Hilfsprojekte Panama

Hilfsprojekte Panama

Erfahrungsberichte zu Hilfsprojekten in Panama

Du möchtest wissen, welche Erfahrungen andere Freiwilligenarbeits-Teilnehmer in Panama gemacht haben? Hier findest du eine Auswahl aktueller Berichte über Erfahrungen und Erlebnisse. Und natürlich freuen wir uns, nach deinem Aufenthalt als Volontär in Panama hier auch deinen Erfahrungsbericht zu veröffentlichen!

Sonja - Leitung Marketing bei TravelWorks

Alter: n.a.
Reiseziel: Panama
Heimatort: Münster
Rundreise und Besuch der Sprachschule und Projekte

Oh wie schön ist Panama! Schon vor unserer Reise hörten wir von allen Seiten, wie schön doch Panama sei. Nicht aber, weil Freunde, Bekannte oder auch Kollegen schon selbst in Panama waren. Nein, im Gegenteil: alle bezogen sich natürlich auf das bekannte Kinderbuch von Janosch. Was es aber in Panama mal abgesehen vom berühmten Panamakanal zu sehen und erleben gibt bzw. wo genau es überhaupt liegt, wusste kaum jemand. Die zweithäufigste Reaktion war daher auch die Frage „Und wieso Panama?“ Ja, warum eigentlich Panama? Wir wollten im März reisen, Sonne, Wärme und tolle Strände haben, nicht allzu viel für den Flug zahlen und doch möglichst weit weg kommen vom andauernden Winter hier in Deutschland. Und auf einmal war sie da, die Idee nach Panama zu reisen! Je mehr wir uns dann über das Land informierten, desto interessanter wurde es als Reiseziel. Uns wurde schnell klar, dass wir in den gut zwei Wochen, die uns zur Verfügung standen, bei Weitem nicht die ganzen Vielfalt Panamas erkunden konnten. Der Flug wurde dennoch schnell gebucht und Mitte März ging die Reise voller Vorfreude auf zwei abwechslungsreiche Wochen los. Ob wir nach unserem Urlaub auch sagen würden „Oh wie schön ist Panama!“? Jetzt einige Zeit nach unserer Rückkehr können wir dies bestätigen: Panama ist ein traumhaftes Reiseziel und wir haben uns tatsächlich ein Stück weit in Panama „verliebt“! Die traumhafte, vielerorts (noch) nahezu unberührte Natur ist wunderschön und abwechslungsreich zugleich. Ob feinkörniger, puderweißer Strand mit über das Wasser hinausragenden Kokospalmen oder dunkler Sandstrand mit perfekten Wellen für Surfanfänger. Die Strände sind einfach paradiesisch und sind ein guter Ausgangspunkt für zahlreiche Wassersportarten (Schnorcheln, Surfen, Tauchen oder Kajakfahren) oder natürlich einfach nur zum Seele baumeln lassen. Wer zum Meer (Karibik oder Pazifik) eine Abwechslung sucht, den führt der Weg häufig ins Landesinnere, z.B. nach Boquete. So auch uns. Die Vielfalt der Aktivitäten, die einem in diesem Ort im Hochland zur Auswahl stehen, übersteigt schnell die Zeit, die ein „normaler“ Reisender hier vielleicht zur Verfügung hat: Wanderungen durch die Nebelwälder oder hinauf zum höchsten Berg Panamas, dem Vulkan Barú, Rock Climbing, Canopying, White Water Rafting, Besuch der umliegenden Thermalbäder, Besichtigung der Kaffeeplantagen der Region oder auch ein Reitausflug ins Umland sind längst nicht alle Optionen. Wir entschieden uns für die Wanderung entlang des „Sendero de los Quetzales“, einem Weg entlang der Flanken des Vulkans, der durch die Nebelwälder führt und Heimat des in Mittelamerika „verehrten“ Quetzal-Vogels ist, einer der wohl schönsten Vögel der Welt. Und tatsächlich hatten wir gleich mehrfach das Glück, diesen atemberaubenden Vogel in freier Wildbahn zu entdecken. Eine echte Belohnung und ein Highlight unserer Reise! Durch seine Tal-Lage und umrundet von dicht bewaldeten Bergen ist Boquete auch klimatisch eine tolle Abwechslung zu den Orten entlang der Küste: angenehme Temperaturen um die 20 bis 25°C waren nach Tagen voller Sand, Salzwasser, Sonne und Schwitzen eine wahre Erholung und wir nahmen gerne in Kauf, abends auch mal lange Klamotten anzuziehen (immernoch besser als die dicke Winterjacke, die zuhause in Deutschland auf uns warten würde). Natürlich war in Boquete auch der Besuch unserer Partnerorganisation für die Freiwilligenarbeit