Schüleraustausch Stipendiaten

Schüleraustausch Stipendiaten

Regelmäßig unterstützt TravelWorks mehrere Stipendiaten bei der Verwirklichung ihres Traums vom Schüleraustausch. In regelmäßigen Berichten erzählen die Stipendiaten von ihren Erfahrungen im Ausland, von der Zeit an ihrer High School und dem Alltag als Austauschschüler. Hier findest du unsere aktuellen Stipendiaten und ihre Erfahrungsberichte.

ODENZ-Stipendiatin Valentina in Neuseeland

Mein erster Monat in Neuseeland

Jetzt ist mein erster Monat in Neuseeland fast um und es ist schon so viel passiert. Nach einigen ziemlich coolen Tagen in Singapur in denen ich viele andere Austauschschüler/innen kennengelernt habe und mich mit ihnen angefreundet habe, kam ich nach einem ziemlich nervenaufreibenden Flug in Christchurch an.

Ich hatte das Glück, dass eine ehemalige Austausschülerin meiner Hostfamily aus Deutschland meine Gastfamilie für ein paar Tage besuchte. Diese zeigte mir an meinem ersten Schultag auf der Papanui High School alles und war bei den ersten Treffen mit den anderen Internationals dabei. Ich freundete mich ziemlich schnell mit den anderen Austauschschülern aus der ganzen Welt an und sehr bald auch schon mit meinem Buddy und ihrer Freundesgruppe. Mit ihnen sitze ich jetzt immer beim Lunch und ich habe auch einige Fächer mit ihnen. Die Wahl der Fächer fiel mir ziemlich schwer, ich habe mich im Endeffekt für Geschichte, Kunst, Drama, Outdoor-Education, Französisch entschieden und hab automatisch noch Mathe und Englisch. Meine Lieblingsfächer bisher sind Kunst und Drama. Meine Dramagruppe arbeitet im Moment an einer Schulaufführung in der ich den Ton und das Make-up machen darf. Durch die Proben hatte ich oft verplante Wochenenden  und Nachmittage, was aber nicht schlimm ist, da ich so viele Laute kennengelernt habe.

An einem Wochenende bin ich mit meiner Gastfamilie in die Berge gefahren, wo wir über Nacht blieben und ich zum ersten Mal Snowboarden ausprobierte. An einem anderen haben wir nach einem Spaziergang in die umliegenden Hügel mit einer befreundeten Familie noch ein paar Runden Lasershooten und Pizza gemacht und uns in Siedler von Catan gemessen. Ein wirklich sehr lustiger Abend an dem ich wieder neue Freunde gefunden habe.

In der Schule hatten wir auch schon einige Ausflüge, die ersten zu einem Kletterpark in Outdoor Education habe ich leider verpasst, da ich krank war. Wir hatten einen Ausflug mit den anderen Austauschschülern der Papanui High zu einer Schaffarm bei der wir einiges über den Schafhirten in Neuseeland gelernt haben und auf einem Jetboat einen eiskalten Fluss hinauffuhren. Das war ein sehr lustiger Tag und eine tolle Abwechslung zum Schulalltag.

Generell kommt mir die Schule hier viel relaxter und einfacher als in Österreich vor. Die Schüler bekommen nicht sonderlich viele Hausaufgaben und falls diese nicht erledigt werden ist das meist auch kein Problem. Hier ist mir auch aufgefallen, dass die Angst vor dem Durchfallen oder vor schlechten Noten viel geringer ist und sich ziemlich viele Schüler/innen nicht sonderlich um die Schule kümmern. Im Gegensatz zu Hausaufgaben werden hier das Zuspätkommen und die Nichteinhaltung der Schuluniform ziemlich streng genommen und man bekommt schnell mal Detention.

Da auf die Schule sehr viele ausländische Schüler gehen darf man nicht mit sehr vielen Fragen über sein Heimatland rechnen, da die Kiwis hier schon ziemlich an die International Students gewöhnt sind. Trotzdem wird man nett aufgenommen und sollte normalerweise keine Probleme haben Freunde zu finden.

