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Kurzstudium in Kanada – Ein Rückblick

Acht Wochen Kurzstudium in Vancouver – Lorenz hat für zwei Monate in Kanada gelebt und studiert. Am Greystone College belegte er den Kurs Business Communication und lebte währenddessen bei einer Gastfamilie. Das kanadische Leben, den Unialltag und alles andere teilt er hier mit uns. Wir sind gespannt auf seine Erlebnisse während seiner „Campus Experience“. 


Bye Bye Canada

Unglaublich – meine TravelWorks-Campus-Experience-Zeit als Stipendiat in Kanada, als Student am Greystone College, als „Gast-Sohn“ bei den Wongs ist fast um. Heute ist mein letzter Tag. Es heißt Abschied nehmen und Koffer packen, und ich kann euch sagen: Da ist auf alle Fälle Wehmut mit im Gepäck. Aber ansonsten quillt mein Koffer über vor tollen Erfahrungen, kuriosen Begegnungen und, ja auch das, spannenden Studieninhalten.

Das hätte ich vorher so gar nicht gedacht. Auch für mich waren Betriebswirtschaft, Kommunikationsstrukturen und Psychologie ja gänzliches Neuland und ich kann sagen: das war richtig interessant! Durch die Einblicke am Greystone College liebäugle ich mittlerweile sogar mit einem Wirtschaftspsychologie-Studium. Womit bewiesen wäre, dass man bei so einem Auslandsaufenthalt nicht nur an Erfahrungen wächst, sondern auch den Horizont für zu Hause und die eigene Persönlichkeit erweitert. Im Gepäck habe ich außerdem unzählige Erinnerungen an all die netten Menschen, die ich kennen gelernt habe. Nie hat es mir irgendwer schwer gemacht, in Kontakt zu kommen. Alle Mitstudenten sind super aufgeschlossen IMG_20160625_202850und einfach nett.

Persönliche Entwicklung

Viele Erinnerungen an meinen brasilianischen Freund Augusto, mit dem ich so viele lustige Sachen unternommen habe und der ein ganzes Jahr am Greystone bleibt. An viele Abende in seinem Haus, das er sich mit einer schrägen Hippie-Gruppe, die dort im Keller wohnt: Carlos, dem Mexikaner, Mercedes, die nette Fahrradvermieterin und drei verrückten, aber mega lieben Hunden teilt. Durch Augusto habe ich erstmals verstanden, dass es nicht so selbstverständlich ist, eine „Heimat“ zu haben. Schon gleich gar keine, in die man gerne zurückgeht und in der man leben will. Denn die meisten Brasilianer, die ich kennen gelernt habe, möchten nicht zurück zu ihren Wurzeln. Armut, keine Jobs und wenig Lebensqualität machen das Leben dort schwer. Sie versuchen, sich in Kanada eine neue, lebenswertere Existenz aufzubauen.

Erfahrungen im Gepäck

Vancouver_12Durch seine Brille gesehen, wurde mir klar, wie viele gute Perspektiven wir in Deutschland haben – auch eine interessante Erkenntnis. Ich habe auch im Gepäck die Erinnerung an meine wirklich nette und familiäre Gastfamilie, meinen italienischen Gastbruder Davide, der zwar selten da, aber wenn anwesend, dann sehr nett war. Ich habe gelernt, wie es ist, warm aufgenommen zu werden und dass man auch weit weg vom eigenen Elternhaus sich nicht ‚alleine‘ zu fühlen braucht. Ich bringe wunderbare Erinnerungen mit an Vancouver, seine Parks und die Radeleien am Wasser entlang, an Pizza, Burger und Frappucino. Natürlich hab ich auch mein Diplom vom College im Gepäck. Da bin ich schon auch ein bisschen stolz drauf, denn ich musste schon was dafür tun.

Ich habe gelernt, auf Englisch in Gruppen zu arbeiten, zu präsentieren und mehr als in meiner Gymnasialzeit in Deutschland zielgerichtet zu arbeiten und nicht alles erst auf den allerletzten Drücker zu machen. Da kann ich für mein Studium in Deutschland auf alle Fälle drauf aufbauen.

Macht’s! Ihr werdet ‚reicher‘ nach Hause kommen und mindestens eine ebenso tolle Zeit erleben wie ich!


Du möchtest mehr über das Campus Experience-Programm von Lorenz erfahren? Dann entdecke Deine Möglichkeiten des Kurzstudiums auf unserer Website. 

Von Steffi Stadon

Steffi ist als Redakteurin bei TravelWorks unterwegs. Als Backpacker in Australien hat sie in doppelter Hinsicht Feuer gefangen - nicht nur für die Landschaft sondern auch für einen Aussie. Gemeinsam pendeln sie zwischen Europa und Ozeanien hin und her. Der Rest der Welt kommt aber nicht zu kurz für Entdeckungen. Über den großen Teich soll es als nächstes gehen.

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