Erfahrungsbericht Praktikum USA

Erfahrungsbericht Praktikum USA

Erfahrungsberichte vom Praktikum in den USA

Lese Berichte unserer früheren Stipendiaten - sie beschreiben ihre Erfahrungen in den USA und vermitteln dir so ein Bild von ihrem Auslandsaufenthalt. Auch du kannst als Praktikant in die USA gehen, unvergessliche Erfahrungen machen und deinen Lebenslauf mit einem Praktikum in den USA aufwerten. Weitere Informationen zu den Bedingungen findest du unter: Praktikum in den USA

Julias Erfahrungsbericht (Praktikum in New York City)

 

Alter: 23
Reiseziel: USA
Heimatort: Mühlheim a. M.

I am so thankful for this adventure which helped me finding myself in a way! Thank you TravelWorks and NYC for giving me this chance!

 

 

Felix Erfahrungsbericht (Praktikum in Alabama)

Alter:
Reiseziel: USA
Heimatort:
6 Monate Alabama - Das kann ja was werden", dachte ich mir vor Beginn meines Praktikums. Waffen, überdimensionale pickup trucks und ein unverständliches Kauderwelsch mit Englischähnlichkeit, das waren meine Klischee-Erwartungen.

Dazu nur so viel: Es stimmt alles, aber nach ein paar Monaten beginnt man alle drei Dinge zu verstehen. Nach fast 24 Stunden Anreise (der regionale Flughafen von Mobile, AL, ist nur über größere Umwege von Deutschland aus zu erreichen) kam ich dann endlich im bible belt an. Was mich sofort positiv überraschte war, dass überall Palmen stehen und der Gesamteindruck sehr grün ist, wohingegen ich in meiner (zugegeben etwas naiven) Wildwestvorstellung doch eher tumbleweed und Prairie erwartet hatte. Ein Gefühl was mich vom ersten bis zum letzten Tag begleitete setzte direkt ein: Ist man, so wie ich, affin zur US-Medienindustrie und ihren Produktionen (Filme, Serien etc.), fühlt man sich, ist man dann mal wirklich länger in den USA, konstant wie in einem Kinofilm. Überall die Klischeehäuser, dort der ein Cheerleader, hier ein Mann der am Flughafen mit Cowboystiefeln, Cowboyhut und star sprangled banner Halstuch herumläuft. Die Erkenntnis dass "US-Klischee-Filme" für Amerikaner einfach nur korrekte Darstellungen ihres alltäglichen Lebens darstellen (natürlich etwas aufpoliert), war für mich "eye opening. Am ersten Arbeitstag dann die zweite dicke Überraschung: Mein Praktikumsprojekt wird nicht in Alabama sein, nicht in den Südstaaten, sondern im knapp 2000km entfernten New Jersey, 30min von New York entfernt. New York rief also, und ich erhörte den Ruf des großen Apfels. Fortan wurde ich nahezu konstant alle 3 Wochen auf Reisen geschickt um mein Projekt voran zu bringen und dann wieder nach Alabama zurückzukehren um die angefallenen Daten und die Büroarbeit dann zu bearbeiten. Die Umstellung von dem doch etwas bescheidenen Studentenleben zum Allinclusive-Businesstrip-Leben mit allen seinen Annehmlichkeiten war, um es gelinde auszudrücken, sehr angenehm. In meinem Projekt wurde mir zu meiner Überraschung und Freude sofort viel Verantwortung öbertragen. Ich plante wann der nächste Flug nach New Jersey ansteht, wie lange der Trip geht und wie das Projekt weiter geht. Das war zeitweise natürlich nicht nur Segen sondern auch mal Fluch. Fragen ob man auch alles richtig macht und man der Verantwortung gerecht wird können einen dann doch auch mal einen Abend verregnen, ins besondere wenn man so einen hohen Anspruch an sich selbst hat wie ich. Doch wenn ich mal nicht mehr weiter wusste, konnte ich meine Betreuer und Kollegen immer um Hilfe bitten und bin nie auf taube Ohren gestoßen. Einer der stärksten Eindrücke die mir in Erinnerung bleiben werden ist die unheimlich angenehme Arbeitsatmosphäre in den USA: Die gesamte Kommunikation ist deutlich entspannter als in Deutschland. Einen lockeren Spruch oder gar einen Witz gibt es auch mal zu Begrüßung von Kollegen die man gerade erst kennenlernt (was meiner Art sehr entgegen kommt). Die Bereitschaft neue Kollegen (in diesem Fall mich) zu integrieren und auch privat abends nach der Arbeit mal etwas zu unternehmen ist enorm. So kam es dann auch dazu dass ein Kollege in Alabama mich und einige Kollege mit