Internationale Feiertage weltweit

Lichter, Düfte, Traditionen, gutes Essen, Paraden und Geschenke – Feiertage gibt es rund um den Globus und jedes Land hat seinen ganz  besonderen Tag, an dem alles ein bisschen anders ist als sonst. Ob Gedenktag, Nationalfeiertag, Neujahr, Weihnachten oder ein anderer religiöser Feiertag, sie alle bieten Dir einen großartigen Einblick in die Kultur des Landes! Ganz gleich, in welchem Land Du bist und welcher Kalender gerade Deinen Lebensrhythmus bestimmt, aufregende Feiertage sind Dir bei einem längeren Auslandsaufenthalt garantiert.

Wir kennen den Tag der Deutschen Einheit, Ostern oder auch Weihnachten und Nikolaus. Aber auch im Ausland gibt es viele reizvolle Feiertage und Feste, die man einmal erlebt haben sollte! In den USA sind neben Weihnachten zum Beispiel der Independence Day am 4. Juli, Thanksgiving Ende November oder der Memorial Day Ende Mai besonders wichtig. In Australien feiert man unter anderem den Australia Day (Nationalfeiertag) am 26. Januar oder auch den Geburtstag der Queen im Juni. In Neuseeland hingegen ist der Nationalfeiertag der Waitangi Day am 6. Februar. Natürlich würde es Bücher fülllen, alle Feiertage weltweit aufzuzählen. Darum haben wir einige der schönsten Feiertage ausgesucht und stellen Dir vor, was Du erleben kannst, wenn Du das Glück hast, diese besonderen Festlichkeiten beim Auslandsjahr mitzuerleben.

Jedes Land hat sicher seinen ganz eigenen, besonderen Tag, den man sich beim Auslandsaufenthalt oder beim Schüleraustausch dick im Kalender anstreichen sollte. Denn nationale Feiertage wie der Independence Day, St. Patrick’s Day, Weihnachten oder Neujahr versprechen Dir nicht nur einen aufregenden Tag, sie gewähren Dir auch einen Einblick in die Kultur Deines Gastlandes.

Feiertage Special: Halloween und Weihnachten

Weil das traditionell am 31. Oktober stattfindende Halloween und Weihnachten in Amerika sicherlich zu den bekanntesten und auch beliebtesten Feiertagen weltweit gehören, haben wir uns diesen Tagen noch einmal in eigenen Artikeln und umfassender gewidmet. Wir stellen Dir ein paar Tage vor, an Denen Du in Deinem Gastland so richtig was erleben kannst.

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Weihnachten in Amerika                                                                Halloween

Thanksgiving: 4. Donnerstag im November

Thanksgiving gehört in den USA und Kanada zu den beliebtesten Feiertagen und ist eine Art Feiertage-weltweit-(2)1„Erntedankfest“, hat aber eine sehr eigene Tradition. Dieser Tag wird beim Schüleraustausch USA garantiert nicht unbemerkt an Dir vorbei gehen! Er wird jedes Jahr am vierten Donnerstag im November gefeiert. In den USA ist Thanksgiving vor allem ein Familienfest, in dessen Mittelpunkt ein ausgiebiges Abendessen steht. Auch andere Gäste wie Freunde der Familie werden häufig mit eingeladen. Wenn Du während Thanksgiving ein Austauschjahr in den USA machst, wirst Du bestimmt von Deiner Gastfamilie gerne in die Traditionen des Festes eingeweiht und bekommst dann einen ganz besonderen Eindruck vom Familiensinn der US-Amerikaner.

Der Ursprung von Thanksgiving geht auf die ersten Pilgerer zurück, die in die USA kamen: Im ersten harten Winter halfen die Indianer den hungrigen Siedlern mit Speisen aus und zeigten ihnen, wie man Mais anbaut und Fisch fängt. Als Dank dafür luden die Pilgerer sie zu einem Fest ein, dem ersten Thanksgiving.

