Wochenschau: Wale, Wein und weltweit größter Braten

Eine Weile ist es nun schon wieder her, dass wir eine Wochenschau veröffentlicht haben. Aber pünktlich zum Freitag, bevor das Wochenende beginnt, möchten wir euch von den spannendsten, merkwürdigsten und interessantesten News aus der Reisewelt berichten. Erfahrt die positiven Nachrichten nach dem schlimmen Erdbeben in Neuseeland, findet neue Bratenideen oder wandert mental zum Weinbrunnen in Italien.

Die Wale sind zurück

Wal in KaikouraDie meisten von euch werden sicherlich von dem Erdbeben vor kurzer Zeit gehört haben, das im schönen Neuseeland zu Trümmern und Verwüstung führte. Mit einer Stärke von 7,8 lag das Zentrum des Erdbebens bei Hanmer Springs auf der Südinsel. Auch das kleine für Whale Watching bekannte Touristenstädtchen Kaikoura war betroffen. Erst einige Tage nach dem Beben kam der Gedanke auf, nach den Meeresbewohnern Ausschau zu halten, für die Kaikoura berühmt ist. Und hier kommt endlich mal eine gute Nachricht. Ein Boot entdeckte mehrere Wale und begegnete auf dem Rückweg sogar Delfinen, Seehunden und zahlreichen Vögeln, unter anderem auch Albatrossen. Das ist eine große Erleichterung für die Einwohner Kaikouras. So kann nach dem Wiederaufbau hoffentlich bald wieder angefangen werden, Whale Watching Touren zu organisieren. Dies dient schließlich nicht alleine der Belustigung von Touristen, auch viele Arbeitsstellen hängen an dieser Touristenattraktion.

Der größte Braten der Welt

Passend zum amerikanischen Thanksgiving, das am 24.11. stattfand, stolperten wir in der weiten Welt des Internets über einen doch eher außergewöhnlichen Braten. Fleischfans aufgepasst, hier solltet ihr unbedingt weiterlesen! In Neuseeland erfand eine Schlachterei in New Plymouth den sogenannten „Turducken“. Dieser wird dort hauptsächlich zu Weihnachten gegessen, würde sich aber bestimmt auch gut als Thanksgiving-Braten machen. Ein „Turducken“ ist ein Hähnchen, das in eine Ente gestopft wird, welche wiederum von einem Truthahn umhüllt wird. Bei der Zubereitung werden zunächst alle Knochen und Innereien entfernt und um jedes Tier kommt eine Schicht Füllung. Am Ende wird alles mit Bacon umhüllt und zusammen gebunden. Wer sowohl Hähnchen und Ente als auch Truthahn mag und sich an Feiertagen nicht entscheiden kann, für den ist dieser Braten definitiv eine Option.

Der „Turducken“ ist jedoch bei weitem nicht der größte Braten der Welt. Diese Auszeichnung geht an das gefüllte Kamel, von einigen auch „camel turducken“ genannt. Hier ist die Kette aus Füllungen dementsprechend auch etwas länger: Eier werden in Fische gestopft, die wiederum in ca. 20 Hähnchen gepackt werden, die dann in Schafe oder Lämmer gestopft werden und diese kommen dann in das Kamel. Dieses traditionelle Gericht wird in arabischen Ländern wie zum Beispiel Saudi Arabien zu Hochzeiten zubereitet. Der ganze Kochprozess dauert 24 Stunden und serviert wird das Kamel dann auf einer großen Platte. Die Hochzeitsgäste setzen sich dann drum herum und benutzen ihre Gabeln oder einfach ihre Hände, um den Braten essen zu können. Wer sich an dieses Gericht wagen möchte, findet das Rezept hier. Woher man einen Kochtopf bekommt, in den ein Kamel passt, steht da jedoch nicht drin.

Weinbrunnen erfrischt Wanderer

Weinbrunnen ItalienWer gerne wandern geht, es liebt die Natur zu genießen und ab und an auch gerne mal ein Glas Wein trinkt, der sollte auf jeden Fall mal nach Italien. Und zwar nicht einfach irgendwo nach Italien, sondern zum Pilgerweg Cammino di San Tommaso, der von Rom nach Ortona führt. Hier hat ein lokales Weingut in Caldari di Ortona einen mit Wein gefüllten Brunnen gebaut. Wanderer, die hierher kommen, können sich aus dem Brunnen bedienen – und zwar komplett kostenlos. Dieser Wein ist jedoch nicht dazu da, sich zu betrinken, sondern dient als Wilkommensdrink. Die Wanderer sollen sich im Zuge ihres Besuchs auch die örtliche Kathedrale anschauen, in der die Überreste des Apostels Thomas aufbewahrt werden. Verbinden kann man diese zwei Aktivitäten auf jeden Fall.

Und sonst so?

  • Heute geht in Barrow, Alaska – der nördlichsten Stadt der USA – zum letzten Mal die Sonne unter. Damit beginnt die Polarnacht, während der für zwei ganze Monate die Sonne nicht zu sehen ist.
  • Dieses Wochenende öffnen vielerorts die Weihnachtsmärkte. Wenn ihr keine Lust auf die Standard-Ansammlung von Glühweinständen und Bratwurstbuden habt, könnt ihr stattdessen z.B. dem Hunde-Weihnachtsmarkt in Berlin oder dem erotischen Weihnachtsmarkt in St. Pauli einen Besuch abstatten.
  • Woran viele Erwachsene scheitern würden, hat ein sechsjähriger indischer Junge geschafft: er hat den zwei Wochen dauernden Aufstieg zum Base Camp des Mount Everest auf  5380 Metern Höhe absolviert. Eine unglaubliche Leistung!

Svenja Günther

Svenja ist Auszubildende bei TravelWorks. Zurzeit darf sie in die Marketing-Abteilung reinschnuppern. Das Reisefieber packte sie zum ersten Mal bei ihrem Austausch in den USA während der Schulzeit. Nach dem Abi reiste sie dann mit ihrem Rucksack durch Neuseeland, Thailand und Kambodscha. Jetzt versucht sie jedes lange Wochenende und jeden Urlaubstag dazu zu nutzen, mehr von dieser schönen Welt zu sehen und träumt davon wieder etwas länger mit dem Rucksack unterwegs zu sein. Diesmal vielleicht Lateinamerika, Australien oder doch noch ein bisschen Südostasien?

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