auf den Schießstand nahm. In Deutschland etwas Undenkbares, in Alabama beliebtes Ziel für einen wochenendlichen Ausflug. Die Nähe von Alabama zu Florida ist spürbar (in einer Stunde ist man mit dem Auto an den Traumstränden von Pensacola, FL) und hilfreich wenn man wie ich einen über 3000km langen Roadtrip hindurch absolvieren möchte. Miami, Key West, Tampa, Cape Canaveral, alles tolle Reiseziele die ich innerhalb einer Urlaubwoche noch während meines Praktikums sehen und erleben durfte. Im Kontrast dazu verbrachte ich aber eben auch die andere Hälfte meiner Zeit in New Jersey, so dass wochenendliche Besuche von New York natürlich Pflicht waren. Die Barszene in NYC, in der ich mich vornehmlich aufhielt ist phänomenal (aber auch phänomenal teuer). Jede Bar hat etwas Besonderes, die eine findet man nicht ohne Hilfe da sich der Eingang neben der Toilette hinter einer sehr dubiosen Tür in einem Fastfood Restaurant befindet, die andere lässt seine Gäste nach eingenommenem Drink ihre eigene Zuckerwatte drehen und verspeisen. An sich ist New York natürlich eine Wahnsinnsstadt, aber eben auch eine Stadt des Wahnsinns. Man trifft viele modisch verrückte Leute und noch mehr wirklich verrückte Leute die einem freimütig die wildesten Geschichten erzählen. Der Fakt, dass (Vorsicht Klischeealarm) diese Stadt niemals schläft, färbt auch auf einen selbst ab. Mit der Zeit kommt man nicht mehr wirklich zur Ruhe, da man ständig das Gefühl hat, dass an einer anderen Ecke der Stadt gerade in diesem Moment vermutlich noch ein cooleres Event stattfindet als dieser, vom Selbstverständnis her, schon sehr, sehr coole Underground Flohmarkt in Brooklyn auf dem man gerade die selbsternannte Hip-Society von NYC beim sonntäglichen Instagramen beobachtet und dabei handgeklöppeltes fusion food samt organic chopsticks und Colorado draft beer aus dem mega hippen, nur Langbartträger beschäftigenden Food-Truck-Startup-Tuck gereicht bekommt (true story). Doch alles in allem war die Zeit in New York und Umgebung (samt Washington D.C Abstecher) der Hammer und eine unvergessliche Erfahrung mit vielen irrsinnigen aber auch ungemein bereichernden Begegnungen. Nachdem ich mein Projekt dann nach 6 Monaten harter Arbeit zur vollsten Zufriedenheit aller abgeschlossen hatte, hieß es Abschied nehmen, und das mit "Goodbye Barbecue" im Kreise der liebgewonnenen Kollegen. Anschließend ging es dann für mich noch für 3 Wochen auf Reisen durch die USA. Als ehemaliger Skirennfahrer ließ ich es mir nicht nehmen in den Rocky Mountains in Colorado Ski fahren zu gehen. Trotz der horrenden Preise um dieses Unterfangen zu realisieren muss ich sagen, dass ich nie irgendwo schöneres und besseres Ski gefahren bin! Das Motto von Vail "like no where on earth" ist, zumindest für mich, absolut treffend. Nach kurzem Zwischenstopp in Denver (eine überraschend schöne und entspannte Stadt) ging es für mich noch in die SinCity, Las Vegas, wo ich Geld am Pokertisch, selbstverständlich unverschuldet "aus Pech", verlor aber nochmals viele neue Impressionen gewann. Danach machte ich Halt in San Diego zum Surfen. San Diego war für mich mit Abstand die schönste Stadt die ich in meiner Zeit in den USA bereisen durfte. Keine riesigen Wolkenkratzer wie in New York, Palmen wie in Florida und schöne, extrem entspannte Menschen wie in, nun ja, Kalifornien eben. Danach war als finale grande noch Los Angeles an der Reihe. Die Stadt der Engel zeigte sich mir mit viel Licht und Schatten. Nie habe ich mich unsicherer gefühlt als in Downtown LA's Straßen abends durch eine Gasse zu gehen und gefühlt 100 Augenpaare auf mir zu spüren. Aber nie habe ich eben auch eine schönere Wohngegend gesehen als die bezaubernden Hügel von Malibu. Zusammenfassend kann man über diesen Trip, mein Praktikum und die ganze Zeit in den USA, das Land und die Menschen nur Eines sagen: Das waren die besten, aufregendsten und lehrreichsten 7 Monate meines Lebens. Ich möchte TravelWorks dafür herzlich danken dass sie mich in diesem Abenteuer mit ihrem Stipendium unterstützt zu haben.