Mein zweiter Monat in Neuseeland

In meinem zweiten Monat hier in Christchurch ist ganz schön viel passiert, hauptsächlich bestand mein Alltag hier allerdings aus Schule. Inzwischen habe ich mich ziemlich gut mit meiner Gruppe an Kiwi Freunden angefreundet und bin so auch in fast keinem Fach alleine.

Ein Highlight dieses Monats war ein Snow Trip. Hierbei sind wir montags nach der Schule mit Vans zur Flock Hill Lodge gefahren, wo wir zwei Nächte blieben. Am Dienstag machte sich ein Teil der Gruppe auf zu einem Schnee Feld, während der andere Teil auf den Mount Cheeseman fuhr. Meine Gruppe fuhr, später wanderte, zu einem Schneefeld wo wir den Umgang mit Spikes und Eis Äxten lernten und uns auf den sehr kalten und anstrengenden Weg zur Bergspitze machten. Aufgrund von schlechtem Wetter mussten wir am nächsten Tag nur einige Arbeitsaufträge in den Castle Hills erledigen, was aber auch sehr lustig war. Ich habe den Ausflug sehr genossen, da vor allem das gemeinsame Spiele spielen und kochen am Abend sehr lustig war und ich so auch noch besseren Kontakt mit Kiwis aufgenommen habe.

Ein weiteres Highlight war, als ich mit meiner Gastfamilie übers Wochenende zu Freunden der Familie nach Timaru fuhr. Am Samstag fuhr meine Familie Ski-fahren und ich blieb mit einem Bekannten meiner Gastfamilie in Timaru, der machte mit mir einen Spaziergang an der Küste entlang und zeigte mir die kleine verschlafene Stadt. Am nächsten Tag machten wir alle gemeinsam eine kleine Wanderung auf einen der Berge in der Umgebung.

Inzwischen habe ich mich selbst oder mit anderen International Student daran gemacht mehr von Christchurch zu sehen. So bin ich schon mit einer Freundin auf einen der umliegenden Aussichtsberge gegangen oder in den sehr schönen Botanischen Garten. Leider muss ich inzwischen doch einiges für die Schule erledigen, so dass ich weniger Zeit habe. Diese Woche ist Exam Week für die Kiwis und da die Prüfungen nicht direkt für NCEA sind müssen sie die Internationals auch schreiben. Die Prüfungen hier sind anders aufgebaut als in Österreich, in meiner Drama Prüfung musste ich zum Beispiel eine Geste die ein Charakter in Melodrama macht genauer erläutern und erklären, was die Geste für Auswirkungen auf das Publikum hat.

Generell habe ich mich inzwischen wirklich sehr gut eingelebt und kenne mich langsam auch in Christchurch aus. Ich freue mich schon sehr auf den langsam immer näher kommenden Sommer, da ich einen Surf Kurs machen werde und auch oft zum Strand gehen werde.

Mein dritter Monat in Neuseeland

Nun ist auch mein dritter Monat in Neuseeland vorbei und es ist so viel passiert. Dieser Monat war mein erlebnisreichster und tollster Monat seit ich hier bin. Ich sah neue Orte, machte neue Erfahrungen und traf neue Freunde. Mein dritter Monat begann in der letzten Schulwoche vor den Frühlingsferien. Gleich am Montag ging ich mit meinen beiden Gastschwestern Danielle und Kathrin Zip-Lining. Dies war ein sehr lustiges und schönes Erlebnis, da man auch wunderschöne Ausblicke auf Christchurch bekam. Donnerstags Abend ging ich dann noch mit meiner Gastfamilie in das Musical „Les Miserables“ im städtischen Theatersaal.

Am letzten Schultag vor den Ferien bekamen wir eine verlängerte Lunchzeit mit vielen Essensständen und Live Musik in der Schule. Es war ein entspannter Tag, an dem ich viel Spaß mit meinen Kiwi Freunden in der Schule hatte. Am ersten Wochenende in den Ferien fuhr ich an die Westküste, die mich mit ihrer wunderschönen Küstenlandschaft überzeugt hatte. Dort nahmen meine Gastmutter und meine älteste Gastschwester Georgia an einer Spring Challenge teil und mein Gastvater, meine Gastschwester Danielle und ich bildeten das Support Team. Wir hatten ein tolles Wochenende als Familie.

