Erfahrungsbericht: Freiwilligenarbeit Costa Rica

Unser Teilnehmer Armin, 18 Jahre, erzählt uns von den Eindrücken seiner Freiwilligenarbeit im  Schildkrötenprojekt in Costa Rica.

In der Sprachschule

Meine Reise begann in San José in einer Gastfamilie, die sehr herzlich und freundlich war. Die Sprachschule war nicht weit entfernt von meinem Zuhause. So konnte man alles in unmittelbarer Nähe mit dem Bus erreichen. Die Lehrer und Mitarbeiter der Sprachschule waren immer sehr hilfsbereit und haben einen vor Ort ausgezeichnet informiert über mögliche Ausflugsziele am Wochenende, zum Beispiel Puerto Viejo, La Fortuna oder Manuel Antonio. Zudem war das Lernklima in den einzelnen Klassen ideal, um seine Spanischkenntnisse zu verbessern, da auch die Lehrer mit viel Leidenschaft und Freude unterrichtet haben.

Beginn der Projektarbeit

Nach einem Monat in der Sprachschule war mein Spanisch gut genug, um mich mit den Ticos ohne Probleme zu verständigen. Das einzige, was mich ein bisschen gestört hat, war, dass die Deutschen untereinander Deutsch gesprochen haben, was ich ziemlich schade fand. Wenn man schon so weit weg von Deutschland/Europa ist, sollte man meiner Meinung nach versuchen, sein Spanisch zu verbessern. Deswegen habe ich die meiste Zeit mit Belgiern oder mit einem Mexikaner verbracht, um nicht Deutsch sprechen zu müssen.

Nach dem Monat in der Sprachschule in San José bin ich zu einem Freiwilligenprojekt mit Meeresschildkröten gegangen, wo ich die restlichen 7 Wochen verbracht habe. Die Zeit mit den Meeresschildkröten war die beste Zeit in Costa Rica. Die Arbeit mit den Schildkröten hat mich mit sehr viel Freude erfüllt und ich kann das auch nur jedem empfehlen!

Tägliche Aufgaben

Die Arbeit ist zwar anstrengend, da wir jeden Tag um die 30 Grad hatten mit einer Luftfeuchtigkeit von 100%. Aber der Strand von Camaronal hat alles wettgemacht. Was mir besonders gut gefallen hat in Camaronal war das Zusammenleben zwischen Mensch und der Natur. In ganz Costa Rica hat die Natur und die Tierwelt eine ganz andere Wertschätzung als in Europa. So eine Artenvielfalt wie in Costa Rica habe ich noch nie gesehen. Für alle, die sich für Umwelt und Tierschutz engagieren, kann ich Costa Rica sehr empfehlen.

Die Hauptaufgaben in Camaronal waren Babyschildkröten befreien und während der Nacht die Schildkröten zu zählen und zu markieren. Zudem haben wir fast jede Nacht die Eier von den Schildkröten eingesammelt und wieder in ein sicheres Bruthaus eingegraben, damit die Babys in Sicherheit schlüpfen können.

Nachdenkliche Momente

Was ich traurig fand, war, dass wir jeden zweiten Tag den Strand von Plastik säubern mussten. Manchmal hatten wir 3 volle Müllsäcke mit Plastik innerhalb von 2 Stunden. Zudem war das kein touristischer Strand, sondern nur für die Schildkröten. Tagsüber waren auch immer ein paar Surfer da. Diese haben aber nie Müll produziert. Der meiste Müll kam also aus dem Ozean oder aus Flüssen in der Nähe. In diesen Momenten fand ich es immer sehr erschreckend, wie rücksichtslos die Menschen mit ihren Plastikabfällen umgehen und dass andere Lebewesen unter diesen Umständen leiden müssen.

Fazit

Zusammengefasst hatte ich die beste Zeit in Camaronal mit den Schildkröten und kann das nur jedem empfehlen. Mein größter Wunsch wäre natürlich, dass solche Projekte nicht mehr notwendig wären. Sondern dass sich die Meeresschildkröten ohne Einfluss des Menschen weltweit vermehren könnten und diese faszinierende Tiere nicht mehr vor dem Aussterben bedroht sind.

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Dieser Artikel ist Teil der Reihe „TravelWorks loves Costa Rica“.

Steffi Stadon

Steffi ist als Redakteurin bei TravelWorks unterwegs. Als Backpacker in Australien hat sie in doppelter Hinsicht Feuer gefangen - nicht nur für die Landschaft sondern auch für einen Aussie. Gemeinsam pendeln sie zwischen Europa und Ozeanien hin und her. Der Rest der Welt kommt aber nicht zu kurz für Entdeckungen. Über den großen Teich soll es als nächstes gehen.

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