Venezuela

Länderinfos

Einreise und Fakten

Einreise für Deutsche

Als Touristen und Besucher visumfrei für 90 Tage mit Touristenkarte (Fluggesellschaft). Notwendig sind: 6 Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültiger Reisepass, Rück- oder Weiterreisetickets sowie ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt.

Landesdaten

Lage

Die Bolivarianische Republik Venezuela liegt im Nordosten Südamerikas zwischen dem ersten und zwölften Grad nördlicher Breite und dem 60. und 73. Grad westlicher Länge. Sie grenzt im Norden an das Karibische Meer (Küstenlänge etwa 3.200 km), im Osten an Guyana und den Atlantischen Ozean, im Süden an Brasilien, im Westen und Südwesten an Kolumbien.

Fläche: 912.050 km².

Verwaltungsstruktur: 23 Bundesstaaaten, 1 Hauptstadtdistrikt (Caracas), Bundesgebiete (zumeist Inseln).

Einwohner

Bevölkerung: Ca. 26,57 Millionen

Städte: Caracas (Hauptstadt, 912 m ü. M.) ca. 1,8 Millionen, Maracaibo ca. 1,6 Millionen, Valencia ca. 1,2 Millionen, Barquisimeto ca. 811.000, Maracay ca. 394.000, Cumana ca. 263.000, San Cristóbal ca. 234.000.

Sprache

Die Amtssprache in Venezuela ist Spanisch. Indianische Sprachen dienen regional als Umgangssprache. Englisch, Französisch, Deutsch und Portugiesisch werden teilweise gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -5.30 Stunden

Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied -6.30 Stunden.

Telefon/Post

Post

Luftpost nach Europa ist bis zu einer Woche unterwegs.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Venezuela ist 0058, die Vorwahl von Venezuela nach Deutschland 0049, Nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Telefonkarten gibt es bei den Geschäftsstellen der C.A.N.T.V., auch an den Flughäfen und in einigen Hotels. Die nötigen Telefonzellen stehen ebenfalls bei den Niederlassungen der C.A.N.T.V., aber auch an vielen öffentlichen Plätzen. Ferngespräche von dort sind erheblich preiswerter als von Hotels. In größeren Hotels gibt es Faxgeräte.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 17, Unfallrettung 15, Feuerwehr 18.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Venezuela von E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .ve

Feiertage

1. Januar (Neujahr), 13. und 16. Februar (Karneval), Gründonnerstag, Karfreitag, Ostermontag, 19. April (Revolutionstag), 1. Mai (Tag der Arbeit), 24. Juni (Tag der Schlacht bei Carabobo), 5. Juli (Unabhängigkeitstag), 24. Juli (Geburtstag des Simón Bolivar), 12. Oktober (Ibero-Amerika-Tag), 1. November (Allerheiligen), 25. Dezember (Weihnachten).

Die Banken (meist auch die Versicherungen) sind auch geschlossen an den christlichen Feiertagen Heilige Drei Könige (6. Januar), Christi Himmelfahrt, Fronleichnam, Peter und Paul (29. Juni), Mariä Himmelfahrt (15. August), Allerheiligen (1. November), Unbefleckte Empfängnis (8. Dezember).

Fällt der Feiertag auf einen Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag, wird der darauffolgende Montag zum Feiertag erklärt. Die Karnevalstage sowie die Osterwoche sind für Geschäftsbesuche nicht geeignet. Hauptferienzeit in Venezuela sind die Monate Juli bis September.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 9-16 Uhr Uhr;

Büros: Mo bis Fr 8-17 Uhr, Mittagspause meist von 12-13 Uhr;

Behörden: i.d.R. Mo bis Fr 8-17 Uhr, Mittagspause meist von 12-13 Uhr;

Post: Mo bis Fr 8-18 Uhr (2 bis 3 Stunden Mittagspause);

Geschäfte: i.d.R. Mo bis Sa 9-13, 15-19 Uhr; Supermärkte haben meist durchgehend von 8-19 Uhr einschließlich Sonn- und Feiertage geöffnet. Einige Lebensmittelgeschäfte schließen erst gegen 21 Uhr und haben ebenfalls ganzwöchentlich geöffnet.

