Work and Travel Kanada: Erfahrungsbericht
Visumsvergabe 2012
Für 2012 sind keine Working Holiday Visa mehr verfügbar. Eine Buchung ist nur noch mit bereits ausgestelltem Visum möglich.
Tiefe Wälder, die erhabenen Rocky Mountains mit atemberaubenden Skipisten, weite Seen, die zum Kanu fahren einladen, eine vielfältige Tierwelt, bunte Kulturen der Native Canadians, moderne Weltstädte und die Sprachenwahl zwischen Englisch und Französisch – das und noch viel mehr bietet Dir Kanada. Erlebe bis zu einem Jahr lang Dein Abenteuer im Zeichen des roten Ahornblatts!
Kristian Peters

- Alter: 33
- Reiseziel: Kanada
- Heimatort: Rostock
Dein schönstes Erlebnis?
Mit dem ersten eigenen Auto den Westen Kanadas zu erkunden, bis hoch in den Norden...
Mein Reisebericht:
In Vancouver angekommen habe ich die erste Zeit mit weiteren Work & Travelern im schönen Vancouver verbracht. Nach vielen Aktivitäten, Hinterfragen der Interessen und Ziele bildeten wir ein 4er "Reiseteam".
Ein 10-tägiger Road Trip durch BC (British Columbia) und Teile von AB (Alberta) sowie Abstecher in die USA stehen an. Das Team besteht aus Carmen, Melanie, Anja und mir... "irgendwie sind Männer hier in der Unterzahl". Zuerst geht es nach Whistler (Skigebiet) der kommenden Absteige für die Olympianiken, dann zum Joffrey Lake zu welchem wir durch tiefen Schnee gelangten, dann nach Lilooeet eine sehr an den Westen erinnernde Kleinstadt, weiter nach Lytton mit dem Fraser und Thompson River, zum 70 Mile House mit einer sehr schönen Übernachtung am Watch Lake im Tall Timbers Resort (empfehlenswert!), dann nach Clearwater, den Helmcken Falls, über Kamloops nach Merritt und Kelowna durch das Okanagan Valley, auf den Giant's Mountian, 100 km Abstecher in die USA, dannach nach Princeton, Hope mit den Othello Tunnels und dem unspektakulärem Hell's Gate (einer Brücke über einem Fluss), zum schönen Harrison Hot Springs, dann wieder in die USA nach Anacordes, am nächsten und vorletzten Tag wieder zurück nach Vancouver.
Gegen Abend sind wir wieder in Vancouver angekommen. Die Hektik, der Lärm und Stress der Millionenstadt schwingt langsam aber sicher wieder zu uns rüber...
Carmen und ich wollen innerhalb der nächsten zwei Tage noch nach Banff, Anja hat Arbeit in Clearwater gefunden und Melanie wird ab morgen auf einer Farm arbeiten. So bringen wir sie noch zu ihrem Hostel... dann trennen sich unsere Wege. Wir geben das Auto ab und haben noch ein wenig Zeit um mit dem Wasserflugzeug einen Rundflug über Vancover erleben zu können bevor die Sonne untergeht.
Mit dem Greyhound fuhren wir dann von Vancouver (Pacific Central Station) 13h in Richtung Banff, Alberta.
Banff ist eine sehr gemütliche und gepflegte Kleinstadt mit touristischem Charakter welche sich im Banff National Park befindet. Der Banff National Park ist der erste National Park in Kanada und der dritte in der Welt. Er umfasst ca. 6,640 Quadratkilometer (2,564 Quadratmeilen) mit weiten Täler, schneebedeckten Bergen, eisige Gletscher, tiefen Wäldern, blühenden Wiesen, klaren Flüssen und eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt von der wir uns überzeugt haben.
Ein weiterer Rundtrip mit einem Mietwagen ist nun in Planung und wir fahren von Banff in Richtung Calgary dann nach Drumheller (wo die Dinosaurier wohnen ;-)) weiter zum Rodeo nach Rocky Mountain House und zum Abspannen nach Jasper. In Jasper genossen wir dann Vielfältigkeit der farbenfrohen und klaren Seen bevor wir uns weiter auf dem Weg nach Lake Louise und wieder zurück nach Banff machen. In Banff übernachten wir im Samesun Hostel wo wir das Zimmer mit Charles und Marilyn aus Montreal teilen. Die beiden wollen für einen Monat in Canada bleiben und sind mehr oder weniger auf Arbeitssuche. Wir haben schnell einen Draht zueinander gefunden und unternehmen einiges zusammen. Währen der Tage habe ich mir überlegt ein Auto zu kaufen und in Richtung Whitehorse und Dawson City auf zu brechen und Carmen möchte auf einer Farm/Lodge arbeiten. So trennten sich unsere Wege, die Zeit miteinander bleibt im Herzen und so habe ich dann beschlossen mit Marilyn zurück nach Vancouver zu fahren und mich dort dann weiter nach einem Auto zu erkundigen.
Ein Auto habe ich schnell gefunden, dazu noch mein erstes überhaupt. Ein Van ist es geworden wo ich es mir im Sommer auch im hinteren Abteil gemütlich machen kann *g*. (D.h. übernachten kann). Ich mag das Auto und so fahre ich im Juli 2009 in Richtung Norden...
Wir haben jetzt Mai 2010 und es sind über 10 sehr schöne, extreme und vielfältige Monate vergangen... was ich in der Zeit gemacht habe? Nun, ich habe auf zwei Farmen geholfen, 4 Monate für einen Fotografen gearbeitet, den Winter im Yukon bei -35 Grad erlebt, die Nordlichter, Wale, Luchse, Elche, Adler, Bären, riesige Fische, Stachelschweine.... gesehen, etwas Alaska und vor allem dem Yukon erkundet, die Weiten der Tundra im Sommer und Winter gemeistert, Eis Road Truckern auf meinem Weg zur Beauford Sea geholfen und einen Kurzurlaub in Mexico gemacht.
Nun sitze ich wieder in Vancouver in einem shared-house und weiß das mein Flieger in 2 Tagen zurück nach Deutschland geht... Zwiegespalten in meinen Gefühlen kann ich sagen ich bin gewachsen.








