Perfektes Willkommenswetter und toller Empfang in Kapstadt

Sonnenuntergang auf dem Signal Hill

Eine entspannte Anreise und ein herzliches Welcome to Cape Town

Aussicht vom Signal Hill auf den Tafelberg

Aussicht vom Signal Hill auf den Tafelberg

Am Sonntag bin ich nach zwei komfortablen Flügen (relativ gutes Essen, gute Unterhaltung durch die neuesten Kinofilme und ausreichend Schlaf dank Nackenkissen, Schlafbrille und Ohrenstöpseln) in der Mother City, wie Kapstadt seit der Kolonialzeit noch genannt wird, angekommen. Eher ungewöhnlich war die verfrühte Ankunftszeit, in der ich mir mit Rucksack umpacken und Geld abheben die Zeit vertrieb, bis ich meinen Fahrer fand, der mich und weitere Ankömmlinge zu den jeweiligen Herbergen fuhr. Die meisten meiner zukünftigen Mitschüler schlafen in der eigenen students residence der Sprachschule, ich und ein paar weitere sind jedoch bei so genannten host families untergebracht.

In meinem Fall heißt die Gastmutter Charlotte, die mich mit ihrer ebenso gesprächigen Schwester Martha, die auch in Kapstadt wohnt, in dem burgundroten Ledercouch-Wohnzimmer herzlich empfing. Die Wohnung beherbergt neben mir zur Zeit auch noch zwei weitere Sprachschüler aus der Schweiz und wirkt sehr gemütlich. Da ich zur Mittagszeit ankam, fuhren wir nach kurzem Kennenlernen mit dem schrottigen, roten Nissan (von Martha auch liebevoll Ferrari genannt) direkt 200 Meter weiter – sie sind halt schon etwas älter 😉 – in ein Lieblingsrestaurant der beiden und aßen Maissuppe mit Huhn und gebratenen Reis in einem China-Restaurant. Noch eher untypisch südafrikanisch, aber dennoch lecker.

Nach einer kurzen Tour im hiesigen Shopping-Center, wo man alles Mögliche erledigen und besorgen kann, kapselte ich mich ein wenig ab und vertrat meine unterforderten Flugzeug-Beine an der Strandpromenade, wo viele Südafrikaner den heißen Frühlingstag genossen und badeten. 30 Grad sind selbst hier zu dieser Jahreszeit eher ungewöhnlich und laut der Schwestern nur ein kurzes Intermezzo zwischen zwei kälteren und für Oktober typischeren Wetterphasen. Perfekt zu meiner Ankunft zeigt sich allerdings die Sonnenseite – was will man mehr?

Die Schulbank drücken, neue Bekanntschaften und erste Erlebnisse

Im Schulhof von Cape Studies

Im Schulhof von Cape Studies

Am zweiten Tag meines zweiwöchigen Kapstadt-Aufenthaltes hatte ich auch schon meinen ersten Schultag. Bevor ich zu einer bestimmten Klasse zugewiesen wurde, musste ich erst einmal einen kleinen Test durchführen. Den Lückentext, den ich am Tag zuvor von meinem Fahrer bekam, füllte ich bereits am Vorabend aus und musste ihn nur noch der netten Rezeptionistin in der Sprachschule aushändigen, damit sie ihn korrigieren konnte. Kurz darauf wurde einer nach dem anderen von den etwa zehn Neuankömmlingen zu verschiedenen Lehrern gerufen, die ein kurzes Interview mit jedem führten, um so auch die Qualität des Englisch-Sprechens herauszufinden. Und siehe da: für mich wurde es am Ende sogar die advanced class – das hört man doch gern!

Meine Klasse besteht aus einer Hand voll sehr netter Leute aus Deutschland, der Schweiz und Mosambik. Ein Mitschüler ist sogar mein „Bruder auf Zeit“ in der Gastfamilie, bei der ich unterkomme. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es auch schon los mit dem Unterricht, der zwar sehr entspannt vonstatten geht, bei dem man aber auch definitiv viel lernt und vor allem wieder gut ins Sprechen kommt. Denn Diskussionen stehen neben der Grammatik-Auffrischung ganz oben auf dem Lehrplan. Mein Lehrer George ist wohl einer der erfahrensten, aber auch lustigsten der Schule, also kann ich mich auch hier sehr glücklich schätzen.

Kirstenbosch – Botanischer Garten in Kapstadt

Kirstenbosch – Botanischer Garten in Kapstadt

Nach den morning lessons (für manche gibt es auch zusätzlich afternoon lessons, falls gewünscht) ging es mit einigen neuen Bekanntschaften aus den anderen Klassen direkt nach Kirstenbosch in den Botanischen Garten Kapstadts, einer der größten und schönsten der Welt. Nördlich des Tafelbergs hatten wir auf dem Schulhof noch aufsteigenden Nebel vom Meer, auf der Südseite in den Gärten dagegen puren Sonnenschein – also alles richtig gemacht!

Abendstimmung in Kapstadt

Abendstimmung in Kapstadt

Nachdem wir die Flora des Landes erkundet haben, ging es kurz vor Sonnenuntergang auf den Signal Hill, einen kleinen Hügel über der Stadt, von wo aus man eine atemberaubende Aussicht auf das Meer und die Stadt hat. Ein super Ende für einen wunderbaren ersten Schultag!

Ich bin begeistert vom ersten Eindruck der Stadt, des Landes, des Wetters und der Menschen.

Kapstadt, Südafrika

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Kapstadt, Südafrika -33.924869, 18.424055

Stephan Braun

Stephan aus München war unser Entdecker 2014/2015. Seine Weltreise führte ihn nach Südafrika, Australien, Neuseeland und Vietnam. In seinem eigentlichen Leben ist er Grafikdesigner und liebt es in seiner Freizeit seinen Hobbys nachzugehen: Freunde treffen, ins Kino gehen, kochen, wandern, Rad fahren, fotografieren und natürlich reisen. Er hatte fast acht Monate Zeit, um für uns die letzten Geheimnisse der Welt zu lüften.

3 Kommentare

  1. Kerstin Hedwig   •  

    Das klingt nach einem fantastischen Start in Deine Weltreise! Wooohooo, viel Spaß weiterhin!

  2. Coelho   •  

    Das hört sich ja nach einem super Start an – viel Spaß weiterhin!!

  3. Fahri   •  

    Lieber Stephan,
    wir beneiden dich und vermissen dich jetzt schon, gute Zeit und alles Gute
    Fahri und die Duaktzi´s

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