Mexiko
Länderinfos
Einreise und Fakten
Einreise für Deutsche
Visumfrei für 180 Tage mit FMM (Forma Migratoria Múltiple; von Fluggesellschaft/Grenzbehörden erhältlich). Für FMM ist notwendig: bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass, Rück- oder Weiterreisetickets und ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt.
Landesdaten
Lage
Die Vereinigten Mexikanischen Staaten grenzen im Norden an die USA, im Osten an den Golf von Mexiko, im Südosten an Belize, im Süden an Guatemala und im Westen an den Pazifischen Ozean.
Mexiko (amtlich: Estados Unidos Mexicanos, Vereinigte Mexikanische Staaten) ist eine präsidiale Republik mit bundesstaatlicher Verwaltung.
Fläche: 1.958.201 km².
Verwaltungsstruktur: 31 Bundesstaaten (estados; Aguascalientes, Baja California, Baja California Sur, Campeche, Chiapas, Chihuahua, Coahuila, Colima, Durango, Estado de México, Guanajuato, Guerrero, Hidalgo, Jalisco, Michoacán, Morelos, Nayarit, Nuevo León, Oaxaca, Puebla, Querétaro, Quintana Roo, San Luis Potosi, Sinaloa, Sonora, Tabasco, Tamaulipas, Tlaxcala, Veracruz, Yucatán, Zacatecas) und der Bundesdistrikt "Distrito Federal" mit der Hauptstadt Mexikos.
Einwohner
Bevölkerung: ca. 103,1 Millionen.
Städte: Mexico City (2.230 m ü. M., Hauptstadt) ca. 8,7 Millionen, Guadalajara (1.710 m) ca. 1,6 Millionen, Puebla (2.310 m) ca. 1,48 Millionen, Tijuana ca. 1,4 Millionen, Ciudad Juárez (1.144 m) ca. 1,3 Millionen, León ca. 1,27 Millionen, Nezahualcóyotl ca. 1,14 Millionen, Monterrey (580 m) ca. 1,1 Millionen, Mexicali (Meereshöhe) ca. 856.000, Chihuahua (1.392 m) ca. 748.500, Mérida (Meereshöhe) ca. 734.000, San Luis Potosí (2.020 m) ca. 685.900, Aguascalientes ca. 663.700, Hermosillo ca. 642.000, Saltillo ca. 633.700, Acapulco de Juárez (Meereshöhe) ca. 616.000, Morelia ca. 608.000, Culiacán ca. 605.000, Querétaro ca. 596.500, Torréon ca. 549.000, Toluca de Lerdo ca. 468.000, Durango ca. 464.000, Veracruz (Meereshöhe) ca. 445.000, Mazatlán (Meereshöhe) ca. 352.500, Oaxaca (1.600 m) ca. 258.000.
Sprache
Amtssprache ist Spanisch; Englisch wird in den Touristenorten verstanden. Außerdem werden noch über 80 indianische Sprachen gesprochen, die wichtigsten sind Nàhuatl (Aztekisch), Maya-Dialekte, Mixteco und Zapoteco (etwa 10 Prozent der Bevölkerung sprechen nur indianische Sprachen).
Zeitverschiebung
In Mexiko gibt es drei Zeitzonen:
* östlicher Teil einschließlich Mexico City - Central Standard Time (MEZ -7);
* Baja California del Sur und die Westküste bis Puerto Vallarta - Mountain Standard Time (MEZ -8);
* Baja California del Norte - Pacific Standard Time (MEZ -9).
In Mexiko gilt wie in Mitteleuropa die Sommerzeit (April bis Oktober), der Zeitunterschied bleibt daher erhalten.
Stromspannung
110/120 Volt Wechselstrom, 60 Hertz.
Es sind Flachstecker wie in den USA üblich. Man sollte deshalb Adapter mitnehmen.
Telefon/Post
Post
Luftpost nach Europa ist bis zu einer Woche unterwegs.
Telefon
Die Vorwahl für Ferngespräche von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Mexiko ist 0052. Die Vorwahl von Mexiko nach Deutschland ist 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.
Für Ferngespräche innerhalb Mexikos (Direktwahl) müssen die 01, die jeweilige Ortsvorwahl (Clave LADA) und Teilnehmernummer gewählt werden.
Auslandsgespräche lassen sich auch von einer Telefonzelle mit der Aufschrift "caseta de larga distancia" führen: Es wählt ein Operator die gewünschte Telefonnummer, bezahlt wird nach dem Gespräch.
Eine Telefonkarte, die sogenannte "tarjeta telefónica" ("tarjeta Ladatel") bekommt man in Geschäften, in Kaufhäusern und an Zeitungsständen. Viele Apparate akzeptieren auch Kreditkarten. Ferngespräche aus Hotels sind meist sehr teuer.
NOTRUFNUMMERN: Polizei 066 oder 060, Unfallrettung und Feuerwehr 080; Straßennotdienst 078 ("Green Angels", "Angeles Verdes"); Locatel (offizieller Informationsdienst; in Mexico City; hilft auch im Falle von vermissten Personen weiter) (55) 56 58 11 11, Homepage: http://www.locatel.df.gob.mx" target="_blank">www.locatel.df.gob.mx.
Mobilfunk
Netztechnik: GSM 1900 und iDEN.
GSM 1900-fähig sind Triband- und Quadband-Handys.
Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Mexiko von E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone.
Internet
Länderkürzel: .mx
Feiertage
1. Januar (Neujahr), 5. Februar (Tag der Verfassung), 21. März (Geburtstag von Benito Juárez), 22. April (Karfreitag), 1. Mai (Tag der Arbeit), 16. September (Nationalfeiertag; Unabhängigkeitstag), 2. November (Allerseelen), 20. November (Jahrestag der Revolution von 1910), 25. Dezember (Weihnachten), 31. Dezember (Silvester).
Fällt ein Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag, wird er auf den darauffolgenden Arbeitstag verschoben.
An folgenden Tagen können Institutionen und einige Geschäfte geschlossen sein oder geänderte Öffnungszeiten haben: 21. April (Gründonnerstag), 5. Mai (Schlacht von Puebla), 15. September (Vortag des Tags der Unabhängigkeit), 12. Oktober (Dia de la Raza, Kolumbus-Tag), 12. Dezember (Tag der Jungfrau von Guadeloupe), 24. Dezember (Heiligabend).
