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Wochenschau: Puppenzombies, einsame Strände und eine Reisegitarre

In unserer kuriosen Wochenschau wagen wir jeden Freitag einen augenzwinkernden Blick zurück auf die vergangene (Reise-)Woche. In dieser Woche begeben wir uns in den Pariser Untergrund und geben Urlaubstipps für Hobby-Misanthropen.

 

Die gruseligsten Reiseziele der Welt

Noch ist nicht Halloween aber die Tage werden kürzer, das Wetter ungemütlicher und der Herbst hält Einzug. Passend dazu gibt es diese Woche die Liste der gruseligsten Reisedestinationen dieser Erde.

Wenn Ihr das nächste Mal in

Paris seid könntet Ihr statt Eiffelturm und Louvre mal in das größte Grab der Welt hinabsteigen. Die Katakomben von Paris beherbergen die Gebeine von über 6 Millionen Menschen. 4975077608_facbdfb732_bDie 330km langen unterirdischen Gänge waren ursprünglich ein Steinbruch und wurden dann Später zur Grabstätte umfunktioniert. Heute kann jeder Normalsterbliche hinabsteigen und die Katakomben besichtigen.

Vielleicht seid Ihr aber eher die Schlossbesichtiger. Dann bietet sich ein Trip nach Brasilien an.5388280839_8c8f58a4eb_b Dort steht das “Schlösschen auf der Apa Straße”. 1937 hat hier ein dreifacher Mord stattgefunden. Ein Streit zwischen zwei Brüdern ist etwas außer Kontrolle geraten und Ihre Mutter haben die beiden auch gleich noch mit reingezogen. Was genau passiert ist wurde nie aufgeklärt. Fest steht aber, dass keiner der drei diesen Streit überlebt hat. Der Legende nach kann man die Geister der drei von Zeit zu Zeit in den Fenstern des Schlösschens beobachten.

Für Puppenfreunde bietet sich der nächste Reisetipp an. Genauer gesagt: Die Insel der Puppen in Mexiko. Überall auf der Insel hängen Puppen in den Bäumen oder sind an Wände und Zäune genagelt. Verantwortlich für diese Sammlung ist Don Juan Santana Barrera.2311143524_d331358ba1_b Angeblich hat er einmal die Leiche eines ertrunkenen Mädchens gefunden und wollte mit den Puppen Ihren Geist besänftigen. Mittlerweile ist Don Juan verstorben aber es gibt immer wieder Besucher die Puppen auf die Insel mitbringen und sein Werk fortführen. Es heißt, dass man die Puppen untereinander flüstern hören kann und dass sie von Zeit zu Zeit mit den Augen blinzeln.

 

Die ganze Liste hat das Team von BuzzFeed zusammengestellt. Vielleicht lässt sich die Liste ja noch ergänzen.

Fotos: Paris (Quelle: Tom Hicks, CC), Brasilien (Quelle: Natalla Naomi Aol B., CC), Mexiko (Quelle: Zen Skillicorn, CC)

Wo sonst keiner hin fährt

Gruppenreisen, überfüllte Strände, lange Warteschlangen, morgens früh das Handtuch rauslegen…Wenn das alles Punkte sind, die garantiert nicht auf Eurer Urlaubsliste stehen, dann solltet Ihr Euch diese Destinationen mal etwas genauer anschauen. Die Welttourismusorganisation der vereinten Nationen hat in ihrem “Tourismus-Bericht 2014” die Länder aufgelistet, die am seltensten von Touristen besucht werden.

Wie wäre es zum Beispiel mit Palau. Der Inselstaat hat nur ca. 20.000 Einwohner und hierher verirren sich lediglich ca. 100.000 Touristen. Allerdings ist man ein Weilchen unterwegs um dorthin zu kommen. 24 Stunden sollte man für den Flug schon einplanen.

Der nächste Winterurlaub könnte zum Beispiel nach Liechtenstein gehen. Lediglich 60.000 Touristen kommen hierher wovon ein erheblicher Teil Bankkunden ist, die Ihr Geld hierhin schaffen. Die stehen jedenfalls im Skilift nicht vor Euch in der Schlange.

Beeilen solltet Ihr Euch wenn es nach Kiribati gehen soll. Der Inselstaat liegt lediglich 2 Meter über dem Meeresspiegel und bis 2070 wird wohl nicht mehr viel davon übrig sein. Dafür verirren sich lediglich 6000 Touristen hierher.

Hier geht es zu den Top Ten der am wenigsten besuchten Destinationen.

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Fotos: Palau (Quelle: LuxTonerre, CC), Liechtenstein (Quelle: Clemens v. Vogelsang, CC)

 

 

Social Traveller

Björn Troch ist ein Typ aus Belgien mit einem breiten Lächeln und drei Leidenschaften: Menschen, Reisen und Social Media. Diese drei Leidenschaften hat er verbunden und sein Projekt “Social around the world” gestartet. Für seine Reise verzichtet er komplett auf Reiseführer, Smartphones oder online Recherche sondern lässt sich von den Tipps leiten, die er durch Gespräche mit den Menschen unterwegs oder durch die sozialen Medien bekommt. Dabei können ihm die Menschen Reisetipps geben, ein Stück mit ihm reisen, ihn nach Hause einladen oder ihn unterwegs in einer Bar oder auf einem Konzert treffen.

Das einzige was feststeht ist die Route. Gestartet ist er auf dem Pilgerweg “Camino de Santiago” in Spanien und ist ihm durch Europa, Asien und Ozeanien gefolgt. Nach einer längeren Pause in Berlin ging es weiter durch Nordamerika und soll ihn noch durch Südamerika, Nordasien, den Mittleren Osten, Afrika und zum Schluss zurück nach Spanien führen.

Unterwegs können ihm seine Freunde und Follower über die sozialen Netzwerke “Social Travel Challenges” stellen. Die erste Challenge war die 900km lange Wanderung durch Nordspanien. In Indien musste Björn den Süden des Landes auf einer Royal Enfield – einem Motorrad – durchqueren. Neuseeland per Anhalter, 40 Tage nüchtern in Australien und auf dem Tandem Bike von Kuala Lumpur nach Hongkong. Zur Zeit tourt Björn durch Kanada und muss sich sein Spritgeld als Straßenmusiker verdienen. Der Haken ist, dass er vorher nicht einen Akkord auf der Gitarre spielen konnte.

Im Interview mit Spiegel Online erzählt Björn ein bisschen über sein Projekt. Wenn Euch interessiert wo er gerade ist oder was für eine Challenge er gerade bewältigen muss, könnt Ihr seine Reise in seinem Blog verfolgen oder Euch auch eine Challenge für ihn überlegen.

Von Michael Kirchner

Michael hat im Online Team von TravelWorks gearbeitet. Abseits davon nutzt er jede freie Minute, um sich dem Surfen zu widmen. Dabei kommt man gezwungener Maßen viel rum, sodass es ihn beispielsweise immer wieder gerne nach Portugal, Spanien oder Frankreich verschlägt.

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