Sambia
Länderinfos
Einreise und Fakten
Einreise für Deutsche
Visum notwendig, dazu u. a. ein bei Einreise mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass, Kinderausweis oder maschinenlesbarer Kinderreisepass. Antragsdauer ca. 1 Woche. Eventuell auch Visumerteilung bei Ankunft möglich. Da manche Fluggesellschaften jedoch das Visum bereits vor Abflug fordern, bitte rechtzeitig bei der Fluggesellschaft erkundigen.
Landesdaten
Lage
Die Republik Sambia ist ein Binnenland im südlichen Zentralafrika. Sie grenzt im Norden an Tansania, im Osten an Malawi und Mosambik, im Süden an Simbabwe, Botsuana und Namibia, im Westen an Angola und im Nordwesten an die Demokratische Republik Kongo. Sambia ist ein vorwiegend welliges Hochplateau in durchschnittlich 1.100 bis 1.300 m Höhe. Als Grenze im Süden des Landes fungieren der Sambesi-Fluss und der Kariba-See, an dessen Ende die Victoria-Fälle sind.
Fläche: 752.614 km².
Verwaltungsstruktur: 9 Provinzen (Zentral, Copperbelt, Osten, Luapula, Lusaka, Norden, Nord-West, Süden, Westen).
Einwohner
Bevölkerung: ca. 11,6 Millionen.
Städte: Lusaka (Hauptstadt 1.280 m hoch) ca. 1,1 Millionen (Provinz ca. 1,4 Millionen), Ndola ca. 400.000, Kitwe ca. 364.000, Kabwe ca. 177.000, Chingola ca. 147.000, Mufulira ca. 122.000, Luanshya ca. 116.000, Livingstone ca. 97.000.
Sprache
Die Staatssprache Sambias ist Englisch. Außerdem werden auch noch verschiedene Stammesdialekte gesprochen.
Zeitverschiebung
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde
Während der europäischen Sommerzeit besteht kein Zeitunterschied.
Telefon/Post
Post
Luftpost nach Europa benötigt 7-14 Tage.
Faxanschlüsse gibt es im Hauptpostamt in Lusaka.
Telefon
Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Sambia ist 00260, von Sambia nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. In Sambia gibt es Telefonkarten. Mit ihnen führt man Ferngespräche weitaus preiswerter als von Hotels aus.
NOTRUFNUMMERN: Polizei, Unfallrettung und Feuerwehr 999.
Mobilfunk
Telefonieren über einen deutschen Mobilfunkanbieter ist in Sambia praktisch nicht möglich, Roaming funktioniert nur sehr eingeschränkt. Jedoch kann für einen Gegenwert von unter 1 Euro eine SIM-Karte eines lokalen Anbieters erworben werden, so dass nach dem Prepaid-System nach Deutschland telefoniert werden kann bzw. man aus Deutschland angerufen werden kann. Der Versand/Empfang von SMS-/Textnachrichten nach/aus Deutschland ist nur eingeschränkt möglich.
Internet
Länderkürzel: .zm
Internetcafés bestehen in Lusaka und in Livingstone.
Feiertage
1. Januar (Neujahr), 8. März (Internationaler Frauentag), 12. März (Tag der Jugend), Karfreitag, Karsamstag und Ostermontag, 1. Mai (Tag der Arbeit), 25. Mai (Tag der Afrikanischen Einheit), 5. Juli (Heldengedenktag), 5. Juli (Tag der nationalen Einheit), 2. August (Tag der Bauern), 24. Oktober (Unabhängigkeitstag), 25. Oktober (öffentlicher Feiertag), 25. und 26. Dezember (Weihnachten). Fällt ein gesetzlicher Feiertag auf einen Sonntag, dann wird am folgenden Montag nicht gearbeitet.
Die Hauptferienzeiten gehen von Anfang/Mitte Dezember bis Anfang Januar (während dieser Zeit sind auch viele Betriebe geschlossen), und von Anfang August bis Anfang September.
Öffnungszeiten
Büros: Mo bis Fr 8-17 Uhr (Mittagspause 13-14 Uhr);
Geschäfte: meist Mo bis Sa 8.30/9 Uhr bis 18/20 Uhr, So 9-15 Uhr
Die Öffnungszeiten der Banken sind nicht einheitlich geregelt. Häufig haben sie Mo bis Fr 8.30-14.30 Uhr geöffnet. Einige wenige öffnen auch samstags.