Marlenes Erfahrungsbericht (Praktikum in New York)

Alter:
Reiseziel: USA
Heimatort:
Für mich war diese Zeit ein tolles, unvergessliches Erlebnis und es ist definitiv mein Highlight im Lebenslauf. Ich habe viel gelernt, viele Eindrücke sammeln können und neue Freunde kennengelernt.

Eine Stadt, die für mich als Modestudentin schon immer ein Traum war, wird für 6 Monate mein neuer Wohnsitz. Im Februar ging es los Richtung JFK, New York und am 2. März 2015 begann mein Praktikum bei Marc Jacobs International. Natürlich war ich total aufgeregt, zwar hatte ich schon einige Praktika zuvor gemacht, allerdings noch keins im Ausland. Meine Chefin und das ganze Team haben mich sehr offen und nett empfangen. Ich habe mich direkt wohl gefühlt. Es war auch nicht so, wie man es aus amerikanischen Filmen kennt. Meine Aufgaben bestanden darin, meine Chefin, die für den Einkauf aller Zutaten verantwortlich war, zu unterstützen. In diesem Fachgebiet hatte ich bisher noch keine Erfahrungen gesammelt, daher war viel neu für mich und ich konnte einiges lernen. Da die Kollektionen immer ausgefallener werden, gibt es von zu Saison zu Saison mehr Zutaten die wichtig werden. Ich kümmerte mich um angelieferte Bestellungen, diese mussten geprüft und abgezeichnet werden. Fehlbestände oder Extralieferungen mussten erfasst werden. Mit Hilfe eines Produkt-Daten-Management Systems (PDM) hatte ich jederzeit vollen Überblick über die Kollektionen. Stückzahlen und die jeweiligen Zutaten waren alle hinterlegt und für mich einsehbar. Sobald alle Zutaten im Headquarter in New York angekommen waren, mussten alles ausgepackt und für die jeweiligen Produktionsstätten, die hauptsächlich ihren Sitz in Midtown (NY) hatten, aufgeteilt werden. Dabei ging es um das exakte zählen oder wiegen von Knöpfe, Reißverschlüsse, Haken und Ösen, Borten, Kordeln, Saumbändern, Bundverstärkungen, Pailletten, Steinen, Schnallen, Perlen und Garnen. Alle wichtigen Informationen der Zutaten mussten auf ein Etikett gedruckt und auf das jeweilige Zutatenpaket geklebt werden. Aus dem PDM System war ersichtlich, welche Produktionsstätte welchen Style produziert. Gelagert wurde alles direkt im Office. Sobald alles beisammen war, war ich verantwortlich für die Auslieferung. Einige Pakete gingen nach Rumänien oder Italien, diese mussten mit DHL oder FedEx verschickt werden. Alle anderen gingen nach Midtown. Dort musste mit den Produzenten kommuniziert werden, da es oftmals zu Missverständnissen kam, die durch sprachliche Diskrepanz zustande kommen. Ich habe bisher nur kleine Nähereien in deutschen Modefirmen gesehen, die Produktionsstätten in Midtown waren alle für den highfashion Bereich zuständig. Dadurch, dass man meist öfters die Woche zu Besuch bei einigen war, konnte man auch beobachten welche Konkurrenzfirmen dort ebenfalls produzierten. Ich hätte nie gedacht, dass in New York überhaupt produziert wird. Waren