Die berühmten sieben Weltwunder der Antike

Mit ihnen fing alles an – die sieben Weltwunder der Antike. Die erst Liste der Weltwunder wurde von dem Geschichtsschreiber Herodot erstellt. Im Laufe der Jahrhunderte hab es allerdings mehrere Schreiber, die eine Art „Reiseführer des Mittelmeerraums und Vorderasiens“ aufstellten und darin imposante Bauten aufzählten, die man gesehen haben sollte. Die uns bekannten 7 Weltwunder der Antike führen allerdings auf eine Liste des Schriftstellers Antipatros von Sidon (2. Jahrhundert v. Chr.) zurück.

Viele von Euch werden die antiken Weltwunder kennen, doch wie gut kennt Ihr Euch wirklich mit den Geschichten und Legenden aus, die mit ihnen verbunden sind?

Mit unseren Fragen könnt Ihr Euch selbst testen und erfahrt gleichzeitig interessante Fakts über die wundersamen Bauten der Antike!

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Koloss von Rhodos

Der Koloss von Rhodos war eine Statue des Sonnengottes Helios aus Bronze, die in der Inselhauptstadt Rhodos stand. Nach ganzen zwölf Jahren Bauzeit war der 30-35m hohe Helios um 292 v. Chr. endlich fertig gestellt und galt schon bald als eines der Weltwunder. Doch leider stand die imposante Statue nur für 65 Jahre.

Die Statue brach bei einem heftigem Erdbeben zusammen, das etwa um 226 v. Chr. gewütet haben muss. Anschließend konnten Helios Überreste noch knappe 900 Jahre lang besichtigt werden. Angeblich soll die Statue so riesig gewesen sein, dass nur sehr groß gewachsene Männer den Daumen so gerade eben mit den Armen umfassen konnten. Schließlich eroberten die Araber Rhodos. Sie bauten die Reste ab, verfrachteten sie in den Orient und verkauften sie dort. Leider gibt es bis heute keine Fundstücke, die dem Koloss von Rhodos zugeordnet werden können.

 

Die Hängenden Gärten der Semiramis in Babylon

Über das geheimnisvollste der sieben antiken Weltwunder haben leider nur Schreibe berichtet, die selbst nie Augenzeugen der Gärten waren. Bei Ausgrabungen fand man Überreste von Palästen, die zu den Gärten von Semiramis gehört haben könnten, doch Wissenschafter und Archäologen können die Funde nicht mit Sicherheit zuordnen. Einige vermuten sogar, dass die Gärten nie existiert haben. Die Übersetzung „hängende Gärten“  aus dem Griechischen ist nicht richtig. „Dachgarten auf Terrassen“ wäre zutreffend gewesen. Außerdem sind sich Wissenschaftler einig, dass die Gärten in Babylon nicht von der Königin Semiramis gebaut wurden, sondern von Nebukadnezar II. etwa 200 Jahre später.

Angeblich soll er sie für seine Frau Amyitis gebaut haben. Sie kam aus einer grünen Landschaft in Persien. Nebukadnezar wollte ihr in der kargen Wüstenlandschaft um Babylon ein Stück ihrer Heimat schenken.

Mausoleum von Halikarnassos

Das Mousoleum von Halikarnassos war das gigantische Grab des Königs Maussolos II. Er regierte 377 – 353 v. Chr. an der heutigen Westküste der Türkei im Auftrag des persischen Großkönigs. Vermutlich gab Maussolos (auch Maussollos, Mausolos,  Mausollos) den Bau der Grabstätte selbst in Auftrag. Allerdings behauten einige Quellen, dass seine Frau und Schwester Artemisia II. aus Liebe zu ihm das Grab nach seinem Tod bauen ließ. Es wurde zu großen Teilen aus grünem Vulkangestein gefertigt und mit weißem Marmor verkleidet, sodass das Mausoleum von außen komplett weiß war. Erst im 13. Jhd. wurde das Grab durch ein Erdbeben stark zerstört. Die Trümmer waren noch bis in das 16. Jhd. An Ort und Stelle zu finden, doch heute kann man einige Überreste des antiken Weltwunder noch woanders bewundern.

Wo einst das prächtige Halikarnassos war, findet man heute den beliebten Touristenort Bodrum. Im 15. Jhd. Nutzten die Tempelritter die Überreste des Weltwunder, um das Kastell St. Petri am Hafen von Bodrum zu bauen. Noch heute können Sie in den Mauern des Kastells die graugrünen Quadersteine erkennen, die ernst Teile des Mausoleums waren. In Bodrum findet man außerdem den Standort des Grabes. Hier sind das Fundament, einige Stein- und Säulenreste zu sehen. Die bedeutendsten Funde, unter anderem Reste von Skulpturen, findet man allerdings im British Museum in London.