Kleidung
Leichte, atmungsaktive Sommerkleidung, die gut waschbar sein sollte, ist das ganze Jahr über ausreichend. Für die kühlere Zeit von Mitte April bis August sowie die Abende sollte man jedoch auch etwas wärmere Kleidung mitnehmen. Ein Regenmantel, gutes Schuhwerk, eine gute Sonnenbrille und ein Sonnenhut sind unbedingt erforderlich.
Bei Überlandfahrten und Ausflügen in die Nationalparks ist zu beachten, dass es morgens und abends meist empfindlich kühl ist; wärmere Pullover sind deshalb angebracht. Lange Hosen und Stiefel sowie eine schützende Kopfbedeckung sind für diese Ausflüge ratsam. In den Safari-Lodges sollte man abends nicht allzu sportliche Kleidung tragen. In den großen Hotels ist für Herren abends formelle Kleidung erwünscht.
Land und Leute
Geschichte/Politik
In Sambia lebten schon vor 50.000 Jahren Menschen. Viele vorgeschichtliche Generationen haben faszinierende Stein- und Höhlenmalereien hinterlassen, Steingravuren und auch Arbeitsgeräte. Im 16. und 18. Jahrhundert gelangten vereinzelte portugiesische Expeditionen in das Sambesital. Der erste Brite, der dieses Land betrat, war 1851 der berühmte Afrikaforscher Dr. David Livingstone. 40 Jahre später nahm die British South Africa Company das Land in Besitz und ab 1911 gehörte es zum Britischen Protektorat Nordrhodesien, das 1924 zur Kronkolonie erklärt wurde. Zu jener Zeit waren schon Bestrebungen der Afrikaner im Gange, selbständig zu werden. 1948 gründete sich der Northern Rhodesian Congress. Diesem Zusammenschluss und seinen Nachfolgern ging es darum, aus Nordrhodesien ein unabhängiges Sambia zu machen. 1962 wurde in Nordrhodesien die erste afrikanische Regierung gebildet. 1964 erhielt das Land die innere Autonomie. Noch im gleichen Jahr wurde die Republik Sambia ausgerufen. Die ersten freien Wahlen fanden 1991 statt; Sambia ist heute eine präsidiale Republik mit einem funktionierenden Merhparteiensystem.
Wirtschaft
Um das Jahr 1900 wurde in Sambia Kupfer entdeckt. 1902 wurde dann mit dem Bergbau begonnen. Noch immer hängt Sambias Wirtschaft vom Kupferexport ab; er bringt 90 Prozent der Gelder ein. Man fördert aber auch Zink- und Bleierze sowie Kohle, Silber und Gold. Bei der Verhüttung des Kupfererzes fällt außerdem Kobalt an. Ferner gibt es Industriebetriebe für Nahrungs- und Genussmittel, Textilien und Chemie sowie eine kleine Fahrzeugindustrie und eine Erdölraffinerie.
Nur 7 Prozent der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt. Es mangelt an Infrastruktur. Es gibt überwiegend kleine Höfe, die Mais und Manjok, Hirse und Reis, Süßkartoffeln, Erdnüsse und Bohnen anbauen. Häufig machen Dürren die Ernte zunichte.
Der Fremdenverkehr spielt wirtschaftlich noch keine große Rolle. Die Victoriafälle sind jedoch ein lohnendes Ziel, auch für Touristen aus den angrenzenden Ländern.
Religion
Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung ist christlichen Glaubens (Katholiken, Protestanten und verschiedene Freikirchen), daneben gibt es Anhänger von Naturreligionen, des Islams und des Hinduismus.
Vegetation
Den naturinteressierten Besucher Sambias beeindrucken vor allem die vielen verschiedenen, oft geradezu majestätisch wirkenden Baumarten des Landes. In Gebieten mit höheren Niederschlägen sind die Wälder sehr dicht und fast urwaldartig. In den Savannen mit ihren scheinbar endlosen Grasflächen ragen immer wieder einzelne riesige Bäume empor, die durch ihre gigantischen skurrilen Formen die Landschaft prägen. Dabei handelt es sich häufig um den "Baobab", den Affenbrotbaum, der mit seiner grotesken Form und beträchtlichen Größe auffällt. Ebenso charakteristisch für das Landschaftsbild sind aber auch die vielen Akazienarten, der Kap-Mahagoni, die sehr schön blühenden Jakarambas, die Tamarisken und der duftende Eukalyptusbaum.
