Kategorien
Info-Bereich

High School Prom

Es ist das Erlebnis schlechthin: der High School Prom. Auch Austauschschülern erleben die Aufregung dieses Abends: Wird ihr Traum-Date sie zum Prom einladen? Was, wenn man nicht gefragt wird und welches Kleid ist das richtige? Und auf die Aufregung der Wochen zuvor folgt ein unvergesslicher Abend: Schillernde Kleider, eine aufregende Fahrt in der Limousine und die lang erwartete Wahl von Prom King und Queen.

Der High School Prom: So wie im Film?us-hs-tw79100-prom

Unzählige High School-Filme zeichnen ein klares Bild vom typischen High School Prom: ein romantischer Tanz mit dem High School-Schwarm gehört ebenso dazu wie viel Aufregung, das perfekte Kleid und natürlich die große Frage: Wer wird mich zum Prom einladen?

Die meisten Proms werden unter ein Motto gestellt und es wird viel Aufwand betrieben, um diesen Abend für alle Schüler zu etwas ganz Besonderem zu machen. Zu kaum einem anderen Anlass ist der school spirit so deutlich zu spüren wie hier.

Natürlich gehört zu einem echten Prom auch der Trubel und die Aufregung um das passende Kleid, die richtigen Schuhe und – natürlich – das perfekte Date. Am Tag des Balls steigert sich die Spannung dann noch einmal ins Unermessliche. Bereits das gemeinsame Fertigmachen für den Prom ist ein echtes Erlebnis, ganz gleich, ob Haare, Nägel und Make-Up zu Hause oder in einem Salon gemacht werden. Üblicherweise geht es dann per Limousine zur Veranstaltung, die in der Regel in der schuleigenen Sporthalle stattfindet. Dann beginnen Tanz, Musik und ein ausgelassener Abend – die perfekte Gelegenheit für Austauschschüler, ihre Zeit im Ausland noch einmal Revue passieren zu lassen und ihrem Aufenthalt an einer High School einen pompösen Abschluss zu verpassen.

Eindrücke vom High School Prom unserer Austauschschüler

Erfahrungsberichte zum High School Prom

Unsere Austauschschüler haben diesen Abend beim Schüleraustausch meistens selbst erleben dürfen und berichten, wie sie gefeiert, ihr perfektes Kleid und das richtige Date gefunden haben.

[accordion]
[accordion-group title=”Evelyn Konrad (USA): Was, wenn mich keiner fragt?”]

Die Bälle in Amerika sind etwas ganz besonderes. Jeder weiß das und auf diese Bälle habe ich mich besonders gefreut. Man macht sich hübsch, wird vom Partner abgeholt (oft sogar in einer Limo), man geht schick essen und tanzt bis in die Nacht hinein. Es ist genau so, wie man es aus den Filmen kennt.

Meine Gastschwestern erzählten mir, auf was für verschiedene und außergewöhnliche Arten, die Mädels von den Jungs gefragt werden. Ich war total aufgeregt und hoffte darauf, dass auch mich jemand zum Ball fragen würde. Doch würde mich wirklich jemand fragen?

Unser Homecoming Ball war ganz am Anfang von meinem Auslandsjahr und ich kannte noch nicht all zu viele Leute, deshalb dachte ich mir, dass ich doch eh nicht gefragt werden würde. Doch da lag ich falsch! Eines Nachmittags rief mich meine Gastmutter schnell raus. Vor meinem Haus waren riesengroße Schilder aufgestellt auf denen stand: “Willst du mit mir zu Homecoming?”. Und das sogar auf Deutsch!!! Daneben stand ein Junge mit einem Blumenstrauß und wartete gespannt auf meine Antwort. Meine Freunde haben das ganze mitorganisiert und halfen ihm, die Schilder aufrecht zu halten. Natürlich sagte ich “Ja”, da ich mir ohnehin schon gewünscht hatte, mit ihm auf den Ball zu gehen. Es war ein unvergesslicher Moment für mich.