 

Leuchtturm vor Alexandria

Mit einem Missverständnis fing alles an. Odysseus beschreibt in seiner Odyssee, wie die Insel der Sage nach zu ihrem Namen kam: Ein griechischer König landete auf der Insel vor der ägyptischen Küste und fragte einen Einwohner nach dessen Namen und dessen Besitzer. Die Antwort „Pera’a“, was im ägyptischen „Pharao´s“ bedeutet, verstand der Grieche jedoch falsch und nannte die Insel seither Pharos. Der Leuchtturm der historischen Schätzungen zufolge um 300 v. Chr. erbaut wurde, erhielt denselben Namen. Mit geschätzten 115 bis 160 Metern Höhe war er das größte Bauwerk seiner Zeit und erlangte große Bekanntheit. So groß war diese, dass der Begriff den Leuchtturm bei weitem überlebt hat. Im 14. Jahrhundert wurde der Turm vermutlich durch ein Erdbeben zerstört. Abwandlungen des Begriff bedeuten noch heute in vielen romanischen Sprachen Leuchtturm: Im italienischen, im spanischen, portugiesischen und im französischen. Dort sind le phare sogar auch die Autoscheinwerfer.

Alexandria war in der Antike ein wichtiges Handelszentrum und besaß daher einen der größten Häfen der damaligen Zeit. Der Schiffsverkehr hatte derartige Ausmaße angenommen, dass auch nachts den Schiffen ein Zugang zum Hafen möglich sein sollte. Dies war jedoch aufgrund der flachen Küstenregion mit wenigen Landmarkierungen ein großes Problem. Daher erdachte man die Möglichkeit den Eingang des Hafens durch Licht zu markieren. Der Pharos von Alexandria gilt als einer der ersten Leuchttürme überhaupt. Ptolemaios I gilt als Auftrag- und Geldgeber, der das Projekt mit angeblich mehr als 800 Talente (heutzutage ca. 8 bis 12 Mio. Euro unterstützt haben soll.

 

Pyramiden von Gizeh

Die Pyramiden von Gizeh nehmen eine Sonderstellung in der Liste der antiken Weltwunder ein, denn sie sind das älteste Weltwunder und zugleich das einzige, welches bis heute überdauert. Es sind insgesamt drei Pyramiden, die als Grabstätten für die damals herrschenden Pharaos erbaut wurden. Die erste und bekannteste Pyramide ist die Cheops Pyramide, die vermutlich im Jahre 2580 für den Pharao Cheops erbaut wurde und die höchste der Pyramiden darstellt. Neben ihr steht die Chephren-Pyramide, die für den Sohn des Cheops erbaut wurde und die wesentlich kleinere Mykerinos-Pyramide.

Die Zahlen und Fakten zum Bau der Pyramiden sind beeindruckend. Für die Cheops-Pyramide wurden insgesamt 3 Millionen Steinblöcke verwendet, die jeweils um die 2,5 Wonnen wiegen. Eine enorme Leistung bedenkt man, dass Forschungen vermuten lassen, dass keine Fuhrwerke benutzt wurden, obwohl die Erfindung des Rades zum damaligen Zeitpunkt höchstwahrscheinlich schon bekannt war.

 

Der Artemis-Tempel

Auf schlappe 120 Jahre Bauzeit, schätzen Historiker die Errichtung des Artemis-Tempel. Der um 550 v. Chr. gebaute Tempel stand in Ephesos, einer aufstrebenden griechischen Stadt in der heutigen Türkei und wurde vom berühmten König Krösus in Auftrag gegeben. Herostratos, ein Ephesier, der es sich zum Ziel gemacht hatte, auf irgendeine Art und Weise zu Berühmtheit zu gelangen, brannte den Tempel im Jahr 356 nieder. Nur die überlebensgroße Statue der Göttin Artemis konnte gerettet werden und gab den Anstoß dazu einen neuen Tempel zu bauen, der noch prunkvoller war als der erste. Dieser wurde im 262 nach Christus von den Goten jedoch erneut zerstört, sodass auch dieses Weltwunder heute nicht mehr zu bestaunen ist.

Wie bei vielen der Weltwunder nachzulesen ist, wurden sie von Erdbeben zerstört. Um diesem Schicksal zu entgehen, bauten die Ephesier den Tempel auf moorigem Boden, da sie vermuteten, dass der Moorboden das Beben abfangen könnte. Ausgrabungen und Funde lassen vermuten, dass das Gelände durch Holzkohle und Lederabdeckungen zu stabilisieren versucht worden ist.

 

Zeus Statue von Phidias

Auf einem über zehn Meter hohen Thron saß die Kolossalstatue des Zeus, die im Zeustempel in Olympia untergebracht war. Durch schriftliche Überlieferungen und Abbildungen auf Münzen können Historiker rekonstruieren, wie die Statue ausgesehen haben muss. Sie gehen davon aus, dass die beeindruckende Statue vom Steinhauer Phidias aus Marmor gefertigt wurde und Details, wie der Bart und die Sandalen des Zeus aus purem Gold gearbeitet wurden. Zudem wurden zur Veredlung der Statue buntes Glas und Edelsteine verwendet. 443 v. Chr. erhielt Phidias den Auftrag eine standesgemäße Abbildung des Göttervaters Zeus für den prächtigen Zeustempel zu bauen. Vermutlich wurde die imposante Statue geraubt und nach Konstantinopel gebracht, wo sie einem Großbrand zum Opfer fiel.

Die Statue, die Phidias in acht Jahren Arbeit baute, war so spektakulär und  imposant, dass es bald hieß, dass all diejenigen, die nicht kamen, um die Statue zu sehen und zu huldigen, unglücklich sterben müssten. Phidias selbst hat sie kein Glück gebracht, er starb nach Fertigstellung der Bauarbeiten. Einigen Quellen zufolge wurde er hingerichtet, weil er sich an den Kostbarkeiten der Statue selbst bereichert haben soll.

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