In den Ferien unternahm ich viele Dinge mit meinen Freunden hier wie: Die Stadt erkunden und essen gehen, zum Strand gehen und die Sonne genießen, einen Sleepover mit Filmen oder gemeinsam ins Kino gehen. Ich besuchte außerdem das Christchurch Antarctic Center und das Quake City Museum. Außerdem fuhr ich mit meiner Familie nach Akaroa, eine kleine wunderschöne Stadt in der Nähe von Christchurch. Dort machten wir einen Spaziergang, gingen Essen und besuchten ein Maori Museum.

Am letzten Wochenende bevor die Schule wieder begann, fuhren wir nach Kaikoura, ein Ort einige Autostunden nördlich von Christchurch. Meine Gastmutter musste dort wegen ihrer Arbeit hin, so unternahm ich die meisten Dinge dort mit meinem Gastvater und meiner Gastschwester Kathrin, wie ein Spaziergang an der Küste entlang wo wir Robbenkolonien sahen. Es war ein tolles und aufregendes Wochenende mit vielen tollen Erfahrungen. Am Montag der ersten Schulwoche in Term 4 hatte ich mit vielen andren internationalen Schülern und Freunden zusammen meine erste Surfstunde. Es war noch ziemlich kalt aber total lustig und ich freue mich auf die kommenden Stunden. Generell hat Term 4 für mich nur drei Schulwochen, da die einheimischen Schüler danach Prüfungen haben.

Die Zeit bisher ist so schnell vergangen, aber ich lebe mich mit jedem Tag mehr ein und mein Leben hier wird immer mehr zu einem aufregenden und schönen Alltag. Es sind auch die kleinen Dinge wie Abendessen mit Freunden der Familie, Kinobesuche mit Freunden, Spaziergänge mit der Gastfamilie, das besprechen der gestrigen Fernsehshow mit Freunden und noch vieles mehr, die meine Zeit hier so besonders und toll machen und ich kann es gar nicht glauben dass schon mehr als die Hälfte meiner Zeit hier um ist, aber ich freue mich auf die Zeit die noch kommt.

Mein vierter Monat in Neuseeland

Langsam merke ich wie die Zeit hier in Neuseeland zu Ende geht, diesen Monat musste ich mich schon von einigen Leuten und Orten verabschieden. Die Schule ging für mich am Beginn des Monats zu Ende, da die Schüler hier den letzten Monat der Schulzeit Prüfungen haben, die ich nicht mache. Die ersten zwei Monate der Ferien wurde tägliches Programm von dem international Office organisiert, bei dem wir Tages Ausflüge rund um Christchurch machten, Challenges erledigten und einfach richtig viel Spaß hatten.

Ich hatte weitere Surfstunden und ging auch in meiner Freizeit surfen was mir richtig Spaß macht und wo ich auch immer besser werde. Da es immer wärmer wird, verbrachte ich inzwischen schon viele Tage am Strand und genieße das Wetter. Es wird schwer sein von diesem angenehmen Klima wieder zurück ins kalte Österreich zu kommen, aber ich freue mich auch schon sehr auf zuhause.

Nächste Woche werde ich mit den anderen international Students von Papanui HS eine Südinsel Tour machen, die auch wieder von der Schule organisiert wurde. Dach werde ich Freizeit haben bis meine Eltern Mitte Dezember nach Neuseeland kommen. Ich werde bestimmt viel mit meiner Gastfamilie unternehmen, mit der ich mich sehr gut verstehe, mich mit Freunden treffen und viel surfen gehen.

Ich freue mich sehr auf die verbleibende Zeit in Neuseeland und bin dankbar dafür, dass ich die Möglichkeit habe das ganze hier zu erleben.