Schulferien sind von Mitte Juli bis Ende August. Haupturlaubszeiten für Geschäftsleute sind die zweiwöchigen Osterferien sowie Mitte bis Ende Dezember. Sofern Feiertage auf einen Dienstag oder Donnerstag fallen, wird dies häufig für ein verlängertes Wochenende genutzt.
Öffnungszeiten
Banken: Mo bis Fr 9-17 Uhr (kleine Filialen bis 13.30 Uhr), einige wenige Filialen sind auch samstags 9-14 Uhr geöffnet; Wechselstuben ("casa de cambio") in der Regel: Mo bis Fr 8.30-18 Uhr, Sa und So 8.30-14 Uhr.
Geschäfte - Kaufhäuser und Supermärkte: Mo bis So 8/10-20/21 Uhr, immer mehr Supermärkte sind 24 Stunden geöffnet (kleinere Geschäfte sind meist zwischen 13 und 16 Uhr geschlossen).
Behörden: Mo bis Fr 9-13 Uhr. Ministerien und andere staatliche Institutionen: Mo bis Fr 10-14 Uhr, 16/17-20/21 Uhr.
Büros: Mo bis Fr 8-14 Uhr, 16-21 Uhr. Es gibt keine "offiziellen" Öffnungszeiten.
Post: Mo bis Fr 9-18 Uhr, Sa 9-12 Uhr.
Kleidung
Je nach Jahreszeit, Klimazone und Höhenlage sollte man unterschiedliche Kleidung mitnehmen. Von Oktober bis Anfang März (Trockenzeit) ist wärmere Kleidung angebracht, während man von Mitte März bis Mai Sommerkleidung und von Juni bis September (Regenzeit) Sommer- und Übergangskleidung sowie Regenschutz dabeihaben sollte. In den höher gelegenen Orten, insbesondere in Mexico City, sollte man während des ganzen Jahres wegen der starken Temperaturschwankungen immer auch Wollsachen mitnehmen. Frauen sollten auf freizügige Kleidung (Trägerhemden, Shorts u.Ä.) verzichten, um Belästigungen zu vermeiden. Außerhalb der Touristenzentren sollte man möglichst nicht in kurzen Hosen oder gar in Badekleidung unterwegs sein. In Kirchen findet man mit kurzen Hosen und nackten Schultern gar keinen Einlass. In Hotels und Restaurants der gehobenen Kategorie ist für den Herrn Jackett und Krawatte erforderlich.
Land und Leute
Geschichte/Politik
Archäologische Funde deuten darauf hin, dass die Besiedlung Mexikos schon um 20.000 v. Chr. begann. Vor dem Aztekenreich, das die Spanier unter ihrem Feldherren Cortés eroberten, gab es bereits viele hochentwickelte Kulturen. Die erste Hochkultur war die der Olmeken (1.500 bis 300 v. Chr.), die am Golf von Campeche entstand. In deren Epoche gab es die ersten pyramidenförmigen Tempelanlagen. Zu dieser Zeit entstanden im Hochland auch die ersten städtischen Siedlungen. Während der klassischen Kulturperiode (etwa 250 v. bis 900 n. Chr.) taten sich vor allem die Maya mit der Gründung ganzer Stadtstaaten in den Wäldern von Chiapas und auf Yucatán hervor. In der Zeit nach 900 lösten die Tolteken, Mixteken und zuletzt die Azteken, die sich bereits Mexica nannten, einander ab.
1517 erreichten spanische Seefahrer unter Hernández de Cordoba die Küste von Yucatán. Hernán Cortés, der 1519 im heutigen Veracruz an Land gegangen war, nahm bald darauf den Aztekenherrscher Moctezuma II. gefangen und tötete ihn. Kaiser Karl V. machte Cortés zum Gouverneur von "Neuspanien". Die indianische Bevölkerung wurde durch eingeschleppte Krankheiten, unmenschliche Arbeitsbedingungen und Misshandlungen drastisch reduziert. Spanische Missionsorden setzten gewaltsam die Christianisierung durch.
1821 wurde die Unabhängigkeit erklärt und ein Kaiser ausgerufen. Bereits 1823 wurde Mexiko Republik. Im Mexikanischen Krieg (1846 bis 1848) verlor Mexiko etwa die Hälfte seines Territoriums an die USA. Bis 1850 lösten sich annähernd 50 Regierungen ab.
Porfiro Diaz, der nach 1867 die Macht ergriff, regierte 30 Jahre lang als Diktator, der zwar das Land modernisierte, aber das Volk in immer tiefere Armut stürzte. Nach dem Bürgerkrieg, der von 1910 bis 1917 dauerte, wurde die mexikanische Verfassung proklamiert, die - mit wenigen Veränderungen - bis heute gilt. Ihre Hauptziele sind Bodenreform, soziale Gerechtigkeit, Ausbau des Bildungswesens und die Einschränkung kirchlicher Macht.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem Mexiko ab 1942 auf Seiten der Alliierten kämpfte, gab es einen weiteren Industrialisierungsschub. Die Abfolge ziviler Präsidenten seit 1946, die alle der Institutionalisierten Revolutionspartei (PRI) angehörten, zeugt politisch von einem gefestigten Staatswesen der präsidialen Bundesrepublik. Anfang der 80er begann jedoch eine wirtschaftliche Krise, durch Misswirtschaft und Korruption verursacht, die zu Umstrukturierungen in Politik und Wirtschaft sowie zu einem rigorosen Sparprogramm führten. Ausgelöst durch ethnische und soziale Konflikte kam es ab 1994 zum Aufstand der indianischen Landbevölkerung, der von der Zapatistischen Nationalen Befreiungsarmee (EZLN) geführt wurde.
Wirtschaft
Mexiko ist ein bedeutendes Bergbauland. Es besitzt zahlreiche Vorkommen an mineralischen Bodenschätzen. Sehr produktiv sind vor allem die kleineren und mittleren Bergbauunternehmen. Derzeit werden 45 unterschiedliche Metallerze und Mineralien gefördert.
Nach Russland, den USA und Saudi-Arabien ist Mexiko der viertgrößte Erdölproduzent. Allerdings ist der Erdölrausch der späten 70er Jahre, von dem die Mexikaner sich enorme Entwicklungsimpulse erhofft hatten, längst verflogen. Immerhin kam es durch die Expansion auf dem Erdölsektor zu einer eindrucksvollen Entwicklung des verarbeitenden Gewerbes.