Kleidung

In der heißen Zone, im Tiefland von Maracaibo und in den Llanos ist Tropenkleidung erforderlich. In der gemäßigten Zone (Caracas) bietet es sich an, europäische Sommerkleidung zu tragen. Für die manchmal recht kühlen Abende sind leichte Wollsachen oder eine leichte Jacke erforderlich. Für einen Aufenthalt im Bergland sollte man auf jeden Fall auch wärmere Kleidung einpacken. Eine gute Sonnenbrille sowie Regenschutz sind immer notwendig.

Land und Leute

Geschichte/Politik

Das Gebiet des heutigen Venezuelas entdeckte Kolumbus 1498. Ein Jahr später landeten Alonso de Ojeda und Amerigo Vespucci, die das Land "Venezuela" - "Klein Venedig" nannten, da die dort lebenden Indianer in Pfahlbauten lebten. 1577 kam das Land unter spanische Verwaltung, 1777 wurde es zum spanischen "Generalkapitanat". 1811 erklärte sich Venezuela als unabhängig, doch erst 1821 brachte ein Bürgerkrieg die Entscheidung gegen die Spanier. Das Land wurde nun ein Teil der Republik Großkolumbien, die allerdings 1830 zerfiel.

Die sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich sehr unterschiedlichen Stände in Venezuela kamen lange nicht zur Einigung und das Land wurde oft sehr diktatorisch regiert. Erst 1964 begann Venezuela, ein stabiles demokratisches Land zu werden.

Wirtschaft

Der größte Schatz des Landes ist das Erdöl, das an einigen Stellen gefördert wird. Auch das Vorkommen an Erdgas wird genutzt. Zudem ist Venezuela nach Brasilien das zweitgrößte Förderland von Eisenerz in Südamerika. Ferner birgt der Boden größere Vorkommen an Steinkohle und Meersalz, Bauxit und Kupfer, Blei und Zink, Asbest und Phosphate, ja sogar Gold und Diamanten.

Der dominierende Industriezweig beschäftigt sich mit dem im Lande geförderten Erdöl: Ein Teil des geförderten Öls wird im Land verarbeitet. Außerdem gibt es eine Nahrungsmittel-, Getränke- und Textilindustrie. Dazu kommt die Erzeugung von Eisen, Stahl und Aluminium. Es gibt Maschinen- und Fahrzeugbau sowie elektrotechnische und chemische Industrie.

Die Landwirtschaft beschäftigt 15 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung. Man baut für den Export Kaffee, Kakao und Zuckerrohr an. Mais, Reis, Kartoffeln und Gemüse, aber auch Tabak und Baumwolle wächst für den Inlandsbedarf. In den weiträumigen "Llanos", dem Flachland, wird oft Vieh gezüchtet, die Fischereiwirtschaft wurde ausgebaut. Dennoch müssen viele Nahrungsmittel importiert werden.

Tourismus spielt zunehmend eine Rolle bei den wirtschaftlichen Überlegungen. Experten meinen, dass Venezuela auf diesem Gebiet von allen Ländern Südamerikas das größte Entwicklungspotential hat. Damit hängt es zusammen, dass Venezuela heute das einzige Land im karibischen Raum ist, das seinen Studentinnen und Studenten eine vollständige Fachausbildung für die Tourismusbranche anbietet.

Vegetation

Geografisch teilt man Venezuela in vier Hauptregionen ein:Die Karibische Küste, die Anden, den Orinoco und das Flachland, die "Llanos". Entsprechend unterschiedlich ist die Vegetation.

Im Bundesstaat Bolivar und seiner Umgebung stehen üppige Urwälder, im Land der "Tepuis" (Tafelberge) von feuchtem Tropenwald dicht bedeckte Hügel. Auch im sumpfigen Orinoco-Delta gedeiht üppiger Regenwald.

An den stark beregneten unteren Kordillerenhängen wächst immergrüner tropischer Regenwald. In den gemäßigten Höhenregionen geht er in Bergwald über. Weiter oben findet man Nebelwald und schließlich Hochweiden.

