Auf einen Blick

Alter: 18 - 30; bzw. egal Jahre
Sprache: Englischgrundkenntnisse
Aufenthaltsdauer: 1 - 12 Monate
Programmstart: Mehrmals wöchentlich
Visum: Working-Holiday-Visum

Unterkunft: Inkl. 3 Übernachtungen im Hostel

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Erfahrungsbericht Work & Travel Australien

Wahrscheinlich brauchen wir Dir nicht zu erzählen, was für ein spannendes Abenteuer ein Working Holiday in Australien sein kann. Wer fühlt sich nicht magisch angezogen von diesem phantastischen Kontinent mit seinen roten Wüsten, weißen Stränden und tropischen Regenwäldern? Wer möchte nicht mit Delfinen tauchen oder umgeben von Kängurus ausreiten, im Outback zelten oder im Sommer Ski fahren?

Markus-Cornelius Leiste

  • Alter: 21
  • Reiseziel: Australien
  • Heimatort: Halberstadt
Dein schönstes Erlebnis?

Die 3tägige Tour zum Uluru, Katatjuta und zum Kings Canyon. Wir schliefen unter freiem Himmel, mitten in der Wildnis, und Abendbrot gab es direkt am Lagerfeuer.

Mein Reisebericht:

Das Abenteuer startete schon am Flughafen in Frankfurt am Main. Was soll man seinen Verwandten sagen bevor man ins Ungewisse startet? Spätestens vor der Sicherheitskontrolle fing dann auch meine Mutter an zu weinen. Ich wollte schon bis später sagen aber ich hab es mir dann doch verkniffen. Komisch war nur das ich überhaupt nicht aufgeregt war. Kann ich jetzt auch nicht mehr nachvollziehen. Die Nervosität kam dann als die riesige Tür des Flugzeuges geschlossen wurde und die Turbinen aufheulten. Nach gut einer Minute waren wir dann auch schon in der Luft und man konnte sich noch einmal von oben, von der Heimat verabschieden. Nach 12 Stunden mussten wir dann allesamt umsteigen und einmal durch den Flughafen von Singapur wandern. Noch mal 12 Stunden und wir kamen, im nicht so einladenden Sydney, an. Nach der Passkontrolle waren dann auch die letzten Zweifel beseitigt ob das Visum akzeptiert wurde oder nicht. Recht zügig waren wir dann in unserer Bleibe.

Am Folgetag begab sich die ganze Truppe zum Oxford Square, um an dem Einführungskurs teilzunehmen. Allerhand Interessantes wurde dort vermittelt und gut die Hälfte ist auch hängen geblieben. Dann noch die tfn beantragen, das Handy, samt neuer Sim-Karte, in Betrieb nehmen und ein Konto eröffnen. Danach konnte das Abenteuer losgehen! In Sydney kann man allerhand entdecken. Es wird nicht langweilig und jeder kann etwas finden was ihm gefällt. Es würde an der Stelle keinen Sinn machen, groß zu erklären was mir am besten gefallen hat. Es ist eben Sightseeing. Da eine Harbour Bridge, daneben ein Opernhaus... . Es ist alles sehr beeindruckend machen aber für mich nicht den Reiz von Australien aus. Darum habe ich mir auch schnellstmöglich einen Job gesucht. Im 400 km entfernten Dubbo(NSW) wurden orange-picker gesucht. Also nichts wie hin!

Dort angekommen bekam man endlich das Outback zu Gesicht. Es ist heiß und sehr trocken. Es sind ganze Landstriche unbebaut oder gar tot. Beim orange-picking mussten wir "bin’s" füllen. Ein bin = eine halbe Tonne Orangen. Oder auch 25AU$ = Betrug. Das ging natürlich nicht, da die Orangen so groß waren wie Mandarinen und die Bäume schon fast alles abgeworfen hatten. Eine Woche machten wir das mit aber dann packte es uns und der Greyhound brachte uns zurück in die Zivilisation. Nach Brisbane(GLD). Dort verbrachten wir eine Woche uns fanden einen Job in Home Hill mit angeblich besserer Bezahlung. Wir fuhren daher 21 Stunden, wieder mit dem Greyhound, immer Richtung Norden. Hier war das Klima anders. Es war noch ein bisschen wärmer aber auch viel feuchter. Schwül war da kein Ausdruck. Die Arbeit gestaltete sich als zehrend. Wir pflückten Mangos und das brachte Gefahren mit sich. Nicht nur die zahlreichen Insekten und Tiere die sich dort wohl fühlten, sondern viel mehr die Säure die aus den Mangos kommt wenn man sie vom Baum reißt. Wenn die Säure nicht unverzüglich entfernt wurde, drohten Verbrennungen und eine Mangoallergie. Das machte die Arbeit unmöglich. ich bekam zum Glück keine Allergie und mit den 18,50AU$ pro Stunde vor Augen verkraftete ich auch meine Verbrennungen. Und natürlich meine Füße die wie Feuer brannten, da sie völlig durchnässt waren, dann scheuerten und wenn dann die Fruchtsäure in die Wunde kommt. Autsch... . danach wurde man vorsichtiger und es wurde immer erträglicher. Es hat dann irgendwann richtig Spass gemacht.

