Work and Travel Neuseeland: Erfahrungsbericht
Du liegst mit geschlossenen Augen am Strand, außer Deinen Fußspuren ist der Sand völlig unberührt. Du denkst an einige tolle Erlebnisse, die Du schon hattest: Klettern auf einem tiefblauen Gletscher, Kiwis, Äpfel und Birnen pflücken und dampfende Geysire in Rotorua. Was kommt wohl morgen? Vielleicht wirst Du einen Vulkan von nahem sehen? Oder Du suchst Dir einfach mal wieder einen Job in einer anderen Stadt? Eine schwierige Entscheidung, aber Du hast ja noch viel Zeit...
Doreen Stolle

- Alter: 22
- Reiseziel: Neuseeland
- Heimatort: Langburkersdorf
Dein schönstes Erlebnis?
Definitiv der Tauchkurs in Paihia in der Bay of Islands. Ich hab so viel Spaß gehabt - Wahnsinn!
Mein Reisebericht:
Ich hatte eine wirklich tolle Zeit in Neuseeland, denn ich hab so viele neue Erfahrungen gesammelt, wundervolle Dinge gesehen und wahnsinnige Sachen erlebt. Aber am prägensten waren wohl die vielen netten Leute, die ich kennengelernt habe.
Als ich im Januar im Flieger saß, habe ich in kürzerster Zeit eine Unmenge an Emotionen erlebt - von Vorfreude bis Panik war alles dabei;) Aber schon als ich in Auckland angekommen war, zeigte sich, dass die Panik wirklich völlig unbegründet war.
Ich bin dann direkt zu einer Freundin nach Taupo gefahren, weil sie da schon seit 2 Monaten gearbeitet und gewohnt hat. Sie hat sich dort auch einen Van gekauft - mit wunderhübschen pinken Blumen! So kam es, dass wir den Van liebevoll "Nelly die pinke Kuh" tauften, mit einem Bett und Schränken und allerhand anderen tollen Gimmicks ausstatteten, die man fürs Reisen nunmal so braucht (oder auch nicht). Und dann ging unser Roadtrip Richtung Süden auch schon los, gemeinsam mit einem französischen und einem englischen Mitbewohner von ihr und wir hatten soo viel Spaß. Blöderweise verpasste uns schon Wellington den ersten Dämpfer, weil der Van kaputt ging. Wie sollte es auch anders sein? Nach ein paar Tagen Bangen und und $750 weniger konnte die Fahrt aber weitergehen. Südinsel wir kommen!
Aufgrund des Loches in unserem Geldbeutel, das die Autoreparatur bewirkte, mussten wir uns erstmal in Blenheim einen Job suchen und so endeten wir 2 Wochen auf dem Vinyard - blöderweise mitten in der Hitzewelle. Aber auch hier haben wir wieder jede Menge toller Leute getroffen, die die Arbeit doch erträglich machten;)
Außerdem haben wir da zwei total liebe deutsche Mädels kennengelernt mit denen wir uns dann gemeinsam als Fairytale Group unseren Weg entlang der Westcoast bahnten. In Franz Josef, am wunderschönen Gletscher, habe ich dann einen Job im Café gefunden und 7 Wochen hier gearbeitet. Franz Josef hat vielleicht 1000 Einwohner (das wurde mir zumindest gesagt), zwei Straßen, einen Mini-Supermarkt und 3 Souvenirgeschäfte. Das wars. Aber auch hier haben mir wiedereinmal die vielen neuen Bekanntschaften eine unglaublich tolle Zeit beschert. Und ich konnte sogar den "Local Discount" geniessen und so eine Gletschertour zum halben Preis machen und einen Helicopterflug sogar ganz umsonst machen.
Danach ging meine Reise um die gesamte Südinsel weiter: Milford Track, Humpridge Track, Invercargill, Catlins, Dunedin, Christchurch und Kaikoura. Leider die meiste Zeit davon im Regen, was im Van natürlich noch ungemütlicher ist. Aber trotzdem tat das der atemberaubenden Landschaft Neuseelands keinen Abbruch. Als ich um die Südinsel herum war, bin ich wieder mit der Fähre nach Wellington gefahren und von da aus direkt nach Auckland und ins Northland: erst eine Woche wwoofen in Whangarei und dann habe ich in Paihia ein nettes, sauberes Hostel gefunden, in welchem ich täglich ca. 2h geputzt habe und dafür kostenlos da wohnen konnte. Die Besitzerin war einfach der Wahnsinn - wie eine Mutter zu mir. Jeden Tag gab es nach dem Putzen Tee und selbstgebackenen Kuchen, Muffins o.ä. Ausserdem habe ich mich dort auch gewagt aus 15000ft aus dem Flugzeug zu springen - Adrenalin pur!!!
Tauchen wollte ich auch schon immer, also entschied ich mich für Schnuppertauchen. Denn in der Bay of Islands ist es auch im Winter noch verhältnismäßig mild. Und ich muss sagen: Tauchen ist das Tollste, was ich je gemacht habe!! Ich war soooo begeistert, dass ich den Open Water Diver Tauchkurs gleich noch hintendran gehängt habe. Auf jeden Fall eine lohnenswerte Investition!
Aus den geplanten 2 Wochen in Paihia sind also letztendlich 5 geworden. Danach haben mich meine Eltern besucht und ich bin mit ihnen noch einmal zu meinen Lieblingsplätzen gereist und habe teilweise Orte besucht, zu denen ich es bis jetzt noch nicht geschafft hatte. Meine Eltern waren mindestens genauso beeindruckt wie ich und ich kam mir schon fast wie ein Kiwi vor.
Sweet as!