Die inneren "Llanos" sind Steppenlandschaften, die vor allem mit Palmen bewachsen und mit Weidengras bedeckt sind. An den Rändern der Llanos haben sich Trockenwälder angesiedelt.

Tierwelt

In den Wäldern leben der Jaguar und der Puma aber auch Affen und Ozelots, Ameisenbären, Gürtel- und Faultiere, Tapire und Wasserschweine. Man hat 1.300 Vogelarten gezählt. Dazu kommen tausende von Schmetterlings- und Spinnenarten sowie eine enorme Vielfalt verschiedener Fische. Besonders interessant ist die Wasser-Fauna in den zahlreichen Seen und Lagunen der "Llanos", der Überschwemmungs-Savannen im Inneren des Landes. Da leben Raubfische aus der Familie der Piranhas wie der "Caribe" oder der "Payaras", auch der Zitteraal, der mit seinen elektrischen Entladungen sogar einen Stier lähmen kann. Ebenfalls typisch für die Tierwelt der Llanos sind der Ameisenbär, das Chigüire (das größte Nagetier der Welt), aber auch Wildschweine. Zu den prächtigsten und auffälligsten Vögeln im Gebiet der Llanos gehören der "Chenchera" (ein Vogel mit Reptilienmerkmalen) oder der feuerrote Ibis "Corocoro". Viele dieser Vögel, die früher wegen ihres begehrten Gefieders von der Ausrottung bedroht waren, stehen heute unter Artenschutz.

Zur Vogelwelt gehören Kolibris, Papageien, Tyrannen und Schnurrvögel. Wenn die Llanos überschwemmt sind, sieht man dort Reiher, Löffler und Enten. Auch Taimane, Schildkröten und Riesenschlangen kann man finden.

Gebräuche, Kulinarisches

Kulinarische

Kulinarisches

Man kann in Venezuela sehr gut essen, aber auch sehr deftig - am einfachsten (und preiswertesten) an den Imbiss-Ständen an der Straße oder auf Märkten. Die "Areperas" sind kleine Gaststätten, in denen man die "Arepas" bekommt: Fladen, gefüllt mit Fleisch, Käse, Fisch oder Gemüse. Die Grundzüge des Speiseplans sind spanisch, arabische Einflüsse kamen dazu, abgerundet durch einheimische Gemüse und Früchte. Nationalgericht ist der "Pabellón", der aus gekochtem und zerpflücktem Rindfleisch, schwarzen Bohnen, Reis und gebratenen Kochbananen besteht. Dazu gibt es die "Arepas", in diesem Fall nur als Mehlfladen, oder "Casabe" (Fladen aus Maniok). Sehr aufwendig sind die "Hallacas", die aus feingeschnittenem Fleisch von verschiedenen Tieren bestehen, aus Zwiebeln, Kapern, süßem Paprika und vielen unterschiedlichen Gewürzen. Das ganze kommt in einen Teig aus Maismehl und wird dann gekocht.

Vor allem in den Strandgebieten bekommt man gebratenen Fisch, Meeresfrüchte, aber auch Austern auf den Tisch.

Man trinkt Rum, den man pur auf Eis nimmt. Auch Bier wird viel getrunken, außerdem in besseren Restaurants auch Wein. Der wohl beste Wein Venezuelas kommt aus der Gegend, wo die Anden in die Steppenlandschaft übergehen, aus der Gegend der Stadt Barquisimeto. Und man trinkt natürlich auch Fruchtsäfte - sowie, aus alter Tradition, Kaffee, den es zu jeder Gelegenheit gibt.

Sitten und Gebräuche

San Cristóbal, eine ganz moderne Stadt, die sich hauptsächlich auf Viehzucht und Ackerbau stützt, ist wegen der regelmäßig hier stattfindenden Viehmessen bekannt. Die Messen werden von Stierkämpfen und anderen Festlichkeiten begleitet, von denen die meisten bis zum Morgengrauen dauern. In Lara, dem Bundesstaat am Übergang der Anden in die Steppenlandschaft, wird alljährlich Mitte Januar die Einführungsprozession der "Heiligen Hirtin" gefeiert - ein sehr farbenfrohes Ereignis, zu dem viele Besucher aus allen Teilen Venezuelas kommen.