Mexiko ist trotz der fortgeschrittenen Industrialisierung noch weitgehend landwirtschaftlich geprägt. Die mexikanische Landwirtschaft beschäftigt 40 Prozent der Arbeitskräfte, hat aber nur einen Anteil von etwa 9 Prozent am Bruttoinlandsprodukt. Die mexikanische Forstwirtschaft leidet unter einem Mangel an Produktivität. Auch die Wiederaufforstung liegt im Argen. Der Raubbau in den tropischen Regenwäldern des Südens nimmt beängstigende Formen an.
Beim Tourismus nimmt Mexiko im Bereich der Drittweltländer inzwischen eine Spitzenposition ein. Der Fremdenverkehr ist einer der wichtigsten Devisenbringer des Landes.
Religion
Knapp 90 Prozent der Einwohner Mexikos sind Anhänger des Katholizismus, der mit präkolumbianischen Glaubensvorstellungen durchsetzt ist, 5 Prozent sind Protestanten. Daneben gibt es Minderheiten, wie etwa Juden und Bahai.
Vegetation
Mexiko ist die Heimat von fast 30.000 Spezies blühender Pflanzen einschließlich 1.000 Orchideenarten. Es gibt 58 staatliche Parks und Biosphären-Naturschutzgebiete. Die Flora ist sehr artenreich. Viele europäische Nutzpflanzen wie Mais, Tomaten und Tabak stammen aus Mexiko.
In der Wüste und Halbwüste Mexikos gedeihen Arten, die in ihrem Gewebe große Feuchtigkeitsmengen speichern können. Zahlreich vertreten sind Feigenkakteen.
Die Gras- und Strauchsteppe zeigt demgegenüber stärkeren Bewuchs und kann sich nach ergiebigeren Niederschlägen in üppiges Gras verwandeln. Auch hier gibt es viele Arten von Kakteen, ferner Mesquitesträucher, Yuccapalmen und die "Chaparrales" genannten Dornensträucher, außerdem Agaven und den von den Indios "Peyotl" genannten, berauschend wirkenden Kaktus.
Die Westliche, die Östliche und die Südliche Sierra Madre sowie der Vulkangürtel, die das Zentrale Hochland einfassen, sind reich an Laub- und Nadelwald. Immergrüner Tropenwald steht nahe des südwestlichen Küstenstreifens am Golf von Mexiko. In den amphibischen Küstenbereichen gedeihen Sumpfpflanzen, Bambus und Mangroven. Ausgedehnte Buschvegetation prägt entlang der Pazifikküste Mittel- und Südmexikos sowie im Norden der Halbinsel Yucatán das Landschaftsbild.
Tropischen Regenwald findet man im Süden der Halbinsel Yucátan, in Chiapas, Tabasco und Veracruz.
Tierwelt
Viele der zahlreichen Schutzgebiete würden in Europa eher als Naherholungsgebiete oder Freizeitparks bezeichnet werden. Mexikos einstmals reiche und zum Teil einzigartige Fauna wurde durch rücksichtslose Jagd stark dezimiert. Die verbliebenen, offiziell geschützten Tierarten (Jaguar, Puma, Ozelot, Luchs, Ameisenbär und Luchs, um nur einige zu nennen) haben sich in die Berge und Urwälder zurückgezogen. Affen sowie Papageien, Kolibris, Pelikane und andere Wasser- und Sumpfvögel sind in freier Wildbahn noch reichlich vorhanden. Reptilien wie Leguane, Schildkröten und Schlangen (darunter einige sehr giftige) ebenfalls.
Die meisten Tiere bekommt man auf der Halbinsel Baja California zu sehen. Hier können Seelöwen, Robben, Seeotter, Pelikane, Meeresschildkröten und andere Küstenbewohner noch relativ unbehelligt leben. Im Frühjahr ist der Naturpark Ojo de Liebre an der Westküste (bei Guerro Negro) einen Besuch wert. Denn dorthin kommen trächtige Wale von weither, um zu kalben und ihre Jungen in der geschützten Bucht die ersten Wochen sicher zu umhegen.
An der Südküste von Yucatan und im Golf von Mexiko sind zutrauliche Delfine keine Seltenheit - oft begleiten sie Ausflugs- oder Fährboote bis zum Hafen.
Gebräuche, Kulinarisches
Kulinarische
Kulinarisches
Da Mexiko aus mehreren Regionen besteht, gibt es auch in der Küche regionale Unterschiede. Während in den Ebenen die deftig-scharfen Rindfleischgerichte vorherrschen, sind die Küstenregionen für ihre raffinierten Kompositionen aus Langusten, Garnelen und Fisch aller Art bekannt. Doch die Grundlage der meisten Gerichte ist die "Tortilla", dieser feine Fladen aus Maismehl. Die Tortilla ist Nahrung und Werkzeug zugleich. Tortillas sind sowohl Bestandteil von Suppen als auch von Gemüsegerichten. In Streifen geschnitten, ersetzt sie die Nudel oder ist, knusprig geröstet, Beilage zu Gerichten aus Schweinefleisch, Huhn, Rindfleisch oder den braunen "Frijoles" - den Bohnen, die in fast allen Gerichten verwendet werden.
In den Küchen Mexikos findet man die für den europäischen Gaumen oft überraschenden indianischen Spezialitäten, vermischt mit der Kochkunst der spanischen Eroberer. Die mexikanische Küche ist scharf - verursacht durch die 200 verschiedenen Chilisorten, die jedem Gericht eine eigene Note verleihen.
Mexikos Cantinas bieten eine reiche Auswahl an Biersorten. Man darf sich nicht wundern, wenn auf dem Rand einer Bierdose eine Prise Salz und etwas Zitronensaft gereicht werden. Das ist angesichts der Hitze als Ausgleich des Mineralstoff- und Vitaminhaushaltes gedacht.
