Mai (Tag der Arbeit), 4. August (Tag der Revolution), 5. August (Tag der Unabhängigkeit), 15. August (Mariä Himmelfahrt), 15. Oktober (Jour de Rectification), 1. November (Allerheiligen), 11. Dezember (Nationalfeiertag/Ausrufung der Republik), 25. Dezember (Weihnachten).
Islamische Feiertage 2011 (Verschiebungen um einen Tag, in seltenen Fällen zwei Tage, sind möglich!):
15. Februar (Mohammeds Geburtstag), 30. August (Fastenbrechen am Ende des Ramadan), 6. November (Opferfest).
Während des Ramadan, des islamischen Fastenmonats, kann das Geschäftsleben eingeschränkt sein.
Wöchentlicher Ruhetag ist der Sonntag.
Öffnungszeiten
Banken: Mo bis Fr 7.30-11.30, 15.30-16.30 Uhr;
Postämter: Mo bis Fr 7-12.30, 15-17.30 Uhr;
Geschäfte: Mo bis Sa 8-13, 16-19 Uhr, teilweise auch So 8-12 Uhr.
Kleidung
Leichte Sommerkleidung ist das ganze Jahr über ausreichend. Für den Abend sind auch leichte Wollsachen zu empfehlen.
Gutes Schuhwerk. Gute Sonnenbrillen, Sonnenhut.
In Ouagadougou sind zahlreiche chemische Reinigungen vorhanden.
Land und Leute
Geschichte/Politik
Im 12. und 13. Jahrhundert wanderten verschiedene Volksstämme in das heutige Gebiet von Burkina Faso ein und gründeten mehrere Königreiche, wobei die der Mossi am bekanntesten sind.
1896 unterwarfen die Franzosen die Königreiche der Mossi und gliederten sie 1919 unter dem Namen Obervolta in Französisch-Westafrika ein. Im Jahr 1958 wurde die Kolonie zur einer autonomen Republik und am 5. August 1960 schließlich unabhängig. 1984 wurde Obervolta in Burkina Faso umbenannt.
Heute ist das Land eine Präsidialrepublik mit parlametarischer Demokratie.
Wirtschaft
Burkina Faso zählt mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 45 Prozent, der unter der Armutsgrenze lebt, zu den ärmsten Ländern der Welt.
Der bedeutendste Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft, in dem ca. 80 Prozent der Bevölkerung beschäftigt sind. Angebaut werden unter anderen Hirse, Mais, Erdnüsse, Reis und Baumwolle, wobei die Ernte immer wieder durch Dürreperioden beeinträchtigt wird. Von Bedeutung ist die Viehwirtschaft, aber auch in diesem Fall bereitet die Trockenheit große Probleme.
Bodenschätze, deren Abbau rentabel wäre, gibt es kaum, die Industrie ist nur sehr schwach entwickelt.
Viele Arbeiter (ca. 1 Million) leben als Gastarbeiter in der Côte d`Ivoire.
Religion
Die Hälfte der Einwohner sind Anhänger traditioneller afrikanischer Religionen, etwa 43 Prozent sind Moslems und ca. 12 Prozent Christen.
Gebräuche, Kulinarisches
Sitten und Gebräuche
Burkina Faso ist bekannt für farbenfrohe und akrobatische Maskenfeste, insbesondere in Bobo Dioulasso und den umgebenden Dörfern sowie in Burkinabé. Die Feste finden zum Beginn der Regenzeit statt sowie im April/Mai. Zusätzlich gibt es das Fest der Großen Beerdigung zu Ehren der im vergangenen Jahr Verstorbenen.
Souvenirs
Messingfiguren, Töpferwaren, Korbflechtarbeiten und Batikstoffe sind interessante Andenken an Burkina Faso.
Duty Free
Reisegut
Gegenstände, die für den persönlichen Gebrauch des Reisenden bestimmt sind, wie Kleidung, Wäsche, Toilettenartikel, Schuhe, Schmuck usw., können zollfrei eingeführt werden.
Dazu zählen auch:
2 Fotoapparate mit Filmen,
1 Film- oder Videokamera mit Filmen oder Leerkassetten (Fotografier-Erlaubnis erforderlich!),
1 Laptop,
1 Tonbandgerät,
1 tragbares Musikinstrument,
1 Fernglas,
1 Kofferradio,
Sport- und Campingausrüstung.
Zollfrei dürfen über 15 Jahre alte Reisende im Handgepäck noch mitführen:
200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 25 Zigarren oder 250 g Tabak,
1 Flasche Wein und 1 Flasche Spirituosen,
1/2 Liter Eau de Toilette und 1/4 Liter Parfüm.