alle Auslieferungen fertig für die aktuelle Kollektion, gab es immer wieder Nachfragen zur alten Kollektion, da zum Beispiel etwas fehlte oder kaputt gegangen war. Ich musste also immer zwei Kollektionen im Auge behalten und da die Zutaten und Farben immer sehr unterschiedliche sind, habe ich immer Übersichten über alle Zutaten der Kollektionen angefertigt, um nicht durcheinander zu kommen. Marc Jacobs hat für alle Praktikanten die in der Produktion arbeiten einen eigenen Raum, das bedeutet, man steht immer in Kontakt mit allen anderen und hilft sich gegenseitig. Gerade in stressigen Showphasen ist das sehr angenehm und man lernt gleichzeitig viele neue Leute kennen. Sobald es zur Showtime kommt (meist 1 bis 3 Wochen vor Fashionshow) wird man auch von anderen Abteilungen eingeplant. Meist arbeitet man bis spät in die Nacht und am Wochenende. Aber man wird auf der Arbeit voll versorgt mit Essen und darf zum Ausgleich Tage freinehmen. Für diese Zeit vor der Show wird auch meist ein Schichtplan für alle Praktikanten erstellt, damit sichergestellt wird, das alle gleich berechtigt werden. Es war für mich sehr interessant den Ablauf eines highfashion Unternehmens zu erleben und es im Gegensatz zur deutschen Modeindustrie zu sehen. Marc Jacobs selbst ist auch oft im Büro anzutreffen. Für Design- und Modestudenten kann ich so ein Praktikum nur weiterempfehlen. Es hat mich beruflich auf jeden Fall weitergebracht und es ist toll, Kontakte in New York und weltweit zu haben. Auch nach der Arbeit haben die Praktikanten viel zusammen unternommen und mit einigen habe ich auch in einem Haus gewohnt. Da man in New York alle Möglichkeiten hat, die man sich nur wünscht, war meist alle freie Zeit verplant und nach 6 Monaten dort kann ich fast sagen ‘alles’ gemacht zu haben. Die Museen sind so vielseitig und im Angebot mit keiner anderen Stadt zu vergleichen, die Bars und Restaurants sind zahlreich und das Nachtleben bietet für junge Leute eine Menge Spaß. Die vielen Roof Tops und kleinen, netten Bars werde ich sehr vermissen. Da ich über den Sommer in New York war, haben wir oft am Wochenende versucht in die Hamptons zu flüchten, um der stickigen Luft aus Manhattan zu entkommen. Aber auch in Brooklyn gibt es einen schönen Strand. Zudem haben wir die Gegend um New York herum erkundet. Philadelphia, Boston und Washington sind gut mit dem Bus zu erreichen. Nach meinem Praktikum habe ich außerdem noch einen kleinen Road Trip mit einer Freundin gemacht. Wir sind die Ostküste entlang Richtung Norden nach Maine gefahren, rüber nach Kanada und durch Vermont, Connecticut wieder zurück nach New York. Amerika hat wirklich sehr viel zu bieten und ist sehr unterschiedlich von Staat zu Staat. Für mich war diese Zeit ein tolles, unvergessliches Erlebnis und definitiv mein Highlight im Lebenslauf. Ich habe viel gelernt, viele Eindrücke sammeln können und neue Freunde kennengelernt.

