Kuriose Australien Fakten

Das glühend rote Outback, außergewöhnliche Tiere, atemberaubende Surfspots oder Tauchgänge im berühmten Great Barrier Reef – die Liste von Dingen, die wir mit einem Urlaub in Australien verbinden, ist lang. Gerade bei jungen Leuten ist der Kontinent populärer denn je. Rote Wüsten, weiße Sandstrände, spannende Städte und tropische Regenwälder locken Abenteurer ebenso sehr in das Land wie Kängurus oder Koalas.

10 Dinge, die Du noch nicht über Australien wusstest

Doch was genau wissen wir eigentlich von „Down Under“, einem Kontinent, der ca. 15 000 km von uns entfernt liegt und dessen Schlagzeilen es kaum in unsere Nachrichten schaffen? Tauche jetzt ein in die kuriosesten, skurrilsten und ausgefallensten Wahrheiten über Australien und lerne Dinge, die Du nicht in jedem Reiseführer nachlesen kannst. Wir haben 10 Australien Fakten, die nicht jeder über das Land weiß, für Dich zusammengefasst!

Das missverstandene KänguruKuriose-OZ-(2)

Kängurus gehören zu Australien wie die Freiheitsstatue zu den USA oder der Kiwi zu Neuseeland. Sie sind DAS Symbol Australiens und zieren zusammen mit dem Emu das Wappen des Staates. Egal ob Work and Travel in Australien oder einer Sprachreise Down-Under, Kängurus wirst auch Du treffen. Aber wusstest Du, dass das Wort „Känguru“ bzw. „Kangaroo“ eigentlich auf einem Missverständnis basiert? Einer weit verbreiteten Geschichte zufolge soll der britische Seefahrer James Cook die Tiere als erster Europäer gesichtet haben. Er fragte die Eingeborenen „Welches Tier ist das?“, diese waren des Englischen natürlich nicht mächtig und verstanden die Frage nicht. Also antworteten sie „gang-oo-roo“, was nichts anderes bedeutet als „Ich verstehe Dich nicht“.

Kuriose Gesetze

Ein sehr außergewöhnlicher Australien Fakt: Solltest Du auf dem roten Kontinent mit dem Pferd unterwegs sein, kommen Dir ungemeine Vorteile beim Besuch eines Lokals zugute. Barbetreiber sind nämlich dazu verpflichtet, das Pferd ihrer Kunden nicht nur unterzustellen, sondern den Vierbeiner auch zu füttern und mit Wasser zu versorgen. Solltest Du Freiwilligenarbeit in Australien absolvieren, achte auch auf Pferde, die gefüttert werden müssen. Hjiehhaaa! Wenn Du hingegen Deinen Schlüssel in einem unbeaufsichtigten Fahrzeug liegen lässt, erwartet Dich ein deftiges Bußgeld. Du solltest es auch vermeiden, im Bundesstaat Victoria am Sonntagnachmittag mit grellen pinkfarbenen Hosen herumzulaufen, das ist nämlich verboten.

Althippiemetropole Nimbin

Ein lebendig gewordenes Flower-Power-Museum, geprägt von Hippie-Kultur, bunten Farben und Gitarrenmusik – nimbinnicht zu Unrecht wird das 400-Einwohner Städtchen Nimbin im Inland des Bundesstaates New South Wales auch das „Amsterdam Australiens“ genannt. Denn inmitten einer uralten Vulkanebene haben sich zahlreiche Aussteiger, Subkulturen und Menschen mit alternativem Lebensstil niedergelassen. Viele von ihnen versuchen, unabhängig zu leben und bauen ihr eigenes Essen an, nutzen erneuerbare Energien und achten besonders auf Nachhaltigkeit. Und obwohl der Konsum und Verkauf von Drogen in New South Wales verboten ist, wird der Cannabiskonsum dort offen gepflegt. Neben diversen Läden findest Du dort ein „Hippiemuseum“, ein kleines Highlight der Stadt.

Skurrile Wettbewerbe

Karges, trockenes Land und endlose Weiten prägen das Outback, wo sich die Straßen im Horizont verlieren und manch ein Hund im sandigen Boden vergraben liegt. Doch an einigen Tagen im Jahr ist es vorbei mit der Ruhe, wenn sich Cowboys, Farmer und Touristen in Kleinstädten versammeln, um den skurillsten Aussi-Wettbewerben beizuwohnen. So z.B. dem „Winton Outback Festival“, wo sich Sport- und Spielbegeisterte beim „Plumpsklo-Rennen“ auf die besondere Art austoben. Wer dann immer noch an die Seriosität der Australier glaubt, kann sich bei der Henley-On-Todd Regatta, ein Bootsrennen der etwas anderen Art, in Alice Springs vom Gegenteil überzeugen lassen. Da es dort kein Wasser gibt, tragen die einzelnen Teams ihre Boote barfüßig durch ein ausgetrocknetes Flussbett um die Wette. Tierisch geht es hingegen beim „Lasseter’s Lions Camel Cup“ zu, dem legendären alljährlichen Kamelrennen. Unter tosendem Gejubel kannst Du dort bei verschiedenen Rennen oder beim Kamel-Polo mitfiebern.