Souvenirs

Boconó in den Anden ist ein bedeutendes Zentrum für das Kunsthandwerk, das in dieser Gegend besonders gepflegt wird. In einem anderen Teil der Anden, schon eher im Steppengebiet, liegt die Stadt Barquisimeto. Hier versteht man sich sehr auf das Kunsthandwerk: auf die Herstellung von Keramik, vor allem aber auf die Arbeit mit Holz und sogar mit Edelsteinen. Auch auf der Insel Margarita gibt es geschickte Kunsthandwerker, die Matten und Körbe flechten, Geschirr formen und sogar Schuhe anfertigen.

Wichtig: Keine Andenken kaufen, die tierische Bestandteile (Federn, Schnäbel, Klauen, Fell) enthalten! Nicht nur, dass durch Souvenirs dieser Art der Fortbestand mancher Tiere gefährdet wird. Es ist auch gesetzlich verboten, solche Andenken herzustellen oder sie zu besitzen.

Duty Free

Reisegut

Gegenstände, die für den persönlichen Bedarf des Reisenden bestimmt sind, können (unter der Maßgabe der Wiederausfuhr) zollfrei eingeführt werden.

Dazu zählen auch:

1 Fotoapparat mit Filmen,

1 Schmalfilmkamera mit Filmen oder 1 Videokamera mit Leerkassetten,

1 Tonbandgerät,

1 Kofferradio,

1 Laptop oder 1 Reiseschreibmaschine,

1 Fernglas,

Sportgeräte usw.

Zollfrei sind außerdem:

200 Zigaretten oder 25 Zigarren oder 250 g Tabak;

2 Liter alkoholische Getränke;

eine angemessene Menge Parfüm und Eau de Toilette.

Geschenke bis zum Gesamtwert von 1.000 US-$. Für Geschenke im Gesamtwert zwischen 1.000 und 2.000 US-$ ist eine Steuer von 10 Prozent zu entrichten. Beträgt der Gesamtwert mehr als 2.000 US-$, so wird eine vom Gesamtwert abhängige Steuer erhoben.

Klima und Wetter

Klimainformationen

Venezuela liegt in der inneren Tropenzone nördlich des Äquators. Temperatur und Luftfeuchtigkeit hängen entscheidend von der jeweiligen Höhenlage ab, auf der man sich befindet. Man unterscheidet die heiße Zone (tierra caliente 0-600 m), die gemäßigte Zone (tierra templada 600-2.000 m) und die kalte Zone (tierra fria über 2.000 m).

Die heiße Zone im nördlichen Küstenstreifen und den Flussniederungen des Orinoco hat eine mittlere Monatstemperatur von 25-29°C. Der heißeste Monat ist in diesem Landesteil der August, in dem üblicherweise Temperaturen von über 36°C gemessen werden. Der kälteste Monat des Jahres ist der Januar. Selbst in ihm, jedoch, sind die Temperaturen mit 26°C noch recht hoch. Die Luftfeuchtigkeit ist mit 90 Prozent das ganze Jahr über hoch. Die Regenzeit erstreckt sich auf den Zeitraum von Mai bis Oktober/November und die Trockenzeit auf den Zeitraum von Dezember bis April.

Die gemäßigte Zone im Bergland (z.B. in Caracas oder Mérida) erreicht im Juli und August Mitteltemperaturen von 23-25°C und im Januar etwa 15 bis 19°C. Auch hier ist das Klima mit 60 bis 80 Prozent Luftfeuchtigkeit feucht, aber dennoch für Europäer erträglich.

Die kalte Zone im nördlichen Gebirgsland und in den Kordilleren von Mérida verzeichnet Mitteltemperaturen von 10-14°C. Die Frostgrenze ist bei etwa 2.500 m. Typisch für diese Region sind häufige Regenfälle.

Beste Reisezeit

Von August bis Oktober ist die beste Reisezeit in Venezuela.