fester Bestandteil des Programms und Lenora und Alberto führten uns durch die Sprachschule, besuchten mit uns einige Gastfamilien und zeigten uns eins der Kinderheime, in dem sich TravelWorks-Volontäre engagieren können. Bereits die Sprachschule überzeugte uns von der Professionalität. Gelegen an einem schönen Plaza mit ein paar kleineren Geschäften ist die Schule sehr zentral und dennoch ruhig. Die Klassenräume sind alle hell und freundlich gestaltet und alles in allem wirkte das Ambiente total familiär. Der Aufenthaltsraum bietet die Möglichkeit, die zahlreichen angeboten Freizeitaktivitäten zu buchen (sofern sie denn kostenpflichtig sind) oder auch die vorhandenen Computer zu nutzen, um ins Internet zu gehen. Wer lieber an der frischen Luft „surfen“ will, der kann die schuleigenen Sitzgelegenheiten auf dem Plaza nutzen und sich über das kostenlose W-LAN einloggen. Im Cafè gegenüber gibt’s dann auch noch die direkt den Kaffee dazu – natürlich von einer Plantage aus Boquete selbst. Auch die besuchten Gastfamilien machten einen super gastfreundlichen und sehr interessierten Eindruck. Bemerkenswert fanden wir die Herzlichkeit, mit der wir aber vor allem auch die Mitarbeiter der Partnerorganisation von diesen Familien begrüßt wurden und mit der uns das Zuhause gezeigt wurde. Wir fühlten uns sehr willkommen und es war schade, dass wir nicht mehr Zeit hier verbringen konnten. Weniger fröhlich war stattdessen der Besuch im Kinderheim. Auch wenn die Gebäude bunt und fröhlich bemalt waren und der Großteil der Kinder auf dem kleinen Spielplatz Spaß zu haben schien, so war doch schnell offensichtlich, wie sehr sich die Kinder über ein wenig Aufmerksamkeit und Zuneigung freuten. Sofort wurden wir von ihnen an die Hand genommen oder große Kinderaugen schauten uns an, in der Hoffnung, auf den Arm genommen zu werden. Alberto, der die Volontäre betreut, kannte von fast jedem Kind im Heim den Namen und auch die persönliche Geschichte. Man merkte sofort, dass sowohl er als auch Lenora nicht nur ihrem Job nachgingen, sondern mit sehr viel Herzblut bei der Sache waren. Alles in allem gewannen wir einen sehr positiven Eindruck von unseren Partnern vor Ort und am liebsten wären wir direkt dort geblieben, um mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen und auch unser Spanisch ordentlich aufzupolieren. Denn auch wenn wir uns mit dem wenigen Spanisch, was wir sprechen, gut durchschlagen konnten, so war es doch oft sehr schade, sich nicht weiter mit den Panamaern unterhalten zu können. Gerade bei den Fahrten mit den öffentlichen Bussen gab es häufiger die Gelegenheit, und das Erlebnis Panama wäre so sicherlich noch interessanter als ohnehin schon gewesen. Aber auch so haben wir viele bleibende und wunderschöne Erinnerungen aus Panama mitgebracht und können es nur jedem empfehlen, der Lust hat, ein Land zu erkunden, das (noch) weitestgehend verschont ist vom Massentourismus (wir haben außerhalb von Panama City eigentlich nur Individualreisende getroffen) und dennoch, wenn auch mit etwas Geduld, mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu bereisen ist. Wir haben tolle Menschen aus aller Welt kennengelernt, nette Panamaer getroffen und Tiere gesehen, die wir sonst nur aus dem Fernsehen oder Zoo kennen (frei lebende Haie, weiß gefleckte Rochen, freche Delfine, jede Menge Fische, kleine Affen, riesige Leguane, wilde Krokodile sowie Kolibris, Pelikane, Geier und verschiedenste weitere Vögel). Den perfekten Abschluss bescherte uns ein Faultier, dass wir eigenständig (!) entdeckten, als wir an unserem letzten Tag in Panama City durch den Parque Natural de Metropolitano wanderten. Fast hatten wir schon aufgegeben, diese gemütlichen Tiere auch tatsächlich zu sehen. Auf einmal war es aber da, direkt vor uns und kletterte fast wie in Zeitlupe den Baum hoch! Oh wie schön ist Panama!

Unsere Freiwilligenarbeitsprogramme in Panama

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