Tierwelt
Der Tier- und Vogelreichtum Sambias - vor allem in einigen der 19 Nationalparks - ist fast unermesslich. Büffel, Elefanten, Nashörner, Giraffen, Zebras, Paviane, Schakale, Geparden und Leoparden tummeln sich dort nach wie vor in freier Wildbahn. Mehr als 600 Vogelarten sind in den Waldgebieten zuhause. Obwohl Sambia nicht am Meer liegt, ist der Reichtum an Fischen und auch an Fischarten erstaunlich groß. Das liegt an den vielen Binnengewässern, zu denen auch sehr große Seen gehören. Vom kleinen Wanderfisch bis zum mächtigen Raubfisch findet man eine eindrucksvolle Artenvielfalt. Natürlich leben an diesen Gewässern auch die unterschiedlichsten Wasservögel.
Von August/September bis Oktober/November ist in Sambia die heißeste Zeit mit Temperaturen bis zu 32 Grad. Dieser Zeitraum ist für Beobachtungen der Tierwelt besonders geeignet, weil sich die Tiere dann am Ende der Trockenzeit an den wenigen verbliebenen Wasserstellen sammeln.
Gebräuche, Kulinarisches
Kulinarische
Kulinarisches
Typisches Sambia-Essen ist schlicht und herzhaft: gutes Fleisch, Gemüse, Reis und Süsskartoffeln. Ausgezeichnet sind die Süsswasserfische, an denen das Land dank seiner vielen Seen und Flüsse reich ist und die zum Teil sehr originell zubereitet werden. Lokale Biere sind Mosi und Rhino.
Sitten und Gebräuche
Traditionelle Zeremonien und Kunsthandwerk sind in Sambia seit Menschengedenken eng verbunden. So werden beispielsweise für den im ganzen Land beliebten Makishi-Tanz immer wieder neue, fantasievolle Masken geschnitzt. In diese sind auf der Rückseite Bänder oder Büschel aus echtem Haar eingearbeitet. Die bedeutendste der vielen Stammes-Zeremonien ist die "Kuomboka" in Barotse-Land am Ufer des Sambesi. Zehntausende von Besuchern kommen regelmäßig zu diesem Ereignis, um das farbenprächtige Treiben mit zu erleben, wenn der Herrscher der Barotse seine Sommerresidenz verlässt, um mit seinem Hofstaat in einem mit 120 Ruderern besetzten zebragestreiften königlichen Boot eine fünfstündige Fahrt zu machen.
Musik und Tanz haben in Sambia hohen Stellenwert, auch die Freude an der Farbe. Dazu gehört, dass sich die Bewohner des Landes - Männer wie Frauen - traditionell und sehr farbenprächtig kleiden, unter anderem auch beim N`Curala-Festival in Mutenguleni in der Nähe von Chipata.
Für die gegenseitige Verständigung ist von Vorteil, dass man sich bei 73 Sprachen und Dialekten, die in Sambia gesprochen werden, auf eine Hauptsprache geeinigt hat: auf Englisch.
Souvenirs
Im ganzen Land wird Kunsthandwerk hergestellt und angeboten, vor allem Holzschnitzereien, Töpferarbeiten und Korbflechtwaren. Auch die geschnitzten Masken gehören dazu, außerdem hölzerne Figuren und Gefäße. Handeln ist üblich. Oft werden auch Edelsteine, Perlenarbeiten und Kupferwaren als Andenken erworben.
Duty Free
Reisegut
Gegenstände, die für den persönlichen Bedarf des Reisenden bestimmt sind, können zollfrei eingeführt werden.
Dazu zählen auch:
1 Fotoapparat,
1 Videokamera,
1 Fernglas,
1 MP3-Player oder 1 Kofferradio,
1 Laptop,
Sport- und Campinggeräte.
Alle Gegenstände sind zu deklarieren.
