Erfahrungen aus dem English Education Projekt in Chiang Mai

Traumhafte Naturkulissen, schmackhaftes Essen, prächtige Königspaläste, reich verzierte Tempel – dies alles kommt uns in den Sinn, wenn wir an Thailand denken. Unsere Freiwilligenarbeitsstipendiatin Andrea ist in Chiang Mai gewesen und hat das Land und die Kultur von einer anderen Seite aus entdeckt. Lasst euch hinreißen von ihren Erfahrungen… 

„Frisch vom Studium fertig wollte ich mit meiner freien Zeit etwas ganz besonderes anfangen, mich engagieren und zugleich ein neues Land erkunden und eine neue Kultur entdecken. So kam es, dass ich im Sommer für 6 Wochen nach Thailand ging, um dort als Volontär in einer Schule Englisch zu unterrichten – eine Zeit, die nicht aufregender hätte sein können, die mich reifen und wachsen hat lassen und die ich bestimmt nie vergessen werde!

Anreise und Orientierung

Nach einem sehr anstrengenden, aber reibungslosen Flug kam ich am Freitagnachmittag am Flughafen in Chiang Mai an. Dort wartete bereits eine Koordinatorin des Projekts auf mich und brachte mich zur Unterkunft. Es folgte ein Orientierungswochenende, bei welchem ich die anderen 17 Volontäre kennenlernte, wir erste Einblicke in die thailändische Kultur, Sprache und Küche erhielten und die Stadt, ihre Tempel und Märkte erstmals erkundeten.

Aufgaben im English Education Projekt

Am folgenden Montag ging es dann gleich los mit dem Projekt. Ich kam in eine Schule, die von 400 Schülerinnen und Schülern im Alter von 12 bis 15 besucht wurde. Insgesamt hatte ich über die Woche 12 Stunden, in denen ich unterrichtete. Dies kam mir zu Beginn etwas wenig vor, im Laufe der Zeit fand ich mich damit aber gut zurecht. Ich war froh, dass ich in der unterrichtsfreien Zeit Stunden planen und Material vorbereiten konnte. Die Unterrichtsstunden selbst haben mir sehr viel Spaß und Freude bereitet, wenn sie zugleich auch sehr herausfordernd waren, da die Schulklassen relativ groß sind (ca. 40 Kinder in einer Klasse) und das Englisch-Level der Kinder zum Teil eher gering ist. In der Regel arbeitete ich in den Unterrichtsstunden mit den zwei Englisch-Lehrern der Schule zusammen. Immer wieder war der Lehrer aber auch verhindert, sodass ich eine Klasse alleine unterrichtete.

Nach drei Wochen kam es, dass einer der beiden Englischlehrer die Schule verließ. Von da an unterrichtete ich an seiner Stelle, bis die Schule eine neue Lehrkraft gefunden hatte. Diese Zeit war besonders aufregend und ich genoss es, eigens verantwortlich für die Klassen zu sein und so viel Vertrauen und Zuspruch seitens der Schule zu bekommen. In den Unterrichtsstunden selbst erwies es sich immer als besonders wichtig, die Wörter und Sätze mit Bildern und Wortkarten zu visualisieren und mit Mimik und Gestik zu arbeiten. Außerdem hat es geholfen, den Schülerinnen und Schülern möglichst viel Gelegenheit zu bieten, selbst Englisch zu sprechen. Ein weiteres Highlight während meiner Zeit in der Schule waren die beinahe wöchentlichen Schulveranstaltungen, die immer zu einem bestimmten Thema stattfanden. Besonders beeindruckt hat mich auch das morgendliche Zusammenkommen der Schulklassen, bei dem gemeinsam gebetet und gesungen wurde.

Was es in der Freizeit zu entdecken gab

Abgesehen von meiner Zeit in der Schule waren natürlich meine Freizeit und die Wochenenden ein besonders schöner Teil meiner Thailand-Reise. Unter der Woche ging ich oft mit den anderen Volontären zu den umliegenden Märkten oder in kleine Bars und Restaurants. Am Wochenende unternahmen wir meist Trips und Ausflüge und erkundeten die verschiedenen Facetten Thailands (Elefantencamp, Golden Triangel, Chiang Rai, Krabi,…).

Und das Fazit…

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass ich meine Zeit hier in Thailand als Volontär wirklich überaus genossen habe. Ich konnte so viele neue Eindrücke und Erfahrungen sammeln, wurde vor neue Herausforderungen gestellt und konnte mich persönlich sehr weiterentwickeln. Ich habe es genossen, Teil der thailändischen Gesellschaft zu sein und das echte (Schul-)Leben mitzuerleben. So bekam ich einzigartige und unverfälschte Eindrucke vom Leben in Thailand, von der Kultur und den Werten.

… ein langer Aufenthalt lohnt sich!

Meiner Meinung nach gibt es keine bessere Möglichkeit, eine Kultur und ein Land wirklich kennenzulernen, als für einen längeren Zeitraum dort zu leben und sich zu engagieren. Besonders auch durch meine Arbeit in der Schule bekam ich Einblicke in die thailändische Kultur. Ich lernte das Land von einer Seite kennen, die man durch Reisen als „Tourist“ nie kennenlernen würde. Zudem kann ich allen zukünftigen Volontären nur empfehlen, länger in einem Projekt zu bleiben. Dadurch wächst man wirklich in das Projekt und in die thailändische Gemeinschaft hinein und wird Teil davon. Abschließend möchte ich noch hervorheben, dass ich mich sowohl vor als auch während meines Projektes immer sehr gut von dem Team von TravelWorks unterstützt und begleitet gefühlt habe. Alles war top organisiert – großes Dankeschön an dieser Stelle für eure Hilfe und euer Engagement und für diese einmalige Gelegenheit!“

Andreas Reisebericht hat euer Interesse geweckt? Euch hat das Fernweh gepackt? Ob im Natur- und Umweltschutz, bei Tierprojekten oder im sozialen Bereich – in der ganzen Welt warten spannende Freiwilligenarbeitsprogramme auf euch.
Übrigens vergeben wir auch in diesem Jahr wieder Stipendien: Wählt selbst, ob Costa Rica, Namibia oder Indien euch am meisten anspricht, sendet uns eure Bewerbung und vielleicht heißt es bald: ab in den Flieger und auf in die Ferne!

Redaktion

Für das Team von TravelWorks heißt Reisen mehr als nur Tourist sein: Nicht auf der Oberfläche schwimmen, sondern ins Geschehen eintauchen. Wir sind selber mehrere Jahre im Ausland gereist und geben unsere Erfahrungen gerne aus erster Hand weiter. Daher versorgen wir euch hier mit spannenden Artikeln sowie hilfreichen Informationen zur Vor- und Nachbereitung eures Auslandsaufenthaltes und verhelfen euch so zu einem unvergesslichen Abenteuer.

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