Souvenirs
Die beste Einkaufsmöglichkeit, auch für Souvenirs, ist der Markt. Wer sich Zeit zum Herumstöbern nimmt, kann Kostbarkeiten finden. In den Läden und Kaufhäusern sind die Preise festgelegt, auf dem Markt kann (und soll) man handeln. Man kann nach Kunsthandwerk Ausschau halten. Dieses kann recht abwechslungsreich sein: farbenfroh, geheimnisvoll oder auch surrealistisch. Viele Materialien werden von den Handwerkern benutzt: Silber (Mexiko ist der weltgrößte Hersteller von Silbererzeugnissen), Gold (Schmuckstücke von erstaunlicher Verarbeitung zwischen 14 und 18 Karat), Kupfer (vom kleinen traditionellen Schmuckstück bis zum großen Küchengerät - in Santa Clara del Cobre befindet sich das Nationalmuseum für Kupferwaren), Onyx (ein marmor-ähnlicher Edelstein für Zierobjekte), Keramik (eine erstaunlich reiche Auswahl von gebrannter Keramik, die in Oaxaca schwarz und in Tlaquepaque rot ist, bis zu feinen Fayencen und Glaskeramik), Lackarbeiten (Schatullen, Tabletts und Möbel), Stoffe (Baumwolle, Wolle, Seide und alle sonstigen Naturfasern mit phantasievollen Stickereien, Kleidung und Teppiche) und auch Masken (eines der reizvollsten Kunsthandwerke in Mexiko: Abbilder von Göttern und Teufeln).
Duty Free
Reisegut
Gegenstände, die für den persönlichen Gebrauch des Reisenden bestimmt sind, wie Kleidung, Wäsche, Schuhe, Toilettenartikel, Schmuck usw., können zollfrei eingeführt werden.
Dazu zählen auch:
1 Fotoapparat und 1 Filmkamera oder 1 Videokamera mit bis zu 12 Filmen oder Leerkassetten, 1 Fernglas, 1 tragbares Musikinstrument, 1 Tonbandgerät, 1 Laptop, gebrauchte Sportausrüstung, gebrauchte Campingausrüstung.
Von über 18 Jahre alten Reisenden dürfen außerdem noch zollfrei eingeführt werden:
20 Zigarettenschachteln, 25 Zigarren oder 200 g Tabak;
3 Liter Wein oder Spirituosen,
eine angemessene Menge Parfüm, Eau de Toilette,
Geschenke bis zu einem Gesamtwert von 300 US-$ (jedoch kein Wein, Bier, Spirituosen und Tabakwaren) bei Einreise per Flugzeug oder Schiff und maximal 75 US-$ bei Einreise auf dem Landweg.
Medikamente für den Eigenbedarf können abgabenfrei eingeführt werden. Reisende, die aufgrund einer chronischen Erkrankung Medikamente einnehmen, sollten zur Sicherheit eine Bestätigung des Arztes auf Englisch und eine Kopie des Rezeptes mit sich führen. Auch für Psychopharmaka ist eine Kopie des ärztliches Rezeptes vorzulegen. Generell sollten Medikamente nur entsprechend der Reisedauer mitgeführt werden.
Eindringlich wird auch vor der Mitnahme von Drogen gewarnt.
VERBOTEN ist die Ausfuhr von Gold (sofern nicht eindeutig als Schmuck verarbeitet), Goldmünzen, Antiquitäten, archäologischen Stücken, Korallen und Kakteen.
Klima und Wetter
Klimainformationen
Im südlichen Landesteil und in Yucatán ist das Klima unterhalb 800 m heiß tropisch und feucht. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen in dieser Gegend Mexikos über 25 °C.
Ab 800 m Höhe bis etwa 1.800 m ist das Klima gemäßigt. Es werden im Durchschnitt Temperaturen zwischen 18 und 22 °C gemessen, wobei die Temperaturen auf einer Höhe von 1.500 m am angenehmsten sind.
Die kalte Klimazone Mexikos beginnt ab einer Höhe von 2.000 m, auf der sich auch Mexiko City (2.240 m) befindet. In dieser Zone liegt die durchschnittliche Jahrestemperatur bei etwa 15 °C. Im Winter ist es tagsüber mit 20 bis 25 °C recht warm, nachts jedoch sogar frostig. Im Sommer von April bis Ende Juni ist es mittags mit Höchsttemperaturen zwischen 25 und 30 °C sehr warm. Die Trockenzeit dauert von Oktober bis Mai.
Zur Regenzeit zählen die Monate Juni bis September. In dieser Zeit regnet es meistens heftig (sehr schwül), jedoch nur selten für längere Zeit.
Bei einem Aufenthalt im Gebiet Mexico City muss die meiste Zeit mit sehr schlechter Luft gerechnet werden. Reisende mit Atemproblemen sollten sich mit Medikamenten entsprechend darauf einstellen.
Beste Reisezeit
Hauptsaison ist die Trockenzeit von Oktober bis April. Während der Regenzeit von Ende Mai bis September gibt es meist nur kurze Regenschauer am Nachmittag. In den Küstenregionen ist es im Sommer sehr heiß und schwül, dagegen herrscht auf den Hochplateaus über 2.000 m das ganze Jahr über angenehmes warmes und trockenes Klima.
Gesundheit
Vorgeschriebene Impfungen
Keine bei Einreise direkt aus Europa.
Gelbfieber bei Einreise aus .
Empfohlene Impfungen
Hepatitis A, Typhus.
Informationen zur Malaria
Malaria
Risiko nur regional, dort allgemeine .
Medikament (Stand-by-Therapie) zur Behandlung von Malaria mitführen.
Verbreitung
Kein Übertragungsrisiko besteht in Stadtgebieten, z.B. Mexico City, in den Touristenzentren am Pazifik oder Golf von Mexiko (z.B. Acapulco, Cancún) sowie im zentralen Hochland (Sierra Madre).
Ein sehr geringes Risiko gibt es im Gebiet der Huatulco Bay in der Provinz Oaxaca.
Ein mäßiges Malariarisiko besteht ganzjährig in von Touristen selten besuchten, ländlichen Gebieten unterhalb von 1.000 Metern (z.B. Chiapas, Chihuahua, Oaxaca, Guerrero, Campeche, Quintana Roo, Sinaloa, Michoacan, Nayarit, Hidalgo, Colima, Tabasco). Erhöhtes Übertragungsrisiko in den Monaten höheren Niederschlags (Juni bis November). Nur Malaria tertiana (P. vivax).
Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.
Ärztliche Hilfe
MEXIKO-CITY: Dr. Armin Reimers Hauser (spricht Deutsch), Vito Allessio Robles 117/104,, Mexico City 20, Tel. (55) 56 61 90 23.
