Sportliche und kulinarische Erlebnisse in und um Methven

Seit nunmehr sieben Wochen bin ich hier im ländlichen Methven, wo nicht gerade der Bär steppt – dachte ich zumindest. Doch es gibt einiges zu erleben, wenn man sich darauf einlässt. Verschiedene Sommer-Sportarten gilt es auszuprobieren (nach teilweiser jahrelanger Abstinenz) und sogar ein paar kulinarische Highlights gibt es hier zu entdecken.

Wandern auf dem Rakaia Gorge Trail

Der Fluss Rakaia mit dem Mount Hutt im Hintergrund

Der Fluss Rakaia mit dem Mount Hutt im Hintergrund

An einem unserer ersten Wochenenden habe ich mit Steffi den Wanderweg entlang der Rakaia-Schlucht bewältigt. Der türkise Fluss kommt direkt aus den Südlichen Alpen und fließt durch die flachen Ebenen Canterburys bis zum Südpazifik. An einer Stelle nahe bei Methven schlängelt sich der Bergfluss durch eine Landschaft voller Schluchten, die er selbst in älteren Zeiten geprägt hat. Die Aussichten am Ufer des Rakaia sind gewaltig, die puren Sommer-Farben von geernteten Getreidefeldern, Pinienwäldern und einem gesättigt-blauen Himmel ergänzt das weißliche Türkis des Rakaia-Stroms. Im Hintergrund thront der mächtige Mount Hutt mit seinen Grautönen. An dem heißen Sommertag war die Wanderung allerdings sehr anstrengend, da man nicht immer im schattigen Schutz der Bäume entlang geht, sondern oft auch in der gleißenden Sonne.

Tennis und Volleyball spielen

Die kleine Stadt hat ein paar Tennis-Felder (auf Teer), die ich an einem Wochenende mit Kollegen, Einheimischen und anderen Backpackern, die in Methven arbeiten, ausgetestet habe. Das letzte Mal Tennis gespielt habe ich in der sechsten Klasse, weswegen meine Leistung nicht gerade berauschend war. Trotzdem hat es total viel Spaß gemacht und der sportliche Anstrengung wurde am Ende belohnt mit einem kühlen Bierchen im Schatten eines Baumes.

Neben dem Restaurant und der Lodge, in denen ich arbeite, haben wir ein Volleball-Netz aufgebaut, das natürlich sofort getestet werden musste. Mit meiner tschechichen Kollegin Bara und zwei ihrer tschechischen Freunde haben wir zwei gegen zwei gespielt, leider habe ich diesen Sport auch jahrelang nicht mehr ausgeübt. Im meinen letzten Schuljahren im Gymnasium war ich allerdings jeden schönen Sommertag im Schwimmbad beim Beach-Volleyball spielen, sodass es mir nicht allzu schwer fiel, wieder hineinzukommen. Zwei gewonnene und zwei verlorene Spiele waren die Bilanz, da kann man doch zufrieden sein. Als Belohnung gab es diesmal einen selbst gebackenen, böhmischen Apfelstrudel (Achtung, Anflug von Heimweh). Yammie!

Spazieren gehen rund um Methven

Entlang des Kanals auf dem Methven Walkway

Entlang des Kanals auf dem Methven Walkway

Es gibt einen kleinen Wanderweg rund um Methven, am Rakaia-Kanal entlang und durch viele Schaf- und Weizenfelder, den ich mir an einem freien Nachmittag vorgenommen hatte. Da die Umgebung hier sehr flach und eben ist, war es mit keiner allzu großen Anstrengung verbunden. Dennoch war es ein netter Ausflug, der ein guter Ausgleich zum Arbeiten war.

Die märchenhaften Washpen Falls

Die märchenhaften Washpen Falls

Ein weiterer schöner und einfacher Wanderweg führt zu den Washpen Falls, einem kleinen Wasserfall auf privatem Land. Der Eintritt aus Gelände von zehn Dollar war es wert, da der Pfad sehr schön hergerichtet ist und durch wunderbare Landschaften führt. Das Highlight sind dann die märchenhaft gelegenen Washpen Falls, an deren Ende sich das Wasser in einem kleinen Pool sammelt, in dem Steffi sogar gebadet hat.

 

Exotisches Dinner und leckeres Brunch

Auch kulinarisch hat Methven ein bisschen was zu bieten. Natürlich vor allem in dem Restaurant, in dem ich arbeite ;-), das als das beste der Stadt gilt. Aber auch ein Japaner lockt mit seinen Fisch-, Fleisch- und Sushi-Gerichten. An einem freien Sonntag habe ich ihn mit ein paar Kollegen ausprobiert und es endete beinahe in einer Völlerei. Wir haben die meisten Gerichte der Speisekarte ausprobiert und geteilt und dazu ein paar Bierchen getrunken. Hinterher ging es dann ins Haus zweier Kolleginnen, wo wir zu fünft eine kleine Wintergarten-Party mit guter Musik veranstaltet haben. Das Fernster putzen am nächsten Morgen fiel mir dann leider ein bisschen schwerer als sonst 😉 .

Ebenfalls an einem Sonntag traf ich mich mit Steffi im besten Café der Stadt, wo es natürlich auch den besten Kaffee gibt. Aber auch die Speisen waren der Hammer! Wir blieben ein paar Stunden und genossen ein großes Frühstück, mehrere Kaffees, Schoko-Brownies und Beeren-Smoothies. Ein paar Tage später habe ich dort auch das beste Schoko-Croissant gegessen, das ich jemals bekommen habe – es wurde kross und warm mit Puderzucker und frisch geschlagener Sahne serviert, einfach himmlich! Das Café an sich ist auch eine Schau für sich, denn überall steht und hängt Flohmarkt-Kram herum, wie Antiquitäten, Geschirr, Kleidung, Möbel und vieles mehr, das man gleichzeitig erwerben kann – eine Verbindung aus Wohnzimmer, Café und Flohmarkt, einfach genial!

Flohmarkt-Café in Methven

Flohmarkt-Café in Methven

Großes Brunch an einem gemütlichen Sonntag-Vormittag

Großes Brunch an einem gemütlichen Sonntag-Vormittag

Mir geht es also immer noch sehr gut hier in Methven, ich habe inzwischen Fuß gefasst und nette Bekanntschaften gemacht. Leider ist meine Zeit hier bald auch schon wieder vorbei. In zwei Wochen geht es nämlich weiter nach Vietnam 🙂 !

Mount Hutt, Neuseeland

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Mount Hutt, Neuseeland -43.466376, 171.524048

Stephan Braun

Stephan aus München war unser Entdecker 2014/2015. Seine Weltreise führte ihn nach Südafrika, Australien, Neuseeland und Vietnam. In seinem eigentlichen Leben ist er Grafikdesigner und liebt es in seiner Freizeit seinen Hobbys nachzugehen: Freunde treffen, ins Kino gehen, kochen, wandern, Rad fahren, fotografieren und natürlich reisen. Er hatte fast acht Monate Zeit, um für uns die letzten Geheimnisse der Welt zu lüften.

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