AUSFUHR VON KUNSTGEGENSTÄNDEN:
Der Ausfuhrkontrolle unterliegen Masken und Tanzschmuck; Statuen; Statuetten; Türen-Beschläge; traditionelle Möbel; traditionelle Waffen; traditionelles Kochgeschirr und Bestecke; traditionelle Bekleidungsstücke; traditionelle Musikinstrumente und Gesellschaftsspiele. Die Ausfuhrerlaubnis wird durch das Kultusministerium in Ouagadougou erteilt (Achtung: Gegenstände von großem kulturellen Wert werden dem Nationalmuseum übereignet). Pro Person dürfen nur bis zu fünf Gegenstände ausgeführt werden, außerdem ist Ausfuhrzoll zu entrichten.
Klima und Wetter
Klimainformationen
Burkina Faso liegt in der sudanesischen Klimazone.
Die Trockenperiode dauert etwa von Oktober bis April. Während dieser Monate weht der sogenannte Harmattan, ein heißer Wüstenwind, der so viel feinsten Sand mitführt, dass die Sonne wie hinter einem dichten Schleier erscheint.
Die Regenzeit geht von Juni bis Oktober.
Die heißesten Monate sind April und Mai mit Temperaturen um 45° C. Im Süden herrscht während des ganzen Jahres eine ziemlich gleichbleibende Temperatur von 28-32°C., auch Regenfälle sind im Süden häufiger. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch, die Trockenzeit dauert im Süden nur 2 bis 3 Monate.
Beste Reisezeit
Dezember bis Februar/März.
Gesundheit
Vorgeschriebene Impfungen
Gelbfieber.
Empfohlene Impfungen
Hepatitis A, Typhus, zusätzlich für Individualreisende Meningitis.
Informationen zur Malaria
Malaria
Allgemeine sowie medikamentöse Prophylaxe .
Verbreitung
Ein Malariarisiko besteht ganzjährig im gesamten Land.
Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.
Ärztliche Hilfe
OUAGADOUGOU: Centre Medico-Sociale, Dr. Roblin/Dr. Achour (sprechen Französisch), Ouagadougou, Tel. 30 66 07.
BOBO-DIOULASSO:Hôpital de Bobo, Dr. Peghini (spricht Französisch), Bobo-Dioulasso, Tel. 97 00 44.
Geld und Umtausch
Währung
Währungseinheit
Währungseinheit: CFA-Franc (CFA-Francs)
Derzeitiger Kurs:
1 Euro = ca. 536,01 CFA-Francs
1 US-$ = ca. 420,96 CFA-Francs
Hinweise
Die Währung in Burkina Faso ist der CFA-Franc. Benin, Burkina Faso, Côte d´Ivoire, Guinea-Bissau, Mali, Niger, Senegal und Togo sind in der Westafrikanischen Währungsunion zusammengeschlossen. Der von der "Banque Centrale des Etats de l'Afrique de l'Ouest" herausgegebene CFA-Franc ist in den oben genannten Ländern gesetzliches Zahlungsmittel und steht in einem festen Wertverhältnis zum Euro.
Devisenbestimmungen/Umtausch
Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt. Mitnahme von Euro empfohlen.
Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Deklaration: Ja - bei Ein- und Ausfuhr von Landes- und von Fremdwährung.
Ausfuhr Fremdwährung: in Höhe der deklarierten Einfuhr
Ausfuhr Landeswährung: in Höhe der deklarierten Einfuhr
Internationale Kreditkarten: Ja - (nur Visa) nur von den größeren Hotels (bei Buchung abklären), evtl. auch Autovermietern akzeptiert.
Reiseschecks: Ja - in Euro oder US-$; hohe Gebühren.
Rücktausch: ist außerhalb der Länder der "CFA-Francs-Zone" zwar generell möglich, es ist aber mit hohen Tauschverlusten zu rechnen.
Wichtige Adressen
Auskunftstellen
Botschaften und Konsulate
Ärztliche Hilfe
OUAGADOUGOU: Centre Medico-Sociale, Dr. Roblin/Dr. Achour (sprechen Französisch), Ouagadougou, Tel. 30 66 07.
BOBO-DIOULASSO:Hôpital de Bobo, Dr. Peghini (spricht Französisch), Bobo-Dioulasso, Tel. 97 00 44.
Reisetipps
Sehenswertes
Ouagadougou
Ouagadougou (von den Einheimischen auch kurz Ouaga genannt) war bereits im 15. Jahrhundert Hauptstadt des Mossi-Reiches. Die Stadt wurde nach dem Vorbild von Paris in Bezirke eingeteilt, allerdings werden in neueren Vierteln die Häuser ohne Straßennamen durchnummeriert. Es gibt keine traditionellen Viertel in der Stadt, sie wirkt insgesamt modern, und es gibt viel Bautätigkeit in Ougadougou. Nach einem Erlass sollen neue Häuser genau zwei Stockwerke haben. Für einen Besuch eignen sich die Monate Juli bis Februar (nicht im Sommer, da es unerträglich heiß wird).