CANCÚN:Hospital total Assist, Dr. Carlos M. Robles Cruz, Claveles No. 5 SM 22,, Cancún, Tel. (998) 884 56 46 (privat 998/880 82 11).
Geld und Umtausch
Währung
Währungseinheit
Währungseinheit: Mexikanischer Peso (mex$)
1 Mexikanischer Peso = 100 Centavos.
Derzeitiger Kurs:
1 Euro = ca. 15,17 mex$
1 US-$ = ca. 11,91 mex$
Hinweise
Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um reine Sortenkurse für den Bargeldtausch am Bankschalter, d.h. sie nennen den aktuellen Wert, den der Reisende beim Umtausch am Bankschalter (Schalterkurse in Deutschland) erhält. Hinzu kommen dann noch die von der jeweiligen Bank abhängigen Umtauschgebühren. Die Kurse sind nicht geeignet zur Umrechnung von Rechnungen etc., da hierfür meist "Devisenkurse" zugrunde gelegt werden.
Devisenbestimmungen/Umtausch
Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt
Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Deklaration: Ja - bei der Einfuhr von Fremdwährung sowie bei der Einfuhr von Landeswährung (auch Reiseschecks) im Gegenwert von über 10.000 US-$ obligatorisch.
Ausfuhr Fremdwährung: deklarierte Beträge abzüglich Umtauschbeträge
Ausfuhr Landeswährung: bis zum Gegenwert von 10.000 US-$
Umtauschempfehlung: im Reiseland
Umtausch: US-$, Britische Pfund und Euro werden bei Banken und Wechselbüros ("casas de cambio") akzeptiert. Das Währungszeichen für den mexikanischen Peso in Mexiko ist "$". Darüber hinaus sind die Preise auch durch "M$", "MX$" oder "M.N." (Moneda Nacional) gekennzeichnet. Preise in US-Dollars erkennt man durch die Kürzel "US$" oder "USD". Wechsel- und Einlösebelege sind aufzubewahren. Bargeld in Fremdwährung sollte nur in Höhe des unmittelbaren Bedarfs gewechselt werden. Banktransfers sollten wegen langer Überweisungsdauer vermieden werden.
Internationale Kreditkarten: Ja (EuroCard/MasterCard, Visa, American Express) - Gängige Kreditkarten werden fast überall akzeptiert, allerdings kann es in Einzelfällen zu Zahlungsschwierigkeiten mit ausländischen Kreditkarten kommen. Bargeldauszahlungen sind gegen Vorlage der Kreditkarte und eines Ausweises bei Banken möglich.
Geldautomat: Ja - Abhebung von Bargeld mit den gängigen Kreditkarten und der EC-/Giro-Karte (Maestro) sowie der jeweiligen PIN-Nummer ist in den größeren Städten möglich. Geld sollte aus Sicherheitsgründen nur in Begleitung abgehoben werden.
Reiseschecks: Ja - in gängigen Währungen werden akzeptiert; insbesondere US-Dollar-Reiseschecks sind in ländlichen Gegenden empfehlenswert. Reiseschecks in Fremdwährung sollten nur in Höhe des unmittelbaren Bedarfs gewechselt werden (Umtauschgebühren bis zu 2,5 Prozent sind möglich).
Wichtige Adressen
Auskunftstellen
Im Reiseland
Touristenhotlines:
- landesweit:
INFOTUR (Centro Integral de Atención al Turista; Ciat): Das Zentrum erteilt touristische Informationen und z.B. Hilfe bei Pannen unter der Telefonnummer 078 - 24 Stunden; erreichbar Mo bis Fr 8-18 Uhr, Sa 10-15 Uhr auch unter folgender Adresse: Av. Presidente Mazaryk 172, Planta Baja, Colonia Chapultepec Morales, México, D.F; Tel. (00 52 55) 50 89 75 00, E-Mail: correspondencia@sectur.gob.mx, Homepage: http://www.sectur.gob.mx" target="_blank">www.sectur.gob.mx.
- Mexiko City: Tourism Secretary of Mexico City:
* kostenlose Hotline im Falle touristischer Fragen: Tel. 01 800 008 90 90 (innerhalb von Mexico City);
* kostenlose 24-Stunden-Hotline für Anfragen in Notfällen, bei Pannen, Verlust von Ausweispapieren, zu kostenloser Kranken-/Unfallversicherung für Hotel-Gäste in Mexiko City etc.: Tel. (0052 55) 54 80 68 98 (aus Deutschland), 54 80 68 98 (innerhalb von Mexiko City), E-Mail: servicios@mexicocity.gob.mx, Homepage: http://www.mexicocity.gob.mx" target="_blank">www.mexicocity.gob.mx.
Botschaften und Konsulate
Von Deutschland
MONTERREY s. San Pedro Garza García
Von Deutschland
QUERETARO s. Santiago de Queretaro
Von Deutschland
VERACRUZ s. Boca del Río
Ärztliche Hilfe
MEXIKO-CITY: Dr. Armin Reimers Hauser (spricht Deutsch), Vito Allessio Robles 117/104,, Mexico City 20, Tel. (55) 56 61 90 23.
CANCÚN:Dr. Carlos M. Robles Cruz, Blvd. Luis Donaldo Colosio,, Cancún, Tel. (998) 71 47 09 85.
Reisetipps
Sehenswertes
Mexiko City
Die Hauptstadt liegt in einem von über 2.200 m hohen, gewaltigen Bergzügen umgebenen Talkessel. In unmittelbarer Nähe der Stadt erheben sich eindrucksvoll zwei schneebedeckte Fünftausender: die Vulkane Popocatépetl und Ixtaccíhuatl. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des denkmalgeschützten Centro Histórico de la Ciudad gruppieren sich um den Zócalo, den Hauptplatz, an dem der mächtige, 1523 begonnene Nationalpalast, die barocke Kathedrale (die größte Kirche Lateinamerikas) mit wertvoller Einrichtung und die Kirche Sagrario Metropolitano stehen. Darüber hinaus gibt es das Azteken-Ausgrabungsgebiet Templo Mayor (mit hochinteressantem Museum), die stimmungsvolle Plaza Santo Domingo, die Plaza Garibaldi (mit Markt und allabendlicher Mariachi-Musik) und den viel besuchten Alameda-Park, an dessen Ostseite der prunkvolle Palacio de Bellas Artes (Ballet Folklórico, Opern und Konzerte), der langsam in den sumpfigen Boden zu versinken droht.