Nach einem Monat ging es mit neuer Begleitung, aus dem Süden Deutschlands, weiter nach Cairns. Wir wollten Sylvester nicht am Ar*** der Welt feiern. Was dort nicht fehlen darf ist Skydiving am mission Beach, eine Tour durch den Regenwald und natürlich Schnorcheln im Great Barrier Reef. Als das alles abgearbeitet war konnten wir mit neuen Vorsätzen ins neue Jahr starten und der Erste war es mit dem Flugzeug nach Darwin zu kommen. Das sind wir auch unbeschadet und nutzten den Ortsvorteil um den Kakadu- und Litchfield Nationalpark anzugucken. Um genau zu sein 3 Tage mit 2 Übernachtungen im Zelt. Die Nächte waren in der tat sehr feucht. Ja genau! Es regnete ununterbrochen. Daher konnten wir am nächsten Tag auch nicht überall hin weil die Strasse einen Meter überflutet war. Im Ganzen war es aber eine schöne Tur. Wieder viele interessante Tiere und Pflanzen gesehen und um viele unbezahlbare Eindrücke reicher.

Von Darwin aus ging es mit dem berühmten Zum "Ghan" runter nach Alice Springs. Gut 24 Stunden Fahrt und kaum Schlaf später waren wir in Alice Springs um natürlich auch den weltberühmten Uluru zu sehen. Am nächsten Tag holte uns ein junger dynamischer Tourleiter ab um uns ein Abenteuer zu bieten. Es folgte eine stundenlange Fahrt durchs Nichts um zum Kings Canyon zu kommen. Endlich! Wir waren da. Nach allerhand rumgekracksel und dem genießen der Aussicht rief der Guide zum antreten. Wir hatten noch ein wenig Weg den wir hinter uns lassen mussten um zu unserem Nachtlager zu kommen. Mitten im Nichts hielt der Kleinbus und die Tür ging auf. Pinkelpause? Nein. Auf dem großen braunen und abgetrammpelten Fleck konnten wir unsere Schlafsäcke nach Belieben ausrichten und uns schlafen legen. Zunächst einer Zumutung nahe, jedoch fanden wir uns mit den beruhigenden Worten des Tourleiters ab und vertrauten darauf das es dort keine wilden Tiere gäbe. Höchstens Kühe da es sich um eine Rinderfarm, so groß wie Holland, handele. Noch ein Abendessen am Lagerfeuer um danach befriedigt unter den Sternen einzuschlafen. Ein neuer Tag. Heute stand Katatjuta auf dem Plan. Die gleiche Enstehunggeschichte wie der Uluru jedoch in anderer Form. Ich fand es jedoch beeindruckender und schöner als den Uluru aber das ist Geschmackssache. Am gleichen Tag kamen wir noch zum heißerwarteten Uluru (oder Ayers Rock). Erst am nächsten Tag sollen wir ihn aus der Nähe sehen. Noch eine Nacht unter freiem Himmel und gefrühstückt wurde dann auf einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Uluru. Dem folgte dann die Umrundung des Steins zu Fuß und um nicht zu spät wieder in Alice zu sein, machten wir uns danach auf den Heimweg. Von Alice Springs nach Adelaide fuhren wir mit einem Jeep und die Nach schliefen wir in einer Opalmine in Coober Pedy. Dort spielte übrigens der Film "Pitch Black-Planet der Finsternis". Von der schönen Stadt Adelaide(SA) aus, ging es nach Mildura(Victoria) In dem planmäßigen working-hosel hielt ich es nicht mehr aus und deshalb nahm ich meine sieben Sachen und zog um nach Irymple. Diesmal auf eigene Faust.

Glücklicherweise hatte ich einen job vermittelt bekommen. Ich wohnte in einem Wohnwagen und mein Chef holte mich nur jeden Morgen ab. Ich arbeitete nun als grape-packer und picker. Mein job war es nun Traubenkisten zu packen, stapeln und zu kennzeichnen, was es für eine Sorte ist. Ausserdem habe ich Trauben geerntet, die Weinstöcke beschnitten usw. . Es war eine sehr abwechselungsreiche Arbeit und die perfekte Chance Land und Leute kennen zu lernen. Auf der Farm arbeiteten nämlich nur mein Chef, seine Frau, die beiden Töchter, eine andere Frau und ich. Die Verständigung hakte teilweise weil mein Chef selbst, Italiener ist, aber mit Händen und Füssen war es umso amüsanter und wir konnten beide unser Englisch verbessern. Die längste Zeit habe ich dort gearbeitet und so den australischen Lebensstil kennen- und liebengelernt.

Nach ein paar Monaten entschied ich mich den Heimweg anzutreten. Ich flog also von Mildura nach Melbourne und von dort wiederum nach Sydney. Die letzte Woche in Sydney machte ich noch entspannt Urlaub und besorgte noch ein paar Dinge für die Lieben zu Hause. Das letzte große Abenteuer war nun wieder heil in Deutschland anzukommen. Die gute Nachricht war das ich diesmal nicht in Singapur umsteigen musste. Die Schlechte: Es dauert immer noch 24 Stunden weil auf dem Flug starker Gegenwind vorausgesagt wurde. Qantas scheute aber keine Mühen mir den Flug so angenehm wie möglich zu gestalten. 3 Mal Abendbrot, einmal Frühstück, 2 Simpsonsfolgen, 2 Family Guy-Folgen und 8 Filme machten mir den Flug sehr angenehm. Und da mich die Stewardessen mich immer fleißig mit Cola versorgt haben bin ich auch nicht eingeschlafen. Angekommen in Frankfurt mussten nur noch 400 Kilometer bin nach Hause überwunden werden.

Das ist mein Bericht. Jedes einzelne Wort kann aber nicht halb soviel erzählen wie wenn man sich in sein eigenes Abenteuer aufmacht. Also habt keine Angst. Ihr seit mit Travelworks auf der sicheren Seite! Seit abenteuerlustig und geht auf andere Menschen offen zu. Die Australier sind sehr freundlich und hilfsbereit. Mit diesen Worten: No worries mate!

Entschuldigt die Rechtschreibfehler. ;-)

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