Auch zum Prom, welcher am Ende des Jahres stattfand, wurde ich auf eine sehr lustige Art gefragt: Mir wurde ein lebender Fisch in einer Glasschüssel mitten in meinen Unterricht gebracht auf der stand: “ There are so many fish in the sea…Will YOU go to Prom with me?”. Wieder war ich total geschockt aber habe mich mega gefreut. Ich bin gespannt, wie ihr Mädchen gefragt werdet oder was ihr Jungs euch außergewöhnliches ausdenkt.

Evelyn Konrad – Schüleraustausch USA

[/accordion-group]
[accordion-group title=”Daria Wackers (USA): Ein einmaliges Erlebnis”]

…so viel Aufregung wegen einem Abend! Aber bei mir war das ja auch nicht anders. Erst mal musste man durch die ganzen Vorbereitungen damit der Abend auch etwas Besonderes wird.

Am Anfang kam erst mal die Date-Frage: Mit wem gehe ich zu dem Abschlussball? Gehe ich alleine oder mit einer Verabredung? Und wie soll ich bei mehreren ‚Bewerbern‘ damit umgeben und auch Absagen verteilen? Die Antwort ist ganz einfach  man muss einfach wissen mit wem man gehen möchte, ob das Freunde sind oder doch ein Date, dabei hab ich gemerkt, dass ich einfach ehrlich sein musste damit es wirklich auch ein toller Abend wird.  Für mich war es ein sehr einmaliges Erlebnis also sollte man sich auch nicht scheuen eine nette Absage zu erteilen. Bei der richtigen Musik findet man schon einen passenden Tanzpartner und hat einen tollen Abend.

Dann ging es bei mir erst mal auf Kleidsuche. Bei mir löste das ‚dress-shopping‘ erstmal Begeisterung aus, denn wie oft kann man sich schon ein solches Kleid aussuchen und die ganzen Traditionen mitmachen? Das musste ich natürlich erst mal ausnutzen und das Argument ‚Ich bin ja ein Austauschschüler und ich erlebe sowas nur einmal‘ brachte mir auch prompt kleine Rabatte und eine Rechtfertigung gegenüber meinen Eltern, denn diese Kleider haben nun mal ihren Preis! Dann fehlten nur noch die restlichen Vorbereitungen: Frisur, Nägel, Make-up, die Ansteckblume für mein Date, die Abstimmung von den Farben meines Kleides und des Anzugs von meinem Freund, zwei passende Strumpfbänder mit persönlichen Anhängern, die Festlegung der Sitzordnung, das Ticket und die Mitfahrgelegenheit bzw. die Limousine. Da die Schule schon seit Jahren den Prom von den zuständigen Schülern organisieren lässt, hatte sich die Schule schon soweit vorbereitet, dass wir nur einen kurzen Schultag hatten und nur kurz über die Regeln des Balls informiert wurden. Dann machten wir uns fertig, machten einige Bilder, trafen uns mit Freunden um ein paar Gruppenbilder zu mache und fuhren dann mit dröhnender Musik in unserer Limousine zu dem Restaurant, wo der Ball stattfand.

Vor Ort konnten wir dann was essen, auf der Tanzfläche tanzen und professionelle Bilder machen lassen. Danach wurden dann die Prom-Princess, -Queen, -Prince und –King gekürt. Dann wurde weitergefeiert und nachdem der Ball dann zu Ende ging ich noch mit ein paar Freunden Bowlen um dann so den Abend abzuschließen.

Daria Wackers – Schüleraustausch USA

[/accordion-group]
[accordion-group title=”Nina Fichtner (Neuseeland): DIE Sensation schlechthin”]

Im Gegensatz zu meiner deutschen Schule war der Schulball DIE Sensation schlechthin bei meiner Gastschule. Schon Wochen vorher gab es kein anderes Gesprächsthema als den Ball. Und da ich ein so besonderes Ereignis auf keinen Fall verpassen wollte und schon gar nicht underdressed erscheinen wollte nutzte ich die Gelegenheit, dass unsere Local Coordinator in den Ferien eine Reise nach Deutschland macht und mein Vater schickte einen Kurier um ihr das Ballkleid zuzustellen. Hier mein erster Tipp: kümmert euch rechtzeitig darum ob es einen Schulball gibt (zu 90% gibt es ihn ;)) und nehmt euch gleich passende Kleidung mit. Denn ein Ballkleid neu zu kaufen und es sich zuschicken zu lassen ist beides ziemlich teuer.