Besuchenswert ist ferner der riesige Park Bosque de Chapultepec, die grüne Lunge der Stadt. Außer schönen alten Bäumen und vielen Freizeit-Attraktionen beherbergt er eine Anzahl erstklassiger Museen, darunter mit dem Anthropologischen Museum eines der schönsten Museen der Welt.
Yucatán
Diese im Osten Mexikos gelegene flache Halbinsel trennt den Golf von Mexiko von der Karibik. Die der Karibik zugewandte Seite ist durch ihre tropische Küstenlandschaft mit traumhaften weißen Sandstränden, Palmen sowie den vorgelagerten Inseln und Korallenriffen ein Paradies für Urlauber und die beliebteste Ferienregion Mexikos. Die Palette der Badeorte reicht dabei vom größten Badeort Cancún mit seinem karibischen Trubel über entlegenere Ferienzentren wie Pamul, Akumal und Xcaret bis hin zu verträumten Strandidyllen auf der Isla Mujeres. Fast überall laden Korallenriffe zum Tauchen inmitten exotischer Fischschwärme ein, besonders bekannt sind die Riffe der Isla de Cozumel. In Yucatán, auch "Land der Maya" genannt, befinden sich viele beeindruckende Maya-Ruinen, darunter die großartige Anlage von Chichén Itzá sowie die Ruinen von Tulum und Cobá.
Chiapas
Der südliche Bundesstaat Chiapas ist geprägt von zerklüftetem Hochland und subtropischem Regenwald. Er gehört landschaftlich gesehen zu den schönsten Mexikos. Hier befinden sich sechs sehenswerte Naturparks, unter ihnen der Cañón del Sumidero, Agua Azul und Lagunas de Montebello. Mittelpunkt des zentralen Hochlandes ist die bezaubernde Kolonialstadt San Cristóbal de las Casas, die mit alten Patiohäusern und engen, kopfsteingepflasterten Gassen ihr koloniales Bild in einer noch sehr ursprünglichen Region bewahrt hat und stark indianisch geprägt ist. In Chiapas befindet sich auch die Ruinenstadt Palenque, die zu den mächtigen Städten aus der klassischen Epoche der Maya-Zivilisation (300 - 900) gehört und als reizvollste Ausgrabungsstätte Mexikos gilt. Ursprüngliche Dschungellandschaft und anmutige Bauweise machen den besonderen Reiz dieser Anlage aus. Sehenswert sind vor allem der Tempel der Inschriften mit seinen über 600 in die Innenwand eingemeißelten Hieroglyphen, in der man erst 1949 die noch unversehrte Grabkammer des Priesterkönigs Pacal entdeckte, sowie das Museum, in dem unter anderem die Objekte aus dem Grab der Roten Königin gezeigt werden.
Baja California
Die 1.300 km lange Halbinsel Baja California, die im Norden Mexikos liegt und im Westen vom Pazifik im Osten vom Golf von Kalifornien begrenzt wird, war lange ein Geheimtipp bei Sportanglern aus der ganzen Welt. Mittlerweile weist Baja California schöne, mit Rücksicht auf die natürlichen Gegebenheiten erschlossene Ferienorte an traumhaften Sandstränden auf, wie etwa Tijuana, La Paz, Ensenada und San José del Cabo. Unter anderem in der Bahía Magdalena und der Laguna San Ignacio können ab Mitte Dezember Grauwale beobachtet werden, die hierherkommen, um sich zu paaren und zu kalben. Das Innere der Halbinsel ist dagegen sehr karg und beeindruckt mit einer grandiosen Landschaft, die durch Wüste, Kakteen, bizarre Canyons sowie verlassene Missionsorte gekennzeichnet ist und zu Wanderungen einlädt.
Oaxaca
Die Kolonialstadt Oaxaca liegt im gleichnamigen Bundesstaat inmitten eines ausgedehnten Hochplateaus zwischen steil aufragenden Gebirgszügen der Sierra Madre del Sur. Sie wurde 1529 von den Spaniern gegründet. Die gut erhaltenen Straßenzüge der schachbrettartig um den Zócalo angelegten Stadt mit ihren einstöckigen Patiohäusern aus der Kolonialzeit ließen Oaxaca zu einem Touristenklassiker werden. Der zentrale Platz der Stadt, der Zócalo, ist ideal für eine Ruhepause. Eingerahmt von spanischen Kolonnaden mit Restaurants und Straßencafés findet man in einer parkähnlichen Anlage Bänke, Schatten spendende Bäume sowie einen Musikpavillon, in dem abends Konzerte gegeben werden. An der Nordseite des Platzes steht die Kathedrale, die 1733 fertig gestellt wurde und deren barocke Fassade sehenswert ist. Im Museo Regional de Oaxaca, das im ehemaligen Kloster Santo Domingo untergebracht ist, werden eine umfangreiche ethnographische Ausstellung, präkolumbianische Stücke, Exponate aus der Kolonialzeit sowie zeitgenössische Kunst gezeigt. Hier befindet sich auch der berühmte Schatz aus dem Grab Nummer sieben von Monte Albán. Oaxaca ist nicht zuletzt der ideale Ausgangspunkt für einen Besuch der im Umkreis von 25 km gelegenen prähistorischen Ausgrabungsstätten Monte Albán, Mitla und Yagul.
Monte Albán
Monte Albán, die wichtigste Stätte der Zapoteken, befindet sich nur neun km südwestlich von Oaxaca. Um 500 v. Chr. wurde von den Olmeken auf einem eingeebneten Plateau (750 x 250 m) eine Kultstätte angelegt. Später befand sich dort der Tempelbezirk der zeitweise mit rund 35.000 Einwohnern bedeutendsten Stadt der Zapoteken, die bis rund 800 n. Chr bewohnt wurde. Dann wurde Monte Albán weitgehend verlassen; die Mixteken nutzen nur noch die alten Grabkammern als Begräbnisstätte für ihre Herrscher. Die ausgedehnte Ruinenanlage, die einen überwältigenden Blick auf das Tal von Oaxaca bietet, gruppiert sich um einen zentralen Platz, der von verschiedenen Gebäuden, Tempeln, einem Observatorium, Gräbern und Ballspielplätzen umgeben wird. Besonders sehenswert sind Los Danzantes (um 700 v. Chr.), Steinplatten mit Reliefs, die Menschen in seltsamen Verrenkungen darstellen.
