Wochenschau: Kalender, Kamele, Karacho

Teaser-Bild Weltreise

In unserer kuriosen Wochenschau wagen wir jeden Freitag einen augenzwinkernden Blick zurück auf die vergangene (Reise-)Woche. In dieser Woche berichten wir von einer unfassbaren Weltreise, von lustigen Problemen und unlustigen Witzen sowie von einem scharfen Pin-Up-Kalender und einem High-Tech-Kamel.

26 Jahre Weltreise

Es gibt Leute, die Weltreisen machen, und es gibt Leute, die WELTREISEN machen. Eine absolut monumentale Weltreise hat der mittlerweile 77-jährige Gunther Holtorf hinter sich: 26 Jahre war er unterwegs. Dabei hat er 215 Länder besucht und insgesamt 890.000 Kilometer zurückgelegt. Hut ab! Am Mittwoch kam er mit seinem himmelblauen Geländewagen, den er liebevoll „Otto“ nennt, am Brandenburger Tor in Berlin an. Gunther startete seine Reise 1989 gemeinsam mit seiner Frau, die inzwischen verstorben ist. Zunächst war nur ein Reise nach Afrika geplant, aber dann umrundete das Paar die ganze Welt. Der Stern hat einen schicken Trailer mit Bildern der Reise online gestellt:

First World Problems

„Rote Centmünzen klackern immer so laut im Rohr, wenn man die wegsaugt.“ Wenn man keine grundlegenden Probleme mehr hat, fängt man an, sich welche zu suchen. „Ich hasse es, wenn man sich ein Ticket kauft und nicht kontrolliert wird.“ Diese und andere Probleme haben wir diese Woche in einem Blog-Beitrag zusammengesucht und daraus ein Best Of gebastelt: Die Top 50 First World Problems.

Schlechter Witz löst Seuchenalarm aus

Witzbolde gibt es überall. Ein Passagier an Bord eines Flugzeugs der US Airways wollte auch mal lustig sein. Er behauptete, an Ebola erkrankt zu sein. „I have Ebola, you are all screwed“ soll er laut CNN gerufen haben. Klasse Gag! Die Crew fand das aber irgendwie nicht so lustig und löste erstmal Seuchenalarm aus. Nach der Landung in der Dominikanischen Republik kam ein Sondereinsatzteam der örtlichen Gesundheitsbehörde in Schutzanzügen an Bord des Flugzeugs und führte den Spassvogel ab. „Ich habe nur Spaß gemacht, ich bin nicht aus Afrika“, soll der Mann dann gerufen haben. Doch dann ging es erstmal zur Untersuchung und anstatt der geplanten zwei Wochen Urlaub in der Dominikanischen Republik musste der 54-Jährige einen Tag später zurück nach Hause. Klassisches Eigentor!

Pinup Kalender „NYC Taxi Drivers“

Wer schon mal in New York war weiß, dass die örtlichen Taxifahrer eine eigene Sorte Mensch darstellen. Daher ist es nur legitim, wenn diese Berufsgruppe auch einen eigenen Pin-Up-Kalender bekommt. Aber will man das sehen? Halbnackte Taxifahrer mit Schnauzbart, die lasziv in die Kamera blinzeln? Die Fotografen Philip Kirkman und Shannon McLaughlin lassen kein Pin-Up-Klischee aus, von der anregenden Reifenpanne bis zum T-Shirt-Zerreißen – nur halt von New Yorker Taxifahrern nachgestellt. Die Ironie ist deutlich spürbar und gewollt: Die Fotografen hätten laut Spiegel online nach einem humorvollen Weg gesucht, um Einwanderer und ihren Beitrag für die New Yorker Gesellschaft sichtbar zu machen. Ein Teil der Einnahmen kommt somit auch einem New Yorker Sozialprojekt zugute, das Einwanderer unterstützt.

Das Street-View Kamel

Google versucht mit seinem Dienst „Street View“ vor allem Städte digital erfahrbar zu machen. Zu diesem Zweck fahren sie mit speziellen Street-View-Kameras, die auf Autos montiert werden, durch die Welt und fotografieren bzw. filmen die Straßenzüge ab. In Deutschland wurde das Projekt aufgrund des großen öffentlichen Protests gegen Street View eingestellt. In anderen Ländern steht Google aber vor ganz anderen Problemen. So zum Beispiel in den Wüstenladschaften Arabiens. Oder hast du schon mal versucht mit einem Auto durch ein paar Sanddünen zu fahren? Für die Wüste Liwa hat Google daher seine Kamera auf ein Kamel montiert, sodass man hier jetzt immer schön nachsehen kann, welche Düne die schönste ist. Zudem wurde das ganze Projekt mit beeindruckenden Bildern in einem Video eingefangen:

Jörg Aschendorff

Jörg Aschendorff arbeitete im Online Team bei TravelWorks und ist reisesüchtig. Vor allem im östlichen und südlichen Afrika hat er sich in den letzten Jahren herumgetrieben. Aber auch die USA sowie West- und Südeuropa haben es ihm angetan. Sein nächster großer Trip soll nach Osteuropa gehen oder noch weiter bis nach Zentralasien oder noch weiter...

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