Wochenschau: Ein R zu viel auf Island

Am Ende der Woche berichten wir Euch in unserer Wochenschau über kunterbunte Geschehnisse der letzten Tage. Heute raten wir Euch, keinem Navi auf Island zu vertrauen, Euer Urlaubsgeld wieder in einen Eimer mit Strohhalm auf Mallorca zu investieren und mit einem Bollywood-Star auf Flugreisen zu gehen.

Wo bitte geht’s zum Hotel?

Ein Tourist aus den USA wollte nach seiner Landung in Island eigentlich nur schnell in sein Hotel in Reykjavik einchecken. Daraus wurde ein mehrstündiges Fahrmartyrium. Um sich nicht mit Straßenkarten abzumühen, gab er die Adresse in sein GPS ein. Isländische Ortsnamen gehen uns nicht leicht von der Zunge; da kann das Buchstabieren schnell misslingen. Ein „R“ in der Adresse zu viel führte ihn in ein weit entferntes Fischerdörfchen. Da Island nicht zu den größten Ländern dieser Erde zählt, hätte er bei einer sechsstündigen Routenberechnung eigentlich Verdacht schöpfen sollen. Aber vielleicht klang die Frauenstimme aus dem Navi so anziehend oder aber der Jetlag verhinderte jede Hinterfragung der Streckenführung. Hätte seine Frau als Beifahrerin die Karte gelesen, wären sie ganz sicher am richtigen Ziel angekommen.

Zurück zu guten Sitten 

Am StrandMallorca-Urlauber können wieder aufatmen – die „Verordnung für ein zivilisiertes Miteinander“ wurde nun durch ein balearisches Gericht für ungültig erklärt. Der Knigge Mallorcas verbot seit dem Sommer 2014 in der Hauptstadt u.a. öffentliche Besäufnisse oder Bikini-Showeinlagen in Verkehrsmitteln. Die Anwohner sahen sich ihrer Grundrechte, die Urlauber ihres pauschal bezahlten Spaßes beraubt. Auf Vergehen drohten heftige Geldstrafen, die die Reisekasse nicht unerheblich schrumpfen ließen. Und wer im Strandcafé essen wollte, musste plötzlich seinen gepflegten Sonnenbrand mit biederer Kleidung bedecken. Doch dieser Schrecken hat nun ein Ende. Die Nachfrage nach Eimern mit Strohhalmen am Strand dürfte wieder ordentlich in die Höhe schießen.

Bollywood über den Wolken

Er wollte nur Glück verbreiten und sorgte damit für die Suspendierung von fünf Flugbegleiterinnen. Sänger und Schauspieler Sonu Nigam, eine Bollywood-Ikone, flog Anfang des Jahres mit Jet Airways durch das Land und ließ es sich nicht nehmen, durch die Bordsprechanlage zwei seiner Songs zu performen. Die Passagiere waren entzückt, die Stewardessen ebenfalls. Nur die Zivilluftfahrtbehörde zeigte sich unbeeindruckt vom Live-Inboard-Entertainment und leitete wegen Missbrauchs der Sprechanlage eine offizielle Untersuchung ein, die mit der beruflichen Auszeit der Stewardessen endete. Der Popstar zeigte sich verärgert über das Urteil – ob es wohl am Karma lag?

Und sonst so?

Steffi Stadon

Steffi ist als Redakteurin bei TravelWorks unterwegs. Als Backpacker in Australien hat sie in doppelter Hinsicht Feuer gefangen - nicht nur für die Landschaft sondern auch für einen Aussie. Gemeinsam pendeln sie zwischen Europa und Ozeanien hin und her. Der Rest der Welt kommt aber nicht zu kurz für Entdeckungen. Über den großen Teich soll es als nächstes gehen.

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