Wie schon erwähnt spielt das Essen zu Thanksgiving eine große Rolle und es gibt einige traditionelle Gerichte, die es angeblich schon beim allerersten Thanksgiving-Fest gegeben haben soll und die Du dann bestimmt auch probieren kannst. Dazu gehört natürlich zu allererst der gefüllte Truthan, denn was könnte man mehr mit Thanksgiving verbinden? Er ist der Mittelpunkt jeder Feier und häufig wirklich riesengroß. Er wird in der Regel in die Mitte des Tisches gestellt und die anderen Gerichte drumherum angerichtet. Ein Familienmitglied bekommt dann die Ehre, den Truthan anzuschneiden. Als weitere Speisen gibt es häufig Süßkartoffeln (sweet potatoes), Erbsen, Mais, Squash, Cranberry Soße und Kürbiskuchen (Pumpkin Pie).

Ein bekannter Brauch, den Du vielleicht auch schon in Filmen oder im Fernsehen geshen hast, ist, dass zwei Leute das Gabelbein (Wishbone) des Truthahns jeweils mit ihrem kleinen Finger auseinander ziehen, bis es in zwei Teile bricht. Derjenige, der das größere Stück hat, hat dann einen Wunsch frei. In größeren Städten finden auch Paraden zu Thanksgiving statt.

St. Patrick’s Day: 17. März

Wer an den St. Patricks Day denkt, denkt zunächst einmal feiertage-weltweit22an Irland. Dabei ist der St. Patrick’s Day längst ein internationaler Feiertag. Es finden an diesem Tagnicht nur in Dublin und vielen weiteren Städten Irlands, sondern auch in New York, Boston, New Orleans, Manchester und Savannah große Paraden statt. Am St. Patrick’s Day gedenken Katholkiken dem Missionar Bischof Patrick, der in der katholischen Kirche als Heiliger gilt. An diesem Tag wirst Du aufregende Paraden, Leprechauns und vor allem viel Grün zu Gesicht bekommen! Den St. Patrick’s Day kannst Du zum Beispiel beim Schüleraustausch in Irland erleben.

Das chinesische Neujahrsfest

Das chinesische Neujahrsfest gilt als das wichtigste Fest in China und wird in der gesamten Republik, am prunkvollsten natürlich aber in den größten Städten gefeiert.feiertage-r

Das chinesische Neujahr findet nicht wie unser Silvester am Abend des 31. Dezembers statt, sondern an verschiedenen Tagen zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar. So endete das Jahr 2013 beispielsweise im Jahr 2014 am 30. Januar. Das Jahr 2014 wiederrum entdet dann erst am 19. Februar 2015. Ein wenig verwirrend, nicht wahr? Das liegt daran, dass der chinesische Kalender ein Lunisolarkalender ist, das heißt, dass er sich an den Mondphasen orientiert. Auch, wenn das für uns Europäer erstmal ungewöhnlich erscheint, das Neujahrsfest in China verspricht zwei Wochen voller Feierlichkeiten, gemeinsamen Essen, Lichter, Feuerwerk und Glückwünschen. Traditionell werden kleine rote Umschläge mit Geld verschenkt, das eigene Heim wird auf Vordermamnn gebracht und gute Wünsche verewigt man auf roten Spruchbändern. Höhepunkt des Festes ist eine große Parade mit – natürlich – einem riesigen Feuerwerk! Bei einer Sprachreise nach China hast Du die Gelegenheit, diesem traditionsreichen Fest beizuwohnen und Dich verzaubern zu lassen!

Erfahrungsberichte zu Feiertagen weltweit

Viele unserer Austauschschüler hatten schon einmal das Glück, beim Schüleraustausch selbst verschiedene Feiertage miterleben zu dürfen: Ob Thanksgiving, Hannukah oder New Year’s Eve, sie alle waren etwas ganz besonderes. In ihren Erfahrungsberichten erzählen die Austauschschüler von den verschiedenen Feiertagen weltweit.

Thanksgiving wurde, wie ich es kennengelernt habe, im engsten Familienkreis gefeiert. Alle haben sich die bequemsten schicken Klamotten angezogen, die sie besitzen, damit sie später mehr vom Festmahl essen konnten.

Es gab natürlich den traditionellen Truthahn, den ich allerdings nicht probiert habe, da ich Vegetarierin bin. Angeblich soll er aber köstlich sein! Da kann aber auch Nationalstolz eine Rolle spielen, denn das Traditions-Geflügel muss natürlich schmecken. Dazu gibt es stuffing, eine Füllung für den Truthahn, die man aber auch separat zubereiten kann. Wenn ich den Geschmack beschreiben müsste, würde ich ihn am ehesten mit Brot vergleichen.

