Auf einen Blick

Alter: 18 - 30 Jahre
Sprache: Gute Englischkenntnisse bzw. Grundkenntnisse
Aufenthaltsdauer: 1 - 12 Monate
Programmstart: Mehrmals pro Monat
Visum: Working-Holiday-Visum

Unterkunft: Inkl. 3 Übernachtungen im Hostel

Deine Ansprechpartnerin:
02506-8303-222
Mo.-Fr.: 9-19 Uhr
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Work and Travel Neuseeland: Erfahrungsbericht

Du liegst mit geschlossenen Augen am Strand, außer Deinen Fußspuren ist der Sand völlig unberührt. Du denkst an einige tolle Erlebnisse, die Du schon hattest: Klettern auf einem tiefblauen Gletscher, Kiwis, Äpfel und Birnen pflücken und dampfende Geysire in Rotorua. Was kommt wohl morgen? Vielleicht wirst Du einen Vulkan von nahem sehen? Oder Du suchst Dir einfach mal wieder einen Job in einer anderen Stadt? Eine schwierige Entscheidung, aber Du hast ja noch viel Zeit...

Ulrike Schreiber

  • Alter: 30
  • Reiseziel: Neuseeland
  • Heimatort: Friedrichroda
Dein schönstes Erlebnis?

Mein schönstes Erlebnis war das Tongariro Crossing in Neuseeland, das eine schwierige Trekkingtour mit atemberaubenden Views belohnt.

Mein Reisebericht:

Abenteuer Down Under

Mit Reisefieber und vollgepacktem Rucksack ging es am 23. August 2010 von Frankfurt über Singapur an das schönste Ende der Welt, Neuseeland. Der kleine Nachbar von Australien reizte mich besonders wegen der atemberaubenden Natur und der kreativen Bevölkerung.

Nach zwei Tagen Flug in Auckland angekommen, begrüßte mich erst einmal der Regen, ein häufiger Begleiter auf neuseeländischen Pfaden. Die trübe Stimmung und Müdigkeit wurde aber schnell von den freundlichen Mitarbeitern der WorknHoliday, der Partnerorganisation von Travelworks, mit einer herzlichen Begrüßung und Einführung ins Land übertönt.

Mit Steuernummer und Bankkonto schnell und unkompliziert ausgestattet ging es nach ein Paar Tagen mit dem Tourunternehmen Stray auf die erste Reise gen Norden zum Cape Reinga wo das tasmanische Meer aus dem Westen mit dem Pazifischen Ozean aus dem Osten zusammentrifft. Auf der Reise hatte man auch gleich die Möglichkeit erste „activities“, wie die outdoorbegeisterten Neuseeländer das nennen, zu erforschen. In Paihia auf Delphintour und am 90Mile Beach beim Sandboarding die Düne hinunter. Auf der Nordinsel findet man auch die schönsten Strände und Buchten, die mich schnell den Stress und die Hektik Deutschlands vergessen ließen .

Das Highlight der Nordinsel ist und bleibt für mich das Tongariro Crossing im Tongariro Nationalpark, eine 19.4km lange und 8h andauernde Wandertour durch Vulkanlandschaft, vorbei am „Schicksalsberg, Mt. Doom“ aus „Herr der Ringe“ mit atemberaubenden Ausblicken vom 1.967m hohen Mt. Tongariro.

Weiter ging es nach einem Zwischenstopp in Auckland mit Stray Richtung Wellington, wo ich 7 Monate blieb und neben einigen Temp Jobs, hauptsächlich im Te Papa Museumscafe gearbeitet habe. Eine perfekte Arbeitsstelle um nicht nur Neuseeländer und Maori Kultur kennenzulernen, sondern auch Freunde aus aller Welt zu finden.

Um ein paar schwer verdiente Neuseelanddollar reicher, ging es im April 2011 endlich auf die Südinsel, die einen ganz eigenen Charme im Vergleich zur Nordinsel aufzuweisen hat. Mit ihren rauen Küsten und beeindruckenden Fjorden, sowie dem süßen Skiörtchen Queenstown erlebt man eine andere Seite Neuseelands. Weitere Activities wie Rockclimbing, kraxeln auf dem Gletscher und Whalewatching folgten.

Der Nähe halber ging es im Mai nach der kalten Südinsel ins noch warme Australien und auf die Fiji Inseln. Neben Sydney und Melbourne zog es mich ins rote Zentrum Australiens, das mir ein einmaliges und wohl einzigartiges Naturschauspiel bot: eine nach Jahrzehnten der Trockenheit durch starke Regenfälle ergrünte Wüste, die dem Farbschauspiel bei Sonnenuntergang und –aufgang am Ayer’s Rock in nichts nachstand.

Auf den Fiji Inseln erwartete mich dann türkisblaues und badewannenwarmes Wasser und warmherzige Einheimische die uns mit Kokosnuss-knacken und Tanzshows bei Laune hielten, da es auch mal Stromausfall und Regen gab.

Mein Abenteuer rundete ich schließlich nach nochmaligem Arbeiten im Museumscafe mit meinem persönlichen Highlight des Auslandsjahres, der USA, ab. Im sonnigen Kalifornien ging ich auf Starfang in L.A. und entkam erfolgreich von Alcatraz. In Las Vegas ging ich auf Mördersuche bei einer Mystery Tour mit interessanten Locations, die neben spannenden Rätseln auch einige Überraschungen parat hält und die ich Krimi Fans nur empfehlen kann. Als frisch gebackener „Master Detective“ ging es weiter zur letzten Station nach New York. Central Park, Rockefeller Center, Times Square, Harlem und am letzten Abend ein Livekonzert im Jazzclub machten es mir schwer wieder nach Deutschland zurückzukehren.

Mit tausenden von Fotos, Eindrücken, vielen neuen Freunden und einem gestärkten Selbst kam ich am 21. August 2011 wieder in Frankfurt an und war froh zuhause ein eigenes Bett mit eigenem Bad und Fernseher vorzufinden, ein Luxus ohne gleichen, wenn man fast ein ganzes Jahr in Hostels verbringt. Aber auch dies ist eine der zahlreichen Erfahrungen, die einen ein Leben lang prägen.

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