Als es dann darum ging die Tickets zu kaufen, stellte sich heraus dass der Ball nur für die 12. und 13. Klasse bzw. Schüler ab 16 gedacht war. Ich selbst war mit 15 Jahren in der 11. Klasse. Nach einigen langen Diskussionen mit der Austauschleitung an meiner Gastschule war das Ballverbot leider immer noch nicht aufgehoben. Daher mein zweiter Ratschlag: kümmert euch noch an oder besser noch vor eurem ersten Schultag um diese Kleinigkeiten, sie sind oft entscheidend. Ihr könntet zum Beispiel vorher ausmachen gleich in die vorausgesetzte Jahrgangsstufe (in meinem Fall 12.) versetzt zu werden, weil oft wegen der Unterschiedlichen Bildung unterschiedliche Jahrgangseinteilungen erfolgen (ich war in Französischen in den Klassen 9 und 10, Englisch und Musik in der 11., und Mathe in der 12. und 13. Klasse eingeteilt. Offiziell aber Jahr 11.). Oft ist es wirklich nur Papierkram und Kleinigkeiten, die aber später nicht mehr zu ändern sind.

Den Ballabend verbrachte ich also mit ein paar jüngeren Freunden, die für mich sozusagen als kleines Trostpflaster einen wirklich lustigen Spieleabend veranstalteten. Das war wirklich super von ihnen und ich hatte so trotzdem einen sehr schönen Abend.

Also nochmal: rechtzeitig informieren um hinterher auch wirklich dabei zu sein und auch noch passend gekleidet. Denn ein solches Ereignis darf man auf keinen Fall verpassen! Und falls es doch nicht geklappt haben sollte, verlasst euch auf eure Freunde. Die helfen euch wirklich immer!

Jetzt wünsche ich euch ganz viel Spaß und Erlebnisse mit euren eigenen Erfahrungen von Schulbällen!

Nina Fichtner – Schüleraustausch Neuseeland

[/accordion-group]
[accordion-group title=”Kerstin Farke (USA): Zum Prom – trotz Kreuzbandriss”]

Wie jede Schule wurde an der Delaware Military Academy, also meiner Schule,  ein Ball veranstaltet. Zu Beginn des Jahres wollte ich daran natürlich unbedingt teilnehmen und habe mich auch schon total gefreut. Im Mai sollte es so weit sein, und ich konnte es kaum erwarten. Nachdem Homecoming auch schon ein so tolles Erlebnis war, wollte ich nun unbedingt wissen, wie Prom so vor sich ging. Da ich die einzige weibliche Austauschschülerin an meiner Schule war, hatte ich natürlich einige Prom-Anfragen. Der erste der mich fragte Joe mich, ob ich das Date von Shane, seinem besten Freund, sein wollte. Zuerst sagte ich natürlich ja, und Shane begann an einer Strategie zu tüfteln, wie er mich offiziell fragen wollte. Meine Freundin Adrienne sagte mir, dass er in unserem gemeinsamen Mathekurs „Prom“ auf das Smartboard schreiben wollte, was ich persönlich sehr süß fand.

Natürlich musste das Schicksal mir einen Strich durch die Rechnung machen. Wenige Tage nachdem ich Joe zugesagt hatte, dass ich gerne mit Shane zum Prom gehen würde, riss ich mir mein Kreuzband. Ich war am Boden zerstört. Ich sagte meinem Date ab und mir war total nach Heulen zumute. In den folgenden Monaten folgten weitere Anfragen für Prom, die ich jedoch alle ablehnte, da ein Tanz auf Krücken nicht unbedingt mein Wunsch war, und ich die $90, die der Tanz kostete, so für eine Geldverschwendung hielt. Die Zeit verging sehr schnell und ich hörte mir all die Geschichten meiner Freunde über die Suche nach dem perfekten Prom-Kleid an.