Gesundheit

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, Gelbfieber, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Risiko nur regional, dort allgemeine .

Medikament (Stand-by-Therapie) zur Behandlung von Malaria mitführen.

Verbreitung

In Stadtgebieten (z.B. Caracas, Barcelona, Puerto la Cruz, Ciudad Bolivar) sowie in der Küstenregion, einschließlich der vorgelagerten Inseln, z.B. Isla Margarita, besteht kein Übertragungsrisiko.

Ein Malariarisiko besteht ganzjährig in ländlichen Gebieten unterhalb 1.000 m, vor allem in den Grenzgebieten zu Brasilien, Guyana und Kolumbien.

Erhöhtes Risiko derzeit in den Provinzen Bolivar und Sucre.

Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

Ärztliche Hilfe

CARACAS: Multicentro Empresarial des Este, Dr. Gisela Kolbe (spricht Deutsch), Torre Miranda, "A", Piso 7, Ofic. 71A, ,, Caracas, Tel. (0212) 22 65 44 60; Zahnarzt, Dr. Klaus Bier (spricht Deutsch), Quinta Miramonte, Av. Blandin Plaza La Castellana,, Caracas, Tel. (0212) 32 61 95, 31 09 17.

Geld und Umtausch

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Bolívar Fuerte (Bs.F.)

1 Bolívar Fuerte = 100 Céntimos.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 6,23 Bs.F.

1 US-$ = ca. 4,90 Bs.F.

Hinweise

Neben dem reglementierten Erwerb von Devisen über den offiziellen Markt im Rahmen eines Bewilligungsverfahrens gibt es einen Parallelmarkt (SITME1). Diejenigen, die im offiziellen Markt keine Berücksichtigung finden, können sich dort über den begrenzten Erwerb von staatlichen Dollaranleihen und deren Verkauf im Ausland Devisen beschaffen.

Berichten zufolgen soll es in letzter Zeit häufiger vorkommen, dass auf dem Flughafen Maiquetia ankommenden Reisenden Geldwechsel zu Schwarzmarktpreisen angeboten wird. Bei der offerierten Landeswährung soll es sich zumindest teilweise um Falschgeld handeln. Geld sollte also nur bei offiziellen Wechselstellen getauscht werden.

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Umtausch: ist in der Regel in Banken und Wechselstuben bzw. einigen internationalen Hotels möglich. Der Umtausch erfolgt zum staatlich festgelegten festen Kurs zum US-Dollar. Der Tausch von ausländischer Währung auf einem Parallelmarkt ist gesetzlich verboten. Wegen der relativ schlechten Umtauschmöglichkeiten empfiehlt sich die Mitnahme von US-$ in bar.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, Geschäften und internationalen Autovermietern akzeptiert. Das Abheben von Geld mit Kreditkarten kann nicht garantiert werden. Grundsätzlich sollte man bei der Benutzung von Kreditkarten vorsichtig sein, da es immer wieder zu betrügerischen Abbuchungen kommt.

Geldautomat: Nein - Das Abheben von Geld mit EC-Maestro-Karten kann nicht garantiert werden.

Reiseschecks: Ja - in US-$ (Vorlage des Reisepasses, der Touristenkarte/des Visums, häufig Original-Quittung) empfohlen.

Rücktausch: Bei Tausch/Rücktausch größerer Summen wird häufig der Originalbeleg für den Kauf/ursprünglichen Tausch verlangt. Wegen der staatlichen Devisenbewirtschaftung in Venezuela kann venezolanische Währung jedoch nicht frei in ausländische Währung um- bzw. zurückgetauscht werden.

Wichtige Adressen

Auskunftstellen

Botschaften und Konsulate

In Deutschland

FREIBURG siehe Endingen

Ärztliche Hilfe

CARACAS: Multicentro Empresarial des Este, Dr. Gisela Kolbe (spricht Deutsch), Torre Miranda, "A", Piso 7, Ofic. 71A, ,, Caracas, Tel. (0212) 266 32 56; Zahnarzt, Dr. Klaus Bier (spricht Deutsch), Quinta Miramonte, Av. Blandin Plaza La Castellana,, Caracas, Tel. (0212) 32 61 95, 31 09 17; Centro Cardiologico Porlamar, Dr. Martin Garleano, Porlamar - Isla Margharita, Tel. 295-263 62 63.