Teotihuacán
Die Metropole im mexikanischen Hochland, die rund 45 Kilometer nördlich von Mexiko City liegt, war in der Zeit zwischen 100 v. Chr. und 700 n. Chr. die größte und bedeutendste Stadt Amerikas. Warum sie verlassen wurde - schon die nachfolgenden Tolteken fanden um 900 nur Ruinen vor -, weiß niemand genau. Die ausgegrabenen Pyramiden, Tempel und Heiligtümer sind sorgfältig restauriert und gehören zu den beeindruckendsten in ganz Mexiko. Sie geben, zusammen mit den zahlreichen Resten ehemaliger Wohnanlagen, ein gutes Bild der damaligen Zweihunderttausend-Einwohner-Stadt.
Guadalajara
Mexikos zweitgrößte Stadt liegt in knapp 1.600 m Höhe, hat ein sprichwörtlich angenehmes Klima und noch viel europäisch-koloniale Atmosphäre im Stadtkern. Man findet gepflegte Parkanlagen, elegante Wohnviertel sowie breite, freundliche Avenidas und Einkaufsstraßen. Sehenswert sind in Guadalajara außerdem die Wandbildmalereien von José Clemente Orozco, der zu den bedeutendsten Muralisten (Wandbildmalern) der Welt gehört.
Acapulco
Mexikos berühmtestes Seebad ist nichts für Freunde verträumter Fischerdörfer. Zunächst waren es amerikanische Urlauber, die den heruntergekommenen Hafenort an der schönen Hufeisenbucht entdeckten. Dann, in den späten 1950er Jahren, begann der internationale Touristenrummel. Hoteltürme schossen wie Pilze aus dem schmalen Streifen zwischen Strand und grünen Hügeln. Heute ist Acapulco ein Mekka für alle, die saubere Strände (es gibt zwanzig verschiedene) und warmes Wasser, kombiniert mit 24 Stunden Urlaubstreiben, suchen.
Puebla
Puebla besitzt einen historischen Kern mit spanisch-kolonialer Atmosphäre. Es gibt zahlreiche besuchenswerte Kirchen und Museen. Die Wände der Häuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert sind mit bunten Kacheln verziert. Um den prachtvollen Hauptplatz Zócalo gruppieren sich die interessantesten Bauten, darunter die riesige Kathedrale im Renaissance-Stil und das Bischöfliche Palais, beide mit kostbarer Barock-Ausstattung.
Taxco
Die wunderschön inmitten einer Hügellandschaft gelegene Stadt ist eine der am wenigsten berührten Kolonialstädte Mexikos, die komplett unter Denkmalschutz steht. Taxco war einst ein Zentrum des Silberbergbaus. Noch heute gibt es hier über hundert Silberschmiede-Werkstätten. Im Gewirr von teils steilen Kopfsteinpflaster-Gässchen entdeckt man zahllose malerische Winkel und intime Plätze mit blumengeschmückten Kolonialhäusern. Am kleinen Zócalo, dem Hauptplatz, erhebt sich die 1758 vollendete herrliche Kirche San Sebastián y Santa Prisca. Sie ist im typisch spanischen Stil des Churriguerismus verziert.
Xochicalco
Die über 12 Quadratmeter große festungsartige Ruinenstätte, deren Blütezeit als Handelszentrum und religiöse Metropole im Zeitraum vom siebten bis zehnten Jahrhundert lag, zeigt großartige Steinreliefs, die auf toltekischen Einfluss schließen lassen. Wenige kurvenreiche Kilometer südwestlich entfernt, verstecken sich die berühmten Grutas de Cacahuamilpa. Diese größten und sehenswertesten Tropfsteinhöhlen des Landes liegen mitten im Nationalpark gleichen Namens.
Uxmal
Hier kann man den klassischen Stil der Maya (siebtes bis zehntes Jahrhundert) am allerbesten studieren. Die Stadt war knapp einen Quadratkilometer groß und wird heute noch von der 38 m hohen "Pyramide des Wahrsagers" überragt, zu deren Spitze 118 extrem steile Stufen führen. Eindrucksvoll ist auch das um einen viereckigen Innenhof angelegte "Haus der Nonnen", in dem aber keine Nonnen wohnten, sondern vermutlich als Götter-Opfer ausgesuchte Jungfrauen ihre letzten Tage verbrachten.
Chichén Itzá
Dies ist die berühmteste, meistbesuchte und am besten restaurierte aller Mayastädte auf der Halbinsel Yucatán. Sie wurde von den Maya um 450 n. Chr. gegründet und um 1.000 von den Tolteken übernommen, die aus dem 1200 km entfernten Tollán bei Teotihuacán eingewandert waren. Mehr als hundert Jahre haben die Ausgrabungs- und Restaurierungsarbeiten der acht km² großen Anlage gedauert. Besonders eindrucksvoll sind die Pyramide "El Castillo", die als steinerner Kalender diente, der prächtige, von tausend Säulen umgebene Kriegertempel sowie der 145 m lange und 37 m breite Ballspielplatz, der größte und schönste, der je entdeckt wurde. Das rituelle Spiel der Maya verlangte, dass die Spieler einen Hartgummiball durch steinerne Ringe schlagen mussten - aber nicht etwa mit Hilfe von Händen oder Füßen, sondern lediglich mit Knie, Hüfte oder Ellbogen. Der Verlierer wurde den Göttern geopfert.
Cancún
Ganz Cancún ist ein Ferienzentrum neuesten Zuschnitts. 1970 lebten hier noch maximal 200 Menschen, heute sind es etwa 200.000, die vorwiegend vom Tourismus leben. Cancún besteht aus einem Zentrum etwas abseits des Meeres und einer schmalen, 20 km langen Landbrücke zwischen einer Lagune und dem Meer. Dieser schmale Streifen ist vollständig mit Hotels bebaut. Geboten wird alles, was den vorwiegend US-amerikanischen Urlaubern gefällt: endlos lange, blendend weiße Karibikstrände, türkisfarbene Lagunen, alle denkbaren Sportmöglichkeiten, fantasievoll konzipierte Hotelbauten, viel Abendunterhaltung, klimatisierte Einkaufszentren mit erlesenen Boutiquen und Feinschmecker-Restaurants.