Einen Tag vor dem Tanz geschah es dann. Ich saß ganz normal in meinem Französischkurs und machte meine Aufgaben, als auf einmal der Guidance Counselor Dr.Paoli in das Zimmer kam und mich draußen sprechen wollte. Als ich mit ihm vor die Tür ging, fragte er mich, ob ich nicht doch Lust hätte doch noch zum Prom zugehen. Auf meine Erwiderung, dass ich kein Geld hätte meinte er nur, dass er mir die Karte schenken würde. Ich konnte so ein Angebot natürlich nicht abschlagen. Ich sagte zu und danach versank alles nur noch im Chaos.

Die ganze Schule, Schüler und Lehrer, waren auf der Suche nach einem Kleid für mich, meine Gastfamilie wurde kontaktiert um mir eine Fahrt zu organisieren und mein Fußballteam versuchte Schuhe aufzutreiben. Alles war ziemlich verrückt und „Last Minute“. Nicole, eine Freundin von mir, hatte schließlich noch ein Kleid auf Reserve, das mir glücklicherweise passte und ich entschied mich einfach Flip-Flops zu tragen. Ich konnte es kaum fassen. Leider hatte ich kein Date, aber das war im Endeffekt gar nicht so schlimm, denn ich hatte einen Riesenspaß! Amerikaner wissen einfach, wie man richtig Party macht. Nach Prom ging es dann noch weiter zum After-Prom, und um vier Uhr lag ich schlussendlich todmüde im Bett und ließ alles noch einmal Revue passieren.

Am nächsten Tag erfuhr ich außerdem, dass Ms. Kackley, meine Französischlehrerin, Dr.Paoli gebeten hatte, mir das Ticket zu schenken. Ich war einfach nur sprachlos. Letztlich  kann ich also sagen, dass es eine gute Entscheidung war zum Prom zu gehen und ich es bereut hätte nicht diese Erfahrung machen zu können.

Kerstin Farke – Schüleraustausch USA [/accordion-group]

[accordion-group title=”Kim Gabbi (USA): Wirklich so schön wie im Film”]

Tanzbälle – eigentlich ja so gar nicht meins. Ich und mein Freund entschieden und trotzdem dazu, an Prom teilzunehmen, ganz einfach weil es DAS Event überhaupt ist, die eine, unvergessliche High School Nacht und vor allem einfach typisch Amerikanisch. Und auch ich muss zugeben, es war schon etwas ganz Besonderes.

Schon lange bevor die Karten überhaupt verkauft wurden war das Gerede über wer mit wem und vor allem welches Kleid riesig. Ich konnte nicht mehr mitzählen in wie viele Läden ich von meiner Freundin geschleppt wurde – unzählige Kleider probierte ich an bis auch ich schließlich das eine Perfekte fand. Ich übte fleißig laufen auf meinen 14 cm Heels und Prom rückte näher und näher, und plötzlich war es dann auch schon so weit.

Es war ein sehr schöner Abend. Alles wurde mit einem köstlichen Abendessen eröffnet, dann wurde 3 Stunden lang durchgetanzt und anschließend fuhren wir noch zu Freunden auf eine After Party und ließen alle gemeinsam den Abend im Whirlpool ausklingen. Jedes Paar erhielt zum Ende des Abends einen Fotomagneten, welcher heute meinen Kühlschrank verzieht und mich oft zurück denken lässt. Ein typisch amerikanisches Erlebnis, und ja, es ist wirklich so schön wie im Film.;)

Kim Gabbi – Schüleraustausch USA

[/accordion-group]
[/accordion]

Von TravelWorks-Team

Für das Team von TravelWorks heißt Reisen mehr als nur Tourist sein: Nicht auf der Oberfläche schwimmen, sondern ins Geschehen eintauchen. Wir sind selber mehrere Jahre im Ausland gereist und geben unsere Erfahrungen gerne aus erster Hand an Euch weiter. Daher versorgen wir Euch hier mit spannenden Artikeln sowie hilfreichen Informationen zur Vor- und Nachbereitung Eures Auslandsaufenthaltes und verhelfen Euch so zu einem unvergesslichen Abenteuer.

2 Antworten auf „High School Prom“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.