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Work & Travel in Neuseeland: Linas Erfahrungsbericht

Lina ist mit TravelWorks 2019/2020 für 11 Monate nach Neuseeland gereist, um dort ihren Work & Travel-Aufenthalt zu verbringen. In ihrem Erfahrungsbericht erzählt sie von den Jobs, in denen sie gearbeitet hat, den Orten, die sie bereisen konnte, und natürlich den vielen tollen Erlebnissen, die sie am anderen Ende der Welt gemacht hat.


Die ersten Wochen in Neuseeland

Nach meiner Ankunft am 01. Mai 2019 habe ich einen Jungen kennen gelernt, der auch über Travelworks in Neuseeland war. Wir haben die erste Woche zusammen in Auckland verbracht und uns an das Leben in Neuseeland gewöhnt. Außerdem sind wir zusammen für einen Tag nach Rangitoto und nach Hobbinton gefahren. Danach ging es für mich für ein paar Tage nach Tauranga, um dort zu arbeiten. Dieses Vorhaben habe ich jedoch abgebrochen, nachdem ich eine Freundin aus Deutschland in Auckland treffen wollte. Mit ihr zusammen machte ich mich auf den Weg nach Paihia in die Bay of Islands.

Hobbtion

Der erste Job

Von Paihia aus reiste ich alleine weiter nach Kerikeri, wo ich für zweieinhalb Monate geblieben bin. Dort habe ich auf mehreren Kiwiorchards gearbeitet und auch kleinere Dayjobs erledigt.

Zuerst habe ich auf einem familiengeführten Kiwiorchard gearbeitet. Der Familie gehörten mehrere Orchards, welche von den verschiedenen Schwiegersöhnen bewirtschaftet wurden. Die erste Aufgabe für ungefähr 1 ½ Monate war, dass wir in den Blocks die vertrockneten Äste bzw. die Äste, die von den Cuttern vor uns nur geschnitten wurden, herausschneiden und auf den Boden fallen lassen sollten. Nachdem dies erledigt war, wurden die einzelnen Äste im Abstand von 30cm auf gespannte Drahtseile mit Kabelbinder-ähnlichen Klipverschlüssen befestigt.

Auf einem weiteren Kiwiorchard wurde ein Block nicht besprüht, das heißt es wuchs sehr viel Unkraut und wir sollten für eine Woche Unkraut rupfen. Im Allgemeinen haben wir von Montag bis Freitag, manchmal auch samstags von 8:00-16:30 Uhr gearbeitet. Dazwischen gab es eine halbe Stunde unbezahlte Pause und zwei 15-minütigen Pausen, welche bezahlt wurden. Es war eine sehr schöne Zeit, da wir die Möglichkeit hatten, mit Einheimischen zusammen zu arbeiten und somit viel über den Anbau von Kiwis gelernt haben. Jedoch ist es ein Job, der sehr wetterabhängig ist, das heißt sobald es länger geregnet hat, wurde die Arbeit für den Tag abgebrochen.

Kiwiplantage

Cook Islands und Weiterreise auf die Südinsel

Nach Kerikeri bin ich mit zwei Freunden für 10 Tage auf die Cook Islands geflogen. Nach der Rückkehr nach Auckland konnte ich mit dem Bus die Nordinsel weiter erkunden, bevor es nach einem 3 wöchigen Aufenthalt in Wellington für mich auf die Südinsel ging. Dort habe ich mich in den Ort Picton verliebt, wo ich für zwei Monate geblieben bin. Neben kleineren Wanderungen habe ich dort vor allem in einem kleinen Local Pub mit Einheimischen und auch anderen Backpackern regelmäßig die Rugby Spiele des World Cups 2019 geschaut. Von Picton fuhr ich weiter nach Nelson, wo ich für ein paar Tage bei einer ehemaligen Kollegin aus Deutschland gewohnt habe.

Weiter ging es dann mit dem Bus entlang der Westküste über Abel Tasman und Franz Josef nach Wanaka. Neben Wanderungen ging es für mich in Franz Josef zum Kajak fahren und in Wanaka zum Fallschirmspringen aus einer Höhe von 15.000 Fuß. Von Wanaka reiste ich dann noch weiter in den Süden über Milford Sound nach Steward Island. Von dort wieder hoch bis nach Kaikoura, wo ich viele Seehunde beobachten konnte.

Seehunde in Kaikoura

Besuch von der Familie und Roadtrip im Campervan

Da ich Besuch von der Familie erwartete, bin ich von Kaikoura aus über Christchurch nach Auckland geflogen. Wir sind zusammen mit einem gemieteten Campervan entlang der Westküste der Nordinsel nach Wellington gefahren. Nach dem Übersetzen mit der Fähre auf die Südinsel ging es für uns im Uhrzeigersinn bis in den Süden und wieder hoch nach Picton wo sich unsere Wege getrennt haben. Für mich führte die Reise anschließend für ein paar Tage zurück nach Wellington und dann nach Hastings. Dort habe ich knapp zwei Monate verbracht und von meinen Zimmernachbarn viel über die japanische Küche gelernt.

Dann war mein Work & Travel-Aufenthalt auch schon fast wieder vorbei. Von Hastings ging es Mitte März noch für 6 Tage nach Sydney und dann zurück nach Deutschland.

Campervan

Weitere Jobs

Housekeeping: Ich habe täglich für 3-4 Stunden in einem Hostel die öffentlichen Räume gereinigt und die Zimmermädchen bei der Zimmerreinigung unterstützt. 

Kitchenhand: In einem Restaurant habe ich mehrere Abende an der Spüle gearbeitet bzw. auch öfter mal den Köchen bei der Vorbereitung geholfen. Die Arbeitszeiten waren unterschiedlich, zwischen 3 und 10 Stunden. Es war jedoch eine sehr schöne Zeit, da in dem Restaurant nur Einheimische gearbeitet haben. Somit konnte man viel über das Leben in Neuseeland lernen. Und auch den einen oder anderen Tipp für das heimische Kochen konnte ich mitnehmen.

Tree Nursery (Baumschule): Den wohl einfachsten Job in meiner Zeit in Neuseeland habe ich in Hastings in einer Baumschule ausüben dürfen. In einem sehr angenehmen Arbeitsklima ging es Montag bis Freitag von 8:00-16:30 Uhr um das Umtöpfen von kleinen Setzlingen. Es gab auch  verschiedene andere Aufgaben, z.B. das Kürzen der Pflanzen, das Stechen der Löcher und das Verteilen der Paletten, sodass man nicht 8 Stunden damit verbracht hat, nur Setzlinge umzupflanzen. 

Sonnenuntergang

Wenn dich nach Linas Bericht auch bereits das Fernweh gepackt hat, dann schau doch mal auf unserer Website vorbei! Mit TravelWorks kannst du deinen Work & Travel-Aufenthalt nicht nur in Neuseeland, sondern auch in Australien, Kanada oder Portugal verbringen.

Von Redaktion

Für das Team von TravelWorks heißt Reisen mehr als nur Tourist sein: Nicht auf der Oberfläche schwimmen, sondern ins Geschehen eintauchen. Wir sind selber mehrere Jahre im Ausland gereist und geben unsere Erfahrungen gerne aus erster Hand weiter. Daher versorgen wir euch hier mit spannenden Artikeln sowie hilfreichen Informationen zur Vor- und Nachbereitung eures Auslandsaufenthaltes und verhelfen euch so zu einem unvergesslichen Abenteuer.

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