Außerdem gibt es Cranberry-Sauce, eine Art Gelee, und Gravy, eine Bratensauce. In meiner britisch angehauchten Familie gab es später zum Nachtisch einen Trifle, den ich schon versucht habe nachzumachen, aber immer kläglich gescheitert bin. Meine Grandma kann das halt am besten!

Sonja Seneberg – Schüleraustausch USA

 

Das amerikanische Fest Thanksgiving, also wie bei uns Erntedank, wird in den USA am 4. Donnerstag im November gefeiert. Es ist ein großes Familienfest an dem sich alle Verwandten treffen und sehr

viel gegessen wird! Meine Gastmutter hat sehr früh morgens den Truthahn vorbereitet und ihn mit verschiedenen Gewürzen und Füllungen („Stuffing“) gefüllt. Anschließend wurden andere Leckereien wie Püree (Mashed potatoes), Cranberry sauce, Sweet patatoes, verschiedene  Aufläufe (Casseroles) und tolle Kuchen zubereitet. Außerdem gab es Sweet Tea, also gesüßten, kalten Tee, der am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig war, aber nach einiger Zeit einfach lecker schmeckte. Es gab also genug zum Essen und Trinken, weshalb fast den ganzen Tag gegessen wurde. Vor dem Essen wurde ein Dankgebet gesprochen und jeder durfte sagen, wofür er in dem Jahr dankbar war. Nach dem Festschmaus wurde viel geredet, gelacht und natürlich Football geschaut. Das gehörte bei meiner Gastfamilie an jedem Wochenende dazu und auch an Thanksgiving gab es NFL-Spiele (National Football League). Die waren sehr spannend, da ich zu diesem Zeitpunkt die Footballregeln schon einigermaßen verstand und das Spiel mitverfolgen konnte.

Zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich auch schon sehr heimisch, da ich an einem großen, typisch amerikanischen Familienfest teilhaben konnte und mich so als Teil der Familie fühlte.

Thanksgiving war eines meiner Lieblingsfeste in den USA, da die ganze Familie kam und wir viel Spaß hatten. Außerdem waren die Rezepte so lecker, dass ich heute noch einige mit Freunden nachkoche und wir sogar unser eigenes kleines Thanksgiving in  Deutschland feiern!

Franziska Adams – Schüleraustausch USA

 

Die Mutter meines Gastvaters ist Jude, deshalb hat meine Gastfamilie so einige jüdische Traditionen übernommen. Ein davon ist dann also Hannukah, was normalerweise eine ganze Woche dauert, wir haben aber nur eine kleinere Version davon gefeiert und ein paar Tage nach Thanksgiving gefeiert. Dafür hatte meine Gastmutter dann also für abends ein ganz besonderes Essen vorbereitet. Es war so ein traditioneller Rindfleisch Eintopf und spezielles Gemüse. Tagsüber habe ich mit meinen Gastgeschwistern dann typisch jüdische Spiele gespielt, zum Beispiel hatten wir so Kreisel, die was bestimmes bedeutet haben, je nachdem wo sie gelandet sind. Das hat wirklich Spaß gemacht und ich habe mehr und mehr über die jüdischen Traditionen gelernt.

Dann gab es also Abendessen und vor dem Essen hat mein Gastvater dann eine jüdische Geschichte vorgelesen, die erzählt hat warum man Hannukah feiert. Dann haben wir alle noch zusammen gesungen und gebetet und dann durften wir essen. Es hat echt gut geschmeckt und es war einfach wunderschön diesen Moment mit meiner Familie zu teilen. nach em Essen haben wir dann noch alle Geschenke bekommen, ein bisschen wie an Weihnachten eben, aber natürlich ohne Baum und mit blauem Papier. ich habe einen neuen Softballschläger bekommen und noch andere Sachen über die ich mich sehr gefreut habe. Am Ende des Abends saßen wir dann noch alle zusammen und haben geredet und Musik mit den neuen Boxen meiner Gastschwester gehört. Als ich mich dann so umgeschaut habe, hat mich das fast zu Tränen gerührt, wiel ich ein Teil dieser Familie sein konnte.