„Weißer Mann im Loch“ – Coober Pedy

In der 1700-Einwohner Stadt Coober Pedy im Süden Australiens wartet ein ganz und gar merkwürdiger Australien-Fakt. Im Jahr 1911 wurden hier erstmals Opale gefunden, seitdem zieht es Menschen aus aller Herren Länder in den Ort, um ihr Glück bei der Edelsteinsuche zu versuchen. Wer sich jetzt jedoch eine Kleinstadt mit Häusern, Supermärkten und dergleichen vorstellt, hat weit gefehlt. Denn die Stadt, von dem Aboriginal Begriff „weißer Mann im Loch“ abgeleitet, gleicht einer Mondlandschaft. Die extremen Sommertemperaturen und die Arbeit im Opal-Abbau haben dazu geführt, dass die Menschen unter der Erde in stillgelegten Minenschächten leben, die sie zu sogenannten „Dugouts“ ausgebaut haben. Für Besucher sind besonders die Minen, der Friedhof und die unterirdischen Kirchen sehenswert. An einem alten Warnschild vor dem örtlichen Kino-Saal lässt sich auch heute noch die Absurdität der ursprünglichen Pionierzeit ablesen: „Das Mitbringen von Dynamitstangen in den Vorführraum ist strengstens untersagt!“

Schmerzhaftes Schnabeltier

Gefährliche und giftige Tier sind in Australien keine Seltenheit und über den gesamten Kontinent verbreitet. Ob Würfelqualle, Todesotter, Trichternetzspinne, Kegelschnecke oder das Krokodil – viele der heimischen Arten sind weltweit bekannt und von den Menschen stark gefürchtet. Kaum einer hat jedoch das Schnabeltier auf dem Schirm, das so putzig ist, dass es sogar die 20-Cent Münze in Australien ziert. Ein Fakt über Australien, den die wenigsten wissen: Dieses kleine seltsame Fellknäuel mit Entenschnabel ist das einzig giftige Säugetier in Australien und nicht gerade harmlos, denn an den Hinterbeinen der Männchen befindet sich ein hohler Sporn, der in eine Giftdrüse mündet. Ein Stich endet für den Menschen zwar nicht tödlich, ist jedoch überaus schmerzhaft und führt zu großflächigen Schwellungen am Körper, die im Opfer noch monatelang nachwirken können. Das Fatale: Bislang gibt es noch kein wirksames Gegenmittel, weder Schmerzmittel noch Morphin können bei einem Stich Abhilfe schaffen. Glücklicherweise sind die süßen Tiere nachtaktiv und nur wenig angriffslustig. Und ganz ehrlich: Wem wäre es nicht peinlich, zuzugeben, von einem Schnabeltier angegriffen worden zu sein?

Merkwürdige Ortsnamen

„I’ve been everywhere, man … I’ve been to Wollongong, Geelong, Kurrajong, Mullumbimby, Mittagong, Molong, Grong Grong, Goondiwindi … Cabramatta, Parramatta, Wangaratta, Coolangatta; what’s it matter?“ So lautet ein Song des autralischen Countrymusikers Geoff Mack aus dem Jahr 1959, welcher sich auf die verrücktesten Ortnamen Australiens bezieht. Tatsächlich hat der rote Kontinent so einige seltsame Ortschaften zu bieten. Wie wäre z.B. ein Besuch in „Nowhere Else“, „Useless Inlet“, „Foul Bay“, „Woop Woop“ oder auf dem „Disappointment Hill“? Fast scheint es so, als seien die damaligen Siedler mit der Namensgebung von neuen Orten, Bergen und Flüssen etwas überfordert gewesen. Aber einige Namen basieren auch auf der Sprache der Aborigines, wie zum Kuriose-OZBeispiel der Ort „Ozenkadnook  “, was „sehr fettes Känguru“ bedeutet. Wer möchte dort nicht wohnen? Am Besten lernst Du einheimische Namen während Deines Zusammenlebens in einer australischen Familie beim Au Pair Programm.