Katharinas Erfahrungsbericht (Praktikum in Chicago)

Alter:
Reiseziel: USA
Heimatort:
Dein Fazit? Das Praktikum war eine Bereicherung, nicht nur fachlich sondern auch persönlich. Ich werde diese wunderbare Zeit nie vergessen und bin froh, diese Möglichkeit gehabt zu haben.

Im November flog ich von Hamburg über Amsterdam nach Chicago. Am 01. Dezember begann mein Praktikum bei Rödl & Partner, einer international tätigen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerkanzlei. Die Arbeit: Bei Rödl & Partner wollte ich einen Einblick in die Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung in Amerika gewinnen. Zu meinen Aufgaben zählte die Prüfung von bestimmten Positionen der Jahresabschlüsse unserer Mandanten, als auch die Vorbereitung von Steuererklärungen. In dieser Branche beginnt die so genannte busy season im Januar und geht bis März. Das heißt, im Dezember bereitet man sich auf die eigentlichen Prüfungen ab Jahresbeginn vor: Das Team fährt zu Vorprüfungen zu unseren Mandanten. Diese umfassen Prüfungen der bereits durchgeführten Geschäftsvorfälle wie auch Inventuren oder allgemeine Befragungen, die ebenfalls einen Teil der Prüfung darstellen. Bereits im Dezember begann dementsprechend für mich die Reisetätigkeit. Unsere Mandanten sind in ganz Amerika ansässig, sodass teilweise auch Flugreisen erforderlich waren – manchmal ein nicht ganz einfaches Unterfangen in der Windy City, gerade im Winter. Im Januar beginnt dann die eigentliche Reisetätigkeit: Man ist ein bis zwei Wochen bei dem Mandanten vor Ort, führt bestimmte Prüfungshandlungen durch und lässt sich Belege für die durchgeführten Geschäftsvorfälle zeigen. Ich durfte bei mehreren Vorprüfungen und bei zwei großen Prüfungen im Januar dabei sein. Rödl & Partner bietet zur Vorbereitung auf die busy season ein Intern-Training in Atlanta, wo sich der Hauptsitz der amerikanischen Gesellschaften befindet, an. Hier werden alle wichtigen Prüfungsvorgänge vermittelt. Zunächst erhielten wir eine Einführung in alle relevanten Prüfungsprogramme. Anhand eines fiktiven Beispielmandanten mit fiktiven Geschäftsvorfällen konnten wir bestimmte Prüfungshandlungen in einer sicheren Trainingsumgebung durchführen. Für die späteren Prüfungen war diese Vorbereitung sehr wichtig. Gut gefallen hat mir außerdem, dass man bei dem Praktikanten-Training die anderen Interns aus den anderen Rödl & Partner Gesellschaften kennen lernen konnte. Bei gemeinsamen Teambuilding-Einheiten und einem abschließenden Dinner konnte man Kontakte knüpfen. Bei den Mandanten vor Ort bekam ich die Gelegenheit, einige Prüfungshandlungen selbstständig durchzuführen. Natürlich lernt man so am schnellsten, es ist aber auch eine große Herausforderung und Verantwortung. Besonders geholfen hat mir dabei die Offenheit und Hilfsbereitschaft meiner Kollegen. Ich habe mich nie gescheut, eine Frage zu stellen, denn jede einzelne wurde geduldig und detailliert beantwortet, sodass ich in der Lage war, meine mir zugeteilten Aufgaben zu erledigen. Alle meine fertig gestellten work papers wurden noch einmal kontrolliert und review notes erstellt, sodass ich die Übersichten noch einmal überarbeiten und verbessern konnte. Im Chicagoer Office arbeitete ich, wenn ich nicht auf Prüfungen war, den Kollegen, die „in the field“ arbeiteten, zu. Je weiter mein Praktikum fortgeschritten war, desto mehr merkte ich, wie groß der Lerneffekt war: Prüfungshandlungen, für die ich am Anfang sehr viel Zeit gebraucht habe, gingen mir nun einfacher von der Hand und auch komplexere Mandanten und ihre Jahresabschlüsse konnte ich nun leichter überblicken. Das Leben in den USA: Da ich zuvor noch nie in den USA war, habe ich natürlich zunächst einmal einen Kulturschock bekommen - der war allerdings durchaus positiv. Chicago ist eine wunderschöne Stadt, die auch kulturell viel zu bieten hat. Meinen fast 5-monatigen Aufenthalt habe ich also genutzt, um die Museen der Stadt zu entdecken, mich an der Architektur zu erfreuen und auch das ein oder andere Mal zum Strand an den See zu gehen. Mit meinen Kolleginnen habe ich auch das ein oder andere Restaurant ausprobiert – man kann wirklich gut in Chicago essen. Gelebt habe ich bei einem jungen amerikanischen Paar. Die beiden haben mich offen und herzlich empfangen und in einigen Unterhaltungen habe ich einen Eindruck von der amerikanischen Mentalität bekommen. In meiner freien Zeit bin ich außerdem nach San Diego geflogen, um noch ein bisschen Sonne zu tanken. Ich habe dort einen Kommilitonen besucht, der dort studiert hat. Wir sind zu den Cedar Creek Falls und zum Potatoe Chip Rock Gelaufen. Außerdem habe ich mir die Universität angeschaut. Über Weihnachten war ich mit Freunden aus Deutschland in New York. An Heilig Abend hatten wir 22 Grad Celsius, auch das war ein Erlebnis. Wir haben natürlich alle wichtigen Touristen-Magneten besichtigt. An Neujahr habe ich mir nach einem Mandantentermin Portland angeguckt, was mir auch sehr gut gefallen hat. Dort kann man sehr gut vegan essen gehen und die Stadt hat sehr viele Grünflächen. Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Praktikum eine Bereicherung war, nicht nur fachlich sondern auch persönlich. Ich werde diese wunderbare Zeit nie vergessen und bin froh, diese Möglichkeit gehabt zu haben.