Zollfrei dürfen über 18 Jahre alte Reisende noch mitführen:
200 Zigaretten oder 450 g Tabak;
1 geöffnete Flasche Spirituosen.
Die vorübergehende Einfuhr wertvoller Gegenstände (Videokamera, Laptop, etc.) liegt im Ermessen des Zollbediensteten und kann von der Erteilung einer zeitweiligen Einfuhrerlaubnis abhängig gemacht werden. In diesem Fall ist die Erlaubnis bei Ausreise zusammen mit den davon erfassten Waren vorzulegen.
Bei Einfuhr von Medikamenten für den Eigengebrauch, die als Betäubungsmittel klassifiziert werden könnten, sollten diese in ihrer Originalverpackung und die ärztliche Verschreibung in englischer Sprache bzw. mit beglaubigter Übersetzung mitgeführt werden.
AUSFUHRBESCHRÄNKUNG: Es darf pro Reisender höchstens ein Stück Elfenbeinschmuck ausgeführt werden.
Klima und Wetter
Klimainformationen
Sambia hat tropisches Klima, das jedoch bedingt durch die Höhenlage des Landes für Europäer gut verträglich ist. Während der Regenzeit von November bis April liegen die Temperaturen zwischen 27 und 38°C. In dieser Zeit wechseln sich am Tage sehr starke Regenschauer mit stellenweise sonnigem Wetter ab. Im Allgemeinen werden drei Jahreszeiten unterschieden:
Die kühle und trockene Zeit von Mai bis August mit Temperaturen zwischen 15 und 27°C. Während der Monate Juni/Juli kann es Morgentemperaturen von 10°C und Nachttemperaturen von 4,5°C geben.
Die heiße und trockene Zeit von September bis Oktober. In dieser liegen die Temperaturen zwischen 24 und 32°C.
In der dritten Jahreszeit, die sich auf den Zeitraum von November bis April erstreckt, ist es heiß und es regnet am häufigsten.
Beste Reisezeit
Am besten bereist man Sambia irgendwann zwischen Mai und Oktober. Von Mai bis August ist die Landschaft grün und die Temperaturen sind etwas kühler. August bis Oktober sind ideal für Tierbeobachtungen. Von November bis April sind wegen des Regens viele Nationalparks geschlossen.
Gesundheit
Vorgeschriebene Impfungen
Keine.
Empfohlene Impfungen
Hepatitis A, Typhus, Gelbfieber.
Informationen zur Malaria
Malaria
Allgemeine sowie medikamentöse Prophylaxe .
Verbreitung
Ein Malariarisiko besteht ganzjährig im gesamten Land. Geringes Übertragungsrisiko in Lagen oberhalb 1.000 m, z.B. Lusaka. Ein erhöhtes Übertragungsrisiko besteht in Gebieten unterhalb 1.000 m (z.B. Luangwa-Tal, Sambesi-Tal) vor allem während der Regenzeit.
Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.
Ärztliche Hilfe
LUSAKA: Corpmed Medical Centre (spricht Englisch und Deutsch), Cairo Road,, Lusaka, Tel. (01) 22 26 12.
Geld und Umtausch
Währung
Währungseinheit
Währungseinheit: Kwacha ( K)
1 Kwacha = 100 Ngwee.
Derzeitiger Kurs:
1 Euro = ca. 7020,85 K
1 US-$ = ca. 5513,89 K
Hinweise
Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)
Devisenbestimmungen/Umtausch
Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt. Die Mitnahme von US-Dollar wird empfohlen. Obwohl der nationale Kwacha frei konvertierbar ist, wird häufig die Zahlung von Hotel-, Flug-, Mietwagenkosten sowie Flughafengebühr in US-Dollar verlangt. Der Euro hat sich als Zahlungsmittel noch nicht durchgesetzt. Auch bei Banken und Wechselstuben wird er noch nicht akzeptiert.
Einfuhr Landeswährung: nicht erlaubt
Deklaration: Ja - bei der Einfuhr von Fremdwährung.
Ausfuhr Fremdwährung: in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der umgetauschten Beträge.
Ausfuhr Landeswährung: bis zu 1.000 Kwacha (lohnt nicht).
