Zu Besuch bei unseren High School-Partnern in Kanada

Unsere Kollegin Laura hat viele verschiedene Partner High Schools in Kanada bei einer Rundreise besucht. Hier erzählt sie dir von ihren Erfahrungen und Erlebnissen im zweitgrößten Land der Welt.

Du warst das erste Mal in Kanada. Hattest du eine bestimmte Vorstellung oder hast du dich überraschen lassen?

Ich habe Kanada immer auf meiner Reiseliste gehabt, daher hatte ich mich schon vor meiner Schulungsreise mit dem Land befasst. Mich haben die atemberaubende Landschaft und die freundlichen Kanadier daher nicht überrascht, sondern es hat meine Vorstellung genau bestätigt.

Welche High Schools hast du in Kanada besucht?

Ich habe viele High Schools in Bezirken in British Columbia besucht (Vancouver, Chilliwack, Abbotsford, Kootenay Lake, Central Okanagan), habe dann einen kleinen Abstecher nach Alberta gemacht (Golden Hills School Division) und bin dann weiter Richtung Ontario geflogen (Upper Grand School District). Leider hatte ich keine Zeit, um mir Toronto anzuschauen. Von dort aus ging es dann weiter nach Nova Scotia und von Neufundland bin ich wieder zurückgeflogen nach Frankfurt.

Insgesamt habe ich mir also bestimmt um die 30 – 35 Schulen angeschaut.

Inwiefern unterscheidet sich der Schulalltag in Kanada von dem hierzulande?

Die Austausch-Schüler freuen sich vor allem auf die große Auswahl der Schulfächer und konkret auf die Fächer, die es in Deutschland nicht gibt, wie z. B. wood work, mechanics, cooking class, 3D design, usw. Und natürlich steht Sport bei den meisten Schulen an erster Stelle, wie z. B. Eishockey, Rugby, Football oder Basketball. Die kanadischen Teenager engagieren sich sehr in ihrer Schule und treten oft irgendwelchen Clubs oder Academies bei, um nach dem Schulunterricht weiterhin Sport oder andere Aktivitäten zu machen. Zusätzlich werden von der Schule viele Ausflüge für alle Schüler angeboten, wie z. B. ein Ski- oder Snowboard-Wochenende, Wandertouren mit Outdoor-Survival-Kursen oder Städtetrips.

Kanada ist ja sehr vielfältig. Was kann man dort alles erleben? Welche Aktivitäten oder Ausflüge empfiehlst du?

Ich bin ein paar Tage früher angereist, um mir in Ruhe Vancouver und Whistler anzuschauen. Vancouver kann ich sehr empfehlen, es ist eine wundervolle Stadt und wenn man auch das Glück wie ich hat und strahlenden Sonnenschein erwischt, ist sie sogar noch schöner. In Vancouver sollte man auf jeden Fall einen kleinen Abstecher zur sogenannten Altstadt machen und sich dort die Steam Clock anschauen. Wenn man gerne spazieren geht, empfehle ich auch eine Runde durch den Stanley Park, dort kann man u. a. auch Totem-Pfahle besichtigen.

Ein Ausflug zur Capilano Suspension Bridge kann ich auch empfehlen, wenn man schwindelfrei ist und keine Höhenangst hat. Auf der anderen Seite der Brücke kann man durch einen schönen alten Wald laufen und viel über die Natur lernen.

Was war das Highlight deiner Reise? Und was hat dir gar nicht gefallen?

Mein Highlight muss ich auf zwei Ereignisse aufteilen: erstens fand ich Vancouver und die Umgebung wirklich schön und zweitens Nova Scotia. Beide Orte haben sich für mich von ihren schönsten Seiten gezeigt und die Mitarbeiter der Schulbezirke sind super nett zu mir gewesen.

Etwas Negatives ist zum Glück nicht passiert, ich hatte immer Glück mit dem Wetter und habe alle Bus- und Flugverbindungen pünktlich erwischt. Was ich schade fand war, dass ich keine Zeit hatte, mir Toronto anzuschauen. Dafür kenne ich jetzt den Flughafen ganz gut.

Meine Anreise nach Kanada hatte sich aber leider von vorneherein verzögert, da es in Düsseldorf leicht geschneit hatte und alle Flüge gestrichen wurden. Man muss also nicht erst nach Kanada, um wegen eines Schneechaos am Flughafen sitzen zu bleiben. Nach 8 Stunden Verspätung und nachdem mein Koffer am nächsten Morgen in Vancouver angekommen war, war ich aber wieder glücklich und meine Tour konnte dann auch starten.

Du warst ja im Winter in Kanada. Wie viel Grad hattet ihr ungefähr? War die Kälte gut auszuhalten?

Es war interessanterweise gar nicht so kalt, wie ich es erwartet hatte. Das kälteste waren nachts um die -10 Grad und tagsüber -2 Grad in Alberta. Aber bevor ich in Kanada angekommen bin, hatte es sehr viel geschneit und oft mussten die Schulen für ein paar Tage schließen. Die Schüler fanden das oft sehr ärgerlich, dafür liegt jetzt genug Schnee in den Bergen, um Ski- und Snowboard-Ausflüge zu machen.

Im Inland kann es aber teilweise wirklich richtig kalt werden, bis zu -30 Grad! Da es aber eine trockene Kälte ist, kann man sich gut dagegen anziehen. In Neufundland war es ziemlich nebelig und regnerisch, und da es auch oft sehr windig war, fühlte sich das deutlich kälter an, als es wirklich war (um die 0 Grad).


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Dieser Artikel ist Teil der Reihe „TravelWorks loves Canada“.

Redaktion

Für das Team von TravelWorks heißt Reisen mehr als nur Tourist sein: Nicht auf der Oberfläche schwimmen, sondern ins Geschehen eintauchen. Wir sind selber mehrere Jahre im Ausland gereist und geben unsere Erfahrungen gerne aus erster Hand weiter. Daher versorgen wir euch hier mit spannenden Artikeln sowie hilfreichen Informationen zur Vor- und Nachbereitung eures Auslandsaufenthaltes und verhelfen euch so zu einem unvergesslichen Abenteuer.

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