Reisetipps

Sehenswertes

Caracas

Die Hauptstadt ist eine kosmopolitische Metropole, eine moderne, temperamentvolle Millionenstadt. Ein besonders imposanter Bau ist das "Teatro Teresa Carreno" - nicht nur ein Theater, sondern ein Kunstkomplex mit dem Museum für zeitgenössische Kunst und dem Kindermuseum, mit der nationalen Kunstgalerie und dem Athenäum. Besuchenswert ist auch der botanische Garten, der exotische Pflanzenarten und Bäume aus allen Regionen des Landes präsentiert.

Paraguaná

Diese Halbinsel im Karibischen Meer schlägt, was die Zahl der Strände betrifft, alle Rekorde. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn diese Halbinsel ist eine Wüstenlandschaft - mit endlosen Mengen von Sand.

Isla Margarita

Im Nordosten Venezuelas hat sich ein Dreieck herausgebildet, das von den Küstenstädten Cumaná und Puerto La Cruz sowie der Isla Margarita markiert wird. Es ist die touristisch am stärksten entwickelte Region des Landes. In deren Zentrum liegt der Nationalpark Mochima mit vielen kleinen malerischen Buchten. Die Isla Margarita ist Venezuelas größte Insel und die seit langem bekannteste Urlaubsgegend des Landes. Dort gibt es viele beliebte Strände - besonders der langgezogene "Playa El Agua". In dem Teil der Isla Margarita, der "Macanao" genannt wird, findet man einige kleinere Schiffswerften, bei denen man zusehen kann, wie nach alten Regeln die "Peneros" gebaut werden, die venezolanischen Fischerboote.

Zone von Guayana

Der Bundesstaat Bolivar sowie die Bundesgebiete Delta Amacuro und Territorio Federal Amazonas bilden die "Zone von Guayana", zu der die üppigsten Landschaften, die gewaltigsten Flüsse und unendliche Urwälder gehören.

Uribante-Caparo

Im Anden-Staat Táchira, nahe von San Cristóbal, liegt der Stausee Uribante-Caparo. Er wird durch moderne Wasserkraftwerke angezapft. Ein Besuch lohnt sich - einerseits wegen der modernen Energietechnik, andererseits wegen der sehr eindrucksvollen Landschaft, die den Stausee umgibt.

Canaima

Das System der venezolanischen Nationalparks umfasst 43 einzelne Gebiete, die nahezu 14 Prozent der Gesamtfläche des Landes ausmachen. Der Nationalpark Canaima ist mit 30.000 km² (etwa der Fläche von Belgien) der zweitgrößte in Venezuela. Er umfaßt ein weites Dschungelgebiet in der östlichen Orinoco-Region. Doch seine größte Attraktion ist der "Salto Angel": mit 1.005 m Höhe, der der höchste Wasserfall der Welt.

Archipel Los Roques

Der Archipel liegt 115 km vor der Küste von Caracas und ist ein Nationalpark mit Stränden aus weißem Korallensand. Diese Koralleninseln bieten sehr gute Tauch- und Sportfischereimöglichkeiten. Der Nationalpark wurde 1972 gegründet, weil man befürchtete, dass die Fischerei der Insel den Reichtum des Meeres rings um die Inselgruppe zu sehr in Mitleidenschaft ziehen würde. 1990 wurde dann sogar ein Ordnungs-Flächennutzungsplan für den Archipel verabschiedet. Unter anderem sollten durch ihn die vielen wildlebenden Tiere der großen Mangrovennsümpfe, der Riffgebiete und der Seegraswiesen, die auf die Anwesenheit von Menschen empfindlich reagieren, geschützt werden.