Umtausch: Hohe Preissteigerungsrate und Kursverfall. Da Ausländer viele Zahlungen in Devisen vorzunehmen haben, sollte immer nur für den direkten Bedarf umgetauscht werden (2-3 Tage). Alle Devisentransaktionen sind im Deklarationsformular durch die Banken einzutragen.
Internationale Kreditkarten: Ja - Gängige Kreditkarten werden von Hotels, Restaurants, Reiseveranstaltern und größeren Geschäften häufig, aber nicht immer angenommen (bei Hotelbuchung abklären).
Geldautomat: Ja - Vereinzelt ist die Abhebung an Geldautomaten mit Visa- und/oder Master-Kreditkarten möglich.
Reiseschecks: Ja - Reiseschecks sollten in US-Dollar ausgestellt sein. Die Einlösung von Reiseschecks kann in kleineren Orten schwierig sein. Reiseschecks in Brit. Pfund werden ebenfalls akzeptiert, sind jedoch bei Deutschen Banken in der Regel nicht erhältlich.
Wichtige Adressen
Auskunftstellen
Botschaften und Konsulate
In Deutschland
FRANKFURT siehe Bad Camberg
Ärztliche Hilfe
LUSAKA: Corpmed Medical Centre (spricht Englisch und Deutsch), Cairo Road,, Lusaka, Tel. (01) 22 26 12.
Reisetipps
Sehenswertes
Lusaka
Die Hauptstadt Sambias liegt 1.260 m hoch auf einem Plateau. Sie wurde als Verwaltungszentrum geplant und ist seit 1931 die Hauptstadt Sambias. Hier wurde ein guter botanischer Garten angelegt, es gibt auch einen Zoo, das afrikanische Kabwata-Dorf und den Luburma-Markt. In einigen Galerien kann aktuelle sambische Kunst erworben werden.
Livingstone
Zu Ehren des Afrikaforschers Dr. David Livingstone, der 1851 als erster Brite dieses Land betrat, wurde 1904 die Stadt Livingstone gegründet. Sie ist heute das touristische Zentrum Sambias. Im Livingstone-Museum (dem Nationalmuseum des Landes) sieht man viele archäologische Funde, unter anderem den Schädel eines Neanderthalers und afrikanische Karten von 1690. Außerdem gibt es ein Naturkunde-Museum, ein Eisenbahn-Museum mit alten Kostbarkeiten und einen Tierpark. Etwas außerhalb liegt das eigens aufgebaute aber typisch afrikanische Maramba-Dorf. Die Brücke über den Sambesi nahe der Victoria-Fälle wurde 1905 fertiggestellt.
Victoria-Fälle
Die Victoria-Fälle sind eines der größten Naturschauspiele Afrikas. Sie wurden 1855 durch Dr. David Livingstone entdeckt, der ihnen den Namen seiner Königin gab. An der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe stürzen die Wassermassen des bis dahin ruhig heranfließenden Sambesi-Stromes auf einer Breite von 1,7 km mehr als 100 m tief hinab. Von gut befestigten Stegen und Pfaden kann man dieses gigantische Naturereignis beobachten. Weil der aufsteigende Wasserdampf noch in 30 km Entfernung zu sehen ist, nennen die Einheimischen die Fälle "Mosi-oa-Tunya" - "Rauchender Donner".
Diese Fälle sind in eine grüne, urwaldähnliche Landschaft eingebettet, die ihre Unberührtheit seit der Entdeckung im Jahre 1855 nahezu vollständig bewahrt hat. Es gibt Schiffstouren auf dem Sambesi, aber auch Wanderungen auf guten Pfaden durch die umliegenden Wälder. So kann man auch problemlos die Grenze nach Simbabwe überschreiten, um die Victoria-Fälle von der anderen Seite zu betrachten.
Sambesi
Er ist Afrikas mächtigster Fluss, der im Hochland an der Grenze Sambias entspringt, durch Sambia und Zentralafrika fließt, bis er im Indischen Ozean mündet. An seinem Ufer, unterhalb der Victoria-Fälle, erstreckt sich der Untere Sambesi-Nationalpark. Hier leben Elefanten und Nashörner, Büffel und Zebras, Löwen, Leoparden und viele andere Tiere. Die Tierbeobachtung wird oft mit Kanu- oder Angelsafaris verbunden. Es ist nicht selten, hier einen 30 kg schweren "Cheni", einen Tigerfisch, oder sogar einen bis zu 90 kg schweren Katzenfisch an Bord zu ziehen.