Der 1985 abgerissene alte traditionelle Markt wurde 1995 durch einen neuen ersetzt (grand marché). Die mehrstöckige Halle ist täglich von 7-18 Uhr geöffnet und bietet ein reiches Angebot von Früchten bis zu traditionellem Handwerk. Das Nationalmuseum enthält Masken und Holzschnitzereien sowie einige Kostbarkeiten und Waffen der alten Mossi-Reiche.
Bobo Dioulasso
Die zweitwichtigste Stadt des Landes und wichtigstes Industriezentrum ist eine großzügig angelegte Stadt, die mit einem angenehmen Klima zum Besuch einlädt. Die Moschee Dioulassoba zählt zu den wichtigsten Beispielen afrikanischer Lehmarchitektur, von Nicht-Moslems kann sie nicht betreten werden.
Bobo Dioulasso hat einige traditionelle Stadtviertel, die einen Besuch lohnen, einige dürfen nur mit Führer betreten werden. Die Jula-Häuser sind die ältesten Lehmbauten Bobos und stammen vermutlich aus dem 15. Jahrhundert. Das Stadtviertel Bolomakoté vermittelt den Eindruck eines afrikanischen Dorfes mit kleinen Kneipen und einem kleinen Markt und Straßenmusik.
Bobo Dioulasso ist berühmt für die farbenprächtigen Maskenfeste, die anlässlich der "großen Beerdigung" und auch im April/Mai stattfinden.
Nationalparks in Burkina Faso
Es gibt in Burkina Faso 2.752.000 Hektar Naturschutzgebiete. Die meisten Parks sind von Dezember bis April geöffnet. Fotografieren und Filmen ist genehmigungspflichtig (ca. 50.000 CFA-Francs für 2 Wochen)
Park Arli: Ein großes Gebiet, das zu etwa gleichen Teilen in Burkina Faso und in Benin liegt. Geöffnet von Dezember bis April, obligatorischer Führer. Der Park ist für seine reiche Tierwelt bekannt, die Tiere können am Fluss Arly beobachtet werden.
Park W: Ein Führer ist Pflicht.
Park Pô (Naturreservat Nazinga): In diesem Schutzgebiet leben Elefanten, Krokodile und vieles mehr. Geöffnet von Dezember bis Mai, ein Führer ist obligatorisch.
Reisehinweise
Dringende Sicherheitshinweise - Gefahr von Entführungen und Anschlägen:
In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara angrenzenden Ländern besteht die Gefahr von kriminellen Übergriffen und Entführungen, gegen die keine wirksamen Gegenmaßnahmen zur Verfügung stehen. Daher rät das Auswärtige Amt von Reisen in entlegene, nicht hinreichend gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab. Die Sicherheitsrisiken sind von Land zu Land und sogar innerhalb der jeweiligen Länder unterschiedlich und sollten immer auch landesspezifisch betrachtet werden.
Aktuelle Hinweise:
Seit Februar 2011 führen Demonstrationen und Meutereien zu Unruhen mit Toten und Verletzten. Menschenansammlungen und Demonstrationen sollten gemieden und Ausgangssperren strikt eingehalten werden.
Landesspezifische Sicherheitshinweise:
Wegen eines gestiegenen Entführungsrisikos für Ausländer im Norden Burkina Fasos wird Reisenden besondere Vorsicht empfohlen.
In der Hauptstadt Ouagadougou nimmt die Kleinkriminalität zu, ganz besonders während Großveranstaltungen. Besucher sollten ihren Reichtum nicht zur Schau stellen und Umsicht walten lassen.
Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.
Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen
* Das Fotografieren bestimmter Einrichtungen - eine Liste der ist beim burkinischen Ministerium für Transport und Tourismus, Abteilung für Tourismus und Hotellerie, erhältlich - ist untersagt.
* Homosexualität kann strafrechtlich verfolgt und mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden.
* Einfuhr, Besitz sowie Verkauf von Rauschmitteln sind verboten und werden mit Haftstrafen von bis zu 20 Jahren und hohen Geldstrafen geahndet.
* Bronzeartikel sind als gefährliche Gegenstände eingestuft und dürfen bei Flügen nicht im Handgepäck mitgeführt werden.
* Ramadan: Die Zeit des islamischen Fastenmonats Ramadan variiert von Jahr zu Jahr (2011: ca. 1. August bis ca. 30. August). Während dieser Zeit gilt für Muslime ein Fastengebot (Verzicht auf Speisen und Getränke und z.B. auch Rauchen) von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Reisende sollten sich den Verhaltensregeln des islamisch geprägten Landes anpassen. Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit während der Tagesstunden ist im Ramadan verpönt. Außerdem ist mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) zu rechnen.
SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre EC-Karten, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-ev.de zu finden.
Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.