Die Steindiebe vom Uluru

Er ist wohl einer der berühmtesten Felsen der Welt: Der majestätische Uluru, auch bekannt als „Ayers Rock“, der neben der Oper in Sydney das Wahrzeichens darstellt und zu den „must sees“ des Kontinents gehört. Für die Ureinwohner gilt der Berg seit tausenden von Jahren als heiliger Ort, was viele Mythen und Legenden entstehen ließ. Sei es eine Höhle, eine besonders bizarre Felsform oder ein Wasserloch – rund um den Uluru liegen verschiedene heilige Stätten, die von Besuchern nicht fotografiert werden dürfen. So ist es für die Aborigines auch ein unfassbares Sakrileg, wenn Touristen Steine des heiligen Berges als Souvenir mit nach Hause nehmen. Dieser Diebstahl bleibt jedoch nicht ungestraft: In vielen Mythen ist von der „Rache des Uluru“ die Rede, die besagt, dass Steine des Felsens Unglück bringen. Und tatsächlich: Bei den Rangern des Nationalparks gehen täglich Päckchen ein, in denen vom Unglück verfolgte Oz-kurioseAbsender verzweifelt darum bitten, man möge die beiliegenden Steine an den ursprünglichen Platz zurücklegen. Das soll dabei helfen, das Unglück wieder abzuwenden. Ein echt kurioser Australien Fakt, ob das wohl klappt?

Der verschwundene Premierminister

Am 17. Dezember 1967 gönnte sich Australiens Premierminister Harold Holt am Cheviot Beach nahe einem Feriengebiet südlich von Melbourne einen ausgedehnten Schwimmausflug. Daraufhin wurde der 59-Jährige nie wieder gesehen und trotz Unwissenheit über sein Verschwinden am 19.12. für tot erklärt. Die Verschwörungstheorien um sein Abhandenkommen ließen nicht lange auf sich warten: Es gab Gerüchte über einen Selbstmord, einen vorgetäuschten Tod, um mit seiner Geliebten durchzubrennen oder die These, er sei als Agent von China in einem geheimen U-Boot abgeholt worden. Vermutlich wurde ihm jedoch nur eine unberechenbare Strömung zum Verhängnis. Ein weiterer kurioser Australien Fakt ist, dass es aufgrund solcher Gefahren bis 1902 verboten war, an öffentlichen Stränden während des Tages schwimmen zu gehen (nachts war es wundersamerweise erlaubt). Eines ist jedenfalls sicher: Hätte es das Gesetz damals noch gegeben, hätten sich Australiens Bewohner sicherlich noch etwas länger an ihrem Premierminister erfreuen können.

BYO-Restaurants

Ein ausgedehntes Abendessen mit einem leckeren Glas Wein im Restaurant genießen – was in unseren Breiten völlig normal erscheint, bedarf in Australien manchmal einigen Selbstaufwand. Restaurants in Australien müssen nämlich eine extra Konzession bezahlen, wenn sie alkoholische Getränke an ihre Geste ausschenken wollen. Die sogenannten „BYO- Bring Your Own“ Restaurants umgehen diese, in dem sie dem Gast erlauben, eigenen Wein oder Bier mitzubringen. Stelle Dir vor, dass Du ein Auslandspraktikum absolvierst und in einem solchen Restaurant dinieren möchtest: Gehe vorher lieber noch einmal im Supermarkt vorbei, um Dich bestmöglich für den Abend auszustatten.

TravelWorks-Team

Für das Team von TravelWorks heißt Reisen mehr als nur Tourist sein: Nicht auf der Oberfläche schwimmen, sondern ins Geschehen eintauchen. Wir sind selber mehrere Jahre im Ausland gereist und geben unsere Erfahrungen gerne aus erster Hand an Euch weiter. Daher versorgen wir Euch hier mit spannenden Artikeln sowie hilfreichen Informationen zur Vor- und Nachbereitung Eures Auslandsaufenthaltes und verhelfen Euch so zu einem unvergesslichen Abenteuer.

2 Kommentare

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  2. Mike   •  

    Ich lebte 10 Jahre in Down Under. Nie wieder !!! Bin froh wieder in Deutschland zu sein. Ich traeumte zuletzt von sauberem Wasser aus dem Wasserhahn, genug Strom das ein Backofen geht, einer Kueche ohne Kakerlaken, oder einem Bett ohne Ameisen. Stattdessen fand ich Straende und Wasser voller Dioxin, Badestraende voller Haie, 50 Grad heisse Sommer, Hautkrebs, 55% aller Menschen sterben an Krebs.
    Ein leeres sinnloses „Leben“ in einem leeren Land mit leeren dahin vegetierenden Menschen.
    Urlaub dort? Ja.
    Leben dort? Nie wieder !!!!

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