Morrocoy

Morrocoy liegt westlich von Caracas und ist ein Nationalpark, in dem man ein Labyrinth von kleinen Koralleninseln und Mangrovenwäldern findet. Dazwischen finden sich immer wieder sehr schöne Badestrände. Es ist eines der größten Vogelschutzgebiete der Welt.

Reisehinweise

Die Kriminalitätsrate in Venezuela ist sehr hoch. Besonders zugenommen haben gewalttätige Überfälle mit Waffen und Entführungen, um Geldzahlungen zu erpressen. Ebenso hoch ist die Straßenkriminalität in venezolanischen Großstädten.

Entlang der Grenze zu Kolumbien besteht eine erhöhte Gefahr von Entführungen und anderen Gewaltverbrechen.

Deshalb sollte diese Grenzregion nicht bereist werden, ebenso sollte eine Ausreise nach Kolumbien auf dem Landweg möglichst vermieden werden. Hier kommt es auch häufig zu Grenzschließungen und damit verbundenen langen Wartezeiten.

Ein großes Problem bei Reisen in Venezuela stellt der Umgang der Polizei und des venezolanischen Militärs mit Reisenden dar. Reisende werden bei Straßenkontrollen und sogar am Flughafen von diesen beraubt oder zu Geldzahlungen gezwungen. Bei Kontrollen sollte möglichst nur eine Kopie des Reisepasses ausgehändigt werden.

Auch auf der bei Touristen beliebten Insel Margarita besteht die große Gefahr bewaffneter Raubüberfälle, auch in Hotelanlagen und bei begleiteten und organisierten Gruppenausflügen. Dasselbe gilt auch für das Zentrum von Porlamar und die Küstenorte Playa El Agua und El Yaque.

Der problematische Umgang der venezolanischen Behörden mit Reisenden zeigt sich vor allem in zeitaufwändigen Kontrollen an den venezolanischen Flughäfen, die weit über das allgemein an internationalen Flughäfen übliche Maß hinaus gehen und in deren Zusammenhang zahlreiche Gepäckbeschädigungen, z.B. Durchstechen von Koffern und deren Inhalt, vorkommen. Diese schikaneartigen Kontrollen geschehen angeblich zur Bekämpfung des internationalen Drogenhandels. Wertvolle Gegenstände sollten deshalb möglichst im Handgepäck unter ständiger Aufsicht behalten werden.

Darüber hinaus werden regelmäßig Röntgenkontrollen ohne die Einhaltung internationaler medizinischer Standards in Krankenhäusern der Flughafenumgebung durchgeführt, der Transport dorthin und zurück erfolgt durch das venezolanische Militär, das in der Regel nur spanisch spricht. Dieses Vorgehen soll ebenfalls dem Aufspüren von Drogen dienen.

Das Auswärtige Amt warnt außerdem dringend vor Fahrten in der Dunkelheit, Camping sowie vor Reisen per Anhalter. Die Strecke auf der Autobahn zwischen dem Flughafen und Caracas sollte bei Dunkelheit auf keinen Fall benutzt werden.

Sollte es trotz aller Vorsicht zu einem Überfall mit Waffengewalt kommen, sollte auf keinen Fall Widerstand geleistet werden.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation in Venezuela sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

FOTOGRAFIEREN/FILMEN: Das Fotografieren militärischer Anlagen ist verboten.

DROGEN: Bei Verstößen gegen das Rauschgiftgesetz muss ist mit Gefängnisstrafen von 8 bis zu 20 Jahren zu rechnen. Päckchen von Fremden sollten auf keinen Fall angenommen werden.

Hinweis zur HURRIKAN-SAISON: In den Bundesstaaten im Süden der USA in, Mexiko sowie in der Karibik ist jeweils in der Zeit von Juni bis November mit Hurrikans zu rechnen. Kennzeichen dieser tropischen Wirbelstürme sind u.a. Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke, starke Regenfälle und unter Umständen auch Erdrutsche. Infomationen dazu gibt es bei den örtlichen Wettervorhersagen oder im Internet, beispielsweise unter www.nhc.noaa.gov und www.wunderground.com/tropical. Den Anordnungen der Sicherheitsbehörden ist Folge zu leisten.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre EC-Karten, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-ev.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

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