Wochenschau: Im Glücksrausch

Jeden Freitag (wir sind zumindest stets bemüht) versorgen wir Euch in unserer Wochenschau mit Neuigkeiten rund ums Thema Reisen, im weitesten Sinne versteht sich. Unsere heutige Ausgabe widmen wir einmal ganz bescheiden dem Thema Glück – sei es im Rausch, beim Abhängen oder auf einer öffentlichen Toilette. Denn Glücklich sein muss nicht immer nur Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens sein, sondern lässt sich ganz einfach auch beim Blick aufs Wasser oder am Straßenrand erreichen – wenngleich Letzteres durchaus grenzwertige Glücksgefühle mit sich bringt.

Kiffende Schafe

Rhydypandy ist ein Dorf in Südwales. Dort leben viele Schafe. Und die zeigten vor Kurzem ein für blökende Wollknäuel außergewöhnliches Verhalten: Wie im Rausch stürmten sie auf die Straßen des Dorfes, zertrampelten die Gärten und brachen sogar in die Häuser an. Ehemals friedvolle weiße Schafe verwandelten sich urplötzlich in pechschwarze Gefährten, die das Image ihrer Genossen vor Ort in Verruf brachten. Doch nicht etwa rebellische Machtansprüche gegenüber der lokalen Bevölkerung verursachten die Erstürmung Rhydypandys sondern wohl schlichtweg Glücksgefühle – verursacht durch Marihuana. Die Reste einer illegalen Marihuana-Farm wurden einige Zeit zuvor – zum großen Fressvergnügen der wolligen Vierbeiner – am Straßenrand aufgetürmt. Wir können nur hoffen, dass sich die Ernüchterung am Ende des Rauschs in Grenzen hielt.

Ab ans Meer

ST_albany-aussichtmeer-wochenschau… könnte nicht mehr nur die bloße Devise für einen entspannten, sondern auch glückseligen und damit gesundheitlich wertvollen Urlaub werden. Eine wissenschaftliche Untersuchung der Michigan State University fand heraus, dass ein regelmäßiger Blick auf „blue space“, also die Weiten des Wassers, der Schlüssel zum Glücklich sein ist. Menschen, die das Meer vor ihrer Haustür haben, sind mit ihrem Leben mehr in Einklang als diejenigen, die auf betonierte Straßen und hohe Häuserfronten starren. Auch Waldbewohnern ist das Glück weniger hold. Die Weite sei entscheidend, um frohlockend durchs Leben zu schlendern. Sobald unser Gehirn den Ozean erblickt, fährt es sich quasi auf Werkseinstellung zurück und startet frisch wieder durch. Wohl aus diesem Grund leben z.B. mehr als 90% der Australier an den Küsten des Kontinents und bezeichnen ihre Heimat als „lucky country“.

Öffentliche Glücksgeschäfte

Manchmal muss es nicht immer gleich der ozeanische Ausblick sein, der uns glücklich macht. Mitunter reicht der Anblick einer öffentlichen Toilette. Wer kennt das schließlich nicht – man ist auf Reisen und erkundet tiefenentspannt die Umgebung, als sich plötzlich der erhöhte Wassserkonsum bemerkbar macht. Rauschende Wellen im Meer machen die Situation nicht unbedingt erträglicher. Da erscheint wie aus dem Nichts heraus ein Toilettenhäuschen. Die Anspannung weicht dem Gefühl der absoluten Befreiung. Und wenn die öffentliche Toilette dann auch noch eine wahre Augenweide und bestes Fotomotiv der Reise ist, ja dann wird aus einem täglichen Routinegang ein Glücksgeschäft.

Und sonst so?

  • Einfach mal die Seele baumeln lassen könnt Ihr neuerdings ganz wunderbar auf einem Hängematten-Boot. Tretboot fahren war gestern.
  • 50 Gründe, die Welt zu lieben und sich glücklich zu schätzen, ein Teil von ihr zu sein – Weltenbummler berichten von ihren Glücksmomenten auf Reisen.
  • Ein vor der Abreise plötzlich erkrankter Passagier schrieb einen sehr persönlichen Brief an American Airlines und bekam daraufhin die Stornogebühr erstattet. Manchmal muss man eben auch mal Glück haben.

Steffi Stadon

Steffi ist als Redakteurin bei TravelWorks unterwegs. Als Backpacker in Australien hat sie in doppelter Hinsicht Feuer gefangen - nicht nur für die Landschaft sondern auch für einen Aussie. Gemeinsam pendeln sie zwischen Europa und Ozeanien hin und her. Der Rest der Welt kommt aber nicht zu kurz für Entdeckungen. Über den großen Teich soll es als nächstes gehen.

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