Work & Travel Norwegen – Eindrücke unserer Teilnehmer

Wer an Norwegen denkt, hat Bilder von rauen Fjordlandschaften, Rentieren, eisblauen Gletschern, der Mitternachtssonne nördlich des Polarkreises und der Tundra von Lappland im Kopf. Als Work & Traveller auf einer norwegischen Farm entdeckst du das ehemalige Wikingerland auf eine ganz besondere Art und Weise. Es ist nicht nur die finanziell günstigste Möglichkeit, eine Zeit in diesem schönen Land zu verbringen. Bei der Farmarbeit in Norwegen erlebst du das dortige Leben unglaublich authentisch. Lass dich von den Eindrücken ehemaliger Teilnehmer und deren Fotos verzaubern. 

Sarahs Eindrücke von Norwegen

Die Farm, auf der ich 2 Monate verbracht habe, liegt im Norden Norwegens in der Nähe von Tromsø, nördlich des Polarkreises. Ich habe mir sehr gewünscht, in den Norden zu kommen. Es hat tatsächlich geklappt. Meine Gastfamilie hatte zwei Kinder (10 und 11) und der Opa wohnte auch auf der Farm. Auf der Farm gab es Pferde, Katzen, Hunde und Schafe. Mit mir war ein anderes deutsches Mädchen auf der Farm. Wir haben uns von Anfang an super verstanden und oft zusammen gearbeitet.

Arbeit

Ich habe morgens, mittags und abends die Pferde gefüttert. Vormittags habe ich das Katzenhotel gereinigt und die Katzen dort versorgt. Das Katzenhotel war für Leute, die in Urlaub gegangen sind und dort wurden die Katzen dann versorgt. Die restliche Arbeitszeit wurden meistens unterschiedliche Dinge gemacht. Dazu gehörte Zäune bauen, Maschinen reinigen, den Pferde Paddock ausmisten, Kartoffeln ernten, Heu pressen. Ich habe viele Sattelkammern im neuen Pferdestall gestrichen und bei anderen Dingen mitgeholfen. Im September haben wir die Schafe aus den Bergen geholt, denn diese verbringen den Sommer komplett frei in den Bergen. Wir waren oft unterwegs um die Schafe einzusammeln. Es war eine komplett neue und sehr interessante Erfahrung für mich.

Freizeit

Es war schön, so viel in der Natur zu sein und so auch etwas von der Umgebung zu sehen. In meiner Freizeit habe ich meistens etwas mit dem Mädchen unternommen, das mit mir auf der Farm war. An einem Wochenende haben wir die Insel, auf der wir gewohnt haben, mit dem Fahrrad umrundet. Wir haben eine Nacht am Strand, im Zelt übernachtet und es war ein besonderes Erlebnis. Wir haben an diesem Abend auch das erste Mal Polarlichter gesehen. Ich habe mir schon seit vielen Jahren gewünscht, sie mal zu sehen. Wir waren auch öfters in der Stadt, im Einkaufszentrum und auch oft wandern. Wir haben viele Ausflüge gemacht und viel erlebt. Norwegen ist einfach ein wunderschönes Land.

Fazit

Mit meiner Gastfamilie hab ich mich sehr gut verstanden. Wir hatten sehr viel Spaß zusammen und auch das zusammenarbeiten war immer lustig und nie langweilig. Wenn man es zusammenfasst, waren es definitiv zwei wundervolle Monate. Ich habe so viel gelernt, auch für meine Zukunft. Ich kann nur jedem empfehlen, ins Ausland zu gehen. Klar kann es am Anfang schwierig sein, dass ist normal. Doch die Erlebnisse, Erfahrungen und Erinnerungen, bleiben einem für das ganze Leben.

Hannahs Zeit auf dem Reiterhof

Norwegen hat mich schon immer fasziniert, genauso wie Pferde. Deshalb traute ich meinen Augen kaum, als mich eine Anfrage von einer norwegischen Gastfamilie mit Reiterhof erreichte. Auch im Nachhinein kann ich nur sagen: Etwas Besseres hätte mir nicht passieren können!

