Wochenschau: Der Pass & das Stille Örtchen

Allzweckwaffe Reisepass

Am Ende jeder Woche teilen wir in unserer Wochenschau kuriose und augenverdrehende Ereignisse der vergangene Tage mit Euch. Heute klären wir auf über extreme Nutzungsmöglichkeiten des Reisepasses, informieren über spritzige Möglichkeiten, um Verhaltensstörungen eines Hundes zu beheben und freuen uns über alternative Entschädigungen von Flugzeugpassagieren.

Klopapiermangel mit späten Folgen

Einer britischen Touristin wurde am Flughafen in Bangkok die Einreise nach Thailand verweigert. Grund: Ihr Reisepass machte einen sehr verdächtigen Eindruck, denn einige Seiten waren heraus gerissen worden. Wollte sie vergangene Trips nicht nur aus der Erinnerung, sondern auch aus sämtlichen Dokumenten löschen? War sie in Länder eingereist, die nicht ganz unumstritten sind? Viel einfacher: Fünf Jahre zuvor war nach einer durchzechten Nacht weder eine Toilette in Sicht noch Taschentücher zur Hand. Also musste die nächste dunkle Ecke als Stilles Örtchen und der Reisepass als Toilettenpapier herhalten. Da die Britin in darauf folgenden Jahren auf vielen Reisen keinerlei Probleme mit ihrem verschlissenen Ausweis hatte, hielt sie es bisher nicht für nötig, einen neuen zu beantragen.

Der surfende Hunde-Flüsterer

Für Hunde, die unter ernsthaften Verhaltensstörungen leiden, gibt es nun endlich einen neuen Therapieansatz. Mitsamt dem Frauchen oder Herrchen geht es zur Behandlung ab nach Australien. Dort hat sich der Stand-Up Paddleboarder Chris de Aboitiz mit seiner Firma „Natural Balance Dog“ auf feucht-fröhliche Trainingsansätze für Hunde spezialisiert. Sein Erfolgsgarant ist Surfen. Der Hundeliebhaber nimmt die Vierbeiner einfach mit aufs Surfbrett. Dabei bringt er ihnen bei, auf dem Brett zu bleiben und nicht etwa ins Wasser zu flüchten. So begreifen sie, dass es nicht nur Regeln sondern auch Grenzen gibt. Seine eigenen Hunde jedenfalls sind begeisterte Wellenreiter!

50 Shades of Flying

Valentinstag – ein besonderer Tag zum Fliegen! Denn wer eh auf Wolke 7 schwebt, zelebriert hier auf hohem Niveau. Schade nur, wenn man erstens Single ist und zweitens der Flug gestrichen wird. Um romantische Stunden zu Zweit hat sich die chinesische Airline Hainan Airlines trotzdessen bemüht. Nachdem der Flug auf Grund von schlechtem Wetter ausfiel, buchten die Verantwortlichen Hotelzimmer für die betroffenen Passagiere. Die Überraschung für zwei befreundete, zusammenreisende Frauen war groß, als sie ihr Zimmer betraten: Neben einem einladenden Rundbett gehörte auch ein Fessel-Stuhl inkl. Handschellen zur Ausstattung.

Eine weitere Passagierin schwebte ebenfalls auf Wolke 7 in China, als ihre China Southern Airlines Maschine zum Neujahrsverkehr zehn Stunden Verspätung hatte. Denn während alle anderen Insassen sich auf den Flug am nächsten Morgen umbuchen ließen, harrte sie aus und wurde dafür mit einer absolut leeren Maschine belohnt. Ohne Frage war der Service überragend und der Komfort einfach himmlisch.

Deutschland vergibt den „Goldenen Kratzbaum“

Vor einer Woche noch Karneval gefeiert (oder auch nicht); heute amüsiert sich Düsseldorf über fallende, tanzende, fressende oder grimmig schauende Katzen. Denn erstmalig findet in der Landeshauptstadt nach dem Beispiel des amerikanischen „Internet Cat Video Festival“ das deutsche Katzenvideofestival statt. Der engagierte Regisseur des besten Beitrages erhält den Goldenen Kratzbaum – ein wahrlich passender Name für eine tierische Trophäe.


Und sonst so?

  • Am Flughafen Frankfurt können stressgeplagte Reisende nun in zwei Yoga-Räumen wieder zur inneren Flugruhe finden.
  • Wer sich den Traum vom eigenen Roadtrip-Bulli nicht leisten kann, kauft sich den Klassiker einfach als Zelt.
  • Warum die Gabel in Thailand am Besten zum Messer wird. Diese und andere Tischsitten erfahrt Ihr hier.
  • Spanier lassen anscheinend sehr gerne Toilettensitze aus den Hotels mitgehen, die Italiener hingegen die Duschhaube.
  • Run Island in Indonesien gegen New York – ob die Briten ihren Tausch aus dem 17. Jahrhundert heute bereuen?

Steffi Stadon

Steffi ist als Redakteurin bei TravelWorks unterwegs. Als Backpacker in Australien hat sie in doppelter Hinsicht Feuer gefangen - nicht nur für die Landschaft sondern auch für einen Aussie. Gemeinsam pendeln sie zwischen Europa und Ozeanien hin und her. Der Rest der Welt kommt aber nicht zu kurz für Entdeckungen. Über den großen Teich soll es als nächstes gehen.

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