Luangwa-Tal
Der Luangwa entspringt im Nordosten von Sambia und mündet in den Sambesi. In seinem Tal liegen zwei Naturparks: Nord- und Süd-Luangwa, die fast ineinander übergehen. Der Park Süd-Luangwa (geöffnet von Mai bis November) bietet Tierfreunden den besonderen Reiz, dass die Camps als Ausgangspunkte für Entdeckungs-Wanderungen gedacht sind. Man braucht dazu allerdings erfahrene Aufseher, die nicht nur den Weg, sondern auch mögliche Gefahren kennen. Man sieht die staksigen Nashornvögel, die majestätischen Fischadler, den karmesinroten Bienenfresser, aber auch ganze Herden größerer Tiere durch das Tal ziehen.
Tanganyika-See
Der Tanganyika-See ist der größte See in Sambia. An zahlreichen Stellen kann man Boote und Ausrüstung mieten. Außerdem gibt es regelmäßig Schiffstouren. Auch einen Golfplatz hat man angelegt. Komfortable Lodges und Chalets liegen direkt am See.
Kafue-Nationalpark
In diesem größten Nationalpark von Sambia (und einem der größten der Welt) stehen eine komfortable Besucher-Lodge und ein halbes Dutzend Safari-Camps. Alle sind perfekt der natürlichen Umgebung angepasst und haben zusätzlich den Komfort von Restaurants und fließend Kalt- und Warmwasser-Swimmingpools. Im Park leben alle Arten von wilden Tieren, die auf dem Flachland leben - Antilopen, Elefanten, Büffel, Leoparden und Löwen- sowie mehr als 600 Vogelarten. Ein großer Teil des Kafue-Parks besteht aus waldigem Gebiet, das sich immer wieder zu weiten Grasflächen hin öffnet. Hier grasen Büffel und Zebras, Gnus und Antilopen. In der Busanga-Ebene, die von März bis Mai überflutet wird, baden Tausende Nilpferde und Millionen von Vögeln.
Reisehinweise
Aktuelles:
In Sambia stehen am 20. September 2011 im ganzen Land Wahlen an (u.a. die Präsidentschaftswahl sowie kommunale Wahlen). Kurz vor und während der Wahlen kann es zu Beeinträchtigungen im öffentlichen Leben kommen (z.B. Unregelmäßigkeiten sowohl im Flugverkehr als auch im Straßenverkehr oder bei der Lebensmittelversorgung).
Obwohl die Situation im Land derzeit normal und ruhig ist, kann es dennoch spontan jederzeit auch zu Kundgebungen kommen. Reisende sollten sich diesen fernhalten.
In Sambia wird vom Aufenthalt in den Grenzgebieten abgeraten: In den Grenzgebieten zu Mosambik und Angola ist die Gefahr hoch, durch Minen verletzt zu werden (es fehlen Markierungen, die darauf aufmerksam machen!). Ebenso besteht diese Gefahr an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Hier kann es zudem noch zu Überfällen kommen.
Kriminalität: In Sambia ist die Anzahl der Raubüberfälle in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Tatorte sind nicht mehr nur entlegene Orte sondern auch Touristenzentren. Bei Fahrten mit dem Auto ist darauf zu achten stets die Türen von innen zu verriegeln. In der Nacht sollte man auf Überlandfahrten verzichten.
Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.
Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen
DROGEN: Drogenbesitz ist in Sambia strafbar und wird mit Haftstrafen geahndet.
RAUCHEN: Das Rauchen in der Öffentlichkeit ist verboten.
FOTOGRAFIEREN: Öffentliche oder militärische Gebäude oder Personen zu fotografieren ist verboten. Im Zweifelsfall ist es besser um Erlaubnis zu fragen.
TRINKWASSER: Am besten verwenden Reisende zum Zähneputzen Mineralwasser. Das Leitungswasser sollte vor dem Gebrauch gut abgekocht werden.
SEXUALITÄT: Der Besitz von pornografischem Material und Prostitution stehen unter Strafe.
SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre EC-Karten, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-ev.de zu finden.
Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.