Mein Abenteuer startete Mitte August. Von Berlin aus flog ich nach Bergen, wo mich meine Gastmutter am Flughafen abholte und wir gemeinsam nach Voss fuhren. Meine Gastfamilie, bestehend aus meinen Gasteltern, ihren Kindern (12 und 8 Jahre alt), einem Hund, einer Katze und zwischen 12 und 5 Pferden, hat mich sehr herzlich aufgenommen. Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt. Die Sprache war nie ein Problem, da meine Gasteltern gut Deutsch und Englisch sprachen und ich mich auch mit den Kindern auf Englisch verständigen konnte. Zudem besuchte ich drei Monate lang einen Norwegisch-Sprachkurs, der mir das Lernen der Sprache erleichterte.

Arbeit

Im Stall habe ich mich sofort gut mit den Reitern verstanden. Auch mit den Pferden hatte ich zum Glück keine Probleme. Zu meinen täglichen Aufgaben gehörte das Ausmisten der Boxen, das Vorbereiten von Futter, das Rausbringen der Pferde auf ihre Koppeln und das Trainieren einiger Pferde. Oft habe ich auch jüngeren Reitschülern geholfen, meine Gastgeschwister beaufsichtigt, gekocht und an den Wochenenden auf Turnieren für das Wohl von Pferd und Reiter gesorgt. Während im Winter aufgrund der dicken Schneedecke vor allem im Stall und im Haus gearbeitet wurde, war ich im Sommer meist den ganzen Tag draußen, habe Weidezäune gespannt, den Stall gestrichen oder meinem Gastvater bei landwirtschaftlichen Arbeiten geholfen.

Freizeit

In meiner Freizeit bin ich oft mit meiner Gastmutter und -schwester ausgeritten, habe mich mit Freunden getroffen oder eine Reise innerhalb Norwegens unternommen. Mit dem Zug brauchte ich nur anderthalb Stunden nach Bergen, wo ich viele Wochenenden mit Sightseeing, Wandern oder Shoppen verbracht habe. Mehrmals bin ich mit der Oslo-Bergen-Bane von Voss über die beeindruckende Hardangervidda in die Hauptstadt gefahren, wo ich bei den Eltern meiner Gastmutter untergekommen bin. Am 17. Mai habe ich gemeinsam mit ihnen den Grunnløvsdag gefeiert. Oslo ist sowohl im Winter als auch im Sommer absolut sehenswert und bietet eine große Vielfalt an Kultur, Ausflugszielen und Sportmöglichkeiten. Eine weitere Reise unternahm ich nach Haugesund an der Westküste, das vor allem bei schönem Wetter ein Badeparadies ist.

Fazit

Auch wenn ich die Zeit in Norwegen als die aufregendste, interessanteste und schönste meines bisherigen Lebens beschreiben würde, war nicht immer alles Rosarot. Manchmal fühlte ich mich trotz der Unterstützung meiner Gastfamilie überfordert. Ab und zu übermannte mich das Heimweh und die Krankheit oder der Verkauf eines Pferdes brachte mich oft um den Schlaf. Das schwierigste war allerdings der Abschied aus Voss und Norwegen. Ich habe nicht nur viel erlebt, Erfahrungen gesammelt und Dinge fürs Leben gelernt, sondern ein zweites Zuhause und neue Freunde gefunden.


Bist du neugierig geworden und möchtest am liebsten auch gleich nach Norwegen aufbrechen? Dann schau dir unser Programm Farmarbeit Norwegen an und freu dich auf einmalige Erlebnisse im Norden Europas!

Steffi Stadon

Steffi ist als Redakteurin bei TravelWorks unterwegs. Als Backpacker in Australien hat sie in doppelter Hinsicht Feuer gefangen - nicht nur für die Landschaft sondern auch für einen Aussie. Gemeinsam pendeln sie zwischen Europa und Ozeanien hin und her. Der Rest der Welt kommt aber nicht zu kurz für Entdeckungen. Über den großen Teich soll es als nächstes gehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.