Chiara Steffen – Schüleraustausch USA

 

Wir hatten zwei Wochen Ferien. Ferien gibt es so gut wie keine über das Jahr hinweg verteilt, dafür haben die Schüler fast drei Monate Sommerferien. Am Dienstag (Sylvester) sind wir ins Kino gegangen und haben uns Frozen (Die Eiskönigin) angeschaut. Einfach total witzig! Den Film kann ich echt nur empfehlen! Abends sind dann Emily und ich zu einer Sylvester „Party“ gegangen. Dort waren auch noch drei weitere Austauschschüler aus Russland, Indonesien und dem Libanon. Wir haben eine Menge Spiele gespielt. Es hat echt Spaß gemacht, war aber komplett anders als in Deutschland. Dort war es eher ein wenig ruhiger und ohne Feuerwerk. Zum Countdown haben wir uns dann im Fernsehn den „Balldrop“ angesehen. Man kann sich das so vorstellen, dass in New York am Times Square eine riesige Kugel an einem Hochhaus ist, die ganz hell scheint und ab einer Minute vor Mitternacht, also um 23:59 Uhr wird dieser Ball ganz langsam hinunter gelassen, bis er dann um Mitthernacht erlischt. So schnell kam dann auch schon das Neue Jahr! Natuerlich habe ich meinen besten Freund Philippe (Er war ein Austauschschueler in Kentucky.) ein paar Minuten nach Mitternacht angerufen, um ihm ein frohes Neues Jahr zu wünschen und er sagte mir, erhätte schon geschlafen und ich hätte ihn aufgeweckt! So langweilig ist halt New Year in den USA. Wir sind dann auch ziemlich bald nach Hause gefahren und ins Bett gegangen.

Annika Fischer – Schüleraustausch USA

 

Eins der Feste, das ich in Indien erlebt habe, hat mich besonders fasziniert: Raksha Bandhan, kurz Rakhi. Das ist das Geschwister-Fest, das ich mit meinem besten indischen Freund Abhimanyu gemeinsam gefeiert habe. Dieses Jahr war Rakhi am 4. August. Es gibt dabei ein festes Ritual, bei dem erst die Schwester ihrem Bruder ein Band umknüpft und ihn segnet. Dafür wird ihr Bruder sie ihr ganzes Leben lang beschützen, außerdem gibt’s für die Schwester auch noch ein Geschenk.

Da mein bester Freund Hindu war, ich aber ja nicht, haben wir das Ganze dann etwas abgeändert: Ich habe nicht eins dieser super schicken Armbänder gekauft, sondern ihm selbst eins geknüpft. Zwar bin ich mir noch immer nicht ganz sicher, ob es dann auch zählt, aber es geht ja um den guten Willen. Und Abhimanyu hat mich tatsächlich beschützt – und mir nach der Schule immer ein Eis gekauft!

Wie er mir erzählt hat, hat er das Armband natürlich überall herumgezeigt und stolz wie Oskar erzählt, wer es ihm gemacht hat. Und obwohl er eine sehr, sehr strenge Mutter hat, hat selbst sie zugegeben,“This rakhi was made by a very special girl“ (woraufhin ich natürlich total stolz war).

Ach übrigens: Dem anderen ein Rakhi umzubinden hat den positiven Nebeneffekt, dass es tatsächlich niemals etwas anderes sein kann als Freundschaft – Gerüchte über uns gab es danach nicht mehr.

Johanna – Austauschschülerin in Indien

 

 

 

 

 

TravelWorks-Team

Für das Team von TravelWorks heißt Reisen mehr als nur Tourist sein: Nicht auf der Oberfläche schwimmen, sondern ins Geschehen eintauchen. Wir sind selber mehrere Jahre im Ausland gereist und geben unsere Erfahrungen gerne aus erster Hand an Euch weiter. Daher versorgen wir Euch hier mit spannenden Artikeln sowie hilfreichen Informationen zur Vor- und Nachbereitung Eures Auslandsaufenthaltes und verhelfen Euch so zu einem unvergesslichen Abenteuer.

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