Work & Travel Jobstatistik

Wir haben unsere Work & Travel Teilnehmer in Australien, Neuseeland und Kanada gefragt, welche Jobs sie bei ihrem Backpacking Abenteuer hatten, wie sie diese gefunden haben, wie lange und wo sie so gearbeitet haben und natürlich auch, wie viel Geld für die Reisekasse dabei herum kam. That’s how you work!

Alter & Reisedauer der Teilnehmer

Die große Mehrheit unserer Umfrage-Teilnehmer ist zwischen 20 und 25 Jahre alt, zwei Drittel davon weiblich. Australien und Neuseeland waren die beliebtesten Länder unserer Work & Traveller. Dass Kanada etwas abgeschlagen ist, hängt sicherlich mit dem limitierten Visums-Kontingent für das nordamerikanische Land zusammen. Weder für Australien noch Neuseeland gibt es derzeit eine Beschränkung in der Anzahl der ausgestellten Working Holiday Visa.

Was die zeitliche Dauer ihres Visums betrifft, haben unsere Teilnehmer auf jeden Fall die Möglichkeit genutzt, länger als ein Vierteljahr in einem fremden Land zu verbringen und damit einen tiefgehenden Einblick in Leute & Kultur zu erhalten. So reisten jeweils knapp ein Drittel unserer Teilnehmer bis zu neun Monate bzw. sogar ein ganzes Jahr in ihrem Traumland. Nur die wenigsten hingegen blieben nur einige Monate vor Ort.

Verhältnis von Reisen & Arbeiten

Etwa ein Drittel der Befragten hat insgesamt rund ein halbes Jahr gearbeitet. Nur knapp ein Viertel gab an, mehr als sechs Monate bzw. weniger als vier Monate einem Job nachgegangen zu sein. Stellt man die Antworten zur Reise- und Jobdauer ins Verhältnis, lässt sich ableiten, dass die Teilnehmer i.d.R. die Hälfte ihres Aufenthaltes im Ausland gearbeitet und gereist sind. „Work“ und „Travel“ steht somit bei den meisten in einem ausgewogenen Verhältnis. Nur selten wurde deutlich mehr gearbeitet als gereist oder umgekehrt. Das zeigt jedoch auch, dass viele Backpacker einen Job suchen müssen, um so die Reisekasse aufzufüllen. Vielleicht gehört für sie aber das Arbeiten auch einfach zum Abenteuer dazu?! Mangos pflücken tut man schließlich nicht alle Tage.

Mehr als die Hälfte unserer befragten Teilnehmer hatte lediglich einen bis zwei Arbeitsplätze. Zumeist handelte es sich dabei um Jobs, die länger als drei Monate gingen – entweder weil sie Spaß machten oder einen guten Verdienst versprachen.

Über ein Drittel der Backpacker gaben an, drei bis fünf unterschiedlichen Jobs nachgegangen zu sein – also eher Gelegenheitsjob, die nur wenige Wochen andauern. Beispiele sind z.B. klassisches Fruitpicking. So berichteten jeweils rund ein Viertel von Jobs, die bis zu einem Monat bzw. ein bis drei Monate andauerten.

Verdienst

Unsere Teilnehmer haben nach eigenen Angaben i.d.R. den vor Ort geltenden durchschnittlichen Stundenlohn erhalten. Dieser liegt für Australien bei 12-15 AU$ (ca. 8-10 EUR), für Neuseeland bei 12-17 NZ$ (7-11 EUR) und für Kanada bei 8,50-11 CA$ (6-8 EUR). Backpacker in Australien gaben sogar an, deutlich mehr als den genannten Durchschnittslohn ausgezahlt bekommen zu haben.

Grund dafür könnte sein, dass einige Jobs wie Fruitpicking nach Akkord bezahlt werden. Wer also besonders fit und flink ist, kann hier in wenigen Wochen auf dem Feld eine Menge Geld verdienen. Die Reisekasse freut’s ganz bestimmt.

Jobsuche

Die Hälfte aller Befragten wollte nach Ankunft im Zielland sofort mit der Jobsuche beginnen. Die Vermutung liegt nahe, dass man entweder nicht sofort die Ersparnisse anrühren wollte oder zuvor nicht ausreichend angespart hatte. Mehr als ein Drittel hingegen haben sich erst nach ihrer Anreise darüber Gedanken gemacht, ob sie sofort arbeiten gehen oder erst einmal herumreisen. Hierbei sind oft auch Erfahrungswerte anderer Backpacker in den Hostels oder spontane Jobangebote ausschlaggebend. Nur ein Zehntel der Befragten hat sich bewusst dazu entschieden, erst einmal Land und Leute zu entdecken, bevor sie sich in die Jobsuche stürzen.

Das Internet und Türklinken putzen waren die häufigsten Antworten, als es um die Art der Jobsuche geht. Jobportale wie die unserer Partner vor Ort aber auch öffentliche Portale locken Backpacker mit Jobangeboten. Der einstige Klassiker, das Schwarze Brett, dient hingegen offensichtlich mittlerweile eher dazu, sein Auto an den Mann (oder die Frau) zu bringen.

Nur selten mussten unsere Teilnehmer länger als zwei Wochen nach einem Job suchen; ein Drittel sogar weniger als eine Woche. Es gilt also nach wie vor: Wer an den richtigen Orten sucht und bereit ist, die Städte hinter sich zu lassen, findet schnell einen Job. Bei der Frage, ob ein Bewerbungsschreiben erforderlich war, halten sie die Antworten Nie, Manchmal und Immer die Wage.

Jobarten & Regionen

Unsere Backpacker sind in den unterschiedlichsten Jobs unterwegs, sei es auf der Farm, beim WOOFing, als Au Pair, im Tourismus oder der Gastronomie. Die Einsatzmöglichkeiten sind immens. Darüber hinaus warten noch viele andere Jobs wie Promoter, Büro etc. darauf, von den Backpackern gefunden zu werden. Je nach Branche befinden sich die Jobs in den unterschiedlichsten Regionen. So arbeitete knapp die Hälfte unserer Befragten in der Stadt, mehr als ein Drittel ebenso auf den Land. Aber auch die zunächst abschreckende Antwort Im Nirgendwo verspricht einzigartige Job-Abenteuer, z.B. die Arbeit auf einer abgelegenen Rinderfarm im Outback oder der Job im Roadhouse entlang eines einsamen Highways.


Möchtest du selbst demnächst als Backpacker die weite Welt erkunden und dir durch Arbeiten vor Ort deine Reisekasse auffüllen? Dann mach deine eigenen „Work“-Erfahrungen und schau dir unsere Work & Travel-Programme an. Gemeinsam lassen wir deinen Entdecker-Traum wahr werden.  

Steffi Stadon

Steffi ist als Redakteurin bei TravelWorks unterwegs. Als Backpacker in Australien hat sie in doppelter Hinsicht Feuer gefangen - nicht nur für die Landschaft sondern auch für einen Aussie. Gemeinsam pendeln sie zwischen Europa und Ozeanien hin und her. Der Rest der Welt kommt aber nicht zu kurz für Entdeckungen. Über den großen Teich soll es als nächstes gehen.

1 Kommentar

  1. work traveler   •  

    Danke für den tollen Bericht zu Work and Travel. Das mit dem Reise-/Arbeitsverhältnis fand ich besonders spannend. Ist ja irgendwie auch einer der wichtigsten Faktoren und ausgewogen klingt für mich auf jeden Fall akzeptabel.

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