Barranca del Cobre
Die "Kupferschlucht" ist eigentlich ein ganzes Netz von Schluchten, das sich durch die Sierra Tarahumara im Nordwesten Mexikos zieht. Mit ihren bis zu 1.500 m breiten und zum Teil mehr als einen Kilometer senkrecht abfallenden Felswänden ist dieses Naturwunder ums Vierfache größer als der weltberühmte Grand Canyon in den USA. 1961, nach neunjähriger Bauzeit, wurde die ungewöhnlich kühn angelegte Streckenanlage der Eisenbahn Chihuahua al Pacífico vollendet. Sie überwindet annähernd 2.500 Meter Höhenunterschied, führt über 39 Brücken und durch 86 Tunnel und bietet atemberaubende Ausblicke. Am Aussichtspunkt El Divisadero, einem der Höhepunkte der 13-stündigen Reise, hält der Zug eine Viertelstunde lang, damit sich die Passagiere in Ruhe umschauen und fotografieren können.
Reisehinweise
Hurrikan-Saison: In den Bundesstaaten im Süden der USA, in Mexiko, Zentralamerika sowie in der Karibik ist jeweils in der Zeit von Juni bis November mit Hurrikans zu rechnen. Kennzeichen dieser tropischen Wirbelstürme sind u.a. Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke, starke Regenfälle und unter Umständen auch Erdrutsche. Informationen dazu gibt es bei Wettervorhersagen in den jeweiligen Ländern oder im Internet, beispielsweise unter www.nhc.noaa.gov und www.wunderground.com/tropical. Den Anordnungen der Sicherheitsbehörden ist Folge zu leisten.
Kriminalität: Neben der Gefahr von Kleinkriminalität wie Taschenraub etc. an den Attraktionen, in Bus- und Bahnhöfen sowie Untergrundbahn ist in Mexiko darüber hinaus landesweit mit schweren kriminellen Übergriffen zu rechnen. Im Rahmen der gewaltsamen Kämpfen zwischen der Polizei und dem Militär auf der einen Seite und der organisierten Kriminalität sowie den Drogenbanden auf der Seite kamen schon viele Menschen ums Leben, auch Unbeteiligte. Auch Polizisten sind manchmal in die Verbrechen verwickelt.
In der Hauptstadt Mexiko City, in den Bundesstaaten im Norden Mexiko, z.B. Baja California, Chihuahua und Tamaulipas, sowie in deren Großstädten ist die Kriminalitätsrate besonders hoch.
Ein stark beeinträchtigte Sicherheitslage durch die Kriminalität ist in Monterrey festzustellen. Hier bekriegen sich vor allem mehrere Drogenbanden.
Eine ähnliche Situation stellt sich auch in Acapulco dar.
Reisende sollte sich vor Ort genau über die Gefahrensituation informieren und sich durch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen darauf einstellen (z.B. durch Meiden von Stadtteilen).
Taxis: Generell sollten nur Taxis benutzt werden, die sich an den offiziellen Taxiständen befinden. Alternativ können Taxis auch telefonisch angefordert werden. Taxis sollten jedoch nicht wegen Gefahr von Raubüberfällen an der Straße gestoppt werden.
Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes zu finden.
Bitte auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen" beachten.
Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen
Aufgrund hoher Kriminalitätsrate bieten die mexikanischen Behörden mehrere Möglichkeiten zur Hilfeleistung an, wenn Reisende Probleme haben:
* in Mexico City - bei Beschwerden, Verlust von Ausweisdokumenten, Kleinkriminalitätsdelikten: Anzeige im Internet unter www.df.gob.mx/wb/gdf/ministerio_publico_virtual.
* in Mexico City - auf Touristen spezialisierte Polizeidienststelle - "Agencias del Ministerio Público especializadas en Atención al Turista":
- Calle Amberes 54, esquina Londres, Zona Rosa, Delegación Cuauhtémoc, Tel. (0052 55) 53 45 53 82
- Calle Victoria 76, e/Luis Moya y Revillagigedo, Col. Centro, Delegación Cuauthémoc, Tel. (0052 55) 53 46 87 24
- Av. Presidente Masaryk 172, Col. Polanco, Delegación Miguel Hidalgo, Tel. (0052 55) 55 31 74 49.
Ausweispflicht: Reisende sollten bei Kontrollen neben dem Reisepass auch die Bescheinigung parat haben, die den Aufenthaltsstatus enthält (FMM oder FMI etc.).
Reisende, die sich für Menschenrechte in Mexiko einsetzen wollen, brauchen für solche Aktivitäten (u.a. Kundgebungen) eine Genehmigung. Ist sie nicht vorhanden, kann dies zu Haft oder dem Verweis des Landes führen.
Überlandreisen: Reisende, insbesondere Mietwagenfahrer, sind durch Raubüberfälle durch Kriminelle gefährdet. Sie sollten bei Reisen mit dem Auto nicht bei Dunkelheit unterwegs sein. Pausen etc. sollten nur an Autobahnhaltestellen, Tankstellen oder Haltebuchten gemacht werden, wenn sich auch andere Personen dort aufhalten. Wird man am Straßenrand darauf aufmerksam gemacht, Pannenhilfe zu leisten, sollte besser an der nächsten Tank-Haltestelle gehalten werden, um Unterstützung anzufordern.Reisende, die auf eigene Faust das Land erkunden wollen, sollten nur Reiseführer in Anspruch nehmen, die sich als Mitarbeiter von Sectur ("Secretaria e Turismo" - www.sectur.gob.mx) ausweisen können.
Überfälle auf Busse stellen ebenso ein Risiko für Reisende dar, da die Fahrzeuge in technischer Hinsicht oftmals in schlechtem Zustand sind. Deshalb: Busse der ersten Klasse sollten bevorzugt werden.
Drogen: Drogen ein- und auszuführen, damit zu handeln sowie zu konsumieren ist streng verboten!
Alkohol: Es darf kein Alkohol abseits von Lokalen in der Öffentlichkeit konsumiert werden.
Bitte auch den Abschnitt "Reisehinweise" beachten.
SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre EC-Karten, